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Trockenestrich

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  1. #1
    abc-mann
    Gast

    Trockenestrich

    Hallo habe folgende Frage:

    Ich habe eine Holzdecke da möchte ich einen Trockenestrich, nicht höher als 5cm darauflegen. Im Flur gehen zwei Heizungsrohre durch (höhe ca. 2.5cm).

    Wie muss ich den aufbauchen???
    Kann ich zuerst Polystol-Hartschaum-Platten darauflegen und dann die Estrichelemente obendrauf.
    Wie schaut es im NAssbereich (Bad) aus, muss ich auf der Holzdecke eine Plastikfolie auslegen ????? Falls mal Wasser durch den Estrich sickert????
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  2. Trockenestrich

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  3. #2
    Avatar von Berni
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    Tach abc-mann,

    das ist denn schon ne heikle Sache.
    Zumindest muß auf die Holzkonstruktion überall ein Rieselschutz aufgebracht werden. Auf der einen Seite müssen die Verlegeplatten gegen Feuchtigkeit geschützt sein, auch von unten gegen Diffusionsfeuchte. Auf der anderen Seite kann dies wieder schädlich für die Unterkonstruktion sein. Da gibt es keine allgemeine Grundregel, dies muß ein Planer unter Beachtung der bauphysikalischen Randbedingungen vor Ort entscheiden. Dito Abdichtung im Bad. Die sind dafür versichert.

    Die Unterkonstruktion muß ausreichend tragfähig sein und darf nicht federn. Der Unterbau (Ausgleich) muß absolut eben sein, und aus gebundenem Material bestehen. Wenn die Deckenkonstruktion eben ist, kann das auch mit EPS-Hartschaumplatten ausgeführt werden.

    Im Badezimmer muß eine Alternativabdichtung auf die Platten mit Fugendichtbändern zu den Wand-und anderen Anschlüssen ausgeführt werden. Fliesenkleber und Abdichtungsstoff müssen aufeinander abgestimmt sein, der Fliesenkleber muß extra für Trockenestrich geeignet sein. Als Abdichtungsstoff würde ich ein Material mit einem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis nehmen.
    Die Plattengröße der Fliesen darf das Format 33x33 nicht übersteigen. Ansonsten ist die Verlegeplatte zu verstärken.

    Gruß Berni
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  4. #3

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    Hallo,
    die Antworten vom Forumsteilnehmer Berni darf ich ergänzen:
    Trockenestrichverlegung ist nicht heikler als eine Nassestrichverlegung- eigentlich genau das Gegenteil der Fall, denn man kann exakt planen (Trocknungszeit) und Estrichschüsselungen wie bei ZE sind nicht zu befürchten.
    Rieselschutz: richtig, der muss aufgebracht werden, WENN mit Schüttung gearbeitet wird. Ist auf einer Holzbalkendecke, sofern sie eben ist, aber auch nicht unbedingt nötig.
    Der Schutz vor Feuchtigkeit muss im Bad ohnehin erfolgen. Das ist auch bei Nassestrichkonstuktionen so.

    Die Unterkonstruktion muss tragfähig sein: Auch das ist natürlich absolut richtig, aber auch hier gibt es keinen Unterschied zw. Nass- und Trockenestrich. Trockenestrich bringt i.d.R. weniger Gewicht, kann somit oft auf statisch schwächer ausgebildeten Deckenkonstruktionen verlegt werden, aber die Tragfähigkeit muss so oder so gewährleitstet sein.

    Die Ebenheit der Deckenkonstruktion: auch hier ist die Aussage richtig, aber auch bei Nassestrichen sind nach DIN nur wenige Millimeter zuläßig. Eine Nassetrichschicht soll in der Stärke keinen größeren Abweichungen als 5mm aufweisen (bei Nenndicken von 20 bis 50mm). Hält sich zwar keiner dran, aber darum krachts ja auch so oft! Also wäre auch bei unebenen Decken ein geeigneter Ausgleich notwendig - wenn der Estrich fachgerecht velegt würde.

    Abdichtung: dem gibts nicht hinzuzufügen.

    Fliesenformat: die Formatbeschränkung für die Fliesen gilt nicht bei allen Trockenstrichen - trotzdem ist der Hinweis wichtig. Je nach Trockenestrichart kann es diese Beschränkung geben.

    Hoffe, die Anmerkungen werden nicht falsch verstanden.
    Gruss
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Volker_Schl
    Eine Nassetrichschicht ........ (bei Nenndicken von 20 bis 50mm).
    das musste mir mal erklären.

    und zur rohr-frage...
    die rohre sollten eigentlich mit einer lage dämmung über/unterdeckt werden. oder durch rohrdämmung mit misselfix (oder wie das zeug heisst) welches 10 mm dämmstärke unten hat -sicherstellen, daß keine zwänge auf das rohr über übertragen werden.
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  6. #5
    Avatar von Berni
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    Hallo Volker,

    zunächst darf ich mich für Deinen Beitrag hier bedanken.

    Das meine Beiträge über Trockenestrich etwas anders ausfallen als Deine, dafür wird jeder Verständnis haben, wenn er weis, daß ich in den 30 Jahren, die ich jetzt mit Estrichen zu hab, noch nicht einen Quadratmeter Trockenestrich verlegt habe. Ich bin eben ein alter Zement-CA-Kopp. Bei Dir ist das Gegenteil der Fall. Trotzdem kann man sich vertragen, wenn beide der Auffassung sind, daß jeder Estrich zu bestimmten An- oder Verwendungzwecken seine Daseinsberechtigung hat.

    Auch was Du schreibst, findet meine Übereinstimmung. Ich habe im obigen Beitrag auch nicht Nassestrich mit Trockenestrich verglichen, sondern nur aufgeführt, was der Fragesteller zu beachten hat.

    Als heikel habe ich die Sache mit der Folie bezeichnet. Bei etwaiger Diffusion von unten nach oben, die wir ja von hier aus nie außschließen können (dürfen). Bei Eurem System macht das auch wieder nichts, wenn kein diffusionsdichter Belag drauf kommt. Aber der Bauherr will den Estrich in diesem Fall wohl selbst verlegen, und da kommen mir denn leichte Zweifel.

    Ich sehe die ganze Thematic (Selbstverlegung in Eigenleistung) sowieso als problematisch an. Jedes System benötigt einen ebenen Untergrund für gleichmäßige Estrichstärken. Die vielen Schadensfälle bestätigen das. Aber das haben wir eben immer so gemacht.
    Und hier sieht es leider sogar so aus, daß Planer und Bauherrn die Tragweite bei den unterschiedlichen Dicken der Nassestriche in Bezug auf Austrocknung und hieraus entstehender Schäden noch gar nicht begriffen haben. Aber sich hinterher wundern, wenn se im Schadensfall mit zur Kasse gebeten werden. Dafür sind die Bauzeiten Heute zu schnell.
    Bei Trockenestrichen, egal welches System, ist Ebenheit wegen vollflächiger Auflage noch wichtiger, da wird nichts verziehen.
    Und den Bauherrn wird eben immer dieser handwerklich leichte Einbau von den Herstellern suggeriert. Was auf keinen Fall so zutrifft.

    In einem Punkt muß ich Dir hier ein wenig widersprechen. Nicht alle Systeme sind auch nach Verlegung sofort belegereif. Da haben die Verlegeplatten durch falsche Lagerung zum Teil erheblich Feuchte aufgenommen, die auch erst wieder austrocknen muß vor Belagsverlegung. Hier mißt keiner, und Schäden bei dampfdichten Belägen sind vorprogrammiert.

    Gruß Berni

    Lass Dich mal wieder sehn. , registriert bist Du ja schon lange.
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  7. #6

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    abc-mann,

    Du solltest dir auch fachmännischen Rat holen, wie der Bodenaufbau überhaupt ausschaun soll. Vor allem auch trittschalltechnisch.
    Wir haben aus diesem Grund (statisch natürlich alles abgeklärt) zuerst noch 3cm Gehwegplatten direkt auf die Holzdecken verlegt. Darunter kam ein ca. 5mm starkes Vlies. Dann erst Dämmung und EPS, dann Zement-Estrich.

    Dieser Aufbau wurde uns sowohl vom Zimmerer, als auch von der Estrichfirma empfohlen.
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  8. #7
    Avatar von Berni
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    Tach LG,

    wir müssen hier schon ein wenig unterscheiden zwischen Alt-u. Neubau.
    In einem Neubau kannst Du die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion auf einen Estrichaufbau mit 160-180kg. Gewicht auslegen. Die Aufbauhöhen sind auch danach zu berücksichtigen.
    In einem Altbau fehlt es Dir an allem.

    Gruß
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  9. #8

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    Genau

    Die Ausgangsfrage war 5cm auf Holzdecke.

    Gibt s da n Bild?

    Neu- Altbau?

    http://www.knauf.de/home.htm

    DA Produkte Estrich/Bodensysteme da Planbar. Vielleicht ist auf diesem vereinfachten Weg was dabei, ansonsten Fachberatung vom Fachbetrieb.

    Ich weiß, knauf-lastig...

    MfG Michael
    Geändert von MichaelG (08.02.2006 um 19:46 Uhr) Grund: irgendwo im www
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  10. #9
    Avatar von Berni
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    Tja Michael,

    Du kennst wohl nichts anderes.

    Und bei abc-mann kommen da noch die 2,5cm Rohre. Da haste nur mit Trockenestrich eine Chance.

    Gruß Berni
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  11. #10

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    Mensch Berni

    Da is ja au Trockenestrich bei.

    Den letzten Fließestrich habe ich 1999 eingebaut. Das Ganze ist als "Nebenhergeschäft" viel zu aufwändig als dass da was mit zu verdienen wäre. Interessant sind diese threads trotzdem für mich, halten n bischen geistig fit, wenn ich abundan mal nachschlagen muss;-)

    @abcmann: wenn man wüsste was Untergrund is?

    30mm Ausgleich in PS20/30 oder wie das heutzutage heißen tut, dann TSD (alte Spt/G 13/10) dann knauf-brio aber da reicht die 18er sicher nicht, also wirds mit 5cm zu knapp.

    Aber so is das ja eh nur Planspiel

    MfG Michael

    *hab Nassestrich nach Anfängen mit Knauf von ***** eingebaut. Nur muss ich zugeben, dass knauf "servicemäßig" hier viel mehr bietet, deshalb komm ich da eben immer drauf, ich kann mich nicht in alle Hersteller und ihre diversen Systeme reindenken und solange keine ganz besonderer fall ansteht, bietet knauf echt was...
    Geändert von MichaelG (08.02.2006 um 19:58 Uhr) Grund: Knauf
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  12. #11
    Avatar von Berni
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    So so, Fließestrich!

    Machen wir selten. Nur wenn es mit den Aufbauhöhen gar nicht klappt, und mal wieder die letzten 5mm rausgekitzelt werden müssen.

    aba-mann hat Holzfußboden.
    Planspiele sind hier sämtliche Fragen. Oder stehst Du davor und kannst den Untergrund und das Gelumpe, was alle darauf verlegt ist - kontrolieren.
    Wenn dann da steht: geplant 100mm Dämmung in 2 Lagen und 40mm CAF, oder komm ich auch mit 35mm CAF aus?
    Was willste da sagen. Da steigt dann noch der Rohbeton um 3cm, der Fragesteller kauft die Dämmung ein, weil Du gesagt hast, is OK.
    Er verlegt die Dämmung, und der bestellte Estrichleger kontroliert das vorher nicht. Was meinste, was passiert?
    nachstehend aus einem anderen Forum:

    estrich gepfuscht?
    Thema erstellt am 06.02.2006
    hallo, ich habe eine frage, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen:

    mein estrichleger hat einen sehr merkwürdigen betonestrich gelegt: 1. eine dünne styrodurschicht 5-6mm, dann beton drauf, 4-5cm, nun liegen wasser und heizungsrohre in dem boden, und in dem bereich bricht der estrich ein, nun sagt er, dass es nicht anders ging, weil die aufbauhöhe nicht da ist (damit die böden nicht höher sind als in den anderen räumen) an einigen stellen ist sogar von den rohren noch was zu sehen.
    meiner meinung nach ist das totaler pfusch, aber dickerer estrich geht auf der anderen seite auch nicht, weil die böden dann zu hoch wären. der estrichleger meint nun, das er die eingebrochenen stellen mit spachtel ausfüllt, das würde dann halten und den boden macht er mit ausgleichsmasse, dann eine schicht flies, und den rest hält seiner meinung nach der fliesenkleber, da würde dann weder was reißen noch einbrechen. was ist davon zu halten?
    vielen dank

    Da packste Dich an die Murmel und fragst, wie sowas zustande kommt.
    Die Antworten, die er gekriegt hat, möcht ich Euch ersparen.

    Gruß Berni
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Eben

    Ich hatte ja letztes Jahr einen akquierierten Fließestrich CAF? auf Fbh.

    Tag vorher kuck ich mirs an, Heizungsbauer hat FbH für Trockenestrich verlegt,...*tja...

    Ich hatte das ja schon einmal beschrieben.

    Die Bewerbung durch die Hersteller, so dass jeder alles machen soll...Änderung HWO, das alles führt die immer umfangreichere Komplexität ad absurdum.

    Immerhin, so erhalt ich meine "nichtrostende Ausrüstung" auf neuwertigem Zustand *lol

    MfG Michael
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  15. #13

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    3

    Zum Beitrag von Berni - Nassestrich / Trockenestrich

    Hallo Berni,
    auch wenn ich mit dem Beitrag jetzt weit weg von der Fragestellung des Teilnehmers abc-mann bin, darf ich noch zu Deinem Beitrag vom 8.2.06 etwas anmerken. Ich sehe es genau so wie Du, dass jeder Estrich seine "Daseinsberechtigung" hat bzw. etwas weiter gefasst, es gibt für eigentlich jeden Estrich das richtige und prädestinierte Einsatzgebiet. Das große Problem sehe ich heute vielmehr darin, dass nicht immer das richtige Estrichsystem zum entsprechenden Anforderungsprofil des Bodenaufbaus und zu den Randbedingungen auf der Baustelle empfohlen wird und dann auch ausgeführt wird. Die Ursachen sind dabei sehr vielschichtig.

    Natürlich gibt es auch beim Bodenaufbau für den Fragesteller abc-mann noch Alternativen - allerdings bleiben bei maximal 2,5cm nicht mehr allzu viele übrig, die Sinn machen, insbesondere vor dem Hintergrund der Kosten.

    Gruss Volker
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