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  1. #1

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    SOS, kalte Wand im Bad-> Schimmel

    Hallo zusammen,

    ich hoffe, ihr könnt mir helfen:
    Das Bad stammt aus den 60ern, wir haben die Fliesen (halbhoch) vor zwei Jahren weiß lackiert und die Tapete gestrichen. Dass das Bad in absehbarer Zeit gemacht werden muss, ist uns bewusst. Allerdings hofften wir darauf, dass wir noch ein Jahr sparen können.

    Gut, es ist, wie es ist: Es gibt eine Wand, hinter der ein Schacht ist (durch Wärmebildkamera festgestellt). Diese Wand ist saukalt und das Wasser schlägt sich beim Duschen/Baden genau dort nieder, obwohl der Raum beheizt ist. Letzte Woche hat nach einem Bad die Tapete angefangen zu Schimmeln. Ich habe den Teil runtergenommen. Heute wurde wieder gebadet und der Schimmelt ist wieder da, diesmal auf dem Untergrund.
    Es wird immer sehr viel gelüftet, aber wir würden gerne 45 Minuten (im besten Fall mit geschlossenem Fenster) baden, ohne dass der Schimmel die Wand einnimmt.



    Jetzt die Frage aller Fragen: Wie kriege ich das Problem in den Griff? Außenisolierung lässt sich nicht umsetzen. Den Schacht von innen zu isolieren halte ich für ebenfalls nicht praktikabel, da wir im ersten Stock wohnen. Bleibt meiner Ansicht nach, nur irgendeine Art der Isolierung von innen.

    Hilft Isoliertapete oder ein bestimmter Putz? Habt ihr sonst irgendwelche Ideen?

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Sarah
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  2. SOS, kalte Wand im Bad-> Schimmel

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  3. #2

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    wird das Bad denn durchgängig auf normale Badezimmertemperatur beheizt? Oder senken Sie die Raumlufttemperatur immer wieder ab?

    Wenn es tatsächlich nur um ein Jahr (oder um einen Winter) geht, würde ich -sofern es sich anders nicht einfacher in den Griff bekommen lässt- die hier betroffene doch sehr begrenzte Fläche direkt beheizen. Indem man zum Beispiel mit einem Elektroheizkörper oder ähnlichem für Wärme dort sorgt. Wir hatten auch schon Elektroheizbänder einschlitzen lassen...
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  4. #3

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    Ist das ein EFH oder eine Wohnung im MFH?
    Wie ist der Aufbau der Außenwand?
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  5. #4
    Stolzenberg
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    Jetzt wieder die "komischen Fragen": Die auf dem Bild erkennbare Wand ist diejenige mit dem Schacht und zudem eine Leichtbauwand? Wenn es eine Leichtbauwand sein sollte, dann interessiert mich zunächst das Baujahr des Hauses (60er Jahre). Obwohl die Plattenart welche ich gerade im Kopf habe eigentlich schimmelresistent ist würde ich empfehlen vor JEDER weiteren Maßnahme eine Überprüfung auf asbesthaltige Leichtbauplatten durchzuführen.

    Wenn es eine gemauerte Wand sein sollte, dann habe ich baustofftechnisch keine Anmerkungen. Im Falle von Promabestplatten (sehen fast genauso aus wie Gipsfaserplatten) scheidet Bohren / Schlitzen oder erneutes Überbauen / Fliesen von vorneherein aus.

    Weitere wesentliche Fragen: Eigentümer oder Mieter?

    Den Vorschlag von Alfons (Wandheizung) halte ich in Deinem Falle nach erfolgter Schimmelsanierung für zielführend!

    Bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse kommt von mir erst einmal nichts zum Thema Schimmelbeseitigung / -sanierung!!!
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    also ich bin Eigentümerin der Wohnung. Das Haus ist in den 60er gebaut und ist ein Mehrfamilienhaus.
    Das Bad ist klein, also ca 4,5qm groß und wird durchgängig beheizt (21 Grad, Nachtabsenkung: 19 Grad). Allerdings schlägt sich das Wasser direkt beim Duschen schon an der besagten (auf dem Bild "orangenen" Wand, es handelt sich um eine Platte, deren Substanz mir fremd ist) nieder. Die Wand ist danach Pitschnass, Tropfen hängen dort. Hinter dieser Wand ist der Schacht.
    Der Aufbau der Außenwand ist mir nicht bekannt.

    Wer ist denn der richtige Fachmann für dieses Problem? Selbst wenn wir die Badrenovierung vorziehen werden, muss dieses Problem ja angegangen werden.

    Vielen Dank!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hier noch ein Bild, wie es gestern während dem Vollbad aussah. Man sieht, wie nass die Wand ist. Es erscheint, als würde die Wand an sich auch nicht schimmeln, sondern die Reste der Tapete, die ich nur schlampig entfernt hatte.
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  8. #7

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    Deutschlehrerin bist Du aber nicht?

    Die Wand ist also Außenwand und in dieser steckt ein Installationsschacht? Wie stark ist denn die Wand insgesamt?
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  9. #8

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    Welche relative Luftfeuchte ist im Bad? WIE wird gelüftet?
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  10. #9
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    Die Wand ist eine Außenwand. In jener stecken Be- und Entlüftungsrohre des Abwassers, sofern ich das beurteilen kann.
    Die Wandstärke ist insgesamt ca 27cm.

    Belüftet wird durch zwei Fenster. Nach dem Duschen/Baden wird für ca. 5-8 Minuten gelüftet. Je nach Wind und Temperatur kann das natürlich variieren.
    Die Luftfeuchtigkeit in dem Raum werde ich morgen messen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Sarisafari Beitrag anzeigen
    also ich bin Eigentümerin der Wohnung. Das Haus ist in den 60er gebaut und ist ein Mehrfamilienhaus.
    Gihbt es weitere Badezimmer in darüber- bzw. darunterliegenden Etagen?

    Wer ist denn der richtige Fachmann für dieses Problem? Selbst wenn wir die Badrenovierung vorziehen werden, muss dieses Problem ja angegangen werden.
    Vor allem sollte man die Hausverwaltung bzw. Eigentümergemeinschaft hinzuziehen!

    Das Bad ist klein, also ca 4,5qm groß und wird durchgängig beheizt (21 Grad, Nachtabsenkung: 19 Grad).
    Absenkung zentral oder durch Raumthermostat?
    Wenn örtlich, dann Absenkung unterlassen.

    Es wird immer sehr viel gelüftet, aber wir würden gerne 45 Minuten (im besten Fall mit geschlossenem Fenster) baden, ohne dass der Schimmel die Wand einnimmt.
    WIE wird genau gelüftet?
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  12. #11
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    Es gibt ein WC in der darunterliegenden Etag (=Gewerbe). Über mir ist ein nicht ausgebautes Dachgeschoss, demnach kein Bad.
    Das Haus ist im Familienbesitz, weshalb die Eigentümergemeinschaft recht unproblemtisch ist. Bauliche Veränderungen würden sich durchsetzen lassen, wenn ich denn nur wüsste, was Sache ist. Ich nehme an, der Schacht für die Rohre ist ungedämmt, weshalb es so irre kalt dort ist. Nur wie kriege ich das in den Griff? GEht das von innen? Könnten Deckenhohe Fliesen das Problem mindern? Muss ich den Schacht öffnen? Wer ist da der richtige Handwerker?

    Die Raumfeuchte ist derzeit bei 55%. Während des Duschens/Badens liegt sie natürlich darüber.

    Lüftung: Ich lüfte Morgens und Abends das Bad, indem ich beide Fenster aufreiße (nicht kippe). So für ca. 3 Minuten. Nach dem Bad/der Dusche lüfte ich, indem ich nach der Aktion beide Fenster für 5-8 Minuten geöffnet lasse.

    Das Problem liegt meines Erachtens nach darin, dass die Zeit während des Duschens ( insbesondere bei mehreren Personen) problemtisch ist, da die Wand (siehe zweites Bild) dann pitschnass ist.
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  13. #12

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    Die Wand ist pitschnass, weil sie die Feuchte gar nicht mehr aufnehmen kann. Ihr hab sie gesättigt. Dann kann das Wasser nur noch auf der Oberfläche stehen bleiben. Wenn ihr das folgende Lüftungsregim einhaltet, dann könnte ein Lehmputz (3-4mm) auf den Wänden des Bades abhelfen. Fliesen auf den Wänden hilft gar nichts. Damit macht ihr das letzte bisschen Puffer auch noch kaputt.

    So nun gut ... Schnellabhilfe ... die jetzigen Aussentemperaturen lassen zu, einen beheizten Raum bis auf 30-35% r.F. runterzuprügeln ...

    Vorschlag von mir:

    Ab sofort :
    1. Morgen und Abends 10 min Durchzug durch die Wohnung. Mindestens aber solange, bis die aussen anlaufende Scheibe wieder klar ist.
    2. Jedemal, wenn in einem Raum die Luftfeuchte über 50% steigt, zusätzlich 10 min Durchzug (oder aber die aussen anlaufende Scheibe wieder klar ist) ...
    3. Heizung auf 21°C stellen (alle Räume). Nachtabsenkung abschalten. Heizung anlassen, wenn gelüftet wird.
    4. Wenns irgend geht, die Zimmertüren offen lassen.
    5. Möbel von Aussenwänden weg. Nichts davorhängen. Bilder von den Aussenwänden runter. ... ...
    6. Raumtemperaturen und Luftfeuchte mit Uhrzeit aufschreiben und hier die Erfolge berichten.
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  14. #13

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    Dem schließe ich mich an.

    Daneben folgender Vorschlag:
    Über mir ist ein nicht ausgebautes Dachgeschoss, demnach kein Bad.
    In jenem Dachraum müßte doch festgestellt werden können, wie es mit dem Schacht und seinem Inhalt bestellt ist.
    U.U. kann auch von dort aus für Abhilfe gesorgt werden.
    Mach mal Fotos!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Sarisafari Beitrag anzeigen
    Über mir ist ein nicht ausgebautes Dachgeschoss, demnach kein Bad.
    DAS hatte ich tatsächlich überlesen ....

    7. Baumarkt fahren, 7qm 200er WLG035 (oder besser) Mineralwolle holen und über dem Bad in dem nicht ausgebauten DG auslegen. Dachgeschoss regelmäßig Lüften - Ab besten dauerhafte Querlüftung mit 0,2 (bei -10°C) ... 0,5 (bei 5°C) 1/h. ... ...

    Ich gehe jetzt mal mit der Sprühflasche durchs Büro .... 28% sind dann doch ein bissl wenig
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  17. #15

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    Ab besten dauerhafte Querlüftung mit 0,2 (bei -10°C) ... 0,5 (bei 5°C) 1/h. ... ...
    Na ob`se ditte jetz verstanden hat?

    Ansonsten halt wie in #12, evtl. mit zusätzlicher Spaltlüftung. Wenn es denn wirklich pitschenass ist.....
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