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Welche Art von Heizung für gelegentlich genutzten ausgebauten Spitzboden?

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  1. #1

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    Welche Art von Heizung für gelegentlich genutzten ausgebauten Spitzboden?

    Hallo,
    Ich bräuchte mal einen Rat, welche Art von Heizung für einen gelegentlich genutzten ausgebauten Spitzboden geeignet ist.

    Hier die Rahmenbedingungen:
    2-geschossiges Einfamilienhaus Baujahr 2013, Gastherme mit Fußbodenheizung im Keller und in beiden Wohngeschossen. Im Obergeschoss 1,20 m hoher Drempel, dann Dachschrägen. Die Kehlbalkendecke bildet den Boden des Spitzboden. Kehlbalkendecke ist gedämmt (ca. 20 cm Glaswolle) und Zwischensparrendämmung des Daches ist vorhanden (ca. 20 cm Glaswolle) der Spitzboden hat eine Fläche von 9,50m x 5,50m, Drempel dort 30 cm bestehend aus der Mittelpfette. Dachneigung 45 Grad. Der Boden besteht aktuell aus OSB Platten, die direkt auf die Kehlbalken geschraubt sind.

    Wir haben eine feste Holztreppe die zum Spitzboden hinaufführt. Diese endet im Moment 6 cm über dem Rohfußboden. Das hatten wir damals so angelegt, um noch die Möglichkeit zu haben dort eine Fußbodenheizung mit Trockenestrich zu installieren.

    Jetzt hat sich aber herausgestellt, das dafür ein hoher Aufwand nötig wäre, da oben kein Heizkreisverteiler installiert ist und auch eine zusätzliche Pumpe nötig wäre.

    Außerdem ist die Fußbodenheizung ja nicht gut geeignet, um den Raum bei gelegentlicher Nutzung schnell aufzuheizen.

    Welches Heizsystem wäre grundsätzlich geeignet für einen Raum, der 2-3x wöchentlich für Hobbys genutzt wird?

    Elektroradiator? Infrarot? Was gibt es da, um im Winter schnell Behaglichkeit zu schaffen?

    Gruß
    Sören
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  2. Welche Art von Heizung für gelegentlich genutzten ausgebauten Spitzboden?

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  3. #2

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    Wofür soll der Raum denn genutzt werden?
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  4. #3
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    Es soll ein kleines Musikstudio werden. Teppichboden ist geplant. 2 Schreibtische für PC und Mischpult, Stereoanlage, paar Stühle/Barhocker und Ständer für die Instrumente. Und ein kleiner Kühlschrank fürs Bier ;-).

    Er wird den 2-3 Mal wöchentlich für etwa 3-4 Stunden am Stück benutzt.
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  5. #4

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    Für so einen Zweck habe ich bei mir infrarot installiert
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  6. #5

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    Zitat Zitat von BenLuc Beitrag anzeigen
    Für so einen Zweck habe ich bei mir infrarot installiert
    Jepp. IR Strahler können für kurzzeitig genutze Räume eine echte Alternative sein, ABER nicht wenn dort Musikinstrumente stehen. Ich würde hier eher auf einen Gebläsekonvektor setzen, der macht schnell die Luft warm so dass die Instrumente keinen zu hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
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  7. #6

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    Ich geh mal davon aus, dass der Flur im DG mit der Treppe zum Spitzboden warm ist. Dann lass die Tür zum Spitzboden offen, dann wird der Raum auch nicht groß auskühlen und du brauchst nicht viel nachheizen. Je nachdem wird es mit den Geräten, die am Laufen sind, auch so reichen. Ein Elektroradiator sollte für den Notfall reichen.
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  8. #7

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    Wie wird der Raum gelüftet / belüftet ? Optimal wären 2 Dach-Fenster mit Lüftungsfunktion.
    Wird die Heizung nach der Nutzung ausgeschaltet sinkt die Raumtemperatur ab. Gleichzeitig steigt die relative Luftfeuchtigkeit an (sofern nicht gelüftet wird), was bei machen Instrumenten nicht erwünscht ist.
    Zweitens: Wird der Raum nur kurzzeitig warmgestrahlt und genutzt, besteht die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit an den kalten Wand- und Möbeloberflächen absetzt.
    Daher meine Empfehlung: Einsatz eines elektrisch betriebenen Luftentfeuchters mit Automatikschaltung. Schaltet sich automatisch ein, wenn die rel. Luftfeuchte über einem eingestellten Wert liegt. Wasser sammelt sich im Auffangbehälter - somit gute Kontrollmöglichkeit wie viel "Feuchtigkeit" herausgetrocknet wurde.

    Nur durch "Tür auf" lüften ist auch nicht immer optimal, wenn dadurch warme Luft von unten in den Dachraum strömt und dort auskühlt. Auch hier besteht die Gefahr von Kondensierung der Luftfeuchte an kalten Oberflächen.

    Gruß
    Holger
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  9. #8

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    Wenn permanent warme Luft eintreten kann, wie soll der Raum da großartig auskühlen?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von th_viper Beitrag anzeigen
    Wenn permanent warme Luft eintreten kann, wie soll der Raum da großartig auskühlen?
    Das geht ganz schnell. Gerade im DG hat man ja große Flächen an Außenluft, und die Luft die in den Raum strömt mag zwar warm sein, der Energieinhalt ist jedoch gering. Um die Transmission über die Dachflächen zu kompensieren müsste also eine große Menge Luft in´s DG strömen, das ist praktisch gar nicht machbar. Nur zur Erinnerung, Luft hat gerade mal 0,36Wh/m3K
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  11. #10
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    Der Spitzboden hat an beiden Giebelseiten jeweils ein Fenster. Im Obergeschossflur gibt es eine Tür, hinter der sich eine Raumspartreppe befindet, welche den nach oben offen in den Spitzboden führt. Infrarot fand ich beim ersten lesen recht schick und einfach. Jetzt habe ich aber auch schon einige kritische Beiträge dazu gelesen. Wenn, dann käme für mich wohl am ehesten so ein größeres Niedrigtemperatur-IR-Panel in Betracht. Aber die Preise dafür sind ja teilweise recht deftig. Und ich will es ja nicht nur im Strahlerbereich warm haben, sondern überall im Raum. Und da bin ich ja fast schon wieder bei den klassischen Ölradiatoren für eine quick and dirty Billiglösung.
    Ich muss ja ohnehin auch 6 cm den Estrich anheben wegen der Treppe. Wenn ich 1000€ für so ein Infrarotpanel berappen müsste, könnte ich dann ja doch über die Mehrkosten einer FB Heizung nachdenken. Kann man das auch elektrisch machen, oder ist das Mumpitz?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Soeren Beitrag anzeigen
    Kann man das auch elektrisch machen, oder ist das Mumpitz?
    Kann man auch elektrisch machen, ich würde aber bei gelegentlicher Nutzung eher an eine Wärmequelle denken die den Raum schnell auf Temperatur bringt. Eine Flächenheizung, egal ob elektrisch oder wasserführend, ist eher träge.
    Der normale "Ölradiator" ist nicht unbedingt geeignet. Abgesehen davon, dass man diese Teile meist nicht unbeaufsichtigt betreiben darf, arbeiten diese mit Konvektion die sich aufgrund der Temperaturunterschiede (Heizfläche/Raumluft) einstellt. Ein Gebläsekonvektor wäre hier von Vorteil, weil er die meiste Energie in die Luft abgibt und diese gleich auch noch verteilt. bei einem Raum it entsprechender Länge kann das von Vorteil sein.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Um die Transmission über die Dachflächen zu kompensieren müsste also eine große Menge Luft in´s DG strömen, das ist praktisch gar nicht machbar.
    Da sind wir unterschiedlicher Meinung, wobei ich auch nie geschrieben habe, dass die kompletten Verluste nur über die Luft ausgeglichen werden können.
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  14. #13

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    Ich empfehle, jeden Tag einen warmen Kasten Bier in den Kühlschrank zu stellen und den auch zu trinken, dann wird das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbunden! Falls 10 l nicht reichen, mehr trinken!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Ich empfehle, jeden Tag einen warmen Kasten Bier in den Kühlschrank zu stellen und den auch zu trinken, dann wird das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbunden!
    "Bierwärmepumpe"?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von th_viper Beitrag anzeigen
    Da sind wir unterschiedlicher Meinung,
    Damit kann ich problemlos leben. Es würde dem TE aber eher helfen wenn Du auch Fakten liefern würdest.

    Aus den obigen Angaben kann man die Dachfläche mit min 76m2 annehmen, bei einem U-Wert von 0,21W/m2K ergibt das allein über die Dachflächen einen Transmissionsverlust von 560W. Hinzu kommen die Giebelseiten, ganz grob noch einmal 180W, und die Fenster mit ca. 100W. Macht zusammen allein über die Flächen eine Transmission von 840W.
    Das Luftvolumen beträgt gut 80m3, so dass selbst bei minimalem Luftwechsel ein Lüftungsverlust von 250W anfallen könnte.

    Die Raumluft aus den Räumen darunter hat vielleicht 21°C, um die obige Transmissionsverluste zu kompensieren und eine RT von 20°C zu halten wären theoretisch ca. 2333m3/h erforderlich, und das bei gerade mal 80m3 Luftvolumen des Raumes. Diese Menge kriegst Du von alleine durch ein Treppenloch nicht nach oben. Folglich wird die RT sinken bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Wo dieses Gleichgewicht liegen wird hängt entscheidend von der Luftmenge ab die Du nach oben bringst. Ein stündlicher Austausch der kompletten Luftmenge wäre wohl realistisch, das würde aber gerade mal etwa 30Wh/K entsprechen.
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