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Fenstereinbau prüfen, Dichtungen erneuern?

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  1. #1

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    Fenstereinbau prüfen, Dichtungen erneuern?

    Ich habe Probleme mit neu eingebauten Kunststofffenstern (vorher Holzfenster): Entweder ist die äußere Dichtung offensichtlich nicht schlagregendicht oder innere Dichtung nicht Luftdicht oder beides. Dazu generelle Fragen:

    1) Ist es möglich, bei einem neu eingebauten Fenster zu prüfen, ob innere und äußere Dichtung in der Bauanschlussfuge einwandfrei funktionieren und wie kann man das machen?

    2) Ist es möglich, bei einem neu eingebauten Fenster eine innere oder äußere Dichtung ohne Wiederausbau zu "reparieren" oder kann man das grundsätzlich vergessen und muss entweder eine neues Fenster einbauen oder das bestehende aus- und wieder einbauen ?
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  2. Fenstereinbau prüfen, Dichtungen erneuern?

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  3. #2

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    Die Antwort zu Frage 1: Blower Door Test mit und ohne Disco Nebel (Leckage Ortung)
    Die Antwort zu Frage 2: Siehe hierzu den RAL Leitfaden zur Montage Anschlussausbildungen. Hier gibt es auch """Viertelstäbe"""" die auf den Rahmen aufgebracht werden zur Abdichtung von Rahmen zu Mauerwerk. Für Innen und Für Aussen. Somit Reparatur eventuell möglich ohne Wiederausbau / Putzarbeiten. Geht jedoch nur wenn die Vorzeichen passen.
    Gruß
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke für die Tipps.
    Der Blower Door Test kann doch aber nicht funktionieren, wenn die innere Dichtung intakt ist aber die äußere Dichtung defekt ist und das Regenwasser ins Mauerwerk eindringt, oder sehe ich das falsch? Ist die äußere Dichtung intakt und die innere defekt, sollte man meiner Meinung nach so auch nichts feststellen. Trotzdem kondensiert dann in der Mitte das Wasser - oder? Der Test ist doch nur brauchbar, wenn es es irgendwo komplett durchpfeifft, d.h. beide Dichtungen Mängel haben?
    Viertelstäbe kenne ich nur aus Holz, wie macht man das bei Kunststofffenstern? Bitte mal um einen Link, wenn möglich.
    Gruß
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  5. #4
    Gast23627
    Gast
    Hallo Yafu,

    Sie haben offenbar ein schon länger bestehendes Problem.

    Ihre Fragestellung betrifft offenbar nur einen Teil des Gesamtproblemes. in Ihrer "generellen" Fragestellung ist die Hoffnung enthalten eine Antwort zu bekommen die Sie sich offenbar wünschen.

    Beschreiben Sie die Sache etwas genauer, insbesondere für welche Art Fehler Sie eine Antwort haben möchten.

    Dazu gehört eine genaue Beschreibung mit Fotos ectr.

    Da ich Ihre bisherigen in diesem Forum eingestellten Fragen gelesen habe und ich "die Nachtigall trapsen" höre bitte also s.o.

    Wenn ich mich irren sollte, Sorry.

    Gruß
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  6. #5
    Themenstarter

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    Stimmt, das Problem gibt es schon ca. 8 Jahre und hat schon zwei Gutachter beschäftigt, die Ergebnisse waren aber unbefriedigend. Übermäßige Wärmebrückenbildung ist lt. Gutachten nachgewiesen, es ist aber zusätzlich "irgendwo" eine Wassereintritt festgestellt worden (Wand wird immer bei Starkregen durchnässt, ebenfalls nachgewiesen), dessen Ursache bisher nicht zu finden ist. Ich vermute, es ist ein schlampig eingebautes Fenster. Deshalb die die aus meiner Sicht eindeutigen Fragen. Ich wünsche mir sicher keine bestimmte Antwort, mir würde schon reichen, wenn jemand einen brauchbaren Kommentar zu meinen obigen Fragen hätte.
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  8. #6

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    Hallo Yafu

    http://www.fensterberater.de/Page471.htm#Plgrundl
    Diese """Viertelstäbe"" gibt es auch für Innen!

    Für Schlagregendichtheit!!!! nicht Luftdichtheit der äußeren Fensteranschlußfuge gibt es m.E. keine vernünftige (genormte) Testmöglichkeit.
    Eine Möglichkeit wäre jedoch die Abdichtung der Fensterfläche von aussen mittels einem angepassten mit Folie überspannten Holzlattenrahmens passend in die Fensterleibung inklusive Folienabklebung des unteren (AFB) und oberen (Rollo) Leibungsbereiches und Fugenausfüllung mit z.B.: abnehmbarem Plastilin oder 3in1 Band. Und dann das ganze mal für eine Regenperiode dranlassen. Mit Feuchtemesser eventuelle Unterschiede feststellen.

    Für eine etwaige Überprüfung der Luftdichtheit aussen würde ich ansonsten vorschlagen: Blowerdoortest mit Rauch/Nebel
    Siehe hierzu folgende Links
    http://www.google.de/imgres?imgurl=h...QEwAA&dur=4823
    oder
    http://blasbichler.com/wp-content/up...uchen_0001.jpg
    oder
    http://www.google.de/imgres?imgurl=h...ed=0CEEQrQMwCw

    Auch ein Blowerdoortest in Verbindung mit einer Wärmebildkamera (Kameramann=Fachmann) könnte hier Aufklärung bringen.

    Sollte die innere Dichtung für den Test zu "dicht" sein, sollte man Sie im Bereich und Zeitraum des Blowerdoortests schwächen und danach wieder korrigieren um eine eventuelle äußere Undichtigkeit festzustellen. ACHTUNG gilt jedoch nur für LUFTDICHT!!!

    Es könnte jedoch auch sein, dass Ihr Putz dermaßen schlecht ist (Nicht mal der BEANSPRUCHUNGSKLASSE 1 geschweige der Beanspruchungsklasse 3 entspricht) und seit den 8 Jahren wahrscheinlich auch nicht im entferntesten gepflegt wird. (Erneuerung des Farbanstrich mit wasserabweissender Eigenschaft), daß der Schlagregen DURCH den Putz eindringt.

    Weiter kann es sein, das die Fensterbänke aussen einen zu geringen Mauerüberstand aufweisen und eventuell seitlich wie auch unterhalb der Fensterbank nicht angedichtet sind.
    Eventuell fehlen eventuell notwendige Niederhalter für die Aussenfensterbänke
    Eventuell fehlt die hintere Andichtung der Fensterbank zum Fensterrahmen
    Eventuell sind die Übergänge von Rollladenleisten zu Fensterbank aussen offen und dort kann Wasser eindringen.
    Eventuell sind die Verbindung zwischen Rollladenleisten und Fensterrahmen nicht abgefugt und dort kann Wasser mit Winddruck längs eindringen
    Eventuell fehlen die Entwässerungsschlitze bei eventuellen Kunststofffenstern
    Eventuell führen die unteren Entwässerungsschlitze hinterhalb der Fensterbank nach unten ins Mauerwerk
    Eventuell haben Sie ein zweischaliges Mauerwerk und das Wasser dringt von oben auf die Fensterrahmen und von dort durchnässt es die seitlichen Leibungen und/ oder die Brüstungsflächen
    Eventuell fehlen die unteren Entwässerungsschlitze in den Fensterrahmen und das Wasser staut sich in der Hauptkammer bis es bei den seitlichen Befestigungsbohrungen ins Mauerwerk herausläuft.
    Eventuell sind die Fenster mit festem Mittelpfosten und der ist nicht richtig unten abgedichtet und Wasser aus der Falzbereich läuft nicht über die Entwässerungsschlitze ab sondern durch undichte Schraubkanäle in das darunterliegende Mauerwerk.
    Eventuell haben Sie gekoppelte Elemente und die senkrechte Kopplung ist nicht korrekt ausgeführt und Feuchtigkeit dringt durch die Kopplung in den Rahmenbereich der Hauptkammer ein und damit hinterhalb der äußeren Entwässerungsebene und die Nässe kann nicht kontrolliert nach aussen abfließen und durchnässt das Mauerwerk.

    Aus Erfahrung kann ich Ihnen hier noch viel mehr aufführen aber die Gutachter die Sie gehabt haben, haben sicherlich schon alle diese Punkte und noch viel mehr überprüft und meine Aufzählung hilft Ihnen nicht.
    Gruß
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  9. #7
    Themenstarter

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    Hallo Georg,

    herzlichen Dank für deine ausführlichen Hinweise - endlich mal ein paar brauchbare Ansätze. Der Aufbau von Wand/Fenster war bereits in früheren Posts angegeben. Vom Gutachter habe ich nur die Aussage: Baulicher Mangel wegen "übermäßiger Wärmebrückenbildung" (festgestellt per Temperaturmessungen) und "Durchfeuchtung hat stattgefunden" (Anm.: und findet bei Regen immer wieder statt). Eine Ursache konnte nicht ermittelt werden.
    Alles was hier bisher statt fand lief nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Es bleiben jetzt noch Fenster und Fassade als Fehlerquelle. Gut finde ich den Vorschlag mit dem Holzrahmen (ist ja wohl billiger als gleich ein neues Fenster einzubauen), wenn der keine Wirkung zeigt, ist es eindeutig die Fassade und imprägnieren wäre wohl sinnvoll. Wenn die Feuchtigkeit bei Regen mit dem Rahmen nicht wieder zunimmt (das sollte man wohl spätestens nach 6 Monaten wissen), muss dann das Fenster raus, oder kann man irgendwie "nachdichten"?
    Das einzige was von außen noch auffällig ist, ist ein völlig schief gemauerter Sturz (Klinker, in der Mitte ca. 2 cm Abweichung aus der Waagerechten nach oben). Der Maurer muss wohl ziemlich angetütert gewesen sein.
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