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  1. #1

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    Photovoltaik mit neuer Warmwasser-Wärmepumpe?

    Hallo allerseits!

    Nun ist es bei uns so weit: Wir wohnen in einem 110qm-EFH und haben im HWR (1,5qm) eine kleine Wand-Gastherme von Buderus mit separatem Warmwassertank. Die Therme ist nach über 20 Jahren recht reparaturanfällig geworden und wir sollen uns langsam Gedanken über eine neue Heizung machen. Unser Gasverbrauch liegt bei rund 15.000 kWh im Jahr. Außerdem haben wir eine PV-Anlage, die p. a. ca. 6.000 kWh erzeugt, von denen wir 900 kWh selbst verbrauchen. Insgesamt verbrauchen wir übers Jahr um die 2.400 kWh Strom.

    Nun habe ich von Warmwasser-Wärmepumpen bzw. von Kombi-Geräten mit Brennwert- und Warmwassereinheit gelesen, die eine „intelligente“ PV-Anbindung ermöglichen sollen. Lohnt es sich bei unserem relativ geringen Energieverbrauch überhaupt, sich mit diesen Lösungen zu befassen? Welche Lösung wäre dann unter den Gesichtspunkten Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit eher zu empfehlen: Eine Therme mit separater WW-Wärmepumpe oder ein Kombigerät?

    Da ich hier doch ziemlich unwissend bin, stelle ich diese Fragen lieber im Forum, als einem geschickten Verkäufer. Über Antworten würde mich jedenfalls sehr freuen.

    Viele Grüße aus dem Norden
    SKlaus
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  2. Photovoltaik mit neuer Warmwasser-Wärmepumpe?

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  3. #2

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    Wie lange bekommt die PV-Anlage noch die Einspeisevergütung (oder wann war deren Erstinbetriebnahme)?
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  4. #3
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    Die Inbetriebnahme war Ende 2011. Einspeisevergütung bis 2030 noch 28,74 Cent/kWh und 16,38 Cent/kWh bei Eigenverbrauch.
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  5. #4

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    Da du noch Vergütung für den EV bekommst ist so eine WP imho durchaus sinnvoll. Ich persönlich habe mich für den in der Abschaffung günstigen Heizstab entschieden.
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  6. #5
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    Danke schon mal für eure schnellen Antworten.

    Von einem Heizstab hatte ich bisher noch gar nichts gehört. Was ich so auf die Schnelle finden konnte war, dass es sicherheitshalber geregelte Geräte sein sollten. Mit Preis habe ich nur den Stromhamster SHKW Heizstab für knapp 3.000,- € zzgl. Einbau gefunden. Dagegen gibt´s wohl schon für 2.000 € komplette Warmwasser-Wärmepumpen. Passende Kombi-Geräte ??? Muss halt zu unserer bestehende PV-Anlage mit WR passen.

    Hat jemand Erfahrung, um wieviel Prozent sich die Heizkosten durch so eine Maßnahme wirklich senken lassen?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von SKlaus Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrung, um wieviel Prozent sich die Heizkosten durch so eine Maßnahme wirklich senken lassen?
    Kann man nicht vorhersagen, da niemand wissen kann, wie (in)effizient die vorhandene Anlage läuft. Auch der WW Bedarf spielt eine Rolle.

    Ganz grob über den Daumen gepeilt benötigt die BW-WP bei einer typ. Familie um die 2-3kWh el. pro Tag. Macht also irgendwas zwischen 700 und 1.000kWh el. pro Jahr. Davon kannst Du < 50% mit PV abdecken, also 350-500kWh pro Jahr. Ist halt schwer abzuschätzen, weil man nie wissen kann, wann die PV was an Energie liefert.
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  8. #7
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    Vielen Dank R. B. Diese grobe Peilung ist doch mal etwas, womit ich was anfangen kann.

    Also rechnen mir mal ganz grob: Wenn ich 500 kWh pro Jahr über die PV abdecke, dann zahle ich auf diesen Eigenverbrauch mindestens 15,- € Steuern und erhalte 60,- € weniger Einspeisevergütung. Dazu kommen die Mehrkosten für die PV-Unterstützung beim WW. Soll das nach 10 Jahren +/- Null ausgehen, müsste ich allein für 1.000,- € Mehrkosten insgesamt 175,- € an Gaskosten im Jahr einsparen. Das wären immerhin 2.500 kWh Gas p. a., da ich für Gas zurzeit 0,07 €/kWh brutto zahle. Also müsste 1 kWh PV-Strom über´s WW ganze 5 kWh Gas einsparen - bei höheren Mehrkosten sogar noch entsprechend mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Einsprung beim Gas so hoch ausfallen wird. Oder mache ich hier einen Gedankenfehler?

    Eine "normale" neue Heizung wird für mich wohl die klügere Wahl sein.
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  9. #8
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    Oder mache ich hier einen Gedankenfehler ?
    Vermutlich nicht.

    Vergleichswert aus einem BV, Familie 4 Personen, WW-Bereitung mit Gas, keine Zirkulation, über die Sommermonate pro Tag 0,5 - 0,75 m³ Gas pro Tag.

    Was da an Substitutionspotential vorhanden ist kann sich jeder selbst ausrechnen, selbst wenn die eigene Anlage das Doppelte verbraucht.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9

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    Zitat Zitat von SKlaus Beitrag anzeigen
    Eine "normale" neue Heizung wird für mich wohl die klügere Wahl sein.
    Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die bessere Lösung. Der Effizienzvorteil macht sich dann nicht nur beim WW bemerkbar, sondern auch beim Heizen. Hier steckt bei einem Jahresbedarf von 15.000kWh auch noch Potenzial.

    Oder mache ich hier einen Gedankenfehler?
    Kein Denkfehler. Bei einer genauen Betrachtung und Vergleich mit einer Gastherme müsste man noch den unterschiedlichen Wirkungsgrad über das Jahr betrachten. Gasthermen erzielen im Sommer, wenn die nur WW erzeugen sollen, nicht den Wirkungsgrad den sie im Winter inkl. Heizbetrieb erreichen. Dadurch verschiebt sich das Einsparpotenzial ein wenig. Das ist auch der Grund warum beispielsweise eine Solarthermieanlage für WW, die an einem alten Ölkessel hängt, über das Jahr gesehen etwas mehr einsparen kann als die Jahresberechnung(-schätzung) vermuten lässt.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Dank an euch allen. Ihr habt mir sehr geholfen.

    Gruß SKlaus
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  13. #11

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    Achte beim Austausch darauf, dass die Therme passend dimensioniert wird. Nicht dass der heizer einfach so in´s Regal langt und irgendwas raus holt, frei nach dem Motto" Hauptsache es wird warm".

    Bei 15.000kWh p.a. deutet das auf eine Heizlast um die 6kW hin, d.h. eine möglichst kleine Therme einsetzen deren untere Modulationsgrenze niedriger als die Hälfte der Heizlast (3kW) liegen sollte. Die kleinsten Thermen beginnen so ab einer max. Leistung um die 10kW. Das reicht auch für die WW Erzeugung völlig aus so lange Du nicht einen Pool beheizen musst.
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