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  1. #1

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    Polystyrol Dämmung - Wo wie was passiert mit dem Wasser

    Hallo Zusammen,

    ich habe eine Polystyrol Dämmung.

    Ich frage mich gerade rein grundsätzlich: Wenn ich heize geht doch mein Wasserdampf von innen nach außen?
    Was macht mein Wasserdampf wenn er auf diese Dämmung trifft - von dort geht’s ja nicht weiter?
    Ich habe einmal gelesen dass sich dieses Gesamtsystem über das Jahr immer wieder ausgleicht - finde das aber nicht mehr.

    Kann mir das jemand in 10 Sätzen erklären? Kann man hier aktiv / passiv für „alles trocknende“ sorgen?

    Mfg

    Fry
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  2. Polystyrol Dämmung - Wo wie was passiert mit dem Wasser

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von saarplaner
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    Zitat Zitat von Fry2k2013 Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    ich habe eine Polystyrol Dämmung...
    Oh, das ist aber schön, beißt die, oder kann man die streicheln?

    Sorry, der mußte sein, aber wenn du noch nicht mal schreibst wo du diese Dämmung hast, kann man auch keine weiteren Aussagen dazu machen.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Fry2k2013 Beitrag anzeigen
    Kann mir das jemand in 10 Sätzen erklären?
    dann wären wir hier nicht im bauexpertenforum. Selbst für ein Weihnachtsdessert brauchen wir mehr als 10 Sätze.

    Jetzt beschreibe mal was Du genau hast. Reden wir von einer Außen- oder Innendämmung? Welche Dämmstärke? Welches Material (WLG) Wie ist der Wandaufbau im Detail?

    und dann erkläre mir bitte noch, gerne auch mit weniger als 10 Sätzen, was Du unter "alles trocknende" verstehst.
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  5. #4
    kappradl
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    Dein Wasserdampf hockt verzweifelt in der Wand vor deiner Dämmung und muss dort jämmerlich verdursten.



    Aber meistens kommt er doch einfach wieder raus und wird (hoffentlich) irgendwann weggelüftet.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Fry2k2013 Beitrag anzeigen
    Was macht mein Wasserdampf wenn er auf diese Dämmung trifft - von dort geht’s ja nicht weiter
    Wie kommst Du zu dieser Aussage??? Begründung???
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  7. #6

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    Zitat Zitat von kappradl Beitrag anzeigen
    Dein Wasserdampf hockt verzweifelt in der Wand vor deiner Dämmung und muss dort jämmerlich verdursten.
    ersaufen
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo Zusammen,

    es ist eine Fassaden-Außendämmung aus Polystyrol ca. 16 cm dick und ca. 1cm Mineralischer Putz (Silikat) welche verklebt wurde an die Steine.

    Aufbau von außen nach innen
    mineralischer Putz (Silikat), Gewebe, Polystyroldämmung, 24cm Hohllochziegel Poroton, Gipsputz mit Gewebe.

    "alles trockene" meine ich schlicht weg das mir nicht mehr und mehr wasser in oder zwischen dämmung und Steine entsteht - einfach weil ich gerade das physikalisch nicht verstehe / weiß ob da wasser hinkommt bzw. wie wieder weg.

    "nicht weg" - hier weiß ich nicht ob wasserdampf durch die Dämmung durchkommt, ich stelle mir das gerade schwierig vor da ich nicht weiß wie durchlässig das ist.

    Viele Grüße
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Fry2k2013 Beitrag anzeigen
    "nicht weg" - hier weiß ich nicht ob wasserdampf durch die Dämmung durchkommt, ich stelle mir das gerade schwierig vor da ich nicht weiß wie durchlässig das ist.
    Ach so schwierig ist das nicht, Stichwort "Wasserdampfdiffusionswiderstand". Wasserdampf diffundiert auch durch die Dämmung hindurch nach draußen.

    ABER so weit sollte es erst gar nicht kommen. Wasserdampf der in den Räumen entsteht MUSS durch lüften entfernt werden, denn der geht nicht durch die Wand, egal ob mit EPS drauf oder ohne. Die Menge an Wasser die durch die Wand diffundieren könnte ist vernachlässigbar. Feuchtigkeit wird erst einmal von der Wandoberfläche aufgenommen, und sobald die Bedingungen es erlauben, auch wieder an die Raumluft abgegeben. Dieser Austausch funktioniert problemlos. Sollte in den Räumen immer ein subtropisches Klima herrschen, dann hast Du ein Problem, denn irgendwann sind die Wandoberflächen gesättigt und es tropft von der Wand. Damit die Feuchtigkeit durch die komplette Wand hindurch geht, müsstest Du schon Löcher in/durch die Wand bohren.
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  10. #9

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    Dämmung ist diffusionsoffener als Mauerwerk, kein Problem...
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  11. #10

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Dämmung ist diffusionsoffener als Mauerwerk, kein Problem...
    hier nicht:
    Zitat Zitat von Fry2k2013 Beitrag anzeigen
    Aufbau von außen nach innen
    mineralischer Putz (Silikat), Gewebe, Polystyroldämmung, 24cm Hohllochziegel Poroton, Gipsputz mit Gewebe.
    sd-Wert des Mauerwerks: ca. 0,24m x 5 = ca. 1,0m
    sd-Wert der Dämmung: ca. 0,16m x 40 = ca. 6,4m

    ist aber trotzdem kein Problem, weil an der Grenzschicht Mauerwerk/Dämmung (vereinfacht gesprochen) die Bauteiltemperatur noch so hoch ist, dass trotz der Möglichkeit, dass Wasserdampf eindiffundiert, kein Tauwasserausfall auftritt.
    Name:  Glaser hlz+wdvs.jpg
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  12. #11

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    Dämmung ist diffusionsoffener als Mauerwerk, kein Problem...
    hallo
    upps !!!!

    gruss aus de pfalz
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  13. #12

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Menge an Wasser die durch die Wand diffundieren könnte ist vernachlässigbar.
    Richtig... sonst würde dir auch Wasser aus einem Tongefäß heraustropfen... es diffundiert zwar aber sehr langsam, da musst Du schon hunderte von Jahren warten. Eher wird es wieder an den Raum abgegeben. Problem könnte eher sein die Feuchte, die außen eingeschlossen wurde, wenn das WDVS errichtet wurde (auf sehr nasser Wand z.b.).
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  14. #13

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    Zitat Zitat von AlexSinger Beitrag anzeigen
    Problem könnte eher sein die Feuchte, die außen eingeschlossen wurde, wenn das WDVS errichtet wurde (auf sehr nasser Wand z.b.).
    Deswegen soll Mauerwerk auch trocknen, oder am besten mit möglichst wenig Wasser erstelllt werden (kleben). Was dann noch an Feuchte in der Wand ist muss über die Jahre trocknen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für Ihre Antworten.

    @ Alfons Fischer

    Können Sie mir diese Grafik ggf. noch mehr erklären?

    viele Grüße
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  17. #15

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    das zu erklären, käme einer Vorlesung in Bauphysik gleich.
    Grob gesagt, geht es um einen Teilschritt im Dampfdiffusionsnachweis im "Glaserverfahren". Dieses ist ein schon Ende der 1950er Jahre von einem Herrn Glaser entwickelt, um das Tauwasserrisiko in einem Bauteilquerschnitt abzuschätzen und Tauwassermengen zu berechnen.

    Das Glaserverfahren ist ein halbgraphisches Verfahren, das so tut, als würde das ganze Bauteil aus Luft bestehen. Um den unterschiedlichen Diffusionswiderstand der einzelnen Bauteilschichten zu berücksichtigen, wird eine entsprechende Luftschicht-Mächtigkeit ("diffusionsäquivalente Luftschichtdicke") nach rechts aufgetragen.

    In meiner Zeichnung als 1, 2, 3, 4 bezeichnet. Man sieht schön, dass Schicht 3 (EPS-Dämmung) einen größeren Diffusionswiderstand aufweist als Schicht 2 (Ziegelwand).
    Nun trägt man nur noch, nachdem man den Temperaturverlauf über den Bauteilquerschnitt ermittelt hat, die Wasserdampfsättigungskurve (hier rot) und den tatsächlichen Dampfdruck (hier blau) auf. Schneiden sich beide Kurven, kommt es zu Tauwasserausfall (was aber noch nicht heißt, dass das Bauteil nicht funktioniert). Wieviel Tauwassermenge ausfällt und ob diese wieder vollständig austrocknen kann, ist noch separat zu ermitteln.

    Heute gibt es neuere Verfahren, die aber für die "Handrechnung" nicht mehr geeignet sind. Selbst das Glaserverfahren ist schon recht aufwändig, viele lernen es im Studium und vergessen es (dank verfügbarerer Computersoftware) recht schnell wieder - ist aber nicht verwerflich, wenn man verstanden hat, um was es geht...

    Aber selbst geübte Leute müssen in Grenzsituationen länger nachdenken, wie man "mit den Randbedingungen spielt", um einen Aufbau zu bewerten und wie ein Ergebnis zu interpretieren ist... (ich könnte jetzt auf die Schnelle auch nicht sagen, warum der Sättigungsdampfdruck im Bauteil 3 diesen kurvenförmigen Verlauf aufweist)...
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