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Garagendach undicht

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  1. #1

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    Garagendach undicht

    Hallo Leute,

    ich habe ein Problem mit meinem Garagendach. Die Garage ist als Holzständerbauweise gebaut. Auf dem Dach ist lediglich eine 22mm OSB Platte, Vlies und Folie. Anscheinend hat die Folie ein Leck und Wasser konnte darunter gelangen und sich langsam im Vlies verbreiten oder das Vlies wurde schon feucht eingeschweißt. Siehe Foto. Das Vlies war auch nicht richtig nass, sondern eher nur feucht.
    Momentan ist es so, dass die OSB Platten (ca. 6qm) komplett zersetzt sind. Die tragenden Balken sind oberflächig feucht jedoch nicht tief und die Dämmung (Zellulose) ist eigentlich trocken.
    Ich habe mich mit dem Zimmermann und dem Dachdecker darauf geeinigt, dass ich die Holz arbeiten mache und Er die Folie neu verlegt. Soweit so gut. Was mir eigentlich Sorgen macht, sind die Bakterien (oder was auch immer) die das Holz zersetzt haben. Hat jemand eine Ahnung ob man vor der Reparatur ein Vernichtungsmittel oder ähnliches einsetzen muss um die Überreste zu vernichten? Ich will die ja nicht immer noch unter der neuen Folie haben.
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  2. Garagendach undicht

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  3. #2

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    wenn du die osb-platte der verbrennung zuführst, dürfte der einsatz einer chemiekeule ausfallen.

    was mir eher durch den kopf gehen würde - bist in der lage zu erkennen, ob die osb-lage nicht eine statische funktion erfüllt und du das übersiehst. dann könnte dein dach nach dem nächsten sturm leichte bis schwere deformationserscheinungen haben.
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  4. #3
    Avatar von saarplaner
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    Ich sehe das Problem eher nicht im undichten Dach, sondern im bauphysikalisch schwierigem Gesamtaufbau.

    Für mich sieht das nach einem Kondensationsschaden aus. Ich hatte vor kurzem mit einem ähnlichen Fall zu tun.

    hier mal ein bissel Lesestoff
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  5. #4

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    einen ähnlichen Schaden habe ich auch mal begutachtet. Dort war die durch das Bauholz eingetragene Feuchte (nichtmal kammergetrocknet) ausreichend, zu einem vergleichbaren Schadensbild zu führen.

    Darum:
    - wie ist der detaillierte Dachaufbau, einschließlich verwendeter Dampfsperre (welche?) und Verkleidung?
    - wurde denn ein Leck in der Dachabdichtung nachgewiesen?
    - war das verwendete Holz kammergetrocknet (welche Holzfeuchte)?
    - wie groß ist die Dachfläche?
    - verteilt sich das Schadensbild über die gesamte Dachfläche oder ist dies lokal begrenzt?
    - wie feucht ist das Konstruktionsholz (unten, mitte, oben)?

    Wenn Sie jetzt die Holzarbeiten übernehmen und der Zimmermann+Dachdecker die Folie, stecken Sie wohl auch mit in der Haftung? Auch zukünftig!
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  6. #5

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    Moin,

    ich tippe da auch auf einen Kondensationsschaden, da bei einer Undichtigkeit des Flachdaches größere Mengen an Wasser aus der Decke ausgetreten wären.
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  7. #6
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    @Rolf a i b
    Mir geht es nicht um die Entsorgung, sondern um die etwas feuchten Trägerbalken. Dass diese vor dem Wiederverschließen trocknen müssen ist klar, ich weiß nur nicht ob dieser "Schädling" überbleibt und dieser chemisch behandelt werden muss.
    Was die Statik angeht, bin ich mir sicher das nichts passiert. Die Platten werden ja auch durch neue ersetzt. Ferner wird die Reparatur von dem damaligen Zimmermannsbetrieb ausgeführt. Ich bezahle nur das Material und helfe mit.
    @Saarplaner
    Kondensationsschaden wurden von den Beteiligten (Planer, Zimmermann, Dachdecker) ausgeschlossen. Ich kann das nicht beurteilen.
    @Alfons Fischer
    Der Dachaufbau von unten gesehen: Rigipsplatte, osb, Zelulose Füllung, osb, Vlies, Dachfolie.
    Ein offensichtliches Leck konnte nicht gefunden werden. Nach der Untersuchung der Beteiligten wurden zwei mögliche Ursachen festgelegt.
    1. Das Vlies wurde schon feucht eingeschweißt.
    2. Es gibt ein minimales Leck durch dass das Wasser an den Vlies kommt. Wie schon gesagt, das Vlies war nur feucht uns nicht nass.
    Über die Feuchte des Holzes kann ich nichts sagen. Es wurde damals von einem Abbundbetrieb angefertigt. Wahrscheinlich haben die sicherlich Vorgaben wie feucht deren Holz sein darf. Ich kann das nicht sagen.
    Die Dachfläche hat ca. 40qm.
    Der Schaden verteilt sich auf ca. 6 qm. Man könnte auch sagen in einem 3m Radius um den Abfluss herum.
    Was die Holzarbeiten angeht, geht es lediglich um ein paar osb Platten die ersetzt werden müssen. Da kein Leck gefunden wurde, kann man auch nicht sagen dass der Dachdecker schuld ist und die Haftung übernehmen muss. Es handelt sich bei der Geschichte um einen Kompromiss. Der Dachdecker könnte auch einfach abwinken und mich stehen lassen dann hätte ich noch mehr Ärger. Da der Schaden bislang übersichtlich ist, bin ich mit dem Deal einverstanden.
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  8. #7
    Avatar von saarplaner
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    Hast du die Unterlagen in meinem Link durchgelesen?

    Ich bleibe bei meiner Vermutung. So wie das jetzt ist, dürftest du vom Dachabdichtungshersteller keine Freigabe für diesen Aufbau erhalten.
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  9. #8

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    In der Auflistung der bisherigen Fachleute (Planer, Zimmermann, Dachdecker) fehlt noch der öbuv SV und ein Jurist.
    Gibt es keine Richtlinie/Vorgabe wegen der 2 OSB Ebenen?
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  10. #9
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    Ja, ich habe deinen Link gelesen. Der Dachaufbau in deinem Link ist deutlich aufwendiger als meine Dächer (Haus und Garage sind unterschiedlich). Dementsprechend müsste ich damit rechnen, das mein gesamtes Dach irgendwann morsch wird. Richtig?
    Sollte ich das von einem Sachverständigen prüfen lassen und ggf. reklamieren?
    Ist der Dachaufbau in deinem Link eine Norm an die man sich halten muss?
    Wieso tritt das Problem nicht auf der gesamten Fläche auf?
    Langsam wird mir bange!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Havanadiver Beitrag anzeigen
    @Alfons Fischer
    Der Dachaufbau von unten gesehen: Rigipsplatte, osb, Zelulose Füllung, osb, Vlies, Dachfolie.
    Sicher, dass an der Deckenunterseite nicht noch eine zusätzliche Schicht vorhanden ist?
    Wie dick ist die untere OSB-Platte?

    Zitat Zitat von Havanadiver Beitrag anzeigen
    Über die Feuchte des Holzes kann ich nichts sagen. Es wurde damals von einem Abbundbetrieb angefertigt. Wahrscheinlich haben die sicherlich Vorgaben wie feucht deren Holz sein darf. Ich kann das nicht sagen.
    Ein Abbundbetrieb kann auch vollständig durchfeuchtetes Holz verarbeiten. Darum würde ich dieses als Ursache nicht ausschließen.

    Zitat Zitat von Havanadiver Beitrag anzeigen
    Der Schaden verteilt sich auf ca. 6 qm. Man könnte auch sagen in einem 3m Radius um den Abfluss herum. .
    Was hindert Sie daran, in Betracht zu ziehen, dass die Ursache auch am Abfluss zu suchen sein könnte?

    Ist das Regenfallrohr dicht, sind alle Dichtungen vorhanden?
    Ist das Fallrohr/der Dachablauf gedämmt (nicht, dass dieses die Kondensatstelle im Gefach ist)?

    Fotos vom Innern der Garage würden mich echt interessieren...
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  12. #11

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  13. #12
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    So. Wir haben das ganze nun mal aufgerissen. So wie es aussieht, hat der Dachdecker geschlampt. Er hat die Folie gelegt und an den Wänden ca.15-20cm hoch auslaufen lassen, verklebt und genagelt. Eine Abschlussschiene hat er nicht angebracht.
    So stand das ganze ein paar Montage. Da eine Stirnseite einer Wand schräg auf dem Garagendach sitzt, ist da höchstwahrscheinlich das Regenwasser an der Wand entlang geflossen und hat irgendwann den Kleber bzw. die Folie unterlaufen. Bis der Putz drauf kam.
    Alles deutet darauf hin, das sich das Wasser von da aus ausgebreitet hat.
    Wir haben jetzt die osb ausgetauscht und der Dachdecker hat alles nochmal zu gemacht.
    Leider müssten wir auch ein paar feuchte Balken schließen, weil es zu risikoreich war das ganze offen zu lassen. Besonders die osb unter der aufsitzenden Wand ist richtig feucht. Auch die haben wir wieder verschlossen. Dieses Feld habe ich aber in der Garagendecke geöffnet, damit die Feuchte nach unten entweichen kann.
    Bin nun mal gespannt ob der Dachdecker sich die Arbeiten bezahlen lassen möchte.
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  14. #13
    SteveMartok
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    Das verstehe ich nicht. Sie rupfen mit dem ausführenden Dachdecker die Schadenstelle auf, finden dort Mängel und der Dachdecker fängt ohne Rücksprache mit Ihnen an, da rumzupfuschen, ohne dass Sie wissen, ob er das bezahlt haben möchte oder ob es sich um Beseitigung seiner Mängel auf seine Kosten handelt???
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  16. #14
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    Ich kann Ihre Unverständnis nachvollziehen.
    Die Priorität lag erst mal daran, den Schaden zu beheben. Die ganze Sache war aufgrund des Wetters etwas akut. Wie es so häufig auf dem Bau ist, kennen sich die Parteien untereinander gut. In meinem Fall sind das der Zimmermann und der Dachdecker. Um genau zu sein, der Vorarbeiter des Dachdecker Betriebes. Leider hat dieser keine Entscheidungsgewalt und es ist nicht erwiesen dass der Dachdecker schuld ist. Es ist nur am wahrscheinlichsten.
    Diese zwei Parteien und ich haben versucht so schnell wie möglich den Schaden zu beheben, bevor es das Wetter unmöglich gemacht hätte.
    Mein Vorschlag war, dass ich die Kosten für die Holzarbeiten übernehme und der Dachdecker Betrieb die Kosten für das Abdichten. Der Vorarbeiter hielt das für einen guten Vorschlag. Ob sein Chef da mitspielt ist noch nicht geklärt.
    Ich weiß aber eines sicher. Ich werd das Abdichten sicher nicht bezahlen, weil ich mir sicher bin, dass der Schaden durch die Nachlässigkeit des Dachdeckers entstanden ist.
    Die selbe Vermutung wie ich, hat ein Mitarbeiter des Dachdecker Betriebes.
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  17. #15

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    zuerst einmal sollte geklärt werden, ob der anschluss so geplant wurde und auch dicht ist, bis der putz drauf kommt. wieviel zeit ist denn verstrichen, zwischen der ersten eindichtung und dem putzauftrag?
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