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Thema: Risse...

  1. #1

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    Risse...

    Ich habe ein Haus besichtigt (Im Herbst), dass ein Kunde kaufen wollte.
    Tapete dran, Deckenschubrisse erkennbar, keine weiteren Risse sichtbar.
    Jetzt - nach Tapetenentfernung - kommen an einigen Wänden waagerechte Risse zum Vorschein + 1 senkrechter Riss.
    Zwei Bilder derselben Wand hänge ich an.
    Die Löcher sind Dübellöcher von Regalen. Im Bereich des senkrechten Riss bindet eine Querwand an/ein und die Wandstärke wechselt von 11,5 auf 24.
    Die waagerechten Risse treten an mehreren Wänden auf, immer ohne Höhenversatz, an Aussen wie Innenwänden. Aussen WDVS, deswegen kann man von aussen nichts sehen. Alle Wände Poroton mit Gipsputz.
    Im B-Plan waren Anforderungen an die BoPla wg Bergsenkungsgebiet gestellt. Ob diese eingehalten worden sind, kann nicht nachgewiesen werden - ohne Boschhammer.
    Wäre für Ideen dankbar, was hier Rissursache sein könnte
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  2. Risse...

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  3. #2

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    Senkrechter Riß..

    eventuell wegen Wechsel der 24er auf 11,5 Wand ohne Mauerverbund?
    Jetzt müßte man Mauerwerk wie ein Foto röntgen können, vielleicht erfindet jemand mal so ein Gerät
    Der Riß kann doch so nicht bleiben, was spricht dann dagegen, dort genauer zu schauen, sprich so 1-2 cm längs aufbrickeln?
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  4. #3

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    Mööönsch Ralf

    Baujahr? Außenwand? Mörtel LM 21?

    LM21 bei Außenwand zuwenig Scher und Haftzugfestigkeit.
    Beim LM36 früher trat das auch abundan mal aus.
    Jeweils verstärkt wenn Mauerwerk in der nassen Jahreszeit erstellt.

    Waagerechte Risse können noch vom Deckenschub herrühren. bis 2te oder dritte Reihe unter Decke durchaus nicht unüblich.

    Senkrechter Riss könnte z.B. durch Schwindverkürzung im Mauerwerk bei der Austrocknung des Haus entstanden sein, allerdings, wo steht die erwähnte aussteifende Wand? Mauerwerksdicke, was für Poroton? ist doch Außenwand, oder falsch gelesen?

    Mauerwerk - Risse vermeiden und instandsetzen

    Peter Schubert
    2004, 104 S., zahlr., teilw. farb. Abb. und Tab., Gebunden
    ISBN 3-8167-6434-7 | Fraunhofer IRB Verlag
    EUR 27,– [

    Gewerk Mauerwerksbau
    Richtig ausführen - Fehler vermeiden
    Helmut Bruckner
    2002, 226 S., 197, teilw. farb. Abb., 5 Tab., Gebunden
    ISBN 3-8167-4745-0 | Fraunhofer IRB Verlag
    EUR 47,–

    www.IRBBuch.de

    MfG vom Nutzer mit angelesenem Halbwissen;-)
    Geändert von MichaelG (09.02.2006 um 14:56 Uhr) Grund: die Hälfte vergessen
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  5. #4
    Themenstarter

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    Möööönsch Michael


    Wat weiss den ich? :Roll
    Bj 1998 - 2000 - so in dem Dreh
    Poroton-Güte und Mörtel ????? Noch kein Loch nicht gemacht nicht. Kunde ist Käufer - alte Unterlagen sind dürftig.
    Der senkrechte Riss ist nicht so sehr mein Problem. Da geh ich auch von mangelhafter Ver-/Einbindung aus.
    Die waagerechten Rissen sind sowohl an Innen- wie an Aussenwänden.
    MfG
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  6. #5

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    Noch was

    der vertikale Riss im Bereich der "Schwächung" wie Harald fragt, Empfehlung aus der "Schadensanalyseliteratur"

    1. Dehnfuge einplanen/einbauen (in der Praxis halt unüblich
    2. Evtl kann durch eine Lagerfugenbewehrung die Rissbreite beschränkt werden.

    Bisher hat halt alles die Tapete "gefangen"


    Waagerechte Risse an nichttragenden inneren Wänden:

    Deckendurchbiegung unten/oben zu groß

    Vermeidungsempfehlungen:Trennlage am Fußpunkt(Bitumenpappe)
    Ausbildung Trennwand als selbsttragendes Bauteil z.B. bewehrtes Mauerwerk
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  7. #6

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    98er Jahrgang

    Hmm

    Poroton aber in Verbindung mit WDVS? Würde bei dem Jahrgang für LM21 sprechen, wenn Poroton so als T16 oder TE19 oder wie die hießen.

    Für die Stuckies waren das alles schlechte Jahrgänge...

    MfG Michael
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Bitte nicht gleich hauen ...

    ... aber meine Empfehlung hierzu wäre: Risse schließen und wieder tapezieren.

    Die Risse sehen auf den Fotos nicht so aus, als würden sie die Standsicherheit gefährden. Ich vermute stark, dass sie sich so nach und nach unter der Tapete gebildet haben, verursacht durch eine nicht mehr nachvollziehbare Kombination aus unterschiedlicher Materialaustrocknung.

    Nach meiner Erfahrung kommen die Risse nach einer fachgerechten Sanierung nie mehr wieder.

    Freundliche Grüße . Volker
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  9. #8

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    Roman schreib

    waagerechte Risse an tragenden innenwänden:

    zu starke Schwindverkürzung in vertikaler Richtung

    Ursache (kurzgefasst) unterschiedliche Rohdichten tragender und nichttragender Innenwände.

    Vermeidung(jaja logisch zu spät):

    Abgetippt 1: Keine "benachbarten" tragenden Wände aus stärker schwindenden bzw. sogar chemich quellendem Mauerwerk; tragende Innenwände möglichst aus mauerwerk mit gleichem Verformungsverhalten (homogenes mauerwerk)

    2. Bei der benachbarten anordnung von nichttragenden und tragenden wänden unbedingt darauf achten, dass zwischen oberem Ende der nichttragenden Wand und der darüber liegenden Geschossdecke-wie das die sachgerechte Ausführung vorsieht- eine verformungsfähige Zwischenschicht angeordnet ist.

    Instandsetzung, wenn Schwinden und Kriechen (und das Ursache is) abgeschlossen durch kraftschlüssiges Schließen der Risse.
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  10. #9

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    Weiteres

    waagerechte Risse:

    zu dicke Lagerfugen -->> stärkere Schwindverkürzung-->> Risse entlang Lagerfuge

    zu feuchtes Mauerwerk vorm Verputzen. Auswirkungen und Folge wie oben

    Und natürlich is (nicht) der Stuckie schuld
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  11. #10
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    Ich werde hier jetzt nicht meine Fachbücher abtippen – oder lange Reden schwingen.
    BJ 1998 – da kommt nichts mehr, was sich nicht zu einer unbeabsichtigten Dehnfuge ausgebildet hat.
    Wenn die Risse Tatsächlich so fein, wie diese auf den Fotos erscheinen, stimme ich @Volker hier zu. Eventuell noch ein dünnes Seidengewebe aufspachteln um die thermischen Längenänderungen ein wenig zu kaschieren und gut ist.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    horiz. risse aus schwindverkürzung der decke - die hat´s a bissl vom mw-lager ziehen wollen, das mw hat sich gewehrt - und musste nachgeben.
    ad acta
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  13. #12
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    Knapp unter der Decke...

    hätt ich auch auf Deckenschubriss getippt. Die gibts ja AUCH NOCH.
    Zum Teil sogar oberhalb der waagerechten Risse.
    Deswegen mein Grübel.
    Und Angst, dass da was einkracht, hab ich nicht.
    MfG
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  14. #13
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    Resultierende Deckenschub + exzentrische Lasteinleitung der Decke = Verwölbung der Wand im mittlerem Drittel der Wandhöhe = waagerechte Risse an der schwächsten Stelle.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Vertikaler Riß

    vielleicht auch, das im Bereich der dahinter anbindenden Wand und dem Wechsel der Wand auf dem Foto die Decke auf der Tragwand aufliegt und auf der daneben liegenden 11,5 Wand nicht. Verschiedene Lastabtragung längs dieser Wand ergibt=Riß
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  17. #15
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Liebe Kollegen ...

    ... lasst´s doch gut sein. Die Risse sind da - woher auch immer sie kommen.

    Zumachen - aber richtig! - und gut iss!

    Freundliche Grüße . Volker
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