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  1. #1

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    Frage zur Grenzbebauung beim Doppelhaus, Abstandsflächen nötig?

    Ich habe ein Problem, das im Bebauungsplan leider nicht gelöst ist: wir haben ein Grundstück in Hessen für eine Doppelhaushälfte gekauft. Auf der Grundstücksgrenze steht bereits seit Jahren das Haus der Nachbarn mit 10 Metern Tiefe. Aufgrund der Baulinie an der Straßenseite (Norden), bauen wir direkt an das Nachbarhaus an. Jedoch möchten wir unser Haus 16 Meter tief (und 8 Meter breit) bauen, da die Baugrenze im Süden (sowie die GRZ+GFZ) dies ermöglicht. Das Bauamt unserer Stadt hat nichts dagegen. Das Kreisbauamt ist dagegen und findet nur eine Überbauung von 2m - 2,50m über das Nachbarhaus zumutbar. Für einen längeren Anbau von weiteren 4 Metern wären die Abstandsflächen von mindestens 3 Metern einzuhalten. So könnte das Haus nur mit 5 Metern Breite weitergebaut werden. (Ausnahme: Die Die Nachbarin erteilt ihre Zustimmung - tut Sie aber nicht).
    Hinweis: der Bebauungsplan wurde 2012 geändert, regelt dazu aber nichts. Aufgrund der gewünschten Nachverdichtung der Wohngebiete wurden die GRZ + GFZ angehoben, so dass ich davon ausging, dass auch ein größeres Doppelhaus, als das bisherige Nachbarhaus möglich wäre.
    In den Regelungen zu den "Abstandsflächen" habe ich zum Thema "Doppelhaus" nichts gefunden.
    Kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich etwas nachlesen kann.
    Kann jemand die Meinung des Kreisbauamt bestätigen?
    Danke.
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  2. Frage zur Grenzbebauung beim Doppelhaus, Abstandsflächen nötig?

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  3. #2

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    23,476
    du benötigst die zustimmung der nachbarn. erteilen die keine zustimmung, dann solltest du dich exakt an das bestandsmaß halten. oder möchtest du mit den direkten nachbarn ewig mit differenzen oder gar im streit leben?

    bedenke, dass du dem nachbarn mit 6 m die rückseite verschattest.
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  4. #3

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    258
    Ich würde eine gütliche Einigung mit den Nachbarn vorziehen. 6m zusätzliche Grenzbebauung fände ich persönlich eine Zumutung.
    Könnt ihr evtl die Geschosse erweitern auf 2 vollgeschosse und darüber mehr Fläche bekommen? Das würde ja allen helfen.

    Aus Erfahrung muss ich sagen das Kreisbauamt sitzt am längeren Hebel
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  5. #4
    ManfredH
    Gast
    Zitat Zitat von 123456 Beitrag anzeigen
    Ich habe ein Problem, das im Bebauungsplan leider nicht gelöst ist
    Interessante Formulierung....

    Was genau ist denn im B-Plan bezüglich Art und Mass der baulichen Nutzung festgesetzt? Steht dort möglicherweise "Doppelhaus"... oder vielleicht so etwas wie "einseitige Grenzbebauung auf beliebige Länge zulässig"?

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Problem in einer Abweichung von den B-Plan-Festsetzungen besteht, und würde gerne mal wissen, warum im Bebauungsplan ein "Problem gelöst" werden sollte, das es bei Einhaltung der Festsetzungen gar nicht gäbe???
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  6. #5
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von ManfredH Beitrag anzeigen
    Steht dort möglicherweise "Doppelhaus"... oder vielleicht so etwas wie "einseitige Grenzbebauung auf beliebige Länge zulässig"?
    Gibt es eine Definition was ein Doppelhaus ist, wie sie aneinander angebaut werden dürfen und wie nicht?
    In unserem Bebauungsplan stand dazu gar nichts, da war nur ein Doppelhaus eingezeichnet. Wir waren uns mit unserem DHH-Parter einig (ging über den gleichen Architekt), aber witzigerweise mussten wir dann gegenseitig sogar eine Baulast zur Grenzbebauung eintragen lassen (was natürlich auch wieder ein paar €€€ in die Stadtkasse brachte)....
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