Seite 1 von 8 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 112
  1. #1

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Darmstadt
    Beruf
    Student
    Beiträge
    113

    Ist es verboten einen Wasserhahn als Privatperson an zu schließen?

    Hallo zusammen,
    hab mal folgende Frage. Ich hab mit meiner Freundin eine ETW gekauft und diese befindet sich gerade im Bau. Nun ist es so, dass wir im Badezimmer gerne einen Holzwaschtisch mit Einbaubecken hätten. Da ich nicht ganz ungeschickt bin, werde ich diesen selbst bauen und anschließen. Jetzt kommt aber schon das Problem. Die ausführende Sanitärfirma will da nicht mitspielen. Die Firma behauptet ich dürfte als Privatperson später nicht an das installierte Eckventil meinen eigenen Wasserhahn anschließen. Was ich jedoch nicht ganz verstehe, da es in der Küche ja genau das gleiche ist (da sich hier ja auch nur die Eckventile befinden). Ist das rechtlich wirklich so oder will mir die Firma einfach ihre Leistungen gerne verkaufen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Ist es verboten einen Wasserhahn als Privatperson an zu schließen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    kannst du schon selber machen, du musst dann nur die gewährleistungsschnittstelle exakt klären.

    wenn du die etw gekauft hast, dann ist der sanilöter bestimmt nicht dein vertragspartner!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Darmstadt
    Beruf
    Student
    Beiträge
    113
    Ne das hab ich mir fast gedacht. Vertragspartner ist ein Ing. Büro. Der will mir wahrscheinlich nur sein zeug verkaufen. Bei Leitungen würde ich das ja noch verstehen. Aber bei einem Wasserhahn.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Avatar von saarplaner
    Registriert seit
    10.2008
    Ort
    Saarland
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Benutzertitelzusatz
    Ich distanziere mich von der eingeblend. Werbung!
    Beiträge
    1,821
    Trotzdem darfst du nur Armaturen anschließen, die den Richtlinien deines Versorgers entsprechen.

    Du solltest dir auch darüber im Klaren sein, dass du für eventuelle Verkeimungen, die aus welchen Gründen auch immer (billig Armaturen, Rückfluß, uswusf. ) von dir zu vertreten sind, vollumfänglich haftest.

    Da das ganze zu Krankenheiten führen kann, bist du im Fall der Fälle mal mindestens mit fahrlässiger Körperverletzung dran.

    Es handelt sich hier ja um ein MFH.

    Das ist schon ein sehr heißes Thema, wie ich vor kurzem auf einem Seminar zu der Trinkwasserverordnung von einem RA erfahren konnte.
    So schnell man da im Boot ist, so schnell kannst du gar nicht gucken.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Darmstadt
    Beruf
    Student
    Beiträge
    113
    Ok das hat natürlich auch was Wahres. Aber warum ist es in der Küche dann etwas anderes? Vor allem wie kann man das in einem MFH dann nachvollziehen wenn bei 10WE Bakterien vorkommen. Das kann dann ja von jedem kommen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    11.2009
    Ort
    Magdeburg
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    5,102
    Das ist in der Küche nichts anderes.
    Dort ist es nur in der Verantwortung des Nutzers, einen zugelassenen Installateur mit der Montage zu betrauen.

    Gesendet von meinem GT-P5110 mit Tapatalk
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Avatar von saarplaner
    Registriert seit
    10.2008
    Ort
    Saarland
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Benutzertitelzusatz
    Ich distanziere mich von der eingeblend. Werbung!
    Beiträge
    1,821
    Zitat Zitat von rayman Beitrag anzeigen
    Ok das hat natürlich auch was Wahres. Aber warum ist es in der Küche dann etwas anderes? Vor allem wie kann man das in einem MFH dann nachvollziehen wenn bei 10WE Bakterien vorkommen. Das kann dann ja von jedem kommen?
    Die entprechend beauftragten Fachleute finden heraus, wer dafür verantwortlich ist. Darüber brauchst du dir keine Gedanken zu machen...

    Des weiteren voll Zustimmung zu dem Beitrag von Thomas.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    SteveMartok
    Gast
    Finde ich auch etwas überzogen, diese Darstellungen.
    Ich weiß nicht, wo das Problem sein soll, ne Armatur mit zwei Flexschläuchen an zwei Eckventile anzuschrauben? Passiert zig Tausend Mal am Tag, überall schraubt sich jemand nen neuen Wasserhahn, einen neuen Duschkopf oder ne neue Waschmaschine an.
    Und bei neuen Armaturen, wo soll da eine Verkeimung herkommen? Jede Aldi-Billig-Armatur ist hygienisch besser dran als die Wiener von der Wursttheke im Supermarkt.
    Ich wüsste nicht, wie durch den bloßen Anbau einer Armatur eine Bakterienkultur entstehen sol, die andere Hausbewohner so schädigt, dass ich wegen Körperverletzung im Knast lande oder zu hohen Geldstrafen und Schadenersatz verdonnert werde.
    Ich habe jedenfalls noch nie derartiges gehört und es erschließt sich mir als reell denkender Mensch auch in keinster Weise!
    Letzten Endes geht es ja nun, wenn man so einiges liest und hört, langsam in die Richtung, das man gar nichts mehr selber machen darf, kein Leuchtmittel austauschen, kein Schließzylinder auswechseln, keinen Fernseher mehr anschließen und am besten kein Konfetti mehr zu Silvester werfen, könnte ja jemand ausrutschen drauf!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Darmstadt
    Beruf
    Student
    Beiträge
    113
    Ok alles klar. Dann schonmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Darmstadt
    Beruf
    Student
    Beiträge
    113
    Zitat Zitat von SteveMartok Beitrag anzeigen
    Finde ich auch etwas überzogen, diese Darstellungen.
    Ich weiß nicht, wo das Problem sein soll, ne Armatur mit zwei Flexschläuchen an zwei Eckventile anzuschrauben? Passiert zig Tausend Mal am Tag, überall schraubt sich jemand nen neuen Wasserhahn, einen neuen Duschkopf oder ne neue Waschmaschine an.
    Und bei neuen Armaturen, wo soll da eine Verkeimung herkommen? Jede Aldi-Billig-Armatur ist hygienisch besser dran als die Wiener von der Wursttheke im Supermarkt.
    Ich wüsste nicht, wie durch den bloßen Anbau einer Armatur eine Bakterienkultur entstehen sol, die andere Hausbewohner so schädigt, dass ich wegen Körperverletzung im Knast lande oder zu hohen Geldstrafen und Schadenersatz verdonnert werde.
    Ich habe jedenfalls noch nie derartiges gehört und es erschließt sich mir als reell denkender Mensch auch in keinster Weise!
    Letzten Endes geht es ja nun, wenn man so einiges liest und hört, langsam in die Richtung, das man gar nichts mehr selber machen darf, kein Leuchtmittel austauschen, kein Schließzylinder auswechseln, keinen Fernseher mehr anschließen und am besten kein Konfetti mehr zu Silvester werfen, könnte ja jemand ausrutschen drauf!
    Seh ich ähnlich. Aber rechtlich hast du da halt leider keine Chance. Leitungen oder so würde ich ja auch nie anfassen. Aber rein rechtlich dürfte ich dann ja nichtmal ein Perlator wechseln.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von saarplaner
    Registriert seit
    10.2008
    Ort
    Saarland
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Benutzertitelzusatz
    Ich distanziere mich von der eingeblend. Werbung!
    Beiträge
    1,821
    Zitat Zitat von SteveMartok Beitrag anzeigen
    Finde ich auch etwas überzogen, diese Darstellungen.
    Schön für dich, dass du das überzogen findest.

    Die Realität sieht aber anders aus.

    Ich empfehle den Besuch entsprechender Fachseminare, dann reden wir weiter.

    Die Trinkwasserverordnung bietet noch ganz anderen Sprengstoff.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Ein ziemlich heißes Thema.

    Grundlage ist die AVBWasserV. Dort steht unter §12

    § 12 Kundenanlage
    (1) Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der Anlage hinter dem Hausanschluß, mit Ausnahme der Meßeinrichtungen des Wasserversorgungsunternehmens ist der Anschlußnehmer verantwortlich. Hat er die Anlage oder Anlagenteile einem Dritten vermietet oder sonst zur Benutzung überlassen, so ist er neben diesem verantwortlich.
    (2) Die Anlage darf nur unter Beachtung der Vorschriften dieser Verordnung und anderer gesetzlicher oder behördlicher Bestimmungen sowie nach den anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geändert und unterhalten werden. Die Errichtung der Anlage und wesentliche Veränderungen dürfen nur durch das Wasserversorgungsunternehmen oder ein in ein Installateurverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragenes Installationsunternehmen erfolgen. Das Wasserversorgungsunternehmen ist berechtigt, die Ausführung der Arbeiten zu überwachen.
    In den TAB der Versorger wird das oft noch verschärft indem das Wort "wesentliche" entfernt wird. Da steht dann beispielsweise:

    Arbeiten an Wasser-Installationsanlagen dürfen nur durch Fachbetriebe, die in das Installateurverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragen sind, ausgeführt
    werden.
    So weit die Theorie an der sich im Schadensfall ein Versicherer oder Richter orientieren wird.

    Gängige Praxis ist, dass man zwischen wesentlichen und unwesentlichen Veränderungen unterscheidet. Das birgt odentlich Streitpotential in sich, denn jeder hat hierzu eine etwas andere Meinung. So wird der Austausch einer Entnahmearmatur nicht mehr als "unwesentlich" betrachtet, wird diese jedoch durch eine baugleiche Armatur ersetzt, dann fällt das eher unter "unwesentlich. Man unterstellt dann einfach, dass die ursprüngliche Armatur ja alle Anforderungen eingehalten hat, und durch den Austausch keine wesentliche Veränderung der Installation erfolgt, da die neue "baugleiche" Armatur die gleichen Anforderungen erfüllt.

    Es versteht sich von selbst, dass der Betreiber der Anlage für den ordnungsgmäßgen Betrieb verantwortlich ist. Sollte es durch so eine Austausch zu einem Schaden kommen, dann kann er sich nicht mehr darauf berufen, dass die Anlage gem. Inbetriebsetzungsanzeige, vom damaligen Fachbetrieb unterschrieben, ja in Ordnung sein muss. Deswegen sollte man sehr genau wissen was man da macht. Damit einem so eine Aktion später nicht nachteilig ausgelegt wird, sollte man genau darauf achten, was man da einbaut und vor allen Dingen wie man das einbaut.

    In einem MFH sollte man besonders vorsichtig sein, denn man ist ja weder Eigentümer noch Betreiber der Anlage.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    12.2010
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    Software-Entwickler
    Beiträge
    3,936
    Wie verhält es sich dann mit Spül- und Waschmaschine? Darf ich die selbst anschließen oder muss das auch ein Klempner machen, der sich dann weigern kann, fremde Geräte anzuschließen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    03.2009
    Ort
    Sarstedt
    Beruf
    Fachinformatiker
    Beiträge
    2,847
    Wieviele Leute braucht man um eine Waschmaschine anzuschließen.
    Min. zwei Leute von der Sanitär Firma, der eine hält den Schlauch und der andere versucht ganz vorsichtig ohne Bakterien der Schlauch anzuschließen.
    Dann noch min. ein Planer der alles plant und überwacht. Wenn es ein GÜ ist dann muss dringend ein Bausachverständiger für Heizung/Sanitär beauftag werden.
    Un zum Schluss den Bauherrn, der alles überwacht, min 3 Formulare unterschreiben muss und die verantwortung am Ende sowieso trägt.

    Also warum nicht gleich selber machen, dann weiß man wenigsten das es richtig war.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    SteveMartok
    Gast
    Wir reden hier immer noch von einem ,,Wasserhahn"! Hier wird nicht die Installation umgebaut oder sonst was.
    Das die Trinkwasserverordnung ordentlich Sprengstoff liefert, kann ich mir gut vorstellen, aber Leute...wie gesagt, es geht um einen simplen Wasserhahn, der mit zwei handfest angezogenden Gewinden angeschlossen wird. Hier gibt es ja auch keine Verkeimung durch evtl. Rückfluss, wie es theoretisch bei Waschmaschinen etc. auftreten könnte.
    Und dazu soll ja jede Anlage mit einem Rückfluss-Verhinderer ausgestattet sein und davon gehe ich bei der Neubau-Installation des TE mal stark aus.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen