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Auf KfW 70 verzichten und 42,5cm Blähton

Diskutiere Auf KfW 70 verzichten und 42,5cm Blähton im Forum Mauerwerk auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Auf KfW 70 verzichten und 42,5cm Blähton

    Hallo,

    nach langem hin und her habe ich ein Unternehmen gefunden, das einen guten Eindruck macht und das Bauchgefühl stimmt. Dieses Unternehmen würde mein Haus in 42,5cm starkem Blähton herstellen ohne Dämmung U-Wert ca. 0,28. KfW 70 schafft man damit nicht, nur mit hohen Investitionen in Technik. Mir gefällt dieser Wandaufbau und alles was ich über Blähton gelesen haben ist durchweg positiv. Was meint ihr zu dieser Massivbauweise? Der Preis passt auch. Ist sogar etwas günstiger als Holzrahmen oder Poroton etc. Bei den anderen Bauweisen hätte ich allerdings KfW 70 und somit den günstigen Kredit was das wieder weg macht. Allerdings werden die Heizkosten etwas höher sein. Würde mich über alle Kommentare und Meinungen freuen.

    Gruß,
    Bickendorfer
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  2. Auf KfW 70 verzichten und 42,5cm Blähton

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  3. #2

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    Ein U-Wert der Wand von 0,28W/m2K ist heutzutage sicherlich nicht mehr zeitgemäß. Andererseits ist es allein Deine Entscheidung, denn so lange die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, darfst Du auch gerne mal auf Dein Bauchgefühl hören. Wenn Du mit der "Wand" zufrieden bist, warum dann nicht?

    Wie sich das auf die Heizkosten auswirken wird, das könnte man im Vorfeld abschätzen. Dazu bräuchte man aber mehr Infos zum Haus (Heizlast, Fassadenfläche, Wärmeerzeuger etc.).
    Rechne mal mit 8-10kWh p.a. pro m2 Wandfläche bei einer U-Wert Verbesserung von 0,1W/m2K. Sagen wir mal ein U-Wert von 0,18W/m2K anstatt 0,28W/m2K, und 150m2 Fassadenfläche, dann wären das max. 1.500kWh Einsparpotenzial pro Jahr, oder ganz grob 100,-€ pro Jahr.

    Selbstverständlich wird Deine Variante beim Invest günstiger, aber für einen echten Vergleich müsstest Du Deine 42,5cm Wand mit einer 30cm T8 Wand o.ä. vergleichen, die hätte den gleichen U-Wert. Erfahrungsgemäß sind die Unterschiede nicht mehr so groß wenn man ein vergleichbares Ergebnis erzielen möchte.

    Ich persönlich finde es nicht so prickelnd wenn man eine Wand > 45cm hat die "nur" einen U-Wert an der Grenze des Erlaubten aufweist. Aber das ist auch Geschmackssache. Ein schlanker Wandaufbau hat auch seinen Charme, und auf den würde ich nur verzichten wollen, wenn ich im Gegenzug einen entsprechenden Mehrwert, sprich hohe Wärmedämmung, bekomme.

    und alles was ich über Blähton gelesen haben ist durchweg positiv.
    Dann ist ja alles in bester Ordnung. Du musst davon überzeugt sein, und für irgendwas müssen die bunten Prospekte auch gut sein.
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  4. #3
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    Ja sicher sind 0,28 nicht mehr Zeitgemäß. Heizwärmebedarf sind ca. 8531 kWh/a. Bei 0,18 sind es 5996kWh/a beides ohne KWL gerechnet. Mit KWL entsprechend weniger ca. 3000 zu 1500kwh/a. Geheitzt wird mit Luft/Wasser Wärmepumpe oder Pelletes. Gasanschluss gibt es nicht. Erdwärmebohrung ist nicht erlaubt und für Sole ist das Grundstück zu klein. Bei Blähton Fertigelementen hat man weniger Wärmebrückenzuschlag, dadurch dass es sich um Fertigwände handelt.

    In mag einfach den Hitzeschutz, die Wärmespeicherung und dass ich komplett ohne Dämmung arbeiten kann. Klar kann man auch bei Poroton oder Porenbeton ohne Dämmung arbeiten. Es ist ein hin und her, aber dadurch, dass ich mal in einer alten Villa mit 80cm Vollziegel gewohnt habe, kenne ich die Vorteile von so dicken Wänden. Würde mich freuen wenn ein Blähtonhaus Bewohner von Erfahrungen berichtet.
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  5. #4

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    Hast PN, für einen Blähton-Stein...
    Ich wohn in so einer Hütte - gerne auch per PN.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Bickendorfer Beitrag anzeigen
    Es ist ein hin und her, aber dadurch, dass ich mal in einer alten Villa mit 80cm Vollziegel gewohnt habe, kenne ich die Vorteile von so dicken Wänden. .
    Da steckt auch viel Psychologie dahinter. Ich habe früher mal in einem Sandsteinbau mit dicken Wänden gewohnt, und wenn ich ehrlich sein soll, dann kann ich mich an keine Vorteile erinnern. Das Haus stand an einer vielbefahrenen Straße, vielleicht war der Schallschutz etwas besser, aber wenn ein LWK vorbei fuhr haben sowieso die ganzen Fenster "gewackelt". Im Winter hat man ständig gegen die kalten Wünde angeheizt, glücklicherweise war Heizöl damals noch billig, und im Sommer war es immer klamm in der Bude, bis hin zu feuchten Wänden wenn die Fenster mal längere Zeit offen standen. Da braucht´s schon viel Enthusiasmus um daraus noch Vorteile ableiten zu können.

    Nebenbei bemerkt ist eine 42cm Blähtonwand in keinster Weise mit solchen Wänden aus dem Mittelalter vergleichbar.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von andreas2906 Beitrag anzeigen
    Hast PN, für einen Blähton-Stein...
    Ich wohn in so einer Hütte - gerne auch per PN.
    Mich würde Hersteller und der Typ auch interessieren! Auch den von Bickendorfer.

    Lohnt sich das wirklich einen 42,5 er Stein zu nehmen anstatt einem 36,5 mit gleichem U Wert und Eigenschaften? Da verliert man doch einiges an Wohnraum was den höheren Preis meiner Meinung wieder relativieren kann.
    0,28 ist doch für enen 36,5er heutzutage kein Problem mehr, oder? Da gibt es ja schon welche als 30er ohne zusätzliche Dämmung.
    Aber ... keine Ahnung was für Kosten entstehen für den Putz den man dann braucht um diese U Werte zu erreichen!? Sowas wie "innen 15mm Gips-Leichtputz λR = 0,35 W/mK, außen mit 20 mm mineralischen Faser-Leichtputz λR = 0,31".
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  8. #7
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    Hallo Micki,

    der Anbieter bietet auch 20cm Blähton und 14 EPS Dämmung an. Kostet dann ein paar tausend Euro weniger und der U-Wert ist dann bei ca. 0,18. Ja 0,28 ist für Porotonziegel sowie Gasbeton bei 36,5cm kein Problem mehr. Mich reizt es nur ein Haus ohne Dämmung zu bauen, da ich diesem Styropor Dämmungen sehr kritisch gegenüberstehe. Innen wird nur gespachtelt und dann Tapeziert, da Blähtonwände sehr genau und glatt gefertigt werden. Außen wird ganz normal verputzt.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Bickendorfer Beitrag anzeigen
    Ja 0,28 ist für Porotonziegel sowie Gasbeton bei 36,5cm kein Problem mehr. Mich reizt es nur ein Haus ohne Dämmung zu bauen, .....
    Und warum dann nicht PB oder Ziegel mit entsprechendem U-Wert? Dafür braucht man doch auch kein WDVS.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Micki77 Beitrag anzeigen
    Mich würde Hersteller und der Typ auch interessieren! Auch den von Bickendorfer.

    Lohnt sich das wirklich einen 42,5 er Stein zu nehmen anstatt einem 36,5 mit gleichem U Wert und Eigenschaften? Da verliert man doch einiges an Wohnraum was den höheren Preis meiner Meinung wieder relativieren kann.
    0,28 ist doch für enen 36,5er heutzutage kein Problem mehr, oder? Da gibt es ja schon welche als 30er ohne zusätzliche Dämmung.
    Aber ... keine Ahnung was für Kosten entstehen für den Putz den man dann braucht um diese U Werte zu erreichen!? Sowas wie "innen 15mm Gips-Leichtputz λR = 0,35 W/mK, außen mit 20 mm mineralischen Faser-Leichtputz λR = 0,31".
    Ich korriegiere ... ohne zusätzliche äußere Dämmung wie WDVS. Im Stein ist natürlich mineral. Wolle was denn Preis mit Sicherheit wesentlich ansteigen lässt als bei einem 42,5er.
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  11. #10
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    Bei Gasbeton gefällt mir der Schallschutz nicht. Bei Zeigelsteinen gefällt mir das brüchige nicht. Zudem müssen diese Mauern erst trocken bevor verputzt werden kann. Die Bauzeit ist auch länger. Zudem sind sie im Rohbau ca. 10% teurer. Vielleicht hab ich auch nicht den richtigen Anbieter gefunden.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ein U-Wert der Wand von 0,28W/m2K ist heutzutage sicherlich nicht mehr zeitgemäß. Andererseits ist es allein Deine Entscheidung, denn so lange die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, darfst Du auch gerne mal auf Dein Bauchgefühl hören. Wenn Du mit der "Wand" zufrieden bist, warum dann nicht?

    Wie sich das auf die Heizkosten auswirken wird, das könnte man im Vorfeld abschätzen. Dazu bräuchte man aber mehr Infos zum Haus (Heizlast, Fassadenfläche, Wärmeerzeuger etc.).
    Rechne mal mit 8-10kWh p.a. pro m2 Wandfläche bei einer U-Wert Verbesserung von 0,1W/m2K. Sagen wir mal ein U-Wert von 0,18W/m2K anstatt 0,28W/m2K, und 150m2 Fassadenfläche, dann wären das max. 1.500kWh Einsparpotenzial pro Jahr, oder ganz grob 100,-€ pro Jahr.

    Selbstverständlich wird Deine Variante beim Invest günstiger, aber für einen echten Vergleich müsstest Du Deine 42,5cm Wand mit einer 30cm T8 Wand o.ä. vergleichen, die hätte den gleichen U-Wert. Erfahrungsgemäß sind die Unterschiede nicht mehr so groß wenn man ein vergleichbares Ergebnis erzielen möchte.

    Ich persönlich finde es nicht so prickelnd wenn man eine Wand > 45cm hat die "nur" einen U-Wert an der Grenze des Erlaubten aufweist. Aber das ist auch Geschmackssache. Ein schlanker Wandaufbau hat auch seinen Charme, und auf den würde ich nur verzichten wollen, wenn ich im Gegenzug einen entsprechenden Mehrwert, sprich hohe Wärmedämmung, bekomme.



    Dann ist ja alles in bester Ordnung. Du musst davon überzeugt sein, und für irgendwas müssen die bunten Prospekte auch gut sein.
    Was heißt denn deiner Meinung nach genau "zeitgemäß"?
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  13. #12

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    Wie sieht es denn eigentlich mit dem geplanten Heizsystem aus? Soweit ich weiß, muss man mindestens 15% unter dem Referenzgebäude sein um auf den Einsatz von regenerativen Energien verzichten zu können. Kann also sein, dass du an der Hülle ein bissl was sparst was dann aber wieder in Form von Solarzellen etc. auf dem Dach landet. Die erhöhten Heizkosten im Verhleich zu einer "echten" KfW 70 Hülle bleiben aber.
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  14. #13

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    Lass dir mal vorrechnen was Kfw70 zinsmäßig wirklich bringt. Soweit ich das verstanden habe musst du ja nach 10 Jahren refinanzieren.
    Ist natürlich abhängig welches Finanzierungskonzept du wählst. Ich würde heutzutage eher langfristig finanzieren (25 Jahre über eine Versicherung).
    Nach 10 Jahren hast du gesetzlich ja sowieso ein Sonderkündigungsrecht (auch bei Versicherungen) und die Sondertilgungen sind mit 10% doppelt so hoch wie bei vielen Bankkrediten.

    Wenn sich das gegenüber den Mehrkosten und Verpflichtungen der Kfw Bank rechnet ... bin ich gespannt auf die Argumente
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Und was muß an einem Ziegelbau mehr trocknen als an einem Blähton-Betonstein?
    Der Ziegel ist nach dem Brand trocken, der Betonstein muß aushärten und dabei Wasser abgeben.
    Dieser Vorgang ist bei Verarbeitung wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen.

    Die Ersparnis beim KFW 70 liegt nicht im Schuldendienst sondern in den nicht so hohen Heizkosten.
    Aber im Moment ist das Öl ja gerade billig.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von dimitri Beitrag anzeigen
    Wie sieht es denn eigentlich mit dem geplanten Heizsystem aus? Soweit ich weiß, muss man mindestens 15% unter dem Referenzgebäude sein um auf den Einsatz von regenerativen Energien verzichten zu können. Kann also sein, dass du an der Hülle ein bissl was sparst was dann aber wieder in Form von Solarzellen etc. auf dem Dach landet. Die erhöhten Heizkosten im Verhleich zu einer "echten" KfW 70 Hülle bleiben aber.
    Aussage des TE:

    Geheitzt wird mit Luft/Wasser Wärmepumpe oder Pelletes.
    Anforderungen an den Primärenergiebedarf vermutlich locker erfüllt, auch mit 0,28er Wand.

    Zitat Zitat von Micki77 Beitrag anzeigen
    Ich würde heutzutage eher langfristig finanzieren (25 Jahre über eine Versicherung).
    Nach 10 Jahren hast du gesetzlich ja sowieso ein Sonderkündigungsrecht (auch bei Versicherungen) und die Sondertilgungen sind mit 10% doppelt so hoch wie bei vielen Bankkrediten.
    und ich würde heutzutage so kurze wie möglich Zinsbindungen machen, am liebsten flexibel ganz ohne Bindung.
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