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  1. #1

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    Auflager Deckenbalken fehlerhaft?

    Hi! Ich hab heute (2 Jahre nach dem Bezug) das erste Mal die Ausführungspläne zu meinem Haus gesehen. Dabei ist mir folgendes Detail aufgefallen:

    https://dl.dropboxusercontent.com/u/...ndetail_01.PNG

    Sieht also so aus als würden die Deckenbalken von Links und Rechts in den Stahlträger eingelegt und von oben mittels Spanplatte verschraubt - von unten mittels einer Holzplatte.

    Nun habe ich Fotos aus der Rohbauphase

    https://dl.dropboxusercontent.com/u/...2015.25.43.jpg
    https://dl.dropboxusercontent.com/u/...2015.26.20.jpg

    Das sieht nicht danach aus das von unten ein BRett drunterliegt. Das man es nachträglich "reingeschoben" hat kann ich mir auch kaum vorstellen.

    Wie ist das zu bewerten?
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  2. Auflager Deckenbalken fehlerhaft?

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  3. #2

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    entweder sind die Balken höher oder der Stahlträger schwächer geworden.
    Was mir auffiel: wer sichert denn mit solchen Bändern die Mineralwolle gegen herausfallen?
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    entweder sind die Balken höher oder der Stahlträger schwächer geworden.
    ? Bahnhof?

    Was genau meinst du?

    Der Träger ist in der Statik mit 200mm angegeben - und die Deckenbalken sind 250mm hoch - dadurch hat der Träger oben das Füllholz. Meinst du das?

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Was mir auffiel: wer sichert denn mit solchen Bändern die Mineralwolle gegen herausfallen?
    Der Hersteller? "Ein großer deutscher Fertighaushersteller"... mehr darf man ja hier nicht sagen, ohne eins auf den Deckel zu kriegen
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  5. #4

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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Der Träger ist in der Statik mit 200mm angegeben - und die Deckenbalken sind 250mm hoch
    aber nicht auf der Zeichnung. Auf der Zeichnung ist Stahl und Holz gleich hoch.

    die untere Seekieferplatte sollte vermutlich zusammen mit der oberen Spanplatte die Scheibenwirkung der Decke sicherstellen. Ob es die obere Spanplatte alleine kann, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall ist das eine Abweichung von der Statik, sofern diese Skizze "Deckendetail_01.PNG" tatsächlich aus der Statik kam. Es wundert mich nämlich etwas, weil ein Statiker in der Regel keine solchen bunten Bilderchen malt...
    Sicher hat es einen guten Grund, warum sowohl oben als auch unten eine Platte geplant war. Gerade die Fertighausindustrie macht für mich ja den Eindruck, alles, was irgendwie geht, zu optimieren und einzusparen, sofern möglich/nachweisbar.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    aber nicht auf der Zeichnung. Auf der Zeichnung ist Stahl und Holz gleich hoch.
    In der Tat - ich hatte das halt für symbolhaft gehalten - denn in den Ausführungsplänen wie auch in der Statik steht 200mm für diesen Träger. Stahlträger mit Füllholz obendrauf scheint auch nicht so ungewöhnlich zu sein (wenn man google glauben darf) - siehst du hier ein Problem?

    Nun war die eigentliche Frage was mit der "unteren Befestigung" ist - wenn ich den Plan richtig lese sollten die Balken die links und rechts in den Träger eingelegt sind mit einer 1250mm breiten Platte von unten verschraubt werden. Diese Platte kann ich nirgendwo sehen. Muss man da nun befürchten das mir die Balken "raushüpfen"?
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    .. ich hatte das halt für symbolhaft gehalten ..
    das ist nachvollziehbar - mehr würde ich auch nicht in diese
    art der darstellung reininterpretieren, weil das mag "intern"
    gängig sein (bei mir auch), aber bestimmt nicht als ausführungs-
    bzw. werkstattzeichnung für den offiziellen gebrauch, da gibts
    schon noch andere anforderungen.
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  8. #7

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    ich hatte mich auf das verlassen, was ich gelesen habe:
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Ausführungspläne zu meinem Haus...
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    die untere Seekieferplatte sollte vermutlich zusammen mit der oberen Spanplatte die Scheibenwirkung der Decke sicherstellen. Ob es die obere Spanplatte alleine kann, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall ist das eine Abweichung von der Statik, sofern diese Skizze "Deckendetail_01.PNG" tatsächlich aus der Statik kam. Es wundert mich nämlich etwas, weil ein Statiker in der Regel keine solchen bunten Bilderchen malt...
    Sicher hat es einen guten Grund, warum sowohl oben als auch unten eine Platte geplant war.
    Also - das Bild kommt nicht aus der Statik - sondern aus den "Konstruktionsplänen" (laut Kundenbetreuer) - sieht für mich aus wie die Aufbauanleitung für den Bautrupp. Die Statik verstehe ich glaub ich nicht ausreichend um zu ersehen was da gefordert ist.

    Scheibenwirkung klingt böse (bzw. das evtl. nicht vorhandensein der selbigen).

    Die Frage ist nun was da zu tun ist. Wenn ich den Hersteller anschreibe wird die erste Antwort sicher "kein Problem - braucht man nicht" sein (zumindest so wie ich den Kundendienst bisher kennengelernt habe).

    Daher folgende weitere Frage: für eine Scheibenwirkung wäre es nicht wichtig das die Platte unter dem Träger durchgehend ist - korrekt? Es kommt im wesentlichen darauf an das die Balken auf einer Seite miteinander soweit verbunden sind das sie nicht "nach links oder rechts wegkönnen" - richtig?

    Ich nehme an mit einem Endoskop könnte man schnell feststellen ob da was eingebaut wurde. NUr wie könnte man das Ganze dann beheben?
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  10. #9
    Avatar von Flocke
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    Der untere Streifen Seekiefer scheint vorgesehen um das herausziehen der Holzträger aus dem Stahlträger zu verhindern. Die Spanplatte reicht für Zugkräfte nicht aus. Jedenfalls ein Detail das verbesserungswürdig erscheint.
    Die Gebäudeaussteifung kann auch auf anderem Weg erfolgen
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  11. #10
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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Der untere Streifen Seekiefer scheint vorgesehen um das herausziehen der Holzträger aus dem Stahlträger zu verhindern. Die Spanplatte reicht für Zugkräfte nicht aus. Jedenfalls ein Detail das verbesserungswürdig erscheint.
    Die Gebäudeaussteifung kann auch auf anderem Weg erfolgen
    Die Statik beschreibt die 22mm Spanplatte die oben auf der Balkenlage ist als Deckenscheibe.

    Aber nun schreibst du von "herausziehen".

    Frage: was kann man da jetzt noch machen? Also wie behebt man sowas?
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  12. #11

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    1. Frage nicht wie behebt man das, sondern muss man es heilen!

    Die Antwort darauf steht in der Statik. DIe Seekieferplatte kan ebenso symbolhaft sein wie die ebenengleichen Holz/Stahlteile
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    1. Frage nicht wie behebt man das, sondern muss man es heilen!

    Die Antwort darauf steht in der Statik. DIe Seekieferplatte kan ebenso symbolhaft sein wie die ebenengleichen Holz/Stahlteile
    Also in der Statik habe ich nichts bzgl. Seekieferplatte gefunden. Nur das die Gebäudeaussteifung durch die Decke erfolgt - mit 22mm Spanplatte drauf.

    Um Sicherheit zu bekommen sollte ich vermutlich einen Statiker befragen, da die Baufirma natürlich sofort die "ist eh alles nur symbolhaft"-Karte ziehen wird... richtig?
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  14. #13
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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Also in der Statik habe ich nichts bzgl. Seekieferplatte gefunden. Nur das die Gebäudeaussteifung durch die Decke erfolgt - mit 22mm Spanplatte drauf.

    Um Sicherheit zu bekommen sollte ich vermutlich einen Statiker befragen, da die Baufirma natürlich sofort die "ist eh alles nur symbolhaft"-Karte ziehen wird... richtig?
    So - so richtig weiss ich noch nicht wie ich das weiter verfolgen soll - erstmal selber das Endoskop in die Decke schieben und schauen ob da was ist was nach meinen Fotos montiert wurde? Wie find ich einen Statiker? Was wird mich das kosten?
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    dem unterseitigen zugstoss einen auch nur bescheidenen
    anteil an der scheibenwirkung der decke zuzusprechen,
    würde (selbst dann, wenn´s ausgeführt wäre) stark in die
    nähe von wunderheilung rücken.
    andersrum: wenn´s die obere scheibe nicht packt, hilft
    die zugdeckung mittels seekieferplatte auch nicht.

    warum machen die das dann (zumindest im planungsbüro)?
    . es kann helfen, bewegungen von der gk-decke fernzuhalten
    . es soll (meist fehlgedacht) den stahlträger am kippen hindern.

    warum machen die das dann nicht (auf der baustelle)?
    . die baustelle bzw. die holzmonteure sind unschuldig.
    . in der arbeitsvorbereitung wird gespart.

    angenommen, das zumindest im prinzip erkennbare detail
    zu verschlechtern, spart je träger rund 150,-
    bei 200 häusern (rechenannahme, wild geraten ) und je
    2 trägern wären das schlappe 60.000,- .. verlockend, oder?
    von 200 bauherren gibts (vielleicht) 6, die den aufstand
    proben, 4 davon werden dummgeschwätzt und zwei bekommen
    je ein fresspaket für 200 euro: die geben dann auch ruhe
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  17. #15
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    Vielen Dank für deine Einschätzung - aber was genau soll ich jetzt tun? Einfach lassen weil den Ärger nicht wert? Und statisch scheint es ja dann auch kein Problem zu sein? Denn wenn der Stahlträger nicht anderweitig gegen kippen gesichert ist, dann reisst es die Platte auch nicht. Korrekt?
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