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Flecken (Wölkchen) Aussenputz unter Dachvorstand Lager- und Stoßfugen

Diskutiere Flecken (Wölkchen) Aussenputz unter Dachvorstand Lager- und Stoßfugen im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Flecken (Wölkchen) Aussenputz unter Dachvorstand Lager- und Stoßfugen

    Hallo zusammen.

    Ich hoffe jemand im Forum kann mir weiter helfen. Unser Haus steht nun gut 4 Jahre. Seit etwa einem guten halben Jahr machen sich an zwei Stellen (Nordseite) direkt unter dem Dach Wasserflecken (Wölkchen) breit. Innen am Putz ist rein gar nichts zu sehen. Dachaufbau wie folgt: Gipskartonplatten, 6cm Rockwool, Folie, ca. 25 cm Rockwool Zwischensparrendämmung, OSB, Vlies, EPDM Wurzelschutzfolie, extensiv Begrünung
    Hat jemand eine Idee was das sein könnte?

    Vielen Dank im vorraus!
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  2. Flecken (Wölkchen) Aussenputz unter Dachvorstand Lager- und Stoßfugen

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  3. #2
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    Hat keiner eine Idee???
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  4. #3

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    Wandaufbau?
    Dachneigung?
    Flecken auf Höhe der Geschoßdecke?

    Für mich sieht das aus wie wenn das Wasser von "innen" käme, vielleicht von oben durch´s Mauerwerk nach unten, und an den Stellen mit den Flecken tritt es quasi aus an die "Oberfläche".
    Je nachdem wie die Wand aufgebaut ist, wäre es gut möglich, dass man den "Schaden" auf der Innenseite (noch?) nicht sieht.

    Ob die Feuchtigkeit von oberhalb des Sparrens kommt kann man so nicht sehen. Seitlich am Sparren sieht es aus als wenn dort senkrechte (Wasser?)spuren wären. Aber das ist schon heftig spekuliert.
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  5. #4
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    Hallo,

    1.Der Wandaufbau ist wie folgt Mineralischer Putz, Armierung, Styropor, Kleber, Kalksandstein,Putz (innen).
    2.Dachneigung ist 10%.
    3.Flecken befinden sich nicht auf Höhe der Geschoßdecke.

    Schonmal besten Dank
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  6. #5
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    Eine Putzfirma meinte, dass vielleicht die Dampfsperre nicht richtig ans Mauerwerk angeklebt wurde. Nur macht mich die Aussage ein wenig stutzig. Ich gehe davon aus, wenn ein Fehler bei der Installation der Dampsperre passiert wäre, dass man die Feuchtigkeit von Innen sehen würde???!!Oder??
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  7. #6

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    An die Dampfsperre würde ich hier zuletzt denken. Kondensat aus dem Innenraum würde sich wohl erst an der Oberkante abzeichnen. Zudem würde die Luft schon vorher kondensieren und man sollte es auch von innen erkennen können.

    Das sieht für mich (Laie) eher nach "echtem Wasser" aus. Da auf der Wand ein WDVS ist, müsste dieses irgendwo an/in einer Stoßstelle runter laufen und an den gezeigten Punkten durch den Armierungskleber und den Putz treten. Ich glaube nicht, dass das Wasser hinter der Dämmung nach unten läuft, obwohl die Flecken schon irgendwie so angeordnet sind, dass es sich um Stoßstellen der Dämmplatten handeln könnte. Dann wäre aber auch der KS dahinter nass und da dieser innen nur verputzt ist, sollte man das dort auch sehen.

    Meine Laienvermutung, das Wasser kommt irgendwo von oberhalb des Sparrens. Evtl. ist dort eine Schwachstelle im Vlies bzw. der Wurzelschutzfolie. Darunter befindet sich ein senkrechter Stoß des WDVS, in dem das Wasser nach unten läuft und durch den Putz nach außen geht. Unten am Stoß angekommen verteilt sich das Wasser über den horizontalen Stoß nach Rechts und links. Ob das Wasser hinter den Platten nach unten läuft, da würde ich ein Fragezeichen machen. Ist nicht völlig auszuschließen, doch dann würde ich erwarten, dass die Wand dahinter stark durchfeuchtet ist, was sich auch am Innenputz bemerkbar machen sollte.

    Ich würde die Firma kommen lassen die das Dach gemacht hat, damit zuerst mal dort überprüft wird was Sache ist.

    Läuft evtl. in der Wand eine Wasserleitung?
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  8. #7

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    Kommt das nur in dem Bereich vor? Oder gibt es noch andere Stellen am Haus? Wurde zum Ausbau die Holzfeuchte der Tragkonstruktion gemessen?
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  9. #8
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    @R.B. Nein, eine Wasserleitung ist nicht im Raum.
    @Kalle 1.Nein, eine kleinere Stelle ca 10x10cm ist ebenfalls in gleicher Höhe (andere Hausecke) zu sehen.
    2. Die Holzfeuchte wurde nicht gemessen.
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  10. #9

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    Was befindet sich denn in der Höhe? Dampfsperranschluss? Ggf. eine längst Fuge des WDVS-Systems?

    Jetzt wird es spekulativ: Aufgrund des sehr anfälligen Dachaufbaues vermute ich, dass hier eine Feuchtewanderung allmählich beginnt. Soll heißen: Feuchtigkeit, die sich aufsummiert hat, aus dem fehlerhaften Dachaufbau wandert langsam nach unten, hinterströmt die WDVS Platten und tritt an kleinsten Fugen nach vorne heraus. Bildet sich dann "kreisförmig" aus. Wie gesagt, sehr spekulativ.

    Das Öffnen des Daches in dem Bereich könnte fragen beantworten. Wird vermutlich aber nicht ganz so günstig. Gerüst/Hubbühne, zig kleine Arbeiten usw.
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  11. #10
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    Ca. 40 cm über dem Feuchtigkeitsaustritt müsste ca. die Dampfsperre befestigt sein.

    Fragen..
    1. Ist eine 10% Dachneigung anfälliger?
    2. Sollte man erst von "innen" oder "aussen" die Schadstelle öffnen?
    3. Was für mich nicht logisch ist, dass die Wasserstellen NUR aussen zu sehen sind?!
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Forelle Beitrag anzeigen
    Ca. 40 cm über dem Feuchtigkeitsaustritt müsste ca. die Dampfsperre befestigt sein.
    Vermutlich dann am Ringanker. Eine Leckage dürfte also eher nach "oben" ziehen, als horizontal aus dem Beton. BDT Test wurde vor Beplankung mit GKB gemacht? Messung ergab wat?

    Fragen..
    1. Ist eine 10% Dachneigung anfälliger?
    Kritiker von Flachdächern dürften jetzt aufschreien und ja rufen - aber nein. An der Neigung ist prinzipiell nichts verkehrt. An ihrem bauphysikalischen Gesamtaufbau jedoch schon. OSB als äußere kalte Bauteilschicht ist Potenzierung von möglichen Bauschäden. Ziemlich dichte Baustoffe, wie es OSB ist, haben auf der kalten Seite nichts verloren! Zwischensparrendämmung bei Flachdächern, auch bei EPDM - ist gefährlicher Leichtsinn, der sehr schnell, sehr böse in die Hose gehen kann. Das Gründach tut ihr übriges in der Maximierung potenzieller Schwachstellen. Es mindert nämlich nicht unerheblich den Druck im Sommer in der Konstruktion durch solare Bestrahlung. Was im Winter nach oben zur OSB diffundiert, diffundiert im Sommer nicht ausreichend zurück. Wenn doch, dann liegt innen meißtens die falsche Schicht an, die eine Rücktrocknung zulassen könnte.

    2. Sollte man erst von "innen" oder "aussen" die Schadstelle öffnen?
    Sieht man denn von innen etwas? Eher nicht oder? Es ist ja nicht raus, dass es wirklich am Dach selber liegt. HIer sollte ein Bauphysiker auf den Plan und der sollte vielleicht einfach mal die Thermo-Kamera auf die Stellen halten. Vielleicht an der selben Stelle von Innen ebenfalls. Bevor hier in die Systeme eingegriffen wird, sollte man erst mal sehen, es ohne Zerstörung zu analysieren. Vielleicht klärt sich auf diesem Weg der Ursprung und man meidet unnötige Kosten.

    3. Was für mich nicht logisch ist, dass die Wasserstellen NUR aussen zu sehen sind?!
    Wasserdampf hat immer das Bestreben von warm zu kalt zu diffundieren. Bis so ein KS-Stein voll mit Wasser ist und innen Schimmel entsteht muss es schon sehr feucht sein. EPS hat da ein geringere Wasseraufnahme. Anliegende Feuchtigkeit kann kaum aufgenommen werden. Der Rest durchfeuchtet das, was Wasser "zieht".
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  13. #12
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    Der BDT war ok. Jetzt hatte ich noch eine Aussage von unserem Dachdecker der meinte, wenn das Dach undicht wäre, würde sich das Wasser eher als Traube ausbreiten von einer Basis aus. Auch an eine undichte Dampfsperre würde er bei diesem Schadbild nicht denken. Er meinte, dass das WDVS evtl. nicht richtig angebracht wurde (minimale Fuge etc.) und evtl. irgendwelche anderen Ausblühungen (Bauschaum???) sind.
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  14. #13

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    War ok heißt im konkreten was? Wurde nur Drucktest gemacht oder auch mit der Kamera umher, Nebelprüfung oder ähnliches? Am Ende werden wir/ich nur vermuten können was es ist.

    Warum treten diese Ausblühungen in selber Höhe und minimalen Versatz auf? Warum ist es nicht auf der Gesamten Fläche? Um Undichtigkeiten am Flachdach ging es auch garnicht. Eher um bauphysikalische Dinge, da braucht es keine Undichtigkeit von oben. Da reichen schon zu nasse Tragbalken oder andere Schnitzer. Die der DD vielleicht garnicht auf dem Schirm zu wissen weiß.

    Wie gesagt, muss man dort analytisch ran gehen und das geht nur vor Ort mit entsprechenden Fachleuten (Experten für Bauschäden). Der DD wird da in den seltesten Fällen zugehören. In wie weit seine oder meine Aussagen am Ende stimmig sind ist auch völlig irrelevant. Es gibt einen Schaden, die Ursache gilt es zu finden und abzustellen. Alles andere muss am Objekt entschieden werden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Forelle Beitrag anzeigen
    Er meinte, dass das WDVS evtl. nicht richtig angebracht wurde (minimale Fuge etc.) und evtl. irgendwelche anderen Ausblühungen (Bauschaum???) sind.
    Bauschaum? Das sieht aber verdächtig nach Nässe aus, und wenn es feucht ist, muss ja irgendwo her Wasser kommen.
    Wasser hat bekanntermaßen die Eigenschaft, dass es der Schwerkraft folgt. Nachdem der höchste Punkt der Flecken "zufällig" unter dem Sparren ist, und seitlich am Sparren noch ein dünner senkrechter Streifen ist, der aussieht wie wenn da irgendwas runter gelaufen wäre, kam mir halt der Gedanke, dass man hier ansetzen sollte.

    Woher soll das Wasser sonst kommen? Von innen, sprich Kondensat, können wir ganz hinten anstellen. Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Wasserführende Leitungen in der Wand haben wir auch ausgeschlossen. Regenrinne ist zu weit weg, und Schlagregen kann es auch nicht sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Wasser "von unten" kommt, ist seit Newton auch sehr gering. Was bleibt sonst noch übrig?

    Ein Bild auf dem man mehr von der Fassade und evtl. vom Dach sieht, wäre vielleicht auch ganz hilfreich.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Warum treten diese Ausblühungen in selber Höhe und minimalen Versatz auf? Warum ist es nicht auf der Gesamten Fläche?
    Meine Theorie dazu wäre, das das am Plattenmaß des Wdvs´s liegt.
    Eine Platte ist 100 x 50cm. Jetzt hat der Stuckie an der Außenecke mit einer ganzen Platte angefangen. hat oben rechts den Sparren ausgeklinkt und dann daneben die nächste ganze Platte geklebt. Somit wäre der kurze Stoß direkt unter dem Sparren. Das Ganze als Punkt-Wulst-Verfahren (bedeutet das einmal außenrum Armierung auf die Platte aufgetragen wird) geklebt.
    Jetzt kommt das Wasser von oben und kann nur noch zwischen den beiden Platten durchlaufen weil der Kleber nur diesen Weg zulässt.
    Das würde dann auch unten die beiden Flecken erklären, denn die könnten auch gut 50cm von oben sein.
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