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Hilfe, Baubegleiter will abkassieren

Diskutiere Hilfe, Baubegleiter will abkassieren im Forum Bauüberwachung, Bauleitung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Hilfe, Baubegleiter will abkassieren

    Hallo liebe Bauexperten,

    ich habe ein kleines Problem: ich baue demnächst ein Haus und wollte dies mit einem externen Baubegleiter tun. Also schrieb ich den örtlichen Baubegleiter an. Der kam auch gleich zum Bau und wir unterhielten uns 1 Stunde, in der er um seine Leistungen warb und ich die einer oder andere Frage zu meinem Projekt stellte. Nun ist mir aber sein Angebot der Baubegleitung (10 Termine für rund 4.000 Euro) viel zu teuer, für die Leistungen, die ich eigentlich möchte. Ich werde mich für einen anderen preiswerteren Baubegleiter entscheiden. Nun möchte aber dieser erste Baumensch von mir 120 Euro haben, für das Gespräch und die "EInarbeitung in die Unterlagen" (Baubeschreibung), die er haben wollte. Meine Frage: Ist es ok, dass er 120 Euro (oder was auch immer für eine Summe) von mir verlangt? Schließlich gab es ja keinen Vertrag.

    Danke für EInschätzungen, Arno
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  2. Hilfe, Baubegleiter will abkassieren

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Arnostone Beitrag anzeigen
    Schließlich gab es ja keinen Vertrag.
    Sicher? Auch keinen mündlichen?
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  4. #3
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    Nein, nie war die Rede davon, dass die Erstberatung etwas kostet, vom Preis ganz zu schweigen! Auch nicht mündlich.
    Verbindlichen Gruß
    Arno
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Arnostone Beitrag anzeigen
    Nein, nie war die Rede davon, dass die Erstberatung etwas kostet, vom Preis ganz zu schweigen! Auch nicht mündlich.
    Verbindlichen Gruß
    Arno
    Was für ein Preis fändest du denn angemessen für 1 Stunde Beratung , Anfahrt/Abfahrt und X Zeit für Einsicht /Einarbeitung in die Unterlagen?
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  6. #5

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    Die Frage ist nicht, wovon (nicht) die Rede war, sondern ob er Leistungen erbracht hat oder nur ein Angebot erstellt hat!

    Wenn er bei der Einarbeitung die Baubeschreibung auf Macken/Fehler/Mängel durchsehen sollte
    Wenn Ihnen da was auffällt, dann teilen Sie mir das doch mit
    dann hat er einen Anspruch auf Vergütung.

    Brauchte er die BB nur zur Abschätzung seines Begleitungsaufwands, dann gibts nix.
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  7. #6
    Themenstarter

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    DIe Baubeschreibung wollte er von sich aus, vermutlich für das Angebot. Er sollte nichts durchsehen. ABER: Ich habe ihm natürlich vor Ort Fragen gestellt, die er auch beantwortete (z.B., ob das bereits erstellte Fundament aus seiner Sicht ok ist). Das eine Antwort etwas kostet, war nicht abgesprochen. Auf jedenfall, ist dieses Geschäftsgebahren für mich zweifelhaft.
    Hintergrund: Eihentlich wollte ich den Baubegleiter nur für bestimmte Bauabnahmen "einkaufen", da ic einen Dachdecker in der Familie habe - dieser kann aber auch nicht alles. Darauf ließ sich der Baubegleiter aber nicht ein, er wollte nur den Komplettauftrag, der mir zu teuer war. Und nun hab ich den Salat :-(

    Arno
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  8. #7

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    wir unterhielten uns 1 Stunde, in der er um seine Leistungen warb und ich die einer oder andere Frage zu meinem Projekt stellte.
    Ist mE Akquise, außer es wurd auch substantiell etwas geliefert (Fachwissen), welches man jetzt auch weiter nutzen kann (Erkenntnisgewinn).

    Ansonsten: 10 termin á EUR 400 sind ja schon mal ganz ordentlich.....ja ...hört sich viel an.

    Ist es das aber auch?

    Anfahrt/ Abfahrt....sagen wie eine halbe Stunde. Ortsbegehung/ Analyse 2 Stunden. Dokumentation, Bericht schreiben, evtl. auf Mängel hinweisen. 1,5 Std = 4 Std. = EUR 100/ Stunde. Halte ich für absolut angemessen!

    Wohnt er um die Ecke, kommt kurz mal vorbeigetrödelt, hält sich 30 Minuten auf der Baustelle auf und nickt alles ab....EUR 400/ Std., tja...dann wäre es teuer!

    WAS also war angeboten???????
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  9. #8
    JamesTKirk
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    Sind die 4000 € und die 120 € brutto oder netto ???
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  10. #9

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    ABER: Ich habe ihm natürlich vor Ort Fragen gestellt, die er auch beantwortete (z.B., ob das bereits erstellte Fundament aus seiner Sicht ok ist). Das eine Antwort etwas kostet, war nicht abgesprochen.
    Also hat er tatsächlich auch eine Leistung erbracht?!

    Hat er die Fundamente nur beiläufig aus den Augenwinkel "begutachtet" oder wurde da wirklich genauer drauf eingegangen (wie beurteilt man eigentlich fertige Fundamente???????).
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Arnostone Beitrag anzeigen
    ABER: Ich habe ihm natürlich vor Ort Fragen gestellt, die er auch beantwortete (z.B., ob das bereits erstellte Fundament aus seiner Sicht ok ist).
    Aha. Der gute war also in der Hoffnung auf den Auftrag so dämlich, Dich von seinem Fachwissen Honig saugen zu lassen und nun darf er zum Dank dafür auch noch in die Röhre gucken.


    Zitat Zitat von Arnostone Beitrag anzeigen
    Hintergrund: Eihentlich wollte ich den Baubegleiter nur für bestimmte Bauabnahmen "einkaufen", da ic einen Dachdecker in der Familie habe - dieser kann aber auch nicht alles. Darauf ließ sich der Baubegleiter aber nicht ein, er wollte nur den Komplettauftrag, der mir zu teuer war.
    Was ich nur voll unterstützen kann.
    Wenn der DD irgendwas nicht erkennt, hat der BQÜler den Ärger und die Arbeit, aber keine Vergütung.
    Die Aussage - ganz oder gar nicht - war haftungsrechtlich wie Arbeitstechnisch zu 100% gerechtfertigt.

    Aber such Du Dir mal Dein Sparbrötchen.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Der Baubegleiter wohnt etwa 4-5 Minuten entfernt im gleichen Ort, ein paar Straßen weiter. Er bot für die 4000 Euro wie gesagt "maximal" 10 Ortstermine an, die maximal über 3 Monate verteilt wären. Darum geht es mir aber auch nicht, da ich einen anderen Baubegleiter fand, der genau das anbietet, was ich möchte (punktuelles Fachwissen zu einzelnen Gewerken einkaufen), und das wesentlich günstiger.

    Mir geht es um die Erstberatung. Muss ich diese bezahlen? Ist das üblich? Angenommen, ich lade mir 3 Baubegleiter ein, um den für mich passenden zu beauftragen. Natürlich stelle ich dann auch fachliche Fragen, um deren Kompetenz zu testem. Muss ich dann echt jedes Mal bezahlen, wenn die drauf bestehen? Ich dachte, das sind übliche Kosten der Geschäftsanbahnung. Wenn ich mich irgendwo bewerbe, muss ich mich auch einarbeiten und habe Fahrtkosten etc... Oder bin ich da naiv???

    Arno
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  13. #12

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    Er bot für die 4000 Euro wie gesagt "maximal" 10 Ortstermine an
    es hängt natürlich davon ab was man dafür bekommt. 10 Minuten Vor-Ort-Beratung je termin oder eben fundiertze Analysen....kann sauteuer sein oder eben angemessen.

    Das Ganze nur im gesamtpaket anzubieten ist natürlich völlig nachvollziehbar. Nur dann hat man auch den Gesamtüberblick. Ansonsten eben können Teilleistungen, die später evtl. Ärger machen gar nicht mehr einzusehen sein.

    Aber wenn ein deutlich billigerer Baubegleiter dies auch anders macht....naja....dann ist ja schön.
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  14. #13

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    Ja Du bist Naive.

    Wölltest Du mich kennenlernen, fände das in meinem Büro statt. Käme ich zu Dir --> Rechnung über km+Fahrzeit.
    Söllte ich mir bereits etwas anschauen und bewerten sollen --> Rechnung über die Zeit.
    Würdest Du bei mir eine BBQ haben wollen, dann würde ich Dir plausibel erklären, dass nur das komplette Paket sinnvoll ist. Anderenfalls dürftest Du mir klipp und klar unterschreiben, dass Du mich aus aller Haftung (da ich ja nichts sehe vom Bau) entlässt und dass ich Dich draufhingewiesen habe, dass einige wenige Einzeltermine fürn Arsch sind.

    Punktuelles Fachwissen an einem Bau ist für'n Arsch. Kannste auch weglassen. Das Gebäude muss im Gesamtkontext betrachtet werden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Baufuchs
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    Wenn deine "Testfragen" konkret auf Dein Bauprojekt bezogen waren, denke ich schon, dass ein Honoraranspruch besteht.

    Offensichtlich war das auch so, denn:

    Zitat Zitat von Arnostone
    und ich die einer oder andere Frage zu meinem Projekt stellte
    Wäre es anders, könnte man je nach Bautenstand einen Sachverständigen zur Baustelle rufen, um sich im Rahmen einer Erstberatung die fachliche Beurteilung dieses Bautenstands zu "erschleichen".
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  17. #15
    Themenstarter

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    Danke Taipan für deine ehrliche und sicher richtige Einschätzung. Das ein Komplettpaket sinnvoll ist, weiß ich auch. Darum geht es aber nicht, mir gehts auch nicht um Haftungsfragen. Es geht mir hier darum, ob ich für eine Erstberatung - in der es um ein Abwägen ging, ob das Angebot für mich in Frage kommt - zahlen muss. Und diese Kosten aber in keinster Weise vorher angesprochen oder fixiert wurden. Hier kommt jemand, der im Nachhinhein, weil er nicht beauftragt wurde, mal so richtig abzocken will (mein EIndruck). Dieser Mensch will übrigens nicht 120 Euro, sondern 240 Euro (habe mich versehen, da er 2 Stunden a 120 abrechen will). Fahrtkosten? Ungefähr 1km.
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