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  1. #1
    Bart Simpson
    Gast

    Schimmel in den Zimmerecken

    Hallo Liebe Gemeinde ,

    eigentlich bin seit Jahren so der stiller Mitleser, aber nun habe ich ein gravierendes Problem und hoffe auf Tips :-)

    Zur Sache:

    Haus aus den 1960ern, vor 6 Jahren neu Renoviert (Heizung, Sanitär, Elektro...) und teilweise neue Fenster im EG sowie im Treppenhaus (waren vorher Glasbausteine).

    Vor einem Jahr haben wir die oberste Geschossdecke gedämmt -Dachboden ist als Kaltdach ausgeführt- und es gab bis vor wenigen Tage keine Probleme. Seit einigen Tagen bildet sich an ALLEN 4 Hausecken "leichter" Schimmel in den Zimmern.....in allen Zimmern wird geheitzt und die Türen sind zu.

    Deckenaufbau ist von innen nach außen wie folgt:

    - 14 cm Stahlbeton
    - 1 cm Dämmmatte (Glaswolle)
    - 3 cm Z-Estrich
    - 4 cm Dämmplatten mit Nut (St***dur)

    Für Tipps danke ich euch schonmal im voraus

    Gruß

    Robert
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  2. Schimmel in den Zimmerecken

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Bart Simpson Beitrag anzeigen
    Haus aus den 1960ern, vor 6 Jahren neu Renoviert
    ....
    Vor einem Jahr haben wir die oberste Geschossdecke gedämmt
    ....
    - 4 cm Dämmplatten mit Nut (St***dur)
    wie kommt man auf so eine Idee, wenn man schon anpackt, dann gerade 4 cm ?

    Zitat Zitat von Bart Simpson Beitrag anzeigen
    Seit einigen Tagen bildet sich an ALLEN 4 Hausecken "leichter" Schimmel in den Zimmern.....in allen Zimmern wird geheitzt und die Türen sind zu.
    sind die Zimmer bewohnt (Schlafzimmer?) und was verstehst du unter "beheizt" (evtl. * Stellung am Thermostat?)
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  4. #3
    Bart Simpson
    Gast
    Sorry, muß mich korrigieren.

    Es sind 6 cm von dieser Dämmplatte.
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  5. #4

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    Tja, die Raumecken sind halt die kältesten Stellen.

    Es kann gut sein, dass Du mit Deiner Dämmerei das System zum Kippen gebracht hast! Bisher könnte die gesamte Deckenfläche als Kondensator der Raumluftfeuchte gedient haben und das System damit mit 2 Rädern überm Abgrund so grad noch durchgekommen sein.
    Durch das Dämmen ist die Fläche nun weniger anfällig und das "zuviel" an Raumluftfeuchte geht nur noch in die Zimmerecken und damit ist das Sytem dann gekippt.
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  6. #5
    Bart Simpson
    Gast
    Mit "Bewohnt" meinte ich ganz normal Nutzung. Schlafzimmer, Bad, Büro, zukünftiges Kinderzimmer. Es wird 2 x Täglich Stoßgelüftet und die Raumtemperatur liegt bei mindestens 20 °C, im Schlafzimmer 18-20 °C. Die rel. Luftfeuchte liegt bei max 55%.....
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  7. #6
    Bart Simpson
    Gast
    Ho Ralf,

    danke für die Antwort.

    Vielleicht übertreibe ich jetzt ein wenig, aber wäre es dann Sinnvoller, die Dämmung wieder zu entfernen und den Originalzustand wieder herstellen?

    Gruß Robert
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  8. #7

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    Nein, es wäre sinnvoll das Gesamtsystem mal zu analysieren.
    Wo sind Wärmebrücken
    Wie hoch ist die Wandoberflächentemperatur
    Wo hoch ist die Luftfeuchte über den Tag
    Wie wird gelüftet
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  9. #8
    Bart Simpson
    Gast
    Danke dir.

    Die Wandtemperatur liegt momentan bei 19,5 Grad in den betroffenen Zimmerecken sind es teilweise 18 Grad. Gemessen mit einem IR-Thermometer.
    Die Raumfeuchte steigt nur Nachts im Schlafzimmer (2 Personen) auf ca. 65-68 % rel. Feuchte bei ca. 20 Grad Raumtemperatur. Gemessen mit geeichtem Datenlogger über mehrere Tage.

    Wie schon geschrieben, wir 2 x Täglich Stoßgelüftet, Morgens/Abends.
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  10. #9

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    1. Maßnahme: Mehr lüften ... Alle 2h Stoßlüften für 10 min
    2. Maßnahme: Aufzeichnen der Oberflächentemperaturen in den betroffenen Raumecken, Aufzeichnen der Aussentemperaturen, Aufzeichnen der Raumlufttemperatur und -feuchte, Aufzeichnungsintervall: 10min
    3. Maßnahme: Dukumentation der Schlageregendichtheit der Aussenwände
    4. Maßnahme: Jemanden ranholen, der Gesamtsystem analysiert und einen in bestimmter Reihenfolge umzusetztenden Maßnahmenkatalog erarbeitet.
    5. Maßnahme: Maßnahmen umsetzen
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  11. #10

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    Iher Daten, Innen- Wandtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit sind gerade perfekt für
    Schimmelwachstum.

    Wie lange stehen die 65-68 % rel. Luftdeuchte an?

    Abhilfe könnten Lüftungsgitter in der Schlafzimmertür bieten, oder einfach nur eine
    angelenhte Tür.
    Stoßlüftung reicht manchmal nicht, in den Bettfedern und z.b. hinter Schränken, Möbeln
    speichert sich Feuchtigkeit die zeitverzögert abgegeben wird.

    Ziel muß es sein 50% rel. Luftfeuchte über 24 hr zu erreichen,.
    Ungefährlich sind Feuchtespitze die weniger als 2-3 Stunden pro Tag andauern.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Tja, die Raumecken sind halt die kältesten Stellen.

    Es kann gut sein, dass Du mit Deiner Dämmerei das System zum Kippen gebracht hast! Bisher könnte die gesamte Deckenfläche als Kondensator der Raumluftfeuchte gedient haben und das System damit mit 2 Rädern überm Abgrund so grad noch durchgekommen sein.
    Durch das Dämmen ist die Fläche nun weniger anfällig und das "zuviel" an Raumluftfeuchte geht nur noch in die Zimmerecken und damit ist das Sytem dann gekippt.


    Irgendwie schon verzwickt ,wenn man dämmen will?
    Dann kloppe ich einfach Kalzium-Silikat-Platten in die Ecken und die sind so "tolerant" !
    Sorry,hier kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!
    Man kann im Prinzip aus einem VW Polo GTI keinen Aston Martin zaubern !
    Weil ein Aston Martin im Halbgas 200 fährt und der VW mit Vollgas!
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  14. #12
    Bart Simpson
    Gast
    So, hier ein kleines "Update"......

    habe aus der Firma Unmengen an Meßgeräte ausgeliehen (Trommelschreiber für rF/°C, Datenlogger...)

    Seitdem ich mir Trommelschreiber und Datenlogger aus der Firma ausgeliehen habe und die Außentemperaturen sich mittlerweile auf Winter einstellen, bekomme ich mein Feuchteproblem in den Griff.

    Morgens wird Stoßgelüftet, rF sinkt auf 46-51 %, steigt im Tagesverlauf auf 59%. Es wird darauf geachtet, das Nachmittags sowie evtl. Abends nochmal gelüftet wird. Nachts steigt allerdings die rF auf bis zu 68 %, bei 2 Personen und geschloßener Tür. Stockflecken/Schimmel ist keine mehr vorhanden.......

    Ich kann es mir nur so erklären, das vor 3 Wochen das Wetter einfach zu Warm und zu feucht war und ich mir dadurch noch mehr Feuchtigkeit ins Haus geholt habe und mehr wie 18-20°C braucht man im SZ wohl nicht.....

    Stutzig bin ich zwar immer noch, wir wohnen ja seit über 6 Jahren in dem Haus, aber ich Hake es erst mal und "falsch Lüften" ab.

    Gruß

    Robert
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  15. #13

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    September und große Teile des Oktober waren mit nahe 20°C/90% einfach dazu geeignet die Bauteile richtig auffeuchten zu lassen. Die beginnende Trocknung unterblieb und der Schimmel hat freudenfeste gefeiert. Nicht nur bei Dir. Nunmehr hast Du durch deine Lüftungsaktionen begonnen die Situation zu entschärfen und schaffst sogar Feuchte aus dem Haus beim Lüften. Nimm Dir aber bitte einfach vor bei 55%+ immer einfach kurz (wenige Minuten) die Fenster zu öffnen (Querlüften). Dann könnte sich das nächtliche Auffeuchten auch erledigen.
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