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  1. #1

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    Flachdachdämmung mit alternativen Dämmstoffen?

    Wertes Forum,
    Unser neuer Anbau mit Flachdach ist nun soweit fertiggestellt, dass wir die Zwischensparrendämmung einbringen können. (Holzkonstruktion mit 140mm Sparren, Schalung oben drauf und Aufsparrendämmung 60mm Styrodur, darauf Folie mehrlagig. Sparrenzwischenräume vorne sind so wie die gesamte Fassade mit Dämmung bestückt und verputzt)
    Eigentlich war bislang für uns klar, dass wir Stein- oder Glaswolle nehmen, sind aber nun auf alternative Werkstoffe aufmerksam geworden.
    Speziell die Werkstoffe aus Hanf haben unser Interesse geweckt.
    Da die Dämmung in einem Dach verbaut ist, welches nach oben und vorne hin nicht diffusionsoffen gebaut ist, stellt sich die Frage ob es besser ist, etwas zu verwenden, was Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann.
    Gibt es Langzeiterfahrungen? Leider haben wir hierzu nicht allzu viel gefunden.
    Es wäre schön wenn jemand aus Erfahrung berichten könnte.

    Allen Forennutzern einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr!
    Gruss
    Salamies
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  2. Flachdachdämmung mit alternativen Dämmstoffen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wer plant, wer überwacht und wie sehen die einzelnen Schichten aus? Mauerwerk ist was? Einbindende Innenwände? Himmelsrichtung? Verschattung? usw. usf. Im Prinzip immer wieder die selben Fragen zu dem Thema Flachdach mit Dämmung im Deckenbalkenzwischenraum.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Architekt hat geplant und Glaswolle vorgeschlagen. Das aber mehr aus Kostengründen heraus und sie hat uns offen gelassen ob wir uns für eine "Bio" Variante entscheiden möchten.
    Schichten des Daches von aussen nach innen: Polymerbahn, Dichtbahn, Schalung, darunter die Sparren. Ausführung durch einen Meisterbetrieb.
    Sparrenzwischenräume wurden mit Holzschalung ausgekleidet, darauf kam dann Dämmplatte und Putz von aussen.
    Das Flachdach (die Pfette) liegt direkt auf dem Ringbalken auf (vorne). An den Seiten wurde, bedingt durch das Gefälle, mit dem die Sparren gelegt wurden, mit Porenbeton aufgefüttert.
    Der Bau selbst ist ebenfalls mit Porenbeton gemauert. Seitlich ist darauf ebenfalls mit Styrodur gedämmt und verputzt.
    Ausrichtung des Daches nach Norden. Keine Verschattung des Daches, d.h. es scheint morgens und abends die Sonne darauf.
    Unter die Dämmung bzw. Sparren kommt die Dampfsperre und wird rings herum am Mauerwerk mit passendem Material verklebt.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Salamies Beitrag anzeigen
    ......
    Ich sag es immer wieder bei der Variante: Sie ist scheiße, sie bleibt scheiße und es geht wesentlich praktikabler. Aber das Thema scheint so leidig wie nur wenig zu sein, weil die Problemfelder bei vielen offesichtlich nicht voll umfänglich angekommen sind.

    Um die eigentliche Frage zu beantworten: Feuchtigkeit hat in dem Aufbau nichts zu suchen! Sorptive Dämmstoffe werden keine Problemlösung schaffen. Die liegt schon am Aufbau selber! Der verwendete Dämmstoff ist also nebensächlich bis zu vernachlässigen. Wenn Sie etwas ökologisches haben möchten, nehmen Sie es. Wenn nicht reicht auch Dämmwolle aus. Die holt die Kuh nicht vom Eis.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Es geht mir ja auch hier nicht primär darum einen Schwamm für Restfeuchtigkeit zu haben, sondern zu erfahren ob diese alternativen Materialien zu empfehlen sind. Unser Ansatz ist lediglich evtl.einen nachhaltigen Werkstoff einzusetzen.

    Das Dach wird von allen Seiten dicht sein, von daher hab ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
    Aber sicher gibt es Restfeuchte aus Holz etc. die aufgenommen und abgegeben wird, je nach Wetterlage.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    in #1 steht noch was von 60mm-aufsparrendämmung,
    in #3 steht nix mehr davon.
    und nu?

    wenn die architektin schon irgendwas zu "glaswolle"
    gesagt hat, ist sie in der planung - und in der haftung.
    so ein flachdach ist im einzelfall nach din 68800 zu
    behandeln - d.h., anspruchsvolle nachweisführung
    (hygrothermische simulationsberechnung) mit
    "open end" - und ggfs. mit anderen lösungen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Salamies Beitrag anzeigen
    Unser Ansatz ist lediglich evtl.einen nachhaltigen Werkstoff einzusetzen.
    Nachhaltiger Werkstoff vs. nicht nachhaltiger Baukonstruktion - in vielen Fällen = vergebene Gedankenanstrengung.

    Siehe mls Post, wenn das alles in Papierform vorliegt - immer machen!
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  9. #8
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    in #1 steht noch was von 60mm-aufsparrendämmung,
    in #3 steht nix mehr davon.
    und nu?
    Sorry, den hatte ich in der Auflistung vergessen.
    Die 60mm Styrodur befinden sich zwischen der Polymerbahn und der Unteren Dichtbahn.

    Eine entsprechende Berechnung nach DIN68800 hat es gegeben und die liegt auch vor. Darin wird verwiesen auf Dämmwerte und Dämmstärke. Sollte es also einen alternativen "Bio" Dämmstoff geben, der die Kennwerte erfüllt, so können wir diesen wählen.
    Und der Hanf, den wir gesehen haben, erfüllt es.

    Von daher geht meine Frage in Richtung der Langzeiterfahrungen.
    Hat jemand von euch so etwas bereits verbaut?
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  10. #9

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    Ich würde bei einer nicht weiter bekannten Situation, insbesondere den Anschlussbereichen, ernsthaft überlegen, obendrauf noch eine Umkehrdachdämmung drauf zu packen und zwischen den Balken nur extrem wenig bis nichts (wieviel, muss man rechnen) zu dämmen.

    Allgemein gilt:
    Im Zweifel würde ich eher mit erhöhten Energieverlusten leben wollen (wobei 6cm Dämmung ja auch schon was sind, und mit Umkehrdachdämmung kann man auch noch was erreichen) als mit einem Schadenspotential infolge nicht mehr zu lösender Detailpunkte.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Salamies Beitrag anzeigen
    .. Eine entsprechende Berechnung nach DIN68800 hat es gegeben und die liegt auch vor ..
    da sind sicher noch einige hinweise enthalten.
    entweder fragst du den ersteller der nachweise,
    oder schickst mir das per pn.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Moin,

    da wird es lediglich eine Berechnung in Sachen U-Weert gegeben haben, nicht aber in Sachen Bauphysik, hier insbesonder Tauwasserausfall und Flankendiffusion über das Außenmauerwerk (Porenbeton) und schon gar nicht nach DIN 68800.
    Ohne gerechnet zu haben behaupte ich, der Aufbau funktioniert nicht zufriedenstellend.

    Zum Thema Verschattung: wenn der Anbau nach Norden ist und nach Angaben des TE morgens und abends mit Sonne beschienen wird, so stellt sich für mich die Frage, was passiert in der eigentlich relevanten warmen Tageszeit?

    M. f. G.

    stefan ibold
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  13. #12
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    Moin,
    also nach meinem laienhaften Verständnis gibt es nach aussen keine Möglichkeit der Diffusion.
    Beide Seiten sowie die Vorderseite des Mauerwerks sind mit Styrodur abgedeckt.
    Nach oben geht auch nichts durch.
    Von unten wird die Dampfsperre zur Innenseite des bewohnten Raumes (im Übrigen ein Büro) aufgebracht.

    Wo also soll zusätzliche Feuchtigkeit in den Bereich der Dämmwolle eindringen?

    Der vom Statiker auf diese Anordnung berechnete Nachweis enthält Abschnitte für EnEV Nachweis, Überprüfung des Mindestwärmeschutzes, Schichtaufbaunachweis sowie Dampfdiffusionsnachweise für alle Gebäudeteile.

    In der relevanten warmen Tageszeit liegt der Anbau rückwärtig hinter dem Haupthaus, ergo im Schatten.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    Ohne gerechnet zu haben behaupte ich, der Aufbau funktioniert nicht zufriedenstellend.


    Bei allem Respekt, auf welcher Basis tätigen Sie diese Aussage?
    Wie sollte denn der Aufbau Ihrer Meinung nach aussehen?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    styrodur und verklebter schichtenaufbau?...

    Grüße
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Sehr geehrter Salamies,

    ich werde an dieser Stelle mit Sicherheit keine Planungsaufgaben übernehmen. Lassen Sie sich Ihrerseits von Ihrem Planer die Tauwasserfreiheit schriftlich bescheinigen/bestätigen.

    Welcher Art - nur so nebenbei - soll denn die innere Dampfsperre sein?

    M. f. G.

    stefan ibold
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