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Abwassser-Kunststoffrohr durch Säulenfundament legen?

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  1. #1

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    Frage Abwassser-Kunststoffrohr durch Säulenfundament legen?

    Habe hier im Ausland (Peru) ein Problemchen mit einer tragenden Ecksäule eines 3-stöckigen Hauses:

    Der Verlauf der Abwasserleitung (Kunststoff-Rohr mit ca. 160mm Durchmesser) ist leider so XXXdumm (!) verlegt, dass er DURCH den Fuss/das Fundament der Ecksäule laufen müsste. Der Verlauf kann nicht geändert werden.

    Der Säulenfuss hat eine Gründungstiefe von ca. 1,20m und eine Grundfläche von ca. 1,8 m2

    Die Baustahlbewehrung des Fusses ist als geschlossener "Korb" ausgeführt (ich weiss nicht, ob das in Deutsch die richtige Termiologie ist, aber ich denke, Ihr wisst, was ich meine).
    Vom Prinzip her sähe es etwa so aus:



    Mein Bauch (und nur von dem kann ich leider reden) sagt mir, dass das von der Stabilität des Säulenfusses her kein Problem sein sollte.

    Was aber ist mit dem Abwasserrohr, wenn sich der Fuss leicht setzt?
    Wird das Ding reissen/brechen?

    Ich weiss, dass das keine "orthodoxe" Lösung ist...aber was meint Ihr?
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  2. Abwassser-Kunststoffrohr durch Säulenfundament legen?

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  3. #2

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    ohje das sieht gar nicht gut aus!

    Was spricht dagegen es durch eine "Rohr im Rohr" Lösung zu ersetzen? Also das Rohr im Beton etwas größer nehmen (eventuell aus Metal dann?) und das Abwasserrohr durch dieses Rohr hindurch lassen, so daß der Beton nicht direkt darauf lastet?
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  4. #3
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    Aus welchem Rohrmaterial soll das gebaut werden ?
    Um welche Größenordnung "Setzung" reden wir hier ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Aus welchem Rohrmaterial soll das gebaut werden ?
    Um welche Größenordnung "Setzung" reden wir hier ?
    Die Größenordnung der Setzung ist eher unbekannt.... außerdem: starkes ERDBEBENGEBIET! (6.0 und aufwärts alle paar Monate).
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  6. #5
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    Das Rohr im Beton ist kein Problem (solange der Beton damit keins hat, sprich Betondeckung, Bewehrung etc).
    Das *Problem* liegt am Ein- und Austritt des Rohres aus dem Säulenfuß.

    Bei entsprechenden Gebäudebewegungen muss hier entweder mit einer Deformation oder einem Abscheren der Rohrleitung gerechnet werden. Entweder wird die Rohrleitung in die Gebäudestruktur komplett eingebunden (z.B. als Voute) oder es ist an jedem Ein- und Austrittspunkt eine Anbindekonstruktion herzustellen die 1 bis 2 cm (mehr ist da meistens nicht drin vom Gefälle) Bewegung *verträgt*. Biegeschenkel, Drehpunkte und irgendwelche Dialations- und Gelenkskonstruktionen mit Mantelrohren verträgts meistens nur 1x pro Gebäude. Pro Stütze wirds da übel.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Das Rohr im Beton ist kein Problem (solange der Beton damit keins hat, sprich Betondeckung, Bewehrung etc).
    Das *Problem* liegt am Ein- und Austritt des Rohres aus dem Säulenfuß.

    Bei entsprechenden Gebäudebewegungen muss hier entweder mit einer Deformation oder einem Abscheren der Rohrleitung gerechnet werden. Entweder wird die Rohrleitung in die Gebäudestruktur komplett eingebunden (z.B. als Voute) oder es ist an jedem Ein- und Austrittspunkt eine Anbindekonstruktion herzustellen die 1 bis 2 cm (mehr ist da meistens nicht drin vom Gefälle) Bewegung *verträgt*. Biegeschenkel, Drehpunkte und irgendwelche Dialations- und Gelenkskonstruktionen mit Mantelrohren verträgts meistens nur 1x pro Gebäude. Pro Stütze wirds da übel.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Hallo Achim,
    das sehe ich genauso.
    Die Idee war daher, das Kunststoff-Rohr (dürfte PVC sein) mit ca. 1 bis 1,5cm Neopren o.ä, also einem elastischen Material, zu ummanteln und so einzubetonieren, um ein abscheren zu verhindern. Ferner könnte der Austrittsbereich des Rohres noch weiter verstärkt werden, indem man mehrere Schalen aufgeschnittenes Rohr darüberklebt.
    Das ist natürlich alles keine besonders schöne Lösung, aber... Peru ist im Bauwesen ohnehin die reinste Improvisation...

    Nebenbei:
    Zwar haben wir hier in Peru Erdbeben, doch bewegt sich dann eher das gesamte Haus plus Erdmasse gemeinsam. Relativbewegungen zwischen Haus und Erdboden sind nicht so stark, da wir einen relativ steinigen/felsigen Untergrund haben.
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  8. #7
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    PS:

    Was haltet Ihr von folgender Alternative, die vielleicht funktionieren könnte:

    Den Säulenfuss auf der Oberseite um ca. 20 - 25 cm abstufen, so dass dass das Abwasserrohr (ROT), welches vom Haus kommt und an das Haupt-Abwasserrohr (ORANGE) anzuschliessen ist, abgewinkelt und oberhalb des Fusses geführt werden kann.

    Zum Anschluss an das Haupt-Abwasserrohr müsste dann aber eine Fall-Stufe eingebaut werden, am besten wohl mit Inspektionsschacht.

    Diese 20 - 25 cm könnte ich unter Umständen noch herausschinden.

    Siehe Skizze anbei

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  10. #8
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    Bei PVC-Rohr mit Steckmuffenverbindung geben die Muffen die Beweglichkeit nicht her.
    Selbst wenn ne Dehnfugenkonstruktion baust ähnlich wie z.B hier, Seite 74 dargestellt hat das Rohr bzw. die Verbindung die notwendige Beweglichkeit noch nicht.

    Also brauchst ca. 500 mm Rohr das beidseitig ne flexible Verbindung ähnlich des Multiquickverbinders oder Anschlussstück E (Seite 48) mit nem dicken Rollring der axiale Bewegungen in alle Richtungen zulässt. (Ähnliche Formstücke gibts auch im PVC-Programm ... obs das allerdings dort gibt ---> ? )
    Anordnung am Austritt ähnlich Darstellung auf Seite 39 unten.


    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #9
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    Von der Lage her ist das Rohr für das Fundament eher unkritisch.
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