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  1. #1

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    Tiegarage ohne Bodenplatte / Aufstauendes Wasser / Ringdrainage

    Hallo zusammen,

    unser Gebäude hat im Kellergeschoss auch eine Tiefgarage ohne Bodenplatte (stattdessen Betonpflaster, Schotter, Drainschicht, magerbeton, Erdreich). Gleichzeitig gilt der Lastfall "gegen drückendes Wasser". Auf Höhe des Fundaments bzw. etwas darunter soll laut Plänen eine Ringdrainage angeordnet sein. Auf den Plänen gibt es dann an jedem "Knick" der Drainage einen Kringel. Ich nehme an, dass dies Spülrohre bzw. Inspektionszugänge sein sollen.

    Mein Problem: Oben sind diese Zugänge nirgends sichtbar. Sie sollten ja im Spritzschutzstreifen liegen (zumindest dort, wo man nicht einfach bis zur Hauswand gepflastert hat). Dort ist aber nichts zu sehen. Ich könnte jetzt natürlich dort graben, ob vielleicht unter 10 cm Bruchsteinen so ein Rohr auftaucht. Aber irgendwie glaube ich nicht so recht dran.

    Frage: Müssen diese Spülrohre vorhanden sein? Wenn nicht, dann schlammt erst die Drainage zu und irgendwann später säuft das Untergeschoss ab (im schlimmsten Fall), ja?
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  2. Tiegarage ohne Bodenplatte / Aufstauendes Wasser / Ringdrainage

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  3. #2
    Themenstarter

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    Ich schiebe die Frage nochmal hoch:

    Was bedeutet es für das Kellergeschoss, wenn die Ringdrainage mangels Wartungsfähigkeit irgendwann verstopft? Immerhin gibt es ja noch die Bitumendickbeschichtung. Aber diese ist bei dürckendem Wasser nicht ausreichend?
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Gleichzeitig gilt der Lastfall "gegen drückendes Wasser". Auf Höhe des Fundaments bzw. etwas darunter soll laut Plänen eine Ringdrainage angeordnet sein.
    Drückendes Wasser mit Drainage ?
    Interessante Konstruktion.
    Wohin entwässert denn die Drainage wenns drückt ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4
    JamesTKirk
    Gast
    Betonpflaster und drückendes Wasser passen irgendwie nicht überein.
    Ich kenne solche Konstruktionen bei zeitweise aufstauendem Sickerwasser ...
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  6. #5
    Themenstarter

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    Anbei die entsprechende Angabe aus den Ausführungsplänen.

    Es gibt auch einen Plan, in der die Drainage explizit eingezeichnet ist, aber da komme ich erst morgen dran.

    Wohin entwässert wird, das ist eine richtig gute Frage. Gebaut wurde hier am Hang. Nebenan gibt es einen Altbau, der ca. 3 m tiefer steht. Vielleicht soltle man mal bei denen im Keller nachsehen.
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  7. #6
    feelfree
    Gast
    Dass die Außenwand für den Lastfall "gegen drückendes Wasser" ausgeführt wird, heißt aber nicht notwendigerweise, dass dieser Lastfall auch vorliegt!? Denn sonst müssten sich doch längst schonmal Pfützen gebildet haben, wenn das Wasser von unten durchs Pflaster drückt?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hier was von der Bauüberwachung.

    Die Drainge ist also erforderlich, weil es keine Bodenplatte gibt.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Grrr.

    Nachtrag: Ich habe oben die Grafik gegen einen Dummy getauscht. Im kleingedrückten des Drei-Buchstaben-Bauüberwachers steht, dass man nichtmal Ausschnitte aus deren Protokollen veröffentlichen darf. Ansonsten Rübe ab.
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  10. #9
    feelfree
    Gast
    Ja und welcher Lastfall liegt denn nun vor?
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat:

    Zur Vermeidung aufstauenden Hang-, Schichten- oder Sickerwassers wird eine Drainage entsrpechend DIN 4095 angeordnet. Damit kann dann gem. Baugrundgutachten von einer Beanspruchungsklasse 2 nach WU-Richtlinie ausgegangen werden. Nur unter Voraussetzung einer dauerhaft funktionstüchtigen Drainage kann eine Wannenkonstruktion unter Einbindung einer (vollständigen) Bodenplatte in der WU-Konstruktion entfallen.

    So, nun sieht es leider so aus, dass es keinerlei Zugang zur Drainage gibt.
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  12. #11
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von GWeberJ Beitrag anzeigen
    So, nun sieht es leider so aus, dass es keinerlei Zugang zur Drainage gibt.
    Frag' halt mal nach. Nachdem ich in unseren Drainagerohren nie auch nur Ansätz von Wasser gesehen habe, habe ich die Spülschächte ebenfalls mit einer Terassenplatte "überbaut". Wenn ich da nach 10 Jahren trotzdem mal ran muss, macht das fast keinen Mehraufwand. Dafür sehe ich eben nicht 10 Jahre lang die hässlichen Schachtabdeckungen...
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  13. #12

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    SÜDEN
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    Eine nicht wirklich gelungen Kombination das Ganze.
    Lt. DIN muss an jedem Richtungsechsel der Drainage ein Spühl- bzw. Kontrollschacht sein.
    Ein Untergeschoss gegen drückendes Wasser abzudichten mit einer nicht vorhanden Bodenplatte halte ich für sehr sinnfrei.
    Entweder ich erarbeite ein Konzept wie die Bodenplatte fehlen kann inkl. Drainage welche übrigens immer funktionieren muss und absolut
    rückstaufrei entwässern können muss, zu jeder Zeit...
    Oder, ich muss eben die Bodenplatte einbauen.
    In der Beschreibung steht das die Dämmung punktuell verklebt wird, dies ist so nicht zulässig, zumindest nicht bei drückendem Wasser.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo Jürgen,

    so wie ich es verstehe, wird der Lastfall durch die Drainage ja herabgesetzt. So ganz dran geglaubt hat der Bauträger aber wohl nicht, wenn er immerhin eine Abdichtung der Wände nach 18195-6 vorsieht.

    Am Wochenende buddele ich mal etwas an den Ecken des Hauses (mindestens zwei sind aber ohnehin überbaut) und schau, ob ich da irgendwelche Spülschächte finde. Dann bleibt noch die Frage nach dem Sickerschacht. Den muss man doch auch kontrollieren können, oder? Nach den Plänen, die ich mir nun über Umwege beschafft habe, ist das einfach ein Loch direkt neben dem Haus. Zugänglich ist da gar nix. Siehe Anhang.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Update:

    Die Stadt weiß nichts von einer Drainage und würde eine solche auch nicht genehmigen. In den dort vorhandenen Bauunterlagen ist eine solche Drainage auch nicht eingezeichnet.

    Oh Mann. Aus der Bauzeit gibt es aber Bilder von den Drainagerohren, die neben der Baugrube liegen. Dass die auch verbuddelt wurden, erscheint mir naheliegend. Das wäre also eine "Schwarzbau-Drainage".
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  17. #15
    Bauexpertenforum
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    In deinem Plan steht aber auch, dass die Drainageschächte als Sickerschächte ausgeführt werden sollen.
    Zur Beurteilung der Chance einer Funktionsfähigkeit wäre dann natürlich mal interessant zu wissen, welcher Lastfall hier herrscht und wo die Oberfläche des Grundwassers liegt, in das hier versickert/versenkt werden soll.
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