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  1. #1

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    Frage Elco Klöckner Logon m

    Hallo zusammen,
    so langsam steht die erste Heizperiode in unserem neuen Haus an. Da wir keinen direkten Kontakt zu den Vorbesitzern hatten, könnte man viele Dinge nicht erfragen.
    Wir haben die im Titel genannte Steuerungseinheit für unsere Ölheizung
    http://www.eckhard-kermer.de/index.p...0LOGON%20M.pdf
    Wie ich dort erkennen kann, kann man an dem Brenner unten im Keller Tag und Nachttemperaturen einstellen. Mir Bleiben aber noch einige offene Fragen:

    - woher weis die Steuerungseinheit wann in den einzelnen Räumen die entsprechende Temperatur erreicht ist? Wir haben ja nur die Termostate an den Heizkörpern, die sind doch nicht rückgekoppelt an das Steuerelement?

    - macht es einen Unterschied, wenn ich das Termostat auf 1,2,3,4 oder 5 Stelle? Eigentlich doch nicht? Er heizt doch immer auf bspweise 20 Grad?

    - Wie kann ich in nicht bewohnten Räumen eine niedrigere Temperatur erreichen? Bspweise 17/18 Grad?

    Wäre nett wenn der ein oder andere Experte ein bisschen Licht ins Dunkle bringen könnte!
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  2. Elco Klöckner Logon m

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hat Deine Anlage einen Außentemperaturfühler?

    Dann schau´ DIr mal die Kurve am Ende des Dokuments an. Dort siehst Du den Zusammenhang zwischen Heizwassertemperatur (Vorlauf) und Außentemperatur. Welche Kurve nun exakt zu Deiner Anlage passt, würde man im Vorfeld berechnen, und dann während des Betriebs optimieren.

    Schau hier mal unter Heizkurve, dann kannst Du bis Weihnachten lesen.

    http://bosy-online.de/Bauteile_und_B...HK-Anlagen.htm


    Der Thermostatkopf am Heizkörper hat bei korrektem hydraulischem Abgleich und passend eingestellter Heizkurve nur noch eine begrenzende Funktion. Stellung 3 entspricht meist einer Raumtemperatur um 20-21°C. Wird die Raumtemperatur aus irgendwelchen Gründen höher, dann wird das Ventil geschlossen. Wenn alles korrekt abgeglichen ist, sollte das so gut wie nie passieren. Die Praxis ist aber leider nicht immer ideal.

    Wenn Du einzelne Räume absenken möchtest, dann den Thermostatkopf auf 1 oder 2 stellen.

    Ergänzung: Wenn Du schon beim Lesen bist, das Stichwort "hydraulischer Abgleich" könnte auch ganz interessant sein.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Okay. Die Steilheit ist eingestellt. Gehen wir mal davon aus, dass die richtig ist.
    Einen Außenfühler haben wir auch.
    Das heißt mit Hilfe der Kurve und dem Termostat bekommt man die Korrekte Temperatur.
    Kann ich glaub ich grob nachvollziehen. Das heißt ich müsste im Grunde beobachten, bei welchem Termostatstand die eingestellte Temperatur erreicht ist. Das stell ich dann einmal ein und Nachts regelt der automatisch runter (Nachtbetrieb)?
    In den Nichtwohnräumen muss das Termostat entsprechend niedriger eingestellt werden?
    Richtig verstanden?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    ...
    Der Thermostatkopf am Heizkörper hat bei korrektem hydraulischem Abgleich und passend eingestellter Heizkurve nur noch eine begrenzende Funktion. ....
    Meister Stratmann von Buderus prägte hierzu mal den Begriff "Fremdwärmekompensator".
    Das trifft es meiner Auffassung nach auf den Punkt.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von passkale Beitrag anzeigen
    Okay. Die Steilheit ist eingestellt. Gehen wir mal davon aus, dass die richtig ist.
    Einen Außenfühler haben wir auch.
    Dann arbeitet Dein Regler witterungsgeführt, also so wie ich beschrieben hatte (Heizkurve).
    Was hast Du als Steilheit eingestellt?

    Das Problem ist, dass von Deiner Anlage nichts bekannt ist. Man muss sich also beim Optimieren schrittweise vor tasten.

    Zitat Zitat von passkale Beitrag anzeigen
    Das heißt mit Hilfe der Kurve und dem Termostat bekommt man die Korrekte Temperatur.
    Kann ich glaub ich grob nachvollziehen. Das heißt ich müsste im Grunde beobachten, bei welchem Termostatstand die eingestellte Temperatur erreicht ist. Das stell ich dann einmal ein und Nachts regelt der automatisch runter (Nachtbetrieb)?
    Wenn die Anlage korrekt abgeglichen ist, hat der Thermostatkopf gar nichts mehr zu tun. Auch die Nachtabsenkung wird vom Heizkesselregler erledigt.

    Beim Optimieren (einstellen der Heizkurve, hydraulischer Abgleich) braucht man gar keinen Thermostatkopf, denn kann man abbauen oder ganz auf drehen. Das Ziel ist, die gewünschte Raumtemperatur NUR mit Hilfe der Heizkurve und dem hydraulischen Abgleich zu erreichen. Ist der Abgleich erledigt, dann stellt man den Thermostatkopf knapp über die gewünschte Raumtemperatur. Er hat dann im Idealfall nichts zu tun, sondern dient nur als Bremse wenn die RT zu hoch werden sollte (Bsp.: Sonne, Kaminofen etc.).

    Zitat Zitat von passkale Beitrag anzeigen
    In den Nichtwohnräumen muss das Termostat entsprechend niedriger eingestellt werden?
    Richtig verstanden?
    Das ist korrekt. Wenn der Heizkörper so abgeglichen ist, dass er in der Lage wäre diesen Raum voll zu heizen, dann muss man ihn mit dem Thermostat bremsen. Für Räume die auch in Zukunft nicht bzw. nur gering beheizt werden sollen, könnte man das durch den hydraulischen Abgleich berücksichtigen und dem Heizkörper bereits weniger Energie zuführen.

    Ich kann Dur nur empfehlen den obigen link mal genauer anzuschauen. Vielleicht auch mal Tante Google bemühen. Um die Anlage optimieren zu können, sollten Dir zumindest die grundlegenden Funktionen bekannt sein. Sonst drehst Du jahrelang an allen Knöpfchen und kommst zu keinem sinnvollen Ergebnis.
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  7. #6
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Für Räume die auch in Zukunft nicht bzw. nur gering beheizt werden sollen, könnte man das durch den hydraulischen Abgleich berücksichtigen und dem Heizkörper bereits weniger Energie zuführen.
    Was wäre denn da der Vorteil? Oder anders gefragt: was macht es denn für einen Unterschied, ob ein Heizkörper an irgendeinem Stellventil so weit abgeregelt wird, dass man auf den Thermostatkopf verzichten könnte, oder ob dieses Abregeln eben der Thermostatkopf selbst übernimmt. Denn der arbeitet ja idealerweise auch nicht digital, sondern stellt doch auch den passenden Volumenstrom ein.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Was wäre denn da der Vorteil? Oder anders gefragt: was macht es denn für einen Unterschied, ob ein Heizkörper an irgendeinem Stellventil so weit abgeregelt wird, dass man auf den Thermostatkopf verzichten könnte, oder ob dieses Abregeln eben der Thermostatkopf selbst übernimmt. Denn der arbeitet ja idealerweise auch nicht digital, sondern stellt doch auch den passenden Volumenstrom ein.
    Ich denke mal, dass der Vorteil darin besteht, dass man dann noch "Volumenstromreserven" für andere Räume hat. Man könnte hergehen und die Volumenströme der wärmeren Zimmer noch höher drehen und dafür dann die Heizkurve nach unten korrigieren --> Energieeinsparung

    So hab ich es zumindest bei meiner LWWP gemacht.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Was wäre denn da der Vorteil? Oder anders gefragt: was macht es denn für einen Unterschied, ob ein Heizkörper an irgendeinem Stellventil so weit abgeregelt wird, dass man auf den Thermostatkopf verzichten könnte, oder ob dieses Abregeln eben der Thermostatkopf selbst übernimmt. Denn der arbeitet ja idealerweise auch nicht digital, sondern stellt doch auch den passenden Volumenstrom ein.
    Deswegen hatte ich geschrieben "könnte".
    Es macht aber schon einen kleinen Unterschied ob ich den Volumenstrom in den Heizkörper fest begrenzt habe, oder ihn über ein variables Ventil mit Thermostatkopf steuere. Die zweite Variante wäre auf jeden Fall angesagt wenn irgendwann vielleicht der Raum mal auf normale RT geheizt werden soll. Ist das ausgeschlossen, dann sehe ich keinen Vorteil darin mit dem Thermostat zu regeln, sondern ich begrenze gleich den Volumenstrom in den Heizkörper. Solche HK Ventile mit Thermostatkopf arbeiten ja auch nicht ideal.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Wow, vielen Dank für die vielen Antworten.
    Ich gehe davon aus, dass die Anlage einigermaßen eingestellt ist. So hat uns das zumindest unser Kontaktman damals gesagt. Das unterstelle ich jetzt einfach mal. Deswegen werde ich erstmal nichts dran verstellen. Mir ging es nur darum zu verstehen, wie die Heizung "denkt". Denn im Vergleich zu unseren Mietwohnungsheizungen bleibt der Heizkörper noch relativ kalt. Was ja auch logisch ist, da es draußen noch nicht knackig kalt ist. Die Heizungen in den Mietswohnungen waren aber auch nicht so "schlau". Da konnte man relativ viel über das Termostat einstellen.
    Wichtig ist ja erstmal zu wissen, dass die Heizungsanlage einen engen Temperaturrahmen vorgibt und ich diesen in den einzelnen Räumen minimal über das Termostat verändern kann.
    Eigentlich ja total praktisch. Ich muss Abends nichts aufdrehen und morgens nicht dran denken aufzudrehen. Wenn sich die Nutzung der Räume nicht ändert, brauch ich die Ventile ja den ganzen Winter über nicht verändern.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Richtig. Im Idealfall wird an den Thermostaten das ganze Jahr über nicht gedreht.

    Heizkörper "kalt" ist relativ. Da hilft vielleicht ein Thermometer. Das Ziel ist aber NICHT ein warmer Heizkörper sondern ein warmes Zimmer. Wenn das Zimmer seine gewünschte Raumtemperatur erreicht hat, braucht der Heizkörper ja nicht mehr zu heizen. Mit der Heizkurve fährt man eine etwas andere Strategie, man versucht den Zimmern nur die Heizwassertemperatur zur Verfügung zu stellen die nötig ist damit die Wunsch-Raumtemperatur gehalten wird.
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  13. #11
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    Super danke. Dann hab ich das für mich erstmal soweit verstanden.

    Kalt war vielleicht der falsche Ausdruck. Das Zimmer hat auch seine 20 Grad. Ich war es bisher nur gewohnt, dass wenn ich auf 5 gedreht habe und vlt sogar durchs Fenster noch kühle Luft reingelassen hab, dass dann die Heizung tierisch heiß wurde. Das konnte ich hier jetzt nicht erreichen. Aber ist ja dann auch logisch.
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