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  1. #1

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    Mauersperrbahn - stirnseitige Abdichtung

    Hallo zusammen,

    offenbar ist die Mauersperrbahn i.d.R. nur etwas breiter als der Ziegel selbst. Außenseitig wird der überstehende Teil meinem Verständnis nach einfach abgeschnitten. Betrachten wir ein Haus mit Bodenplatte ohne Keller. Warum kann die Mauersperrbahn nicht die ganze Bodenplatte innenseitig vollflächig bedecken, unter den Ziegel nach außen und dort vertikal ca. 30cm nach oben geführt werden, sodass eine Art Wanne ensteht. Dann wäre doch alles in trockenen Tüchern. Wie schafft man - bei der herkömmlichen Art und Weise die Mauersperrbahn zu verbauen - die stirnseitige korrekte Abdichtung nach DIN 18195-4? Der Sockelputz ist hier wohl nicht ausreichend. Reicht hier tatsächlich KMB bis 30cm über OK Gelände über die Stirnseite hinweg aufgebracht?

    Danke und viele Grüße
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  2. Mauersperrbahn - stirnseitige Abdichtung

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Unter Mauerwerk darf keine Schweißbahn verlegt werden.
    Diese werden aber bei der flächigen Abdichtung der Bodenplatten verwandt und deren Nähte untereinander verschweißt, während unter dem Mauerwerk Dachdichtungsbahnen liegen die idR nur überlappt werden.
    Zudem haben beide Bahnen nur die Aufgabe etwaig kapillaraufsteigendes Wasser zu unterbinden.
    Auch hat Deine Skizze einen Schwachpunkt. Die Sockelabdichtung (außen) muss mindestens 10 cm (15 cm) auf die Bodenplatte heruntergeführt werden, damit kein Wasser zwischen der Bahn und der Bodenplatte eindringen kann. Zudem würde eine Bitumenbahn brechen wenn diese um eine 90 Grad Ecke gezogen werden würde.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Unter Mauerwerk darf keine Schweißbahn verlegt werden.
    Diese werden aber bei der flächigen Abdichtung der Bodenplatten verwandt und deren Nähte untereinander verschweißt, während unter dem Mauerwerk Dachdichtungsbahnen liegen die idR nur überlappt werden.
    Vielen Dank für die Antwort. Okay, die Schweißbahn wird auf der Innenseite der Bodenplatte verlegt und endet somit auf der Innenseite des Außenmauerwerks. Aber wie geht man in der Ecke vor? Wenn ich richtig verstehe, dürfen Schweißbahnen nicht um 90 Grad geknickt werden, d.h. ich kann sie auch innen nicht hochführen, um eine Wannenausbildung zu erreichen. Wie dichte ich aber dann die vorhandene Fuge (siehe Skizze, stark vereinfacht ohne XPS-Dämmung) korrekt ab? Oder ist dies i.d.R. überflüssig, da durch die Außenabdichtung (z.B. als KMB) das seitliche Eindringen von Feuchtigkeit gänzlich ausgeschlossen werden kann?

    Vielen Dank und viele Grüße
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  5. #4

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    wenn du möchtest, dass die schweissbahn an der wand hochgeführt wird, dann lass eine sogenannte flaschenkehle anlegen und die schweissbahn kann hochgezogen werden, der überstand der bahn wird dann mit oberkante estrich abgeschnitten.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Tokada Beitrag anzeigen
    Wenn ich richtig verstehe, dürfen Schweißbahnen nicht um 90 Grad geknickt werden, d.h. ich kann sie auch innen nicht hochführen, um eine Wannenausbildung zu erreichen.
    Falsch. Schweißbahnen können sehrwohl um 90°Grad geknickt werden. Da Schweißbahnen über eine Trägereinlage verfügen. Diese kann die Bewegung und Last entsprechend aufnehmen. R500 oder G200DD können dies nicht und werden üblicherweise für die Mauersperrbahn benutzt. Also kannst du die Flächenabdichtung theoretisch auch hochführen, was aber keinen Sinn macht.

    Es geht ja nicht um eine Abdichtung, die im Prinzip verhindern soll das von außen Wasser in den Baukörper dringt. Es ist eine kapillarbrechende Schicht. Deine Abdichtung sitzt auf der außenseite deines Baukörpers. Hier gibt es dann noch unterschiedliche Lastfälle, aber das verkompliziert es nur. Die Mauersperrbahn und Schweißbahn soll lediglich die kapillarität von Baustoffen unterbinden.

    http://www.baunetzwissen.de/glossarb...t_1111151.html
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