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Wärmepumpe mit PV aber Pufferspeicher und Kamin?

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  1. #1

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    Wärmepumpe mit PV aber Pufferspeicher und Kamin?

    Hallo

    unser Bau geht ganz gut voran und jetzt müssen wir uns zum Thema Heizung entscheiden. Da ich viele verschieden Meinungen gehört habe wollte ich jetzt euch um Rat fragen.

    Wir bekommen eine Luft Wasser Wärmepumpe (R.... WKF 120, kann mit PV Strom bevorzugt betrieben werden) mit Fußbodenheizung. PV Anlage mit 6,48 kWp. Dazu kommt eine LÜftungsanlage. Außerdem wollen wir einen Kamin einbauen, aber nicht täglich nutzen.

    Der vorschlag vom Heizungsbauer ist:
    WKF 120 comp. (mit integriertem 300l Trinkwasserspeicher). Nutzung von PV Strom wenn vorhanden an sonsten Strom dazu kaufen.

    Unsere Überlegung:
    WKF 120 mit 1000l Pufferspeicher. Schemata und Klemmplaene WKF 028_D08 (ohne Kamin).pdf
    WKF 120 mit 1000l Pufferspeicher und Kamin mit Wassertasche der eingebunden wird. Schema und Klemmplan WKF 28f1_D09 (mit Kamin).pdf

    Laut Heizungsbauer hohe Instalationskosten (ca 5000€) die durch Stromersparniss nicht wieder reingeholt werden können, außerdem ineffizienter wegen Pufferspeicher. Bei der ersten Variante würde die Wärmepumpe den Puffer bei der kurzen Sonnenscheindauer im Winter nicht füllen können. Bei der zweite würde zu viel Wärme entstehen.
    Im Internet habe ich Anhänger und Gegner für alle drei Versionen gefunden. Als Speicher würde wohl die Betondecke ausreichen.

    Was haltet ihr davon?
    Ist es möglich das die Wärmepumpe in der comp. Version überwiegend mit PV Strom läuft? Also Nachts nicht anspringen muss da der Beton noch warm genug ist?
    Wie kann ich ausrechnen wieviel zugekauften Strom die comp. Version voraussichtlich benötigen wird?
    Bekommt die Wärmepumpe in der zweiter Version den Pufferspeicher so weit geladen das nur PV Strom genutzt werden kann?

    Viele Dank schon mal.
    Daniel
    Geändert von R.B. (28.10.2014 um 14:20 Uhr) Grund: Name entschärft
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  2. Wärmepumpe mit PV aber Pufferspeicher und Kamin?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    WP mit Solar, Kamin mit Pufferspeicher ist erst mal viel Technik die bezahlt werden muss. Rein wirtschaftlich rechnet sich sowas seltenst. Viel Strom wird durch die PV gerade dann gewonnen wenn die Wärmepumpe sehr wenig benötigt wird.
    Zum Ofen mit Wasserführung. Beim Einsatz einer Lüftung bedarf es eines Raumluftunabhängigen Ofens mit DIBT Zulassung. Ein Ofen der das ist UND auch noch Wasserführend ist gibt es leider nur sehr wenige Modelle am Markt. Diese sind natürlich entsprechend teuer. Wenn ihr dann auch nur vorhabt den Ofen wenig zu nutzen, dann werdet ihr die Kosten für den ganzen Aufwand niemals reinholen.
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  4. #3

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    Daniel.

    Wie hoch ist die Heizlast eures Hauses? Kannst du was zur Dämmung sagen?
    Wie groß ist euer Haus? Wie groß der Aufstellraum für den Ofen inkl. offener angrenzender Räume?
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  5. #4

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    Ich würde so machen wie der Heizungsbauer vorgeschlagen hat, wenn nur eine LWWP in Frage kommt.

    Als Speicher über Nacht reicht schon der Estrich.

    Kamin würde ich komplett weg lassen. Warum will man eine Wärmepumpe und trotzdem laufende Kosten für Schornsteinfeger haben? Werde ich einfach nicht verstehen.

    ps: keine Produkt Besprechung
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  6. #5

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    Die Lösung mit Pufferspeicher, aber ohne Ofeneinbindung ist Unfug, sie hat nur Nachteile.
    Der Energiegehalt von einem Kubikmeter Warmwasser ist nämlich gering, im Estrich kann man ein Vielfaches davon speichern. Und zwar, ohne den Wirkungsgrad der Anlage zu ruinieren.

    Ofeneinbindung ist vollkommen umwirtschaftlich.

    Bleibt also entweder nur WP (ohne Puffer).
    Oder eben WP mit zusätzlichem Ofen (ohne Anbindung). Aber eben nur, wenn ein Ofen unbedingt sein soll. lohnen tut sich der auch dann so gut wie nie. Was er im Jahr an Heizkosten spart, geht allein für den Schorni schon wieder drauf...
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  7. #6

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    Zitat Zitat von danielpl Beitrag anzeigen

    Was haltet ihr davon?
    So lange es keinen Wärmeerzeuger gibt der zwingend einen großen Puffer fordert, würde ich das schnell vergessen. Allein schon die WW Erzeugung mit so einem großen Puffer und FWS wird für die WP schmerzlich. Die muss deutlich über 50°C in den Puffer pumpen, damit Du an den Zapfstellen später noch WW mit ausreichender Temperatur hast. Über den Wasserbedarf der Zapfstellen müsste man da auch einmal nachdenken.
    Und das alles nur weil alle Schaltjahre mal ein Ofen genutzt werden soll? Vielleicht musst Du das Holz auch noch zum Straßenpreis kaufen, so dass die WP die Wärme günstiger erzeugt als Du mit dem Ofen. Da kommt wirklich keine Freude auf.

    Wenn Investitions- und Betriebskosten keine Rolle spielen, dann kann man so etwas machen. Ansonsten ist bereits die PV Anlage für die WP sinnfrei, ein wasserführender Ofen und ein dicker Puffer führen das Konzept dann völlig ad absurdum.

    Wie hoch ist eigentlich Euer WW Bedarf? Großfamilie? Pool im Keller?

    Unterstellen wir mal die typ. 4 köpfige Familie, dann liegt der WW Bedarf PRO JAHR bei vorsichtig geschätzt 2.500 kWh thermisch. Die WP benötigt dafür vielleicht 850kWh elektrisch. Unterstellen wir weiterhin, dass Du mit PV sagen wir mal 50% des WW Bedarfs decken kannst, dann reden wir über 425kWh el., im Gegenwert von 106,- € PRO JAHR !
    Würdest Du die 425kWh einspeisen, dann wären das 51,- €. Sparpotenzial sagenhafte 55,- € pro Jahr !

    Die restlichen 5.500kWh kannst Du für 12Ct./kWh einspeisen, macht 660,- €.

    Um jetzt abschätzen zu können in wieweit die Heizungsunterstützung funktioniert, müsste man die Heizlast kennen. Im 1.000 Liter Puffer kannst Du vielleicht noch 20 oder 30kWh thermisch zwischenlagern, je nach Heizlast reicht das dann für wenige Stunden. Dein Haus wird aber zwischen Dez. und März die meiste Heizenergie benötigen, und gerade zu dieser Zeit wird die PV Anlage kaum Erträge liefern. Je nach Anlage, Ausrichtung etc. reden wir von vielleicht 1.000-1.500kWh el. Einen Teil davon wirst Du bei einem sehr großen Puffer einlagern können, je nach Temperaturniveau mit mehr oder weniger gutem COP. Das ergibt ein weiteres Einsparpotenzial von vielleicht 100,- € pro Jahr im Vergleich zur Einspeisung in´s öffentliche Netz.

    Dazu noch ein paar Euro während der Übergangszeit, und das war´s. Viel Aufwand und Kosten um vielleicht 200,- € pro Jahr einzusparen.
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  8. #7

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    Hey,

    ich sehe die möglichen Einsaprungen noch unter denen von R.B.
    Wir haben auch eine LWP und benötigen bei 3 Personen etwa 25 kWh (elektrisch) pro Monat für Warmwasser. Auf 4 Personen berechnet und aufgerundet kommt man auf 40 kWh (el) und somit 280 kWh im Jahr.... Macht eine Einsaprung von 50 € durch die nutzung von PV Strom. Wobei das auch nicht so stimmig ist, Schlagworte Steuer (hat meine ROI Betrachtung zu Fall gebracht) und Herstellungskosten des Stromes.

    Habe mich in den letzten Wochen auch sehr genau mit der Thematik befasst meine Wärmepumpe mit PV zu speisen.
    Bin zu dem Entschluss gekommen dass:
    1. Traue keiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Hersteller / Handwerker. Habe mir eine eigne Excel gebaut um auch Steuern abzubilden.
    2. Bei einem Neubau (bei mir KFW 55) wird sowenig Strom für Heizung benötigt, dass sich ds kaum rechnet.

    Bei mir waren das ein Plus von 6000 € bei einer 9,3 kWp Anlage in 20 Jahren. Da ist noch keine Versicherung oder ein Risikoaufschlag eingerechnet......
    ICh warte bis es bezahlbare Speichersysteme gibt.

    Gruß Patrick
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  9. #8
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    Hallo

    hier noch ein paar Infos`s. Zum Teil aus dem Vorabzug des Energieausweises:

    4 Personen ohne Pool
    das Haus ist KFW 70 (36,5cm Hochlochziegel ohne WDVS)
    Gebäudenutzfläche 268,9 m2
    Aufstellraum für Kamin incl. angrenzender Räume 50m2
    Primärenergiebedarf 15 kWh/(m2xa)
    Jährlicher Endenergiebedarf in kWh/(m2xa) für Heizung 28,49 Warmwasser 20,98 Hilfsgeräte 4,85

    Ich hoffe die Daten sind die richtigen.

    Kamin ist keine Option. Den wollen wir haben. Sind beide damit aufgewachsen und finden das schön. Außerdem hab ich 35 Raummeter Holz im Garten. Ich denke er wird 2 bis 3 mal die Woche an Nachmittag und Abend laufen. Einbinden oder nicht ist halt die Frage.

    @ R.B.: warum macht PV keinen Sinn? Denkst du mehr als 50% des Warmwassers schaffe ich nicht mit PV zu erwärmen?


    Scheint so als würde die Variante des Heizungsbauers die beste sein?

    Gruß
    Daniel
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  10. #9

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    Zitat Zitat von danielpl Beitrag anzeigen
    Hallo

    hier noch ein paar Infos`s. Zum Teil aus dem Vorabzug des Energieausweises:
    und was sagt die Heizlastermittlung nach EN12831?

    36,5er Ziegel (T9, T8, T7 ?) und KfW70.......was da wohl wieder gerechnet wurde.

    Zitat Zitat von danielpl Beitrag anzeigen
    Kamin ist keine Option. Den wollen wir haben. Sind beide damit aufgewachsen und finden das schön. Außerdem hab ich 35 Raummeter Holz im Garten. Ich denke er wird 2 bis 3 mal die Woche an Nachmittag und Abend laufen. Einbinden oder nicht ist halt die Frage.
    Das bleibt doch Dir überlassen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Bei der angedachten Nutzung wird sich das nie rechnen, also muss man das unter Hobby verbuchen. Jetzt kommt es darauf an, was Du für Dein Hobby ausgeben möchtest.

    Zitat Zitat von danielpl Beitrag anzeigen
    @ R.B.: warum macht PV keinen Sinn? Denkst du mehr als 50% des Warmwassers schaffe ich nicht mit PV zu erwärmen?
    Oben hatte ich doch schon ein paar Zahlen abgeschätzt. Es ist auch völlig egal ob 50% oder 40% oder 60%, der Kostenaufwand für WW ist gering, selbst bei meinem obigen üppigen Ansatz.
    Nebenbei bemerkt, gerade im Sommer wenn die PV Energie liefert, arbeitet auch die WP mit einer sehr guten Arbeitszahl, da ihre Quelle (Außenluft) ja warm ist.

    Selbst ein alter Ölkessel schafft es mit 1 Liter Heizöl pro Tag den WW Bedarf einer Familie zu decken, das wären 74 Ct pro Tag. Was will man da noch sparen?

    Nehmen wir anstatt meiner 50% halt 60%, dann sind es eben 20,- € mehr pro Jahr, und nach Abzug der möglichen Einspeisevergütung halt 10,- € mehr.
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  11. #10
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    Heizlastermittlung finde ich nicht. Ist die im Energieausweis oder im Wärmeschutznachweis enthalten? Hab die Position "Heizwärmebedarf vorh. Q``h 46,46 kWh /(m²a)" gefunden. Es ist ein 36,5 er Ziegel T8. Außenwand mit Putz hat einen U Wert von 0,21W/(m2xK)
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  12. #11

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    Zitat Zitat von danielpl Beitrag anzeigen
    Heizlastermittlung finde ich nicht. Ist die im Energieausweis oder im Wärmeschutznachweis enthalten?
    Weder noch. Die Heizlastermittlung ist Grundlage der Heizungsplanung. Keine Ahnung wen Du damit beauftragt hast.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung wen Du damit beauftragt hast.
    Darf ich raten?
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Darf ich raten?
    Du darfst. Ich kann es mir schon denken, aber lass uns mal so tun als wüssten wir es nicht.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Was meint ihr?

    Wir bauen mit nem Architekten. Da erwarte ich das er macht was nötig ist. Wir haben niemanden direkt beauftragt.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von danielpl Beitrag anzeigen
    Was meint ihr?

    Wir bauen mit nem Architekten. Da erwarte ich das er macht was nötig ist. Wir haben niemanden direkt beauftragt.
    und wer macht die Heizungsplanung? Der Architekt sicherlicher nicht.

    Das Problem ist, dass man ohne Heizlastermittlung weder den Wärmeerzeuger noch die Heizflächen dimensionieren kann, man kann sie bestenfalls schätzen.
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