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  1. #1

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    Mauern falsch geplant - wo geht das Rohr hin?

    Hallo Bauexperten,

    unser Architekt hat beim Bau des Mehrfamilienhauses einen Fehler gemacht: die Badezimmerwände vom 1. Stock aufwärts sind nicht über der vom EG. Sie sind etwa 50 cm auseinander. Nicht so toll für die Rohrführung.

    Jetzt meint der GU, er müsse bei uns im EG im Wohnungsflur eine Verkofferung anbringen, damit die Rohre darin einen Knick machen und in unsere Badwand geführt werden können.

    Wie seht ihr das: sollen wir akzeptieren, dass die Fehlplanung des Architekten primär zu unseren Lasten geht und versuchen uns pragmatisch mit der Verkofferung anzufreunden? Oder sollen wir Einspruch anmelden und eine Bauzeitverlängerung für uns und alle anderen Stockwerke riskieren? Ist das technisch problematisch, dass die Rohre da einen Knick machen; könnte es dadurch leichter zu einem Rohrbruch kommen? Wie ist das mit dem Schallschutz? Wie sehr ihr das?
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  2. Mauern falsch geplant - wo geht das Rohr hin?

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  3. #2
    SteveMartok
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    Das mit dem Rohr ist nicht schön, nach meinen Erfahrungen hört man meist immer Durchflussgeräusche vom Rohr, außer man würde extrem gute Schallschutzmaßnahmen treffen, was aber so gut wie nie gemacht wird im normalen Haus- und Wohnungsbau, außer der Bauherr bezahlts.
    Aber was ich viel wichtiger finde als das Rohr: 50 cm sind ja nun nicht wenig, wie sieht das u.U. denn statisch aus? Ist ja schon eine ziemliche Änderung, Spannweiten ändern sich, tragende Wände nicht übereinander....oohhh, ohh, ooh!
    Die Raumgrößen ändern sich ja dann auch oben in allen angrenzenden Zimmer, evtl. mit Auswirkungen auf die Kosten, Stichwort Fliesenfläche im Bad. etc.

    Was sagt denn der Architekt zu diesen Punkten? Oder gibt's da wieder AWG-Sekt für die Bauherrn?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von moertelmann Beitrag anzeigen
    Hallo Bauexperten,
    unser Architekt hat ... einen Fehler gemacht

    Jetzt meint der GU, er müsse ...

    Wie seht ihr das: sollen wir akzeptieren, dass die Fehlplanung des Architekten primär zu unseren Lasten geht
    zu wessen Lasten sollte ein Fehler "eueres" Architekten denn sonst gehen?
    wenn es denn überhaupt ein Fehler ist
    weil, irgendjemand wird diese Planung "eueres" Architekten ja für gut geheissen haben
    oder hat "euer" Architekt "euch" nicht gezeigt was er für "euch" geplant hat ?

    Zitat Zitat von moertelmann Beitrag anzeigen
    Oder sollen wir Einspruch anmelden und eine Bauzeitverlängerung für uns und alle anderen Stockwerke riskieren? Ist das technisch problematisch, dass die Rohre da einen Knick machen; könnte es dadurch leichter zu einem Rohrbruch kommen? Wie ist das mit dem Schallschutz? Wie sehr ihr das?
    Einspruch wogegen, und mit welchem Ziel?
    Dagegen, daß der GU das Abwasserrohr veziehen möchte?
    Welche Alternative wäre denkbar? Das Rohr ohne Verziehung mitten im Raum nach unten führen?
    Alle darüberliegenden Stockwerke umplanen, daß die Wände wieder übereinander liegen?

    Vielleicht hätte das vor der Ausführung jemand mal genauer planen sollen ?
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  5. #4

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    Seid Ihr wirklich die alleinigen Bauherren des GANZEN Hauses oder kauft Ihr vielleicht nur ne Wohnung in einem MFH von einem Bauträger?
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    vertragsverhältnis zum architekten?
    was ist vertraglich als bauwerk vereinbart?
    ein stück wohnung lt. "plan"?
    hat´s diesen "plan" gegeben?
    ist dort die abkofferung dargestellt?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Wir sind eine Bauherrengemeinschaft, die gemeinsam mit einem Architekten ein Haus plant. Die einzelnen Wohnungsgrundrisse wurden individuell geplant. Am Ende bekommt jede Partie ihre Eigentumswohnung. Wir die im EG, andere Familien die über uns.

    Im Plan ist die Verkofferung nicht dargestellt. Dass die Wände nicht übereinander liegen wurde anscheinend erst jetzt kurz vor Estrichlegung festgestellt. Bei der fraglichen Wand handelt es sich nicht um eine tragende Wand.

    Eine Idee, die jetzt aufkam, war, das Rohr in der Decke zu verziehen. Es sind wohl doch eher 35-40 cm, die überbrückt werden müssen. Dagegen stehen Bedenken bezüglich Brand- und Schallschutz. Der Generalunternehmer meint, das geht technisch nicht.


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  8. #7

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    typisches baugruppenproblem, wenn jedes baugruppenmitglied andere vorstellungen hat und senkrecht geführte installationsstränge nicht beachtet werden.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    typisches baugruppenproblem, wenn jedes baugruppenmitglied andere vorstellungen hat und senkrecht geführte installationsstränge nicht beachtet werden.
    Ja, kommt da öfter vor. Ich sehe das nicht ganz so eng: Geradlinige Strangführung ist für Leute mit wenig Geld. Gegen enstprechende Zuzahlung geht's auch im Zickzack!
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  11. #9

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    wenn dann die diskussion über kostenverteilung der gemeinflächen oder kostenübernahme durch die/den verursacher im erdgeschoss bei x strängen mit verkleidung losgehen, ist das liebe geld immer obenan. dann ist zickzack auch zu teuer.
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