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  1. #1

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    Fertigkeller oder konventionell mit Ortsbeton

    Ich stehe kurz vor der notwendigen Entscheidung, ob ich den Auftrag, meinen Keller zu bauen, an einen Fertigkellerbauer oder an einen ortsansässigen Kellerbauer vergebe. Als Fertigbaukeller käme Firmenname entfernt in Betracht, weil mein Hausanbieter mit dieser Firma zusammenarbeitet. Ich würde dort einen Keller gegen drückendes Grundwasser in Auftrag geben, das ist die stärkste Variante, die es gibt. Firmenname entfernt ist hierauf spezialisiert.
    Nun habe ich zwei Erdbauer bezgl. der Aushubarbeiten angefragt und die haben mir Horrorgeschichten von Fertigkellern erzählt. Von wegen "Schutz vor drückendem Grundwasser". Sie können mir zahlreiche Bauherrn nennen, die mit Fertigbaukeller-Unternehmen gearbeitet haben und nun angeblich seit Jahren prozessieren, weil sie nasse Keller hätten.
    Die Erdbauer raten mir dringend vom Fertigkeller ab. Ich solle meinen Keller konventionell bauen, da sei ich auf der sicheren Seite und dann wäre er auch trocken.
    Mir stellt sich nun die Frage, ob die beiden Erdbauer mir das erzählen, um den Kellerauftrag irgendwelchen ortsansässigen Bauunternehmen zuzuschieben oder ob es wirklich so heikel ausschaut. Ich kann mir als Laie eigentlich nur vorstellen, daß ein computer- und robotererstellter Keller eigentlich tausendmal besser gebaut sein muß, als wenn Handwerker da vor sich hinwurschteln. Ich habe als Student auf dem Bau gearbeitet und dabei viel mit Handwerkern zu tun gehabt und aus dieser Erfahrung kann ich auch jede Menge Horrorgeschichten erzählen. Traue keinem Handwerker über den Weg, ausser er ist dein bester Freund.
    Welche Erfahrungen hat man hier mit Fertigkellern, insbesondere in Bezug auf Wasserdichtigkeit.
    Geändert von JamesTKirk (25.01.2015 um 17:11 Uhr) Grund: Firmenname entfernt, für die Frage unerheblich
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  2. Fertigkeller oder konventionell mit Ortsbeton

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  3. #2
    JamesTKirk
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    Meine persönliche Meinung:
    Beim Bau einer Weissen Wanne würde ich die Finger von Elementwänden lassen und in jeden Fall den Keller in Ortbetonbauweise erstellen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke für die Info. Was spricht denn gegen Elementbauwände? Und wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Ortsbeton und Fertigkellerbeton. Soweit ich verstanden habe, wird doch der Keller trotzdem vor Ort mit Beton ausgegossen.
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  5. #4
    Lebski
    Gast
    Mal für mich, damit ich es verstehe:

    Da kommt jemand in ein Forum, verstösst gegen die NUB, beleidigt erst mal pauschal alle Handwerker, träumt davon, dass Fertigelemente von Robotern gemacht werden (am besten auch auf der Baustelle), und fragt dann nach einer Erklärung der Unterschiede. Wer hat dazu blos Lust, zumal das Thema in diesem Forum schon gefühlt 373 mal behandelt wurde, die SuFu also hilfreich wäre.
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  6. #5
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von Odysseus Beitrag anzeigen
    ... Was spricht denn gegen Elementbauwände? ...
    Roboter sind auch nur Menschen ...
    Ausserdem gibt es nach den Robotern noch eine Menge Arbeitsschritte, bei denen viel in die Hose gehen kann (und auch geht).
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  7. #6
    JamesTKirk
    Gast
    Da hat Lebski recht: Deine Einstellung zu Handwerkern solltest aber noch einmal überdenken ...
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  8. #7
    Themenstarter

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    "Ausserdem gibt es nach den Robotern noch eine Menge Arbeitsschritte, bei denen viel in die Hose gehen kann (und auch geht)." Keine Frage, das sehe ich natürlich auch. Aber: nach dem Anpfiff von Lebski hab ich hier im Forum ein wenig gestöbert und in der Tat, das Thema gab es schon öfter. Nur das mir das Durchlesen auch nicht viel hilft.
    Ich bin Laie und als ich angefangen habe mich mit dem Thema Bauen zu beschäftigen, ging es für mich erstmal darum, ob ich Massiv oder in Holzständerbauweise baue. Dazu habe ich viel gelesen und möchte mal behaupten, daß unter`m Strich heraus kam, für beide Varianten gibt es Vor- und Nachteile, aber abgeraten hat mir keiner vom Fertighaus in Holzständerweise. Aus heutiger Sicht würde eine Holzständerbauweise dem Massivhaus (Stein auf Stein) in nichts nachstehen (allenfalls im Bereich Schallschutz hätte Massiv die Nase vorne).
    Das in beiden Varianten bei Baufehlern Probleme auftreten ist natürlich selbstverständlich.
    Nun sage ich mir, daß es doch eigentlich nicht so schwierig sein kann, einen Keller zu bauen, der schlicht und ergreifend so dicht ist, daß kein Wasser herein kommt. Das ist doch keine Reise zum Mars, sondern nur ein Bau, der drei Meter tief in der Erde steckt. Und dabei sollte es doch eigentlich gleichgültig sein, welches Produktionsverfahren dabei angewandt wird. Das Fehler bei beiden Varianten auftreten können, ist natürlich klar, aber ich gehe mal davon aus, daß keine Fehler auftreten, dann müsste es doch auch einem im Werk produzierten Kellerbauer möglich sein, dieses Ziel zu erreichen. Schließlich wird mein Keller ja nicht der erste sein, der mit WU-Beton gebaut wurde und den Test bestanden hat.
    Aber wenn es nachvollziehbare Argumente gibt, daß es gar nicht möglich ist, einen Keller als Fertigkeller zu produzieren, der gegen drückendes Grundwasser gewappnet ist, dann bin ich sofort bereit, die konventionelle Variante zu nehmen.
    Vielleicht gibts ja hier im forum auch Leute, die gute Erfahrungen mit Fertigkellern gemacht haben oder eben auch schlechte. Übrigens letztere habe ich gemacht, nämlich da wo ich derzeit zur Miete wohne. Das ist ein konventionell gebauter Keller, Ausführung weisse Wanne, nur in unserem Keller stand schon zwei Mal rund 10 cm hoch das Wasser. Bis heute war man nicht in der Lage, dafür eine Erklärung zu finden, zumindestens hat uns unser Vermieter keine geben können.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Odysseus Beitrag anzeigen
    einem im Werk produzierten Kellerbauer
    DEN will ich mal sehen *g*

    Ansonsten: Ja auch ein aus Fertigteilen bestehnder Keller funktioniert, wenn er richtig gemacht wird. Bei einem vor Ort gegossenem Hast DU jedoch mehr Einflussmöglichkeiten auf die Qualität.

    Alle aus Fertigteilen gefertigte Weisse Wannen, die ich bisher gesehen habe, waren undicht. Das liegt aber dran, dass ich gerufen wurde, weil die undicht waren. Undicht waren die ALLE an den Fugen. Schlampig aufgebaut und nicht ordentlich kontrolliert ... vorm Ausgießen ...
    In der Fäche war noch keiner undicht.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Danke Taipan für den konkreten Hinweis, wo das Problem liegen könnte. Damit kann ich was anfangen. Übrigens Entschuldigung an alle Handwerker, das war nicht in Ordnung von mir, alle Handwerker über einen Kamm zu scheren. Habe dabei nur an meine eigenen Leistungen gedacht, die ich damals in meiner Studentenzeit als Hilfskraft auf dem Bau gebracht habe. Das war nicht wirklich gut. Ich habe für ein deutsches Bauunternehmen gearbeitet und musste unter anderen mauern, obwohl ich das nie zuvor getan hatte.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    .. zumal das Thema in diesem Forum schon gefühlt 373 mal behandelt wurde, die SuFu also hilfreich wäre.
    eher 2373 mal - die suchefunktion ist trotzdem hilfreich
    (wird aber üblicherweise zu spät "angekurbelt").

    btw, taipan, "undicht in der fläche" gibts durchaus - das
    ist einfach reproduzierbar
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Warum ich einen Fertigkeller bevorzuge? Tue ich eigentlich garnicht. Aber der Fertighaushersteller arbeitet mit einem namhaften Fertigbaukeller-Unternehmen zusammen. Nehme ich den Keller aus dem Gesamtauftrag heraus, was ich jetzt noch kann, sehe ich folgendes Problem: Gibt es irgendwelche Setzungsprobleme oder Risse beim Haus, könnte es sein, daß der Hausbauer die Ursache beim Kellerbauer sucht und der Kellerbauer wird natürlich sagen, daß es nicht sein Schuld sei. Gebe ich den Gesamtauftrag an den Hausbauer, habe ich nur einen Ansprechpartner im Falle eines Falles.
    Wenn ich den Kellerbau aus dem Gesamtauftrag herausnehme und den Auftrag selbst vergebe, bin ich selbst für den Ablauf verantwortlich. An wen müßte ich mich wenden, um zu überprüfen, ob der von mir beauftragte Kellerbauer seine Arbeit ordnungsgemäß ausgeführt hat. Dies müsste ja ein neutraler Sachverständiger sein, der den Keller überprüft, bevor er wieder mit Erdreich zugeschüttet wird.
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  14. #12

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    Also ich habe einen Fertigkeller - und er ist bis jetzt dicht (steht aber auch erst 2,5 Jahre).

    Das Koordinationsproblem ist natürlich da - Vor dem Problem stand ich auch - nimmt man eine potentiell bessere Bauweise und handelt sich dafür evtl. Schnittstellenprobleme ein - oder nimmt man das was schon dutzendfach gebaut wurde.

    Ich hab mich für letzteres entschieden. Auf einen externen Sachverstand solltest du nicht verzichten. Ich habe einen "Bauherrenberater" gebucht und beim Keller hat er wirklich penibel auf vieles geachtet. Das hat hoffentlich die Qualität gesteigert (zumindest hat es mir ein gutes Gefühl gegeben).
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