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Kehlbalken-Befestigung korrekt ausgeführt?

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  1. #1

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    Kehlbalken-Befestigung korrekt ausgeführt?

    Kurz vorm Frost wird unser neues Einfamilienhaus noch dicht gemacht.

    Aber irgendwie traue ich der Dachkonstruktion nicht. Die Kehlbalken sind ausschließlich mit Nagelverbindern an Sparren und Pfetten befestigt. Meine Erwartung war, dass die Kehlbalken irgendwie mit Bolzen z.B. an den Sparren befestigt werden (ähnlich Zange).

    Konstruktionsweise: Pfettendach. Bei einem Pfettendach sind die Kehlbalken ja statisch nicht unbedingt notwendig. Trotzdem müssen sie ihr eigenes Gewicht, Decke, Dämmung, mein Gerümpel und mich auf dem Spitzboden halten.

    Ist das eine übliche Vorgehensweise? Die ganze Gewichtsbelastung wird doch nur von Nägeln gehalten, die wiederum nur auf Scherung beansprucht werden!

    20141207-1552-4721.jpg
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  2. Kehlbalken-Befestigung korrekt ausgeführt?

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  3. #2

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    Für den Dachstuhl gibts eine Statik, da steht alles drin!

    Grundsätzlich kann man das bei nicht ausgebauten Spitzböden schon machen, obs bei Dir geht = ?
    Ich hätte eher Zweifel an der Anzahl der Nägel!
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ich hätte eher Zweifel an der Anzahl der Nägel!
    Ich ebenfalls!
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  5. #4

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    sieht nicht vertrauenserweckend aus! was sagt der eigene bauleiter dazu?
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  6. #5

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    Wenn der Spitzboden im First eine lichte Höhe von 1,80 überschreitet, sind 2,0 kN/m² Verkehrslast anzusetzen! So wie fotografiert, wird das nix!

    Stell mal ein Foto mit Gesamtübersicht und den Gebäudeschnitt ein.
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  7. #6
    SteveMartok
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    Ich kenns mit Nagelplatten, aber die sind dann fast so breit wie die Balken selber. Was da zu sehen ist, sieht mehr nach Lochplatte mit ein paar Nägeln aus.
    Und so wie die rechte Verbindung aussieht, sind da nicht mal eine Handvoll Nägel drin???
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  8. #7

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    Nagelplatten sind nichts für die Baustelle, sondern müssen maschinell eingepresst werden.

    Die Nägel in den Lochplatten reichen sowieso nicht aus. Viel spannender finde ich aber, wie die Lasten hier spazieren geführt werden sollen. Von den Kehlriegeln in die Sparren und von dort in die Mittelpfetten - das sieht abenteuerlich aus. Wenn dann evtl. die Kehlriegellebene noch zur Aussteifung herangezogen werden soll, wird es ganz spannend.

    Aber warten wir mal den TE ab.
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  9. #8
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    Erst mal vielen Dank für die Antworten.

    Der Bauleiter meint, so würde er das immer machen und das hält 150kg pro m². Das wäre in der Statik so berechnet und dafür gebe es spezielle „Nagelbilder“.

    Mittlerweile habe ich auch einen Auszug aus der Statik-Berechnung bekommen. Die Seiten sehen mir aber irgendwie zusammenkopiert aus (z.B. unterschiedliche Schriftarten). Und die die Schlussfolgerung („Die Kehlbalken werden an der Mittelpfette mit zwei Sparrenpfettenanker Typ 170 und 4 x 4 CNAKammnägel 4.0x40 verbunden“; Seite 2 unten) kommt so aus dem Nichts. Ich weiß, das klingt jetzt heftig nach Verschwörungstheorie...

    Sieht dieser Auszug aus der Statik für Euch normal aus?

    Ich bin am überlegen, ob ich eine Bauüberwachung beauftrage und das wäre jetzt der Aufhänger...

    Statik: Statik1.jpg Statik2.jpg Statik3.jpg Statik4.jpg Statik5.jpg

    Schnitt:haus-schnitt.jpg
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  10. #9

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    lass das prüfen und installier eine eigene Überwachung.
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  11. #10

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    in deiner statik sind die verbinder eingestellt, ich fürchte, dass der tragwerksplaner die anzahl und abmessungen der nägel nicht ausgewiesen hat.

    schau noch einmal nach, ob auf den seiten nach den verbindern etwas beschrieben ist: gewählt xx nägel mit y,y/zz mm pro verbinder typ ....... oder so ähnlich. wenn das nicht beschrieben ist, nachbessern lassen, sowohl auf dem papier als auch vor ort!

    eigenen sachverstand solltest du dir auf jeden fall zulegen.
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  12. #11

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    Wieso - er hat doch den Auszug aus der Herstellerseite beigefügt, in der die Anzahl der Nägel und der Ankertypen mit der Last erkennbar ist.
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  13. #12

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    hallo
    wenn das dach, wie im schnitt dargestellt, ohne firstpfette ausgeführt ist, können an die kehlbalkenlage schon zusätzliche statische anforderungen gestellt sein. z.b. aussteifungsfunktion bzw. aufnahme der sparren längskräfte. dann sind die anker nicht ausreichend. näheres sagt normalerweise die berechnung.
    d.h. wenn die sparrenlängskräfte nicht in der kehlbalkenebene angeschlossen und über diese in die pfetten eingeleitet werden, dann muss der fusspunkt/fusspfette/ringanker diese kräfte aufnehmen.
    ein normaler satteleinschnitt mit einem sparrennagel ( alles konstruktiv) reicht dazu nicht aus.

    gruss aus de pfalz
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Wieso - er hat doch den Auszug aus der Herstellerseite beigefügt, in der die Anzahl der Nägel und der Ankertypen mit der Last erkennbar ist.
    ..... und die weiteren festlegungen werden der baustelle überlassen!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    und der Ankertypen mit der Last erkennbar ist.
    hallo
    und wo ist die lastermittlung für das statische system ?????

    gruss aus de pfalz
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  17. #15
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    Was ich jetzt hier mitgenommen habe: Vielleicht (!) funktioniert es, aber die Meisten haben bei dieser Befestigung ein ungutes Gefühl. Und die 5 Seiten Auszug aus Statik werfen nur neue Fragen auf.

    Das Ganze wird jetzt eine Baubetreuung klären. Die Verträge hatte ich eh schon rumliegen und vorhin habe ich alles rausgeschickt.

    Sobald ich eine Einschätzung vom Sachverständigen habe, werde ich die posten. Aber das wird wohl erst im nächsten Jahr...

    Vielen Dank.
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