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Blower-Door-Test und Lüftungskonzept?

Diskutiere Blower-Door-Test und Lüftungskonzept? im Forum Spezialthema: Wind- und Luftdicht auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Blower-Door-Test und Lüftungskonzept?

    Moin zusammen,

    wir haben ein KFW70 Haus geplant und vom GÜ wurde uns damals gesagt das man da keine Lüftungsanlage benötigt, erst ab KFW55. OK, dann lassen wir die eben raus!

    Nun haben wir das "Problem" das unser Zuhause sehr, sehr dicht geworden ist. Der BDT sagt einen N50 Wert von 0,3. Damit haben wir ein gutes Passivhaus oder die Voraussetzung dazu.

    Ist ja auch schön und Gut ABER wir kommen mit dem Lüften nicht mehr nach
    Wenn meine Frau derzeit wegen Kinderbetreuung nicht immer zuhause wäre hätten wir immer so 75% Luftfeuchte drin. Die Luft fühlt sich nach recht kurzer Zeit auch "verbraucht" an.

    Ich meine immer das das Haus eine KWL benötigt aber es wurde auch kein Lüftungskonzept erstellt. Wer haftet denn wenn es nun zu Schimmel kommen sollte? Das Haus funktioniert nicht "unabhängig".

    Steht der Planer da in der Pflicht dafür zu sorgen das eine ausreichende Lüftung jederzeit gegeben ist?
    Wir können ja auch nicht alle 2Std Tag und Nacht das Haus lüften, wie soll das funktionieren?
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  2. Blower-Door-Test und Lüftungskonzept?

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  3. #2

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    wie groß ist denn das Haus, wieviele Bewohner?
    haben Sie besondere Feuchtequellen in dem Haus? Haustiere?
    Wie und wieviel lüften Sie denn?

    75% rel. LF sind erstmal viel. Aber bei welcher Temperatur denn? Ist das nur ein einzelner "Ausreißer" nach oben oder Dauerzustand (sie schreiben ja "wenn" ..., "hätten")? Heißt das, Sie haben gar keine 75% rel. LF? Wie ist die Feuchtesituation denn dann tatsächlich?

    Möglicherweise haben Sie noch mit Neubaufeuchte zu kämpfen. Wann wurde das Haus erstellt, wann bezogen, wann wurde die Heizung in Betrieb genommen?
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  4. #3

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    Damit haben wir ein gutes Passivhaus oder die Voraussetzung dazu.
    Die Luftdichtheit Eures Hauses liegt im Bereich eines PH.
    Um ein "gutes Passivhaus" zu haben, braucht es dann aber schon etwas mehr ;-).

    Es gibt Möglichkeiten, bzgl. Lüftung nachzurüsten-dazu können die Herren und Damen hier bestimmt Stellung beziehen.
    Eine zentrale Lüftung im Nachhinein zu installieren fällt aber wohl flach, jedenfalls wären die Investitionskosten dafür ziemlich hoch.
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  5. #4

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    wir haben letztes Jahr gebaut und haben 0,6 und? kaum mehr. Wir kommen mit lüften hinter her. 2 mal Stosslüften alle Räume für 10 min (1 fenster pro zimmer) und Haustür. Nicht auf kipp und auch nicht einzelne Räume lüften.
    Man braucht nicht alle 2 Stunden lüften.

    Geht mal eure Verträge noch mal durch und alle unterschriebe Zettel. Bin mir sicher ihr musstet in dieser Richtung irgendwas unterschrieben haben.

    Was erwartest du von GÜ das er machen sollen? Man kann auf anderen Weg das Problem lösen auch ohne eine Belüftungsanlage.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    wie groß ist denn das Haus, wieviele Bewohner?
    haben Sie besondere Feuchtequellen in dem Haus? Haustiere?
    Wie und wieviel lüften Sie denn?

    75% rel. LF sind erstmal viel. Aber bei welcher Temperatur denn? Ist das nur ein einzelner "Ausreißer" nach oben oder Dauerzustand (sie schreiben ja "wenn" ..., "hätten")? Heißt das, Sie haben gar keine 75% rel. LF? Wie ist die Feuchtesituation denn dann tatsächlich?

    Möglicherweise haben Sie noch mit Neubaufeuchte zu kämpfen. Wann wurde das Haus erstellt, wann bezogen, wann wurde die Heizung in Betrieb genommen?
    Es hat 157qm Wohnfläche und nochmal 80qm Keller drunter (unbeheizt).
    Wir wohnen zu viert in dem Haus, meine Frau und zwei Kinder. Haustiere keine und auch kein Aquarium oder so. Wenn wir Stoßlüften (5mal am Tag in etwa) geht der Wert aktuell natürlich auch sofort runter auf 45%. Ich habe zwecks Kontrolle in jeden Raum einen digi Hydrometer gehangen damit ich besser erkenne wann es Zeit zum lüften wird. Das Haus wurde Mitte 2014 fertiggestellt und es hat bestimmt noch restfeuchte. Im Dachboden sammelt sich auch Kondensat und es beginnt dort bereits zu schimmeln.

    Meine Frage ist nun ob das Haus so nach den "Regeln der Technik" funktionieren kann ohne eine Lüftungsanlage? Was wenn wir mal 8Wochen auf Haiti im Urlaub sind? Kann ja nicht die Fenster offen lassen? Würde ein dezentrales System nachrüstbar sein und weiter helfen?

    Hätte man ein Lüftungskonzept erstellen müssen (vom Planer) um raus zu finden, ob man eine benötigt oder nicht? Also ich habe bislang nichts dergleichen bekommen was mit Lüftung zu tun hat?
    Normalerweise hätte der Planer uns doch zumindest darauf hinweisen müssen das das Haus eine benötigt oder eben nicht?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Siddy74 Beitrag anzeigen
    Im Dachboden sammelt sich auch Kondensat und es beginnt dort bereits zu schimmeln.
    Kalt- oder Warmdach?
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  8. #7
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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Kalt- oder Warmdach?
    Kaltdach, Obergeschoss hat Betondecke die von oben mit Dämmung und Dämmestrich isoliert ist.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Siddy74 Beitrag anzeigen
    Kaltdach, Obergeschoss hat Betondecke die von oben mit Dämmung und Dämmestrich isoliert ist.
    Dieses Problem ist dann aber unabhängig von deinem Lüftungsproblem im Wohnraum zu sehen. Wie wird denn der Dachboden gelüftet? Insbesondere der "Estrich" ist interessant - der bringt ja Feuchte ein...

    Ansonsten hat man normalerweise ein Problem mit seiner luftdichten Ebene im Dachbereich - das sollte auch nochmal geprüft werden - selbst wenn der Blower-Door-Test gut war kann es punktuelle Leckagen geben.

    Und: stell mal Fotos vom Dach ein... daran können die Experten evtl. was ablesen.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Siddy74 Beitrag anzeigen
    Hätte man ein Lüftungskonzept erstellen müssen...
    die DIN 1946-6 ist m.E. keine anerkannte Regel der Technik. Das sehen auch andere Kollegen hier aus dem Forum so. Dazu hatten wir schon einiges diskutiert. Suchen Sie mal nach dem Stichwort "Lüftungskonzept".

    In 2014 gebaut, also ist durchaus noch nennenswert Neubaufeuchte anzunehmen, zumal erst seit wenigen Wochen/wenigen Monaten nennenswerte Beheizung annehme.
    Wenn beim Stoßlüften die Feuchte auf 45% runter geht, scheint das Lüften ja zu funktionieren. Dieses verstärkte Lüften wird man, so lange Neubaufeuchte vorhanden ist (mindestens in der ersten Heizperiode, manchmal auch länger) noch weiterspielen müssen. Zusätzlich zum ausreichenden Lüften kommt es aber auch (ganz, ganz wichtig!) auf ein ausreichendes, gleichmäßiges Beheizen aller Räume an. Also keine Räume kühl lassen, z.B. weil diese gerade nicht genutzt werden.
    Öffnungen zum kalten Dachboden sind natürlich luftdicht zu schließen.

    Ein Lüftungssystem ist immer nachrüstbar. Es ist nur die Frage, mit welchem Aufwand. Das muss man vor Ort sehen.

    Apropos Haiti: Wenn wir länger in Urlaub gehen, schicken wir den Schwiegerpapa, Freunde o.ä. ins Haus, um nach dem Rechten zu sehen.
    Mal ganz konkret gefragt: Unterstellen Sie dem Planer, unzureichend geplant zu haben?
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  11. #10

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    Mich persönlich würde gern interessieren welches Mauerwerk ihr habt?
    Wie der Keller gelüftet wird? Welche Luftfeuchtigkeit habt ihr im Keller?

    Nur z.B. wir haben absolut kein Problem die Luftfeuchtigkeit auf 50% in Momemt zu halten.
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  12. #11

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    Die Dachschrägen sind also nicht gedämmt?
    Wieso findet dann dort kein ausreichender Luftaustausch statt?
    Wo genau und was schimmelt denn?
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  13. #12

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    Bis jetzt wird doch nur vermutet, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch werden könnte und dass es schimmeln könnte, wenn man sich denn nicht bestimmungsgemäß verhielte.

    Da gibt's bestimmt noch viel mehr im Haus was nicht benutzerunabhängig funktioniert. Ich denke da an den regelmäßigen Wasserwechsel der sichergestellt werden muss oder wurde ein Hygienespülsystem verbaut?
    Muss man die Haustür vielleicht sogar händisch abschließen und die Fenster selbst auf Verschluss kontrollieren?
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  14. #13

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    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Da gibt's bestimmt noch viel mehr im Haus was nicht benutzerunabhängig funktioniert. Ich denke da an den regelmäßigen Wasserwechsel der sichergestellt werden muss oder wurde ein Hygienespülsystem verbaut?
    Muss man die Haustür vielleicht sogar händisch abschließen und die Fenster selbst auf Verschluss kontrollieren?



    ich bin der Meinung, dass man den Nutzer auch eine Mitverantwortungspflicht für sein Wohlergehen zumuten kann und ihm auch eine gewissen Intelligenz und Selbstverantwortung zusprechen darf.

    Da vergleiche ich das immer gern mit dem Auto: Das hat Gaspedal und Bremse. Das Gasgeben und Bremsen überlässt man dann dem Nutzer. Wenn man das Gaspedal sowie die Bremse angepasst und ausgewogen - auf die jeweilige Situation/Witterung/Umwelteinflüsse angepasst - bedient, dann wird der Nutzer damit auch keinen Totalschaden/Unfall verursachen...
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen



    ich bin der Meinung, dass man den Nutzer auch eine Mitverantwortungspflicht für sein Wohlergehen zumuten kann und ihm auch eine gewissen Intelligenz und Selbstverantwortung zusprechen darf.

    Da vergleiche ich das immer gern mit dem Auto: Das hat Gaspedal und Bremse. Das Gasgeben und Bremsen überlässt man dann dem Nutzer. Wenn man das Gaspedal sowie die Bremse angepasst und ausgewogen - auf die jeweilige Situation/Witterung/Umwelteinflüsse angepasst - bedient, dann wird der Nutzer damit auch keinen Totalschaden/Unfall verursachen...
    Und weil die Autofahrer alle so verantwortungsbewusst umgehen, wird in die Neubaukarren ein Bremsassistent eingebaut, der zu dichtes Auffahren verhindert und vor Hindernissen eine Bremsung einleitet. Ich durfte letzthin versuchen einen V70 vor die Wand zu fahren - geht nicht. Ich bin danach wieder in meinen G60 eingestiegen .. DER führe gegen die Wand - ohne nachzufragen.
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  17. #15
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    Also wenn mir das Haus wegschimmelt, weil es einfach nicht zu machen ist die Feuchtigkeit durch Lüften im Griff zu bekommen ist das schon ein Ernst zu nehmendes Problem! Wenn dieses Problem nun dauerhaft besteht, da es "vielleicht" Planungsfehler gab bezüglich Lüftung sollte der Verantwortlich auch dafür gerade stehen. Und wenn die Lüftung unzureichend ist muss man versuchen das in den Griff zu bekommen. Natürlich Lüften wir regelmäßig und einmal Morgens, Mittags und Abends ist kein Thema solang jemand Zuhause ist. Das Haus muss aber auch so funktionieren, das man mal unbesorgt 2Wochen in Urlaub fahren könnte ohne das der Parkettboden sich durch 80% Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer hebt. Hat nicht jeder nee Oma oder Opa in der Nähe die dann in dieser Zeit lüften könnten. Gerade im Sommer sehe ich das Problem kommen, jetzt geht's ja gerade noch so.

    Wenn ich in meiner Software einen Button "vergessen" habe zu planen, aber die Funktion auch über Umwege aufgerufen werden kann (z.b. ein paar klicks mehr) - dann muss ich auch zusehen, das der Benutzer (Bauherr) dadurch nicht eingeschränkt wird. Es ist dann meine Aufgabe diesen Button nach zu liefern da ich nicht von ihm verlangen kann, dass er dadurch 30min mehr Zeit investiert.
    Wie ich immer solche "unnötigen/unpassende" Vergleiche liebe!

    Können diesen Thread zu machen, kommen wieder zu viele komische Äußerungen die nicht mit dem Thema zu tun haben! Danke dennoch an diejenigen, die sich tatsächlich auch dafür interessiert hatten
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