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Heizungsrohre aus Stahl korrodieren im Stahlbeton

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  1. #1

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    Heizungsrohre aus Stahl korrodieren im Stahlbeton

    Hallo zusammen,

    Stahl in Stahlbeton korrodiert bedingt durch den Schutz des Zementleimes nicht.
    Warum können aber Stahlbetonrohre einer Wasserleitung in einer Stahlbetonsole von außen korrodieren?

    Gibt es hierzu eine ausreichende Erklärung?

    Danke für Infos,
    Gruß
    --
    Blumenschein
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  2. Heizungsrohre aus Stahl korrodieren im Stahlbeton

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  3. #2

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    Was sind Stahlbetonrohre in einer Stahlbetonsole?
    Stahlbetonrohre kenne ich als Schmutzwassersammler aber nicht als Wasserleitung (oben waren es noch Heizungsrohre?) und eine Sole ist für mich eine Flüssigkeit.
    Bischen viel Wirrwar für einen Satz.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo ThomasMD,

    sorry, hast ja Recht. Gemeint sind Stahlrohre einer Heizungsanlage. Man trifft sie immer wieder in Stahlbetonsohlen an und findet hier eine starke äußere Korrosion.
    Warum korrodiert dieser Stahl, während der Bewehrungsstahl nicht korrodiert?

    Danke für den Hinweis und weitere Infos,
    Gruß
    --
    Blumenschein
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  5. #4

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    Wenn MAN immer wieder findet, hast Du doch bestimmt Bilder davon. Zeig die doch mal.
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  6. #5

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    Ich finde keine nichtummantelten und wenigstens halbherzig gedämmte Rohre in Stahlbetonsohlen. Was sollen die da auch?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    anbei ein paar Fotos

    P1420274.jpg
    P1420278.jpg
    P1420289.JPG

    Das Stahlrohr ist Teil einer Heizungsanlage und wurde in einer Stahlbetonsohlplatte verlegt.

    Gruß
    --
    BlumenscheinP1420289.JPG
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  8. #7

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    Dann war das Rohr nicht vollflächig einbetoniert, sondern hatte einen Luftspalt, in den Wasser eindringen konnte. Zur Bildung dieses Luftspalts reichen schon die Längenänderungen des Stahls bei Temperaturwechseln. Das tun Armierungsstähle nicht.
    Reicht das Erklärung oder welche Schlüsse willst Du für künftige Rohrverlegungen daraus ziehen?
    Diese Verlegung war übrigens damals auch schon Pfusch.
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  9. #8
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    Hallo Thomas,

    danke, das ist schon mal eine gute Erklärung, die für mich, so wie Du sie dargestellt hast, nachvollziebar ist.

    Wie müsste es richtig sein? Eine Rohr mit Kunststoffummantelung?
    Gruß
    --
    Blumenschein
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  10. #9

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    Ein Rohr mit ausreichender Dammung mal als erstes Kriterium.
    Ich wüsste keinen Fall, wo diese Rohre in die konrtuktive Platte müssen.
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  11. #10
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    *Richtig* heisst vor allem erst mal *trocken*.
    Die gezeigten Rohrleitungen auf den Bildern sind in irgendeiner Form *abgesoffen*.

    Hauptursache sind meistens entweder nicht erkannte Abdichtungsprobleme z.B. Aussentüre, Einrichtungsgegenstände oder Bauwerksfugen durch die über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit eintreten kann oder dauerhaft eintritt.

    Genauso kann im UG z.B. Wasserdampfdiffussion bei Zusammentreffen mehrerer ungünstiger Faktoren für ausreichendes Leitpotential sorgen. Die Bodenplatte ist *geerdet* , wenn die Rohrleitung wie früher nur ne Wickelbandage als Dämmung erhielt wirkt die Dämmung u.U. dochtartig und hat bei Durchfeuchtung nahezu keinen elektrischen Widerstand. Einmal feucht wirkt der Korrosionsprozess lange nach.

    *Heute* - bei korrekter Bauwerksabdichtung und sauber verlegter Dampfsperre - kommen solche Korrosionsschäden seltenst bis gar nicht mehr vor.

    Stahlrohr reagiert bei solchen Bauwerks- und Abdichtungsfehlern am gravierensten ...
    Meistens liegt die Verrohrung über Jahre feucht bis der Exitus dann Eintritt.

    Schneller gehts wenn z.B. Fließestrich auf mangelhafter Unterkonstruktion eingebracht wird ... dann sieht man solche Bilder u.U schon nach 4 bis 6 Monaten.

    Gruß
    Achim Kaiser

    P.S.
    In Wohnhäusern wird davon ausgegangen dass die Einbausituation *trocken* ohne größere Feuchtigkeitsbelastung gegeben ist. Wenn das nicht gegeben ist, klemmts meistens irgendwo im Bauwerk. Die Rohrleitung ist nur das Opfer.
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  13. #11
    Inkognito
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    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Zur Bildung dieses Luftspalts reichen schon die Längenänderungen des Stahls bei Temperaturwechseln. Das tun Armierungsstähle nicht.
    Der Wärmeausdehnungskoeffizient sollte doch wohl gleich sein - und somit ähnlich dem des Betons, der Grund warum Stahlbeton überhaupt so gut funktioniert.

    Ansonsten stimme ich zu, es muss wohl zu einem Zutritt von Wasser und Sauerstoff gekommen sein, aber diese Schlussfolgerung ist trivial, denn sonst kommt es nicht zur Korrosion.
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  14. #12

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    Zitat Zitat von Inkognito Beitrag anzeigen
    Der Wärmeausdehnungskoeffizient sollte doch wohl gleich sein -....
    Aber Armierungsstähle werden selten von 70 grädigem Wasser durchströmt und kühlen dann wieder auf 20° ab
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