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  1. #1

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    Seenahes Bauen trotz Erderwärmung

    Ich bin mir nicht sicher, ob dies der richtige Bereich ist. Ggf. bitte korrigieren.

    Wir überlegen gerade ein Grundstück in seenähe zu kaufen. Wir sind aber ein wenig nachdenklich geworden, ob es so schlau ist am See zu bauen. Das Grundstück ist ca. 100m von der Wasserkante entfernt, und liegt ca. 5m über dem Wasserspiegel entfernt, und liegt ca. 5m über dem Wasserspiegel. Unsere Befürchtung ist, dass der Wasserspiegel durch anhaltend starke Niederschläge über die Jahrzehnte ansteigen könnte.

    Hat hier Jemand eine Information ob man sich über dieses Thema in einem absehbaren Zeitrahmen überhaupt Gedanken machen muss?
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  2. Seenahes Bauen trotz Erderwärmung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Gibt es 'ne Versicherung, die das Haus und Grundstück vernünftig versichern? Und im Schadensfall (Wasser, ...) auch zahlen?

    LG - Gisela
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  4. #3

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    Unser Altbau steht schon seit 55 jahren auch ca 100 m von einem see, ehemalige Kiesgrube, und hoffe noch weitere 50 jahre, in venedig stehen die Häuser im wasser, kommt da wohl auf die Ausführung an

    Welche Versicherung waere denn zuständig für einen Erderwärmungs bedingten Wasserschaden?
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  5. #4

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    Würde sagen, das fiele unter Elementarschäden.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von eltorito Beitrag anzeigen
    Unser Altbau steht schon seit 55 jahren auch ca 100 m von einem see...
    ich glaube, hier muss man schon unterscheiden zwischen "einem See" und "die See"...

    ist es ein Neubaugebiet oder eher eine Baulücke?
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  7. #6

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    ... außerdem gibt es noch Unterschiede zwischen einem natürlichen See und einem See, der entstanden ist, nachdem Abbauarbeiten (Kies, Sand, Kohle, ...) eingestellt wurden. Beispiel: Concordia-See in der Gemeinde Seeland. Diese Häuser standen mehr als 5m über dem Wasserspiegel.
    Wer vorsorgen möchte und bereit ist dafür auch entsprechendes Geld zu investieren, kann eine druckwasserdichte Konstruktion nehmen oder baut auf eine Pfahlgründung. Aufschlussreich wäre eine intensive Beratung mit einem alteingesessenen Baugrund-Experten / Geologen, der die Gegend kennt - und der auch prüfen kann, ob es ausreichend Abflussmöglichkeiten gibt, falls sich der Zulauf zum See erhöht.

    Gruß
    Holger
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich würde sagen ja, du solltest dir bei einer Standzeit des Hauses von 100 Jahren durchaus darüber Gedanken machen (tust du ja schon), zumindest weitere Erkundigungen einholen.

    Ob ein Ansteigen des Wasserstandes des Sees zu erwarten ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab, ob er einen Zufluss und Abfluss hat, ob er in der Nähe von hochwassergefährdeten Flüssen oder Bächen liegt, oder in der Nähe eines Überschwemmungsgebiets oder z.B. eines sturmflutgefährdeten Gebiets. Da wird dir ein ein Bodengutachter, den du zur Hausplanung sowieso hinzuziehen solltest, sicher Näheres zu sagen können.

    Bei Behörden lässt sich der HGW, der Höchste Grundwasserstand erfragen.

    Ich würde zudem auch mit alten Menschen, Anglern und Landwirten, etc. sprechen, die in dem Gebiet wohnen und etwas über die Wasserstände des Sees sagen können.

    Egal, wie die Auskünfte ausfallen, ich würde (meine Meinung, die sicher hier nicht jeder teilen wird), wenn ich so nah am Wasser bauen wollte, aus Gründen der Vorsicht stets auf einen Keller verzichten.

    Einen Schaden durch etwaige Überschwemmungen kann man z.B. auch dadurch reduzieren, dass man von vornherein so plant, dass z.B. die meist teure Heizungsanlage und der Elektroverteilerkasten nicht im EG, sondern im 1.OG untergebracht werden (jedenfalls, wenn es nicht gerade Pellets sind).

    Das Stichwort Versicherung ist ja schon gefallen. Auf jeden Fall eine Elementarschadensversicherung abschließen, das empfiehlt sich sowieso, auch bei Häusern, die nicht nahe am Wasser liegen.
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  9. #8

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    Einfach mal Relief checken. Natürliche Seen in unseren Breiten, und um so einen wird es sich bei Lübeck ja wohl handeln, haben in der regel einen Abfluss. Der verhindert Aufstau. Und auch das Grundwasser hat Abflüsse, die auf den Vorfluter eingestellt sind. Ein GW-Anstieg von 5 m ist nur bei einer vorherigen Absenkung denkbar (Tagebau, Trinkwassergewinnung).
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen
    Einen Schaden durch etwaige Überschwemmungen kann man z.B. auch dadurch reduzieren, dass man von vornherein so plant, dass z.B. die meist teure Heizungsanlage und der Elektroverteilerkasten nicht im EG, sondern im 1.OG untergebracht werden (jedenfalls, wenn es nicht gerade Pellets sind).
    Zur Heizung, bei solchen Grundstücken bietet sich oft die Verwendung einer GW-WP an. Das sollte man prüfen lassen. Aber auch eine WP mit Erdkollektor kann bei solchen Rahmenbedingungen sehr gute Arbeitszahlen liefern. Eine JAZ von 5 und mehr liegt hier im Bereich des Möglichen. Da lohnt dann ein Pelletkessel kaum. Die GW WP liefert unter solchen Bedingungen die kWh Wärme für etwa 4Ct., da lohnt es kaum über andere Wärmeerzeuger nachzudenken.
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  11. #10
    kappradl
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    Wenn der fragliche See hochwassergefärdet sein sollte, dann hatte er in der Vegangenheit mit Sicherheit schon mal Hochwasser. Da hilft Nachfragen.
    Und wegen des Kellers: Bei uns ist das Grundwasser 4 m unter dem Gelände (Die Baggerseen habend den Wasserstand entsprechend). Der Keller ist trocken.
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  12. #11

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    "die See" = Meer?
    Lübeck liegt an der Ostsee. "der See" bei Lübeck hat direkte Verbindung zur Ostsee... Ich glaube, der TE hat Angst vor der Erhöhung des Meeresspiegels infolge Klimaerwärmung...
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  13. #12
    kappradl
    Gast
    Das steht "am See" und nicht "an der See", aber ich kenne mich mit den Dialekten da im Norden nicht so aus
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  14. #13

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    Zitat Zitat von kappradl Beitrag anzeigen
    Der Keller ist trocken.
    Ich denke das wird erst dann problematisch wenn wirklich mal ein Hochwasser kommt. Dann säuft der Keller mit allem drum und dran ab, und bis man das komplett geräumt und wieder trocken hat...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Ich glaube, der TE hat Angst vor der Erhöhung des Meeresspiegels infolge Klimaerwärmung...
    Ein vollständiges Abschmelzen des grönländischen Eisschildes würde den Meeresspiegel um etwa 7,3 m steigen lassen, was allerding evtl. mehrere hundert Jahre dauern kann. Auf welcher Höhe über N.N. liegt denn das Grundstück?

    Die Messstation Lübeck - St. Jürgen liegt 12 m über N.N., aber Teile der Stadt Lübeck werden bei Sturmfluten offenbar trotzdem überschwemmt. Ein Thema, über das sich Bauherren in potentiell betroffenen Gebieten mit viel Weitblick Gedanken machen müssen.

    Hier ein Artikel, der sich mit den Folgen des Anstiegs des Meeresspiegels für London beschäftigt:

    http://www.welt.de/wirtschaft/articl...n-Venedig.html

    Sorry für den ziemlich reißerischen Aufmacher jenes Artikels, aber ich habe auf die Schnelle nichts seriöses gefunden …
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  17. #15

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    Holland hat schon lange dieses Problem und haben ja diesen riesen Staudamm gebaut. Nur wenn der Meeresspiegel um 5 m steigt, dann haben wir ganz andere Probleme.

    Ich persönlich würde gucken ob in diesem Gebiet Überschwemmungen gibt und wie die Versicherung dieses Gebiet einstuft.

    Meine Versicherung geht z.B. nach http://www.zuers-public.de und das Meter genau. Man kann sich auch bei der Gemeinde informieren.

    Hatte mal ähnliche Anfrage: http://www.bauexpertenforum.de/showt...909#post810909
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