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Ist der Holzvergaser die richtige Entscheidung?

Diskutiere Ist der Holzvergaser die richtige Entscheidung? im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ist der Holzvergaser die richtige Entscheidung?

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade in der Vorplanung für unser Haus.
    Planung von Abmessungen und Raumaufteilung sind soweit abgeschlossen.
    Geplant ist ein EFH aus Massivziegel mit 160 qm Wohnfläche.
    Das Haus bekommt eine Flächenheizung (Decke) und zusätzlich einen Heizkamin.

    Nun stellt sich die leidige Frage nach der richtigen Heizungswahl.
    Aber je mehr ich darüber lese, desto verwirrender werde ich bzw. schwieriger wird die Entscheidung.
    Selbst von den Heizungsinstallateuren erhalte ich die unterschiedlichsten Aussagen.

    Mein Favorit ist ein Holzvergaser mit Solar, da Holz gratis zur Verfügung steht (eigener Wald).
    Platz für Heizung und Holzlager ist ebenfalls kein Problem.
    Diese Variante ist in der Anschaffung sehr kostenintensiv, jedoch Fallen keine Brennstoffkosten an.

    1. Alternative wäre eine Gastherme mit Solar, wobei kein Gasanschluss vorhanden ist.
    d.h. es müsste ein Flüssiggastank eingegraben werden.
    Anschaffungskosten sind gering, jedoch stört der Gastank im Garten.

    2. Alternative ist eine LWP.
    Anschaffungskosten sind hier deutlich geringer als HV, jedoch werden sich die jährlichen Stromkosten auf ca. 1000€ belaufen.
    Erdkollektoren möchten wir nicht, da ein großer Teich im Garten geplant ist.

    Für Meinungen, Erfahrungen, Ideen und Diskussionen bin ich sehr dankbar.

    Beste Grüße
    Markus
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  2. Ist der Holzvergaser die richtige Entscheidung?

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  3. #2

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    Heizlastberechnung vorhanden? Wie schaut die Dämmung aus?
    Anzahl Bewohner? WW-Verbrauch?
    Lüftungsanlage geplant?
    Keller ja/nein? Wenn ja beheizt?
    Was für ein Heizkamin ist geplant? Größe Aufstellraum?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von magges Beitrag anzeigen
    Mein Favorit ist ein Holzvergaser mit Solar, da Holz gratis zur Verfügung steht (eigener Wald).
    Schon interessant, dass für einige Menschen die Freizeit keinen Wert darstellt. So lange Du gesund bist, kannst Du vielleicht mit einer Axt ausgestattet Bäume fällen und das Holz zum Haus bringen. Irgendwann wirst Du dazu Maschinen brauchen, die Geld in der Anschaffung und auch im Unterhalt kosten. Dann steht das Holz nicht mehr kostenlos zur Verfügung.

    Ich würde an Deiner Stelle über eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung nachdenken.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von magges Beitrag anzeigen
    Diese Variante ist in der Anschaffung sehr kostenintensiv,
    Vielleicht mal in der Rubrik Dacia anstatt S-klasse schauen? Wenn Holz sowieso gratis zur Verfügung steht, dann es es doch auch wurscht ob der Kessel nun einen Wirkungsgrad von 92% oder 90% hat.

    Anschaffungskosten sind hier deutlich geringer als HV, jedoch werden sich die jährlichen Stromkosten auf ca. 1000€ belaufen.
    Du rechnest also mit über 15.000kWh thermisch p.a.?
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  6. #5

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    Ich habe selber einen Holzvergaser.

    Sofern du schon die notwendige Ausstattung für die Waldarbeit hast und weißt was da an Arbeit anfällt ist es sicher nicht die schlechteste Heizung.

    Ich muss bei mir ca. Jeden 2. Tag Feuer machen ca 10-15 Minuten + Wöchentliche und Monatliche Reinigung nochmal pro Monat locker 1-2 Stunden.

    Selber habe ich noch eine Elektrische Heizpatrone falls ich aus Irgendwelchen Gründen eine Zeit lang nicht Heizen kann. Hab ich aber noch nicht gebraucht.

    MFG Markus
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  7. #6

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    Ich habe auch einen Holzvergaser für 220 m² Wohnfläche, brauche im Jahr 20 RM Kiefernholz, Technik wirst ja haben und der Wald muss sowoeso gemacht werden. Solar würde ich weglassen brauchst eh nicht im Sommer heizt 1x in der Woche und im Winter 1x am Tag. habe einen Fröling S4 mit 15 kw reicht locker. Haus 5 Jahre alt nicht Niedrigenergiehaus. Für micht wars die beste Entscheidung.
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  8. #7

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    Wenn man einen echten "Wirtschaftswald" und nicht nur ein paar Hektar Hobby-Fläche hat, dann wird man sowieso nicht um Arbeitnehmer oder Lohnunternehmer für die Bewirtschaftung rum kommen. Die können dann auch einen kurzen Abstecher zum Chef machen und Schuppen wieder auffüllen. Dann ist Holzvergaser oder Hackschnitzel sicherlich eine Überlegung wert.

    Wenn man nur eine kleine Fläche hat, in der man sich am Wochenende mit der Axt austobt, dann sollte man die Überlegung schon anstellen ob man aus einem angenehmen Hobby eine drängende und dringende Pflichtaufgabe machen will. Meine Frau und ich haben uns dagegen entschieden.
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  9. #8

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    Nur mit einer Motorsäge und einer Axt würde ich auch niemals in den Wald gehen.

    Bei mir ist ein kompletter Maschienenpark sowiso vorhanden dann geht die Arbeit. Aber wenn nichts da ist und man sich wegen dem Heizen Traktor, Wagen, Seilwinde usw. Anschafft dann geht die Rechnung warscheinlich erst dann auf wenn man zu alt für den Wald ist.
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  10. #9
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    Erst mal danke für die vielen Antworten.

    Hier noch weiter Daten zum Haus.
    Heizlastberechnung ist in Auftrag gegeben.
    Ziegelstärke 36,5 ohne Dämmung.
    Lüftungsanlage ist nicht geplant.
    Das Haus ist komplett unterkellert, jedoch kein Wohnraum bzw. ohne Heizung.
    Als Heizkamin ist ein individuell geplant. Einsatz ist von Spartherm mit 9 kW.
    Die Heizkamin soll den großen Wohn-/Ess-/Kochbereich (48 qm) mit zusätlicher Wärme versorgen.

    Schon interessant, dass für einige Menschen die Freizeit keinen Wert darstellt. So lange Du gesund bist, kannst Du vielleicht mit einer Axt ausgestattet Bäume fällen und das Holz zum Haus bringen. Irgendwann wirst Du dazu Maschinen brauchen, die Geld in der Anschaffung und auch im Unterhalt kosten. Dann steht das Holz nicht mehr kostenlos zur Verfügung.
    Natürlich ist mir die Freizeit einiges Wert. Jedoch finde ich als Büromensch die Waldarbeit als Ausgleich.
    Der Maschinenpark von Motorsäge, Spalter, Traktor, Hänger etc. ist natürlich vorhanden.
    Und bei z.B Sturmbruch müssen die beschädigten Bäume halt gefällt werden. Erledigt sich leider nicht alleine.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Ich würde an Deiner Stelle über eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung nachdenken.
    Überlegung war auch da. Jedoch wir keine weiter Bohrung genehmigt, da bereits in direkter Nachbarschaft einige Bohrungen vorhanden sind.

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Vielleicht mal in der Rubrik Dacia anstatt S-klasse schauen? Wenn Holz sowieso gratis zur Verfügung steht, dann es es doch auch wurscht ob der Kessel nun einen Wirkungsgrad von 92% oder 90% hat.
    Zugegeben, habe bisher nur Angebote von namhaften Hersteller wie Fröling und Hargassner.
    Denke die günstigen Anbieter sind nicht nur vom Wirkungsgrad schlechter. Auch die Verabeitung und Haltbarkeit ist nicht vergleichbar.
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  12. #11

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    Ich klinge mich hier mal mit einer Frage ein. Ist es möglich in einem Holzvergaser sogenannte holz Späne Presslinge ähnlich der holzbriketts zu verbrennen?
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  13. #12
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    Das Haus bekommt eine Flächenheizung (Decke) und zusätzlich einen Heizkamin.
    Nun stellt sich die leidige Frage nach der richtigen Heizungswahl.
    Massivste und damit nahezu nicht regelbare Bauteile und Heizkamin ... sorgt in der Praxis immer wieder für "Freude" und heftigste Übertemperaturen im Raum.

    Holzkessel und Pufferspeicher (Größe min so, dass ein Ausbrand aufgenommen werden kann) sind - je nach hydraulischer Einbindung - auch oftmals eine Quelle für Verzugszeiten die wenig Freude aufkommen lassen.

    Solche Heizkonzepte funktionieren. Regelfähigkeit Tendenz null. Zeitdauer bis Beharrung eintritt regelmäßig "Tage" auf Grund der Massen der Heizflächen.

    Ob solche Konzepte für ein EFH glücklich machen muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  14. #13

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    Moin,

    ich habe für meine Lagerhalle und Büro auch einen Holzvergaser von Fröling kombiniert mit einer untergeordneten Ölheizung für die ganz kalten Tage, und bin zufrieden damit. Den einzigen Nachteil den ich bei einem EFH mit Holzvergaser sehe, ist, wenn die Heizung bei Urlaub oder Krankheit nicht bestückt werden kann, und dann der böse Heizstab anspringt. Ein Freund von mir hat vor 7 Jahren gebaut und auch einen Holzvergaser, nach dem ersten Winterurlaub ( 2 Wochen war es saukalt, keiner hat die Heizung geladen ) wurde dann nach der Stromrechnung beschlossen, nur noch im Sommer in den Urlaub zu fahren. : Yikes
    Der Holzvergaser ist halt etwas aufwendiger in der Unterhaltung ( Reinigung, Staub, Holzbeschaffung ), aber wenn das Holz eh vorhanden ist, warum nicht.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von magges Beitrag anzeigen
    Denke die günstigen Anbieter sind nicht nur vom Wirkungsgrad schlechter. Auch die Verabeitung und Haltbarkeit ist nicht vergleichbar.
    Darüber kann man vorzüglich philosophieren.
    Man könnte beispielsweise auch so argumentieren, dass ein einfach aufgebauter Kessel weniger fehleranfällig ist. Was nicht da ist kann auch nicht kaputt gehen. Letztendlich ist ein Holzkessel immer einem erheblichen Stress ausgesetzt, im Vergleich zu einer Gastherme, Ölkessel etc. Dieser "Stress" macht sich bemerkbar, und so bleibt es nicht aus, dass bei einem Holzkessel auch etwas mehr für Wartung und Reparaturen einzuplanen ist. Das gilt aber unabhängig vom Hersteller. Was man auch bedenken sollte, die Preise für Verschleiß- und Ersatzteile.

    Das Argument "bessere Verarbeitung und Haltbarkeit" kennt man auch von anderen Produkten. Da zeigt jedoch die Erfahrung, dass ein hoher Preis nicht zwangsläufig auch gute Qualität bedeutet.

    Was ich damit also sagen möchte, es kann wirtschaftlich betrachtet sinnvoll sein, wenn man sich nicht nur in der Oberliga umschaut.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Darüber kann man vorzüglich philosophieren.
    Letztendlich ist ein Holzkessel immer einem erheblichen Stress ausgesetzt, im Vergleich zu einer Gastherme, Ölkessel etc.
    und woher kommt dieser Stress?
    bzw was macht den stress aus?
    und wieso soll ein ölkessel keinen stress haben?
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