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  1. #1

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    EFH in Bayern - Fragen zu Detailausführungen

    Hallo,

    wir planen gerade ein EFH in Bayern. Und irgendwie gibt es ein paar Punkte, da ist unser Architekt nicht ganz von überzeugt. Unser Architekt ist sehr bemüht und erfahren, aber inzwischen unser Zweiter. Dies liegt vlt. auch daran, dass ich durch Mitlesen hier im Forum und Gespräche mit Handwerkern mir selber zahlreiches Wissen im Bereich Enev und ordentliche Bauausführung angelesen habe. Bei unserem zweiten Architekten habe ich nun aber auch das Gefühl, dass er bestimmte Punkte nicht beachtet bzw. zu stark auf den Preis schaut und evtl. zu viel einsparen möchte. Letztlich würde er auch alles so ausschreiben & zeichnen wie wir uns das wünschen, aber da wir Laien sind frage ich hier mal bzgl. einer Dritten Meinung nach.
    Ich würde Euch daher mal bitte zu den Punkten Eure Meinung kund zu tun. Würde echt helfen

    1) Das Treppenhaus-Fenster


    Im Treppenhaus haben wir ein Fenster in der Wand vorgesehen, da
    a. Ein Dachflächenfenster aus unserer Sicht teurer ist
    b. Das Dachflächenfenster schwer erreichbar wäre (>Höhe über 2,80m)
    c. Sich gerne Feuchtigkeit an dieser „Fenster-Wärmebrücke“ bildet (vor allem in der Trocknungsphase der ersten 6 Monate), wo einfach noch viel Wasser im Haus ist.
    d. Unser Fensterbauer aus dem Ort hat uns erklärt, dass man das Dachfenster wegen der besseren Luftzirkulation auch besser direkt an die Wand anbaut – steht auch so in der Broschüre von VEXXX zur Kondensat-Vermeidung.
    e. Wir jetzt schon wissen, wenn wir das putzen oder Lüften müssen, wir irgendwann vergessen werden es zu schließen und es rein regnen wird.

    Unser Architekt möchte ein Dachflächenfenster verbauen und argumentiert, dass man dies gleich als Dachausstieg für den Schornsteinfeger nehmen könnte. Nach meiner persönlichen Rücksprache mit unseren zuständigen Schornsteinfeger will der aber gar nicht durch das Haus gehen, sondern am liebsten seine Leiter von Außen dran stellen. Zudem habe ich mal geschaut bei VEXXX, ob sich da so Standard-Schwingfenster überhaupt als Ausstiegsfenster eignen. So weit ich das gesehen habe eigentlich nicht, da Dachausstiegsfenster einen gewissen Öffnungswinkel benötigen und ganz anders vom Typ her sind. Rein preislich habe ich auch argumentiert, dass das doch bestimmt doppelt so teuer ist mit dem Dachflächenfenster, was er nicht so sieht. OKK modelliertes Gelände bis OK Dachhaut liegt bei 5,42m. Ist bei 5,42m ein Dachflächenfenster nötig? Wenn Ja?
    Wo steht ab welcher Höhe dies notwendig ist?
    Dachflächenfenster oder Wandfenster ?

    2) Das Luftrohr für den Ofen
    Unser Ofen benötigt Luft von außen. Dazu würde unser Architekt auf der Betondecke im Estrich ein Kunststoffrohr vorsehen und die Trittschalldämmung in diesem Bereich reduzieren. Ich persönlich sehe da eigentlich Probleme mit der Fußbodenheizung und würde das Rohr eher in der Betondecke versenken. Die dritte Variante es über den Keller (und damit unter der Betondecke) finden wir beide nicht gut, da der Kellerraum eher wohnlicher Natur ist und dann wieder Trockebauarbeiten notwendig wären um es zu kaschieren. Die Luftleitung über den Schornstein nimmt einem eigentlich die Möglichkeit ggf. später doch mal einen raumluftunabhängigen Kamin einzusetzen und wird auch von einer Firma mit der ich telefoniert habe, die solche Kaminzüge anbietet nicht unbedingt empfohlen – zumindest wenn man bauaufsichtsrechtliche 100% Raumluftunabhängigkeit sicher stellen möchte.
    Luftrohr im Estrich oder in der Betondecke?

    3) Die Dämmung der Bodenplatte

    Die Dämmung der Bodenplatte würde er durchführen indem er letztlich eine Innendämmung auf den Beton aufbringt. Vorschlag unseres Architekten für den Aufbau ist wie folgt:
    Fliesen (15 mm)
    Zementestrich (65 mm)
    Hartschaum, EPS (20 mm)
    Hartschaum, PUR, alukaschiert (60 mm)
    Dampfbremse sd=10 (0,5 mm)
    Beton armiert (250 mm)
    2 x Folie, PE (0,2 mm)
    Leichtbeton (50 mm)

    Angeblich wird dies so in 80-90% der Fälle gemacht. Ich persönlich habe daraufhin auf Wärmebrücken bei Innenwänden hingewiesen und doch stark angezweifelt, dass tatsächlich so eine Ausführung in 80-90% der Fälle zur Anwendung kommt. Er wiederum hat dann entgegnet, dass man dort prinzipiell Dämmsteine unter dem Mauerwerk einsetzen könnte. Er diese aber aus Kostengründen nicht empfehlen würde. Ich persönlich würde bauaufsichtsrechtlich zugelassene 10-12cm XPS-Platten unter der Beton / Bodenplatte vorsehen wollen. Alternativ 20cm Schaumglasschotter. Rein preislich sind Schaumglassteine bei uns leider nicht machbar. Am meisten Schiss hätte ich bei dieser Lösung vor Setzungen bzw. Materialproblemen in 20 Jahren, da man da nie wieder drankommt. Aber dieses Hartschaum-Zeugs ist für mich eine tauwasserausbildende innenliegende Dämmung mit zahlreichen Wärmebrücken unter jeder Wand und lehne ich total ab. Für die Bestandssanierung völlig ok. Für Neubau für mich ein NoGo. Eure Meinung?
    Dämmung über oder unter Bodenplatte?

    4) Die Dämmung des Dachs
    Er würde unser Dach mittels Mineralwolle (Zwischensparrendämmung 20cm) dämmen. Ich hatte mich viel über den sogenannten sommerlichen Wärmeschutz informiert. Angeblich sei der bei einem heutigen ENEV-Haus schon wunderbar und da müsse man sich nicht durch die Hersteller verrückt machen lassen. Aus meiner Sicht wäre eigentlich das Beste mindestens eine zusätzliche 5cm dicke Aufsparrendämmung drüber zu machen z. B. mittels PavaXXX-Platten. Allerdings ist die Variante echt schon wieder ein paar tausend Euro teurer, so dass ich jetzt zu einer Zellulose-Schüttung tendieren würde, da diese noch halbwegs preislich machbar wäre und einigermaßen ökologisch eingeblasen werden kann. Die Alternative Holzfaserflocken wäre leider schon wieder bissl teurer. Rein ökologisch ist natürlich der ganze Mineralwolle-Kram abzulehnen. Hinter der Dampfsperre habe ich die Hoffnung, dass die Lungenzugänglichkeit nicht wirklich relevant wäre, aber einen sommerlichen Wärmeschutz kann ich bei Glaswolle nicht ausmachen und bei Steinwolle nur einen leicht besseren, aber immer noch weit entfernt von massiven Holzplatten oder sogar Steinen. Die Schüttungen wären ein ganz guter Kompromiss aus Ökologie, Preis (da meist Reste aus Zeitungen oder Sägewerk) und sommerlichen Wärmeschutz. Den erforderlichen U-Wert bekommt man ja mit jedem Material halbwegs hin – am besten natürlich mit Mineralwolle.
    Glaswolle oder Zellulose-Einblasung / Schüttung ?

    5) Die Lüftungsöffnungen
    Unser Architekt hat jetzt ebenfalls kurz berechnet, ob grundsätzlich eine zusätzliche mechanische Lüftung notwendig wäre um die Luftwechselrate für den Feuchteschutz einzuhalten. Demnach wäre dies bei uns nicht erforderlich. In zahlreichen Foren und von zahlreichen Baufirmen wird man dazu jedoch verunsichert. Meiner Ansicht nach ist die DIN 1946-6 weiterhin nicht Stand der Technik, auch wenn der Bundesverband der Lüftungsindustrie und zahlreiche Menschen dies predigen, da es sich ja um eine NORM handelt!
    Unabhängig davon habe ich so meine Zweifel, ob das was da so statistisch ermittelt wurde tatsächlich ausreichend wäre. Allerdings haben wir eigentlich nicht so viel Geld wieder >5 TEUR für eine Lüftung auszugeben. Dezentrale Lüfter mit Wärmerückgewinnung lohnen sich im Vergleich zu normalen Ablüftern rein von den Kosten nach meinen Berechnungen nicht. Eine zentrale Wohnraumlüftung kostet nochmals mehr. Unser Architekt würde, wenn Lüfter verbaut werden sollen zu einer dezentralen Verteilung der Lüfter tendieren, so dass Querlüftung ermöglicht werden kann. Diese würde er über das Dach nach Draußen führen. Ich persönlich würde Ablüfter ohne Wärmerückgewinnung für die Feuchträume nehmen, aber stattdessen durch die Wand. Mal unabhängig davon ob jetzt vom Lüftungskonzept eine Querlüftung erreicht wird – die lüftungstechnisch auch aus meiner Sicht besser wäre, wo würdet ihr die jeweiligen Öffnungen vorsehen? Im Dach oder in der Wand?
    Im Dach sehe ich einfach die Gefahr, dass die Dampfbremse zu stark in Mitleidenschaft gezogen wird, teilweise Luft & Wasser hinter die Dämmung bzw. durch das Lüftungsrohr kommen kann. Die Bohrung durch die Wand hingegen ist aus meiner Sicht einfach machbar und es handelt sich um kurze Wege, wo ich auch was warten oder verschließen kann bzw. mit Armacell schön noch ausbessern und dämmen kann, je nach Bedarf. Anderseits sammelt sich ggf. im Dachbereich die meiste warme und feuchte Luft?
    Lüftungsrohr durch das Dach oder durch die Wand?

    6) Die temporäre Absturzsicherung
    Wir planen ein bodentiefes Dachterrassenfenster im OG, das später einmal einen Ausgang zu einer Terrasse bilden wird. Allerdings wird diese Terrasentür noch in einer Höhe von 2,70m über dem Erdboden sein, so dass natürlich eine Absturzsicherung hermuss bis die Terrasse aus Beton / Holz erstellt sein wird.
    Wir würden jetzt eine temporäre Absturzsicherung vorsehen indem man beispielsweise 2-3 abschließbare Teleskopstäbe, die gegen Einbrecher helfen sollen innen zwischen die Wand / Fensteraussparung spannt. Eine bei 90cm – eine bei 60 cm und eine bei 30cm und die Sache ist für uns erledigt. Unser Architekt sagt, dass dies jedoch unzulässig sei. Er würde eine abschließbare Drehflügelsperre einsetzen. Ich persönlich argumentiere, aber, dass dies keine Absturzsicherung darstellt und unzureichend ist, da wir dann ja das Fenster mittels Spezialglas ausführen müssten! Hintergrund ist ja die „Bobbycar-Unfallsicherheit“, also wenn mein Sohn gegenfährt, darf das Glas nicht rausfallen.
    Die Teleskopstäbe hingegen könnten wir später auch gut zur Einbruchsicherung im Keller im Urlaub verwenden. Also bis auf Schrank vorstellen und das Fenster ggb. der Baubehörde mit einem Plakat außen oder ähnlichem verleugnen?

    Hat jemand eine Idee / Vorschlag für eine temporäre Absturzsicherung (für so ca. 6-18 Monate bzw. eigentlich nur für eine mögliche Prüfung vor der Baubehörde), die bauaufsichtsrechtlich zulässig wäre?
    Sind so 2-3 ABXX Teleskopstangen, die eigentlich ja Einbrecher vor dem Eindringen hindern sollen als Absturzsicherung tatsächlich unzulässig – auch wenn die Optik bescheiden ist?

    7) Die Abdichtung des Keller & Wahl der Lichtschächte
    Laut unserem Bodengutachten haben wir mit zeitweise aufstauendem Sickerwasser zu rechnen wo nach Teil4 abgedichtet werden soll bzw. alternativ per Drainage. Das Grundstück hat ein Gefälle von ca. 5% und es handelt sich um sehr schluffigen Boden, sogenannter Flins. Bei Aushebung des Nachbarkellers und auch während der Probebohrungen für unser Bodengutachten trat kein Grundwasser hervor.
    Unser Architekt würde jetzt eine echte Weisse Wanne mit normalen Kellerfenstern (nicht wasserdicht) und Kunststoffschächten ausführen. Ich persönlich habe bei dieser Kombi meine Zweifel. Unsere Nachbarn haben ein Bodengrundgutachten was wohl eher einen halben Betrug darstellt (Ausführung nach Teil 6 empfohlen!) und daher haben Sie einen WU-Beton mit Bitumendickbechichtung und wasserdichten Fenster mit Beton-Kellerschächten ausgeführt. Unser Architekt argumentiert, dass die Lichtschächte aus Plaste – äh sorry glasfaserverstärktem Polyester 200€ günstiger pro Stück sind. Ich habe da so meine Zweifel, ob die Setzungen des lehmigen / schluffigen Boden bei Kälte oder aufstauendem Sickerwasser dem Druck Stand halten können. Dadurch, dass letztlich nur die Bodenplatte und vlt. noch so 80cm Wand gegen Wasser geschützt werden müssen, weil der Rest eigentlich wegen dem Gefälle über die natürliche Geländeoberkante abfließen dürfte und sich daher praktisch nie etwas großartiger Natur anstauen könnte finde ich eine echte Weiße Wanne so ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen und frage mich, ob eine Bitumendickbeschichtung auf normalem WU-Beton ohne Rißbreitenbeschränkung, aber dafür mit Beton-Schächten nicht eine vernünftigere und evtl. sogar kostengünstigere Ausführung wäre?

    Wie ist denn Eure Einschätzung dazu? Ist WU-Beton mit Bitumen günstiger als echte Weiße Wanne mit 10 Jahre Garantie?

    8) Welche Heizung?
    Unser Architekt würde einen Gastank verbuddeln oder eine Außen-Luft-Wärmepumpe installieren lassen. Unsere Heizlast dürfte so bei ca. 8kW-9kW liegen (inkl. Warmwasser für 4 Personen) -16° Bemessungs-Außentemperatur.10200kWH Gesamtbedarf. Für eine Tiefenbohrung bekommen wir keine Genehmigung. Max. 10m, sonst sind wir im Tertiär drin und das wäre unzulässig laut Wasserwirtschaftsamt. Eine Pelletheizung nimmt uns für den Lagerraum zu viel Platz weg und Grundwasser konnte bis 4,4m nicht gefunden werden (Bohrabbruch – felsartige Kies und Gesteinsschichten, nach meterweise Schluff.). Eine Gasleitung ist wohl nicht in der Nähe vorhanden. Ich tendiere im Moment zu einer Innen-Luft-Wärmepumpe, die wir dann luftgeführt im kalten Winter noch über den Ofen unterstützen können, damit sie nicht so viel ackern muss bzw. sich der Heizstab und damit unsere Stromrechnung zurückhält.
    Was würdet ihr für eine Heizungsanlage verbauen?

    Und jetzt bin ich mal gespannt was geantwortet wird!
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  2. EFH in Bayern - Fragen zu Detailausführungen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    Und jetzt bin ich mal gespannt was geantwortet wird!
    In Anbetracht der Länge Deines Textes evtl. nicht sehr viel.....
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  4. #3

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    1) Das Treppenhaus-Fenster
    ICH würde ein normales fenster bevorzugen, wg. "handling"/ Zugänglichkeit. Ist aber nat. auch abhängig von der Fassade!

    2) Das Luftrohr für den Ofen
    In der Decke würde ich es auf keinen Fall machen. Irreversibel! Im EWstrich wgh. reduzierter Dämmung eher, aber auch nicht so gerne. Ich würde es via Keller machen. Man kommt jeder Zeit ran, wenn mal was sein sollte. Klar: GK-Verkleidung notwendig, wenn Wohnkeller. Na und?

    4) Die Dämmung des Dachs
    Unterdeckbahn aus Holzfaserplatten + raumseitige Zwischensparendämmung. Neben sommerl. Wärmeschutz werden die "Wärmebrücken", die die Sparren darstellen abgepuffert (Wärmebrücken bewußt in " " )

    Lüftungsrohr durch das Dach oder durch die Wand?
    Ich würde den kürzesten Weg wählen. Welcher das ist? Keine Ahnung
    Die Gefahren von Durchdringungen der Dampfbremse sind grundsätzliche natürlich berechntigt, jedoch werden immer irgendwelche Bauteile (z.B. Entlüftungsleitungen der Abwasserleitungen) da durch gehen. Muß man eben sorgfältig arbeiten (lassen).

    7) Die Abdichtung des Keller & Wahl der Lichtschächte
    Wenn WW, dann WW. WU-Beton + Abdichtung heißt, daß die Abdichtung die Abdichtung übernimmt. Bei WW ist der Beton dicht (soll es sein). Alles Andere ist Detailplanung und kann hier nichtgeklärt werden.

    7) Die Abdichtung des Keller & Wahl der Lichtschächte
    Bin selber kein ausgewiesener Freund von WP, die einem Medium die Energie entziehen sollen, wenn es davon am wenigsten hat. Eine WP ist - Zitat meines EnEV-Planers- eine Braunkohleheizung. Werden aber derzeit sehr gut und viel verkauft. Meins wäre es dennoch nicht.

    Ob Gas "die" Alternative ist? Alles Kaffeesatzleserei.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    8) Welche Heizung?
    Flüssiggas dürfte einer der teuersten Heizungsvarianten sein.
    Habt Ihr mal überlegt, das Dämmniveau zu erhöhen und den Heizwärmebedarf zu verringern? Dann sollte auch die Luftwärmepumpe kein Problem sein. Wobei durch den Kamin auch schon einiges ausgeglichen werden kann. Ist aber auch eine Frage des Komforts.

    Sommerlicher Hitzeschutz beim Dach:

    Sind alle Fenster von außen zu verschatten? Lüftungsanlage mit WRG vorhanden?
    Warme Luft steigt nun mal auf und sammelt sich daher unterm Dach. Wenn im EG die Sonne reinknallt oder warme Luft durch ein Fenster strömt, kann es im EG zwar noch angenehm sein, aber oben wird's dann schneller ungemütlich. Da nützt dir auch der beste Dachaufbau nix, wenn viel mehr Energie von unten kommt, als halt durch das Dach selbst.
    Mit einer Klimaanlage kann man da am komfortabelsten Abhilfe schaffen, auch was die Feuchte betrifft.
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  6. #5
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    @Thomas B: Vielen Dank!
    @viper:
    1) Dämmung weiter zu erhöhen produziert unverhältnissmässig hohe Kosten. Wir planen KFW 70 - was inzwischen nur noch ein Nullsummen-Spiel mit der KFW-Förderung nach ca. 10 Jahren ist oder wenn man halt mehrere Wohneinheiten hat, die man alle sehr ähnlich ausführt und so nicht so viele Wärmebrücken rechnen muss. Gibt Studien, die zeigen, dass sich Passivhaus finanziell nicht lohnt. Und gefühlsmässig ist uns dies auch zu dicht - würden wir uns wie in einer Plastiktüte fühlen. Bitte keine Passivhaus-Diskussion!
    2) Wir planen überall Rolläden. Ja!
    3) Bitte zu Lüftungsanlage mit WRG keine Diskussion. Grundsätzlich natürlich ein Aspekt beim Thema Heizlast.
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  7. #6
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    Achso...ja die Optik leidet bei dem Treppenhaus-Fenster in der Wand natürlich schon...Fassade sieht dann nicht so schön einheitlich aus - aber das wäre für uns das kleinere Übel.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    Gibt Studien, die zeigen, dass sich Passivhaus finanziell nicht lohnt.
    gibt auch Studien die zeigen daß sich Dämmung grundsätzlich nicht lohnt
    und früher haben die Menschen auch in Höhlen gewohnt, ganz ohne Dämmung - geht auch

    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    Und gefühlsmässig ist uns dies auch zu dicht - würden wir uns wie in einer Plastiktüte fühlen.
    Gefühle sind natürlich wichtig
    aber woher wisst ihr wie ihr euch fühlen würdet, und woher kennt ihr das Gefühl "wie in einer Plastiktüte" ?
    oder glaubt ihr nur daß ihr euch so fühlen würdet wenn...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    3) Bitte zu Lüftungsanlage mit WRG keine Diskussion. Grundsätzlich natürlich ein Aspekt beim Thema Heizlast.
    Auch beim Thema Sommerlicher Hitzeschutz, deshalb habe ich es ja da erwähnt.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    Gibt Studien, die zeigen, dass sich Passivhaus finanziell nicht lohnt. Und gefühlsmässig ist uns dies auch zu dicht - würden wir uns wie in einer Plastiktüte fühlen. Bitte keine Passivhaus-Diskussion!
    Ich dachte, Du liest hier schon lange mit.

    Dann solltest Du wissen, dass es
    a) keine seriösen Prognosen zum Armortisationszeitraum von Dämmungen gibt! Niemand hat nämlich die zur sicheren Vorhersage der Energiepreisentwicklung (Siehe aktuelle Bezin- und Heizöl/Dieselpreise)
    b) der Großteil des Dämminvests die dickenunabhängigen Kosten sind. Das gerüst und den Verarbeiter brauche ich bei 4 cm Dämmung genauso wie bei 40 cm, dito die weiteren äusseren Schichten
    c) Die Dämmstärke nichts, aber auch gar nichts mit luftdichter Gebäudehülle zu hat!
    Die Gebäudehülle muss bei EnEV Mindeststandard genauso luftdicht sei wie beim Passivhaus - ausser bei einer Lüftungsanlage.
    Das hat aber techn. Gründe und keine, die auf dem Dämmstandard basieren!
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    zu a)
    außer man gehört zu denen die sie manipulieren!

    Grundsätzlich würde ich aber von aktuellen Preisen ausgehen. Und ob man dann für die Zukunft 2% oder 5% Steugerung annimmt macht sich erst bei Amortisationszeiten von >6 Jahren bemerkbar.

    1) Die aktuellen Heizölpreise sind wohl eher eine Ausnahmesituation - der LANGZEITtrend zeigt nur in eine Richtung für alle Rohstoffe - und zwar nach oben.

    2) Sobald ich eine zweite Dämmschicht drauf machen muss wird es zwangsläufig teurer. Sobald die Kellerwand eine Kante ausbildet, die vor der 36,5 Wand mehrere cm absteht muss man sich irgendwas anderes einfallen lassen. Und bei diesem Punkt sind wir nun aus meiner Sicht bei unserer Planung eigentlich schon angekommen. Wir planen mit WLG024-WLG026 als Dämmung für die Kellerwand. Daher behaupte ich: Sobald wir jetzt die zweite Lage XPS oder etwas anderes drauf machen müssen: Don´t do it. Amortisiert sich nicht - spätestens dann muss man sich aus meiner Sicht nämlich eigentlich eher dem Thema Lüftung und Wärmerückgewinnung widmen und damit wieder der dichten Hülle um noch tatsächlich etwas raus zu holen. Dann geht es aber wieder um Investitionskosten >5000€.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ich versteh die fragestellung nicht.
    der a. näht auf kante (anscheinend erfolgreich - kfw70),
    gewollt ist knirsch auf kante (keine la/wrg) - oiso wos?
    bleibt noch dff vs. wf im treppenbereich zur diskussion -
    oder pkt 7 - äpfel-birnen oder äpfel/äpfel > twp
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  13. #12

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    Die Komplexität der Frage ist nicht ideal, um den maximalen Nutzen aus den Antworten zu ziehen.

    zu 2.) Bei uns soll auch die Dämmung auf die Bodenplatte kommen, wobei die Wand massiv aus 36,5er Poroton errichtet wird. Die Antworten hierzu würden mich also auch interessieren.
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  14. #13

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    zu 2.: Dass Schornsteine mit Luftzug nicht für raumluftunabhängigen Betrieb zugelassen sein sollen, ist Unsinn. Gerade dafür gibt es diesen Zweck gibt es den Luftzug!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Nicht so gut sind Zuluftversorgung über Ringspalt...keine Frage. Ein eigener Zuluftzug ist natürlich völlig in Ordnung!
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  17. #15

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    Wie groß ist euer Grundstück?
    Habt ihr ein Bodengutachten? Was für Boden bis ca. 2m Tiefe?
    Heizlast wurde ja wahrscheinlich noch nicht berechnet das die Dämmung (z.B. Dach) noch nicht feststeht?
    Kannst du uns denoch etwas zu den Hausdaten sagen?
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