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  1. #1

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    Thermoholz: Buche Pappel oder was???

    Hallo, wir wollen nächstes Jahr unser Passivhaus bauen und in Eigenlestung mit einer hinterlüfteten Vorhangfassade verkleiden.

    Faserzement ist uns zu steril - daher sind wir auf Holzrhomben gekommen.
    Der qm sollte rund 20-30 EUR kosten und es sollte rund 30 Jahre halten.

    Nun gibt es bei Thermoholz enorme Preisunterschiede von 22-100 EUR/m2.
    Wobei mir nicht immer klar ist, ob hier nur mehr oder weniger verdient wird oder ob der Preis den Qualitätsunterschied wieder gibt.

    Daher die Fragen:
    Kann man hochweriges Thermoholz optisch oder sonst irgend wie von weniger hochwertigem unterscheiden oder bin ich auf die warmen Worte der Verkäufer/Hochglanzprospekte/Internetseiten angewiesen?

    Pappel ist für Holzfassade das Beste (Formstabil/reißt nicht) <=> völlig ungeeignet und minderwertig.
    Buche ist optimal und mit Klasse 1 über 25 Jahre haltbar, Haarrisse schaden nicht <=> lässt sich nicht anbringen ohne das es später reißt und verformt - daher ungeeignet.
    Was man kauft ist falsch (wenn man wo anders nach fragt). Mache ich was falsch wenn ich Rhomben Thermobuche (90% Sortierung A) für 25 EUR/qm kaufe?

    Klaro Holz quillt und schrumpft - bisher habe ich im Netz über geeignete Befestigung nur finden können, das man Edelstahlschrauben nehmen sollte (oder das normale Nägel völlig reichen) - wo kann ich mich da informieren?
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  2. Thermoholz: Buche Pappel oder was???

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  3. #2

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    beide hölzer sind aus meiner sicht für fassadenbekleidungen ungeeignet, nimm lärche und du hast am längsten spass daran. denk aber nicht über 'thermolärche' nach!

    solch eine fassade muss ordentlich durchgeplant werden, dann beantwortet sich auch die frage nach den befestigungsmittel.
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  4. #3

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    Das Holz, was bei mir thermobehandelt wird, landet auf dem Kompost.

    Lärche wird vor der Thermobehandlung als Fassade gelagert. Manchmal auch Weißtanne.
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  5. #4

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    anners gesagt - thermobehandlung findet bei dir im ofen statt!
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von RomanDe Beitrag anzeigen
    Hallo, wir wollen nächstes Jahr unser Passivhaus bauen und in Eigenlestung mit einer hinterlüfteten Vorhangfassade verkleiden..
    der informationsstand zum thema fassade ist .. eigenartig
    wer erzählt denn die geschichte von der pappel? baumarkt?
    wo gibts rhombenschalung für 25 euro ? auch baumarkt?
    und die passivhausplanung? i sog nix

    ach, schade .. namen darfst du hier nicht nennen,
    aber das klingt so abenteuerlich - ymmd


    pappel - is nix.
    buche - wurde in teilen hessens als sehr spezielle schalung
    verwendet, sicher nicht für hohe anforderungen an die
    dauerhaftigkeit und optik, deshalb leider rückläufig:
    leider, weil die noch vorhandenen fassaden eine ganz
    eigene anmutung haben.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    anners gesagt - thermobehandlung findet bei dir im ofen statt!


    recht könnter haben. Der Rest ist in der DIN 68800 beschrieben.
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  8. #7

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    Wir haben uns für Lärche unbehandelt entschieden. War der beste Kompromiß zwischen "Qualität" und Preisvorstellung. Der laufende Meter für 1,79 Euro, sind 24 Euro pro qm DECKmaß. Da gibts nämlich auch noch Unterschiede in den Angaben. Wenn bei O***o im Prospekt was von qm-Preisen steht, ist das nämlich nicht der qm Deckfläche sondern man muß noch was draufrechnen, da ja die Nuten (geschlossenes Rhombusprofil) nachher noch verschwinden. Und schon ist man bei über 30 Euro. Das sollte man vorher eruieren bevor man Preise vergleicht.
    Übrigens bleibt die Lärche bei uns nicht unbehandelt, sie wurde/wird noch lasiert mit Holzschutz-Öllasur. Außerdem bekommen die Profile eine schwarze Feder. Behandelt wären die Profile aber soviel teurer gewesen, daß es außerhalb des Budgets gelegen hätte. Daher machen wir das selbst. Dauert allerdings ewig - allein für die Feder 20 min pro Leiste. Aber Zeit ist hier wirklich nicht der limitierende Faktor.

    Die Thermoweißtanne hatten wir auch erst auf dem Plan, allerdings dann die Preise ... glaube es waren 60 Euro/qm... hatten uns dann abgeschreckt. Mit Lärche kann man nicht viel falsch machen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Shanau Beitrag anzeigen
    Übrigens bleibt die Lärche bei uns nicht unbehandelt, sie wurde/wird noch lasiert mit Holzschutz-Öllasur.
    Das arme Holz. Der arme Anstreicher. Das arme Oma Lieschen, dass in 40 Jahren frieren muss, weil die LA als Sondermüll den Hof verlässt, statt durch ihren Ofen zu wandern.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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  12. #10
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    Danke für die Antworten. Ja Lärche (und Douglasie) scheinen wohl am verbreitesten zu sein - wie ich von einigen Besitzern von Passivhäusern gehört habe.

    Nun stellt sich bei mir die Frage, wie geht man das mit der Fassade in Eigenleistung an? Unser Archi macht mit, hüllt sich aber in Schweigen....
    System selber ausknobeln (als Maschinenbauing Statik bis zum Erbrechen gehabt) und vom Statiker abnicken lassen (Problem der fehlenden Zulassung!) oder ein feriges System vom Markt nehmen?
    Bei letzterem: Kann hier jemand ein fertiges System empfehlen?
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