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Wie dicht ist ein Klinkermauerwerk?

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  1. #1

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    Wie dicht ist ein Klinkermauerwerk?

    Hallo Gemeinde,

    wie durchlässig darf ein Klinkermauerwerk sein? Im konkreten geht es um einen Schornsteinkopf (Teil über Dachfläche), das offensichtlich voll mit Wasser ist. Der Schornstein wurde im DG verzogen und auf eine große Betonplate senkrecht über Dach gemauert. Nun stellt es sich so dar, das zwischen der Betonplatte und Klinkerschicht das Wasser aus den Fugen drückt. Der Kopf wurde mit einer Betonplatte selber geschüttet, leicht abgewalmt zu den Seiten. Eine Steinreihe unter der Platte wurde eine Klinkerschicht Hochkant mit 2 cm Überhang gemauert. Das Abgasrohr des Kamins endet zirka zur Hälfte in der Betonplatte.

    Nun trat das Wasser mehrmals bei Sturm in den Innenraum. Erste Vermutungen war, das Wasser wird unter den Anschluss gedrückt und tropft über den mangelhaften Anschluss der Unterdeckung am Schornstein ein. (Anschluss wurde damals vom Schornsteinbauer "hergestellt") Diesen haben wir Stirnseitig mit Butylkleber, Klebeband im Nachhinein an den Schornstein angeschlossen. Bleischürze wurde von uns verlängert, Anschluss kontrolliert - nichts zu finden. Bis dann heute, das 5 mal Anfahrt..., das Wasser aus den Fugen drückte.

    Der Kopf und Anschluss, inkl. Mörtelfirst ist jetzt ca. 1 Jahr alt und erst die Kombination aus starkem Wind, anhaltendem Dauerregen führte zu einer "Undichtigkeit" - wir glauben aber so langsam nicht mehr daran und vermuten eher, dass Fugenmörtel, Klinker und Kopfplatte das Übel sind.

    Kann der Klinker und Fugenmörtel so "saugend" sein, dass hier so viel Wasser eindringt das es zu einem sichtlichem Abtropfen kommt? Hat da Jemand schon mal Erfahrung gemacht?

    Falls das so rüber kommt, ich will keine "Lösung", nur sehen ob die Vermutung in die richtige Richtung geht. Danke schon mal.

    MFG
    Kalle
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  2. Wie dicht ist ein Klinkermauerwerk?

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  3. #2
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    Ein Schornsteinkopf ist kein Klinkermauerwerk im Sinne der Regeln des "zweischaligen Mauerwerks"
    Ein Schornsteinkopf hat die Aufgabe den Innenzug zu schützen.
    Selbstverständlich muss die Konstruktion so erstellt werden, dass hieraus kein Wasser in den Innenbereich geleitet wird.

    Wenn keine weiteren Maßnahmen gegen eine Durchfeuchtung geschaffen wurden, kann ein zweischaliges Mauerwerk sehr wohl wasserdurchlässig sein.
    Insbesondere unter Staudruck - insbesondere bei Lübeck unter den momentanen Bedingungen.
    Die Wasserdurchlässigkeit kann man messen. Die Konstruktion kann man Analysieren.
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  4. #3
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    Danke Carden für Deine Antwort. Ich sehe halt das Problem an der im DG liegenden Betonplatte wo die Vermauerung aufliegt. Aus dem EG wurde quasi mit Mantelsteinen und Schamottrohr bis knapp unter die Schräge hochgemauert. Anschließend verspringt das Gesamte zirka 50-100cm nach links, so dass der Schornstein mittig aus dem First kommt. Die Betonplatte hat an die 50x50cm schätze ich. (Schau mal ob ich morgen Fotos online stellen kann)

    Das die Betonplatte am Kopf bündig mit dem Mauerwerk abschließt und darunter (eine Reihe tiefer) gleich ein Versatz von 2 cm kommt halte ich auch nicht für so "sinnvoll". Sinnvoller wäre es doch gewesen die Platte größer zu schütten unten einen Wasserschlitz zu machen damit das Wasser sich a. nicht nach hinten zieht und b. aufs Dach tropfen kann. Gibt es dazu eigentlich Regelungen? Oder gilt hier das Gleiche wie bei nachträglichen Verkleidungen von Schornsteinköpfen?

    Zum Aufmauern wurden alte (ich tippe auf 100 Jahre) Backsteine vom Bestandsgebäude benutzen die bei Fensteröffnungen aus der Fassade gelöst wurden. Wäre ein Bohrstaubprobe sinnvoll? Oder misst man das eher mit Elektroden oder ähnlichem? Sorry für die dummen Fragen - interessiert mich aber nun mal
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  5. #4
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    Das prüft man mit einer Wasserprüfplatte.
    Ich nehme die nach Pleyers.

    Ansonsten warte ich auf Deine Fotos.
    Ich blicke bei der Beschreibung nicht durch.
    PS: Backsteine bei einem Schornsteinkopf tssss
    Wer kommt denn auf so?
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  6. #5
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    Ich hänge mal eine Skizze zum Verständnis an - nich hauen. Backstein war wohl die falsche Begrifflichkeit - sorry für die Verwirrung.



    Hier die Fotos:










    Ja ich weiß da gehört eigentlich ein Überhangstreifen hin... An der Silikonfuge liegt es nicht, die haben wir geflutet, von innen war nix zu erkennen.

    PS: Die Uploadgrößen haben hier nicht gepasst, daher fremder Bildhoster....
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  7. #6
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    Ich fürchte Du hast recht mit den "Backsteinen". Klinker scheinen das jedenfalls nicht zu sein.
    Zudem ist die gemauerte Art, mit der Wasseraufschlagsfläche und die Abdeckplatte eine einzige Katastrophe.
    So was baut keiner der Ahnung hat.
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  8. #7
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    Die Baustelle hat 3 Maurerbetriebe verschlungen, ob der Schornstein vom Maurer kam weiß ich nicht. Nun, dann wird's wohl irgendwann und irgendwie auf Regress hinauslaufen...
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  9. #8
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    Danke Herr Carden - janz vergessen
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  10. #9

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    Hallo,

    zum Mauern von Kaminköpfen wurden von uns nur Eisenklinker verwendet, welche eine geringe Wasseraufnahme(Fähigkeit) haben. Betonplatte natürlich mit Überstand und Tropfnase.
    Deine Vollziegel dürften eine Wasseraufnahme von ca. 10 % haben.

    Von Deiner/Eurer Verwahrung (das, was man andeutungsweise sehen kann) bin ich auch nicht überzeugt.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von Biber53 Beitrag anzeigen
    Von Deiner/Eurer Verwahrung (das, was man andeutungsweise sehen kann) bin ich auch nicht überzeugt.
    Du meinst das fehlende Z-Profil, die geringe Höhe des Zinksstreifens? Das Blei über dem First und bis an die Kappleiste ist nur ein Provisorium. Zu ersterem: Wir sollten es so ausführen - direkte Anweisung des A.
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  12. #11
    wasweissich
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    Wir sollten es so ausführen - direkte Anweisung des A.
    wenn er den kaminkopf genauso beauftragt hat .....
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  13. #12
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    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    wenn er den kaminkopf genauso beauftragt hat .....
    Keine Ahnung, will ich mir auch nicht anmaßen - jeder macht mal Fehler.
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  15. #13

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    Kalle, die Verwendung der Vollziegel als Vormauerziegel, bedeutet daß diese frostbeständig sein müssen.
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Biber53 Beitrag anzeigen
    Kalle, die Verwendung der Vollziegel als Vormauerziegel, bedeutet daß diese frostbeständig sein müssen.
    Da gebe ich dir sicherlich recht, das gesamte Gebäude besteht aus diesem Backstein (?) und die alt Schmiede stand locker 100 Jährchen bei Wind und Wetter und steht ja immer noch. Ob hier nachher eine Hydrophobierung (wenn der Kopf mal trocken ist) Sinn machen kann, das verhindert - keine Ahnung. Ob er am Ende abgebrochen und neu aufgemauert wird mit Eisenklinkern und richtige Ausführung soll uns nicht kümmern. Wer deckt heute noch Mörtelfirst? Niemand, wenn es nicht Bestand ist. Das Dach hat aber einen um das "alte" Bild aufrecht zu erhalten. Rauf muss da - theoretisch - eh jedes Jahr und du weißt selber das es bei der Theorie bleiben wird.

    Es regnet rein ist ja erst Mal der DD sehr verdächtig. Nur wie wirkt das auf den Kunden, wenn der DD 5 mal Anfährt und der Fehler immer noch nicht gefunden ist? Da laufen ja auch nicht wenig unbezahlte Stunden auf.. Man könnte meinen wir wüssten nicht was wir tun. Nun liegt der Kopf seit einem Tag unter USB, der Anschluss ist aber ungeschützt und das Telefon steht still. Wir haben hier momentan auch extreme Wetterverhältnisse. Eigentlich brauch ich 20 min. bis an die Küste, jetzt hast du sie vor der Haustür - Land unter...

    Wie da am Ende die Parteien verbleiben, welche Lösung getroffen wird oder Dergleichen das sollen die Verantwortlichen klären. Ich will hier keinen an den Pranger stellen wollen.
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