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  1. #1

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    Sockelüberhang bei hinterlüfteter Fassade

    Hallo zusammen

    Ich habe jetzt schon überall gesucht, auch hier im Forum, aber ich finde keine Antwort. Es scheint auch keine DIN, oder sonstige Richtlinie zu geben. Somit hoffe ich auf euer Wissen, bzw. wäre ich schon dankbar in welche Richtung ich suchen muss (Suchwort oder Thema).
    Es geht um die konkrete Frage zum unteren Überhang der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade. Hier wurde uns nur mündlich gesagt: "....4 cm Sockelüberhang wegen Feuchteschutz....". Hiervon müssten wir etwas abweichen, da wir sonst Probleme mit unserem Pflaster bekommen.

    Also wie gesagt, geht es um die Frage des Überhanges und von wo der gemessen wird. Im angehängten Bild ist der Sockelklinker hellgrau, der Porotonstein rot, die Fugen dunkelgrau. Die Anschlussfuge Sockel/Poroton ist etwa 2cm stark. Die Fugen Klinker/Klinker sind etwa 1cm stark. Blau sind die Fassadenplatten.
    Also wie weit muss die Fassade überhängen? Ab wo wird das gemessen?



    Ich hoffe die Frage ist klar gestellt, wenn doch etwas fehlen sollte, dann reiche ich das gerne nach.

    Schöne Grüße
    Wolfgang
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  2. Sockelüberhang bei hinterlüfteter Fassade

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Noch kurz ein Zusatz. Es handelt sich um Trespa Meteon Fassadenplatten. Zwischen Platten und Mauerwand ist natürlich gedämmt. Unten am Holz (schwarz) befindet sich ein Lochblech. Wie gesagt, geht es in meiner Frage nicht um den Aufbau selber, sondern uns interessiert nur der untere Überhang.
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  4. #3

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    Wenn Sie schreiben, dass Sie "sonst Probleme mit unserem Pflaster bekommen", muss es ja irgendwo im Umgriff des Details eine Gelände-Oberkante geben. Die finde ich auf Ihrer Zeichnung nicht.

    Wir wissen nichtmal, was das für ein Gebäude ist. Ein Carport oder eine Garage? Ein Gartenschuppen?

    Letztlich hängt die Frage, ob man etwas reduzieren kann vom Abdichtungskonzept insgesamt ab.
    Vielleicht brauchen Sie 15cm? vielleicht 30cm?

    Ich hätte mal gesagt: so weit, dass der Schlagregenschutz noch sichergestellt ist. Und hinsichtlich Schlagregenschutz könnte man mal in DIN 4108 nachlesen. Ich meine, da steht was dazu drin.
    Inwiefern dies für diesen Fall anwendbar ist, müsste man unter Kenntnis der örtlichen/planerischen Situation prüfen. Klassische Fragen an den Planer...
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  5. #4

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    Also ich bau ja solche Fassaden selber aber ich weiß auch überhaupt nicht was du gerade meinst...
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  6. #5
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    Alles klar, ich verstehe. Ist wirklich etwas schwierig zu verstehen. Ist aber auch ein schwieriges Thema. Ich möchte aber nicht das Problem als solches diskutieren, sondern ich brauche Informationen über die vorgeschriebene Bauausführung. D.h. Vorschriften, Normen, oder was auch immer.


    Deshalb hier noch ein paar Bilder zur Erklärung. Es handelt sich um ein Einfamilienhaus.

    Jetzt nochmal zum Problem:
    Eigentlich sollte der Fassadenbauer warten bis das Pflaster liegt. Hat er aber nicht. Der Fassadenbauer hat nun die untere Holzleiste seiner Unterkonstruktion genau in der Fuge von Sockelklinker und Proton befestigt (siehe Bild im Startbeitrag) und sagt, die Fassadenplatten müssen den Sockelklinker um 4cm überdecken. Der Pflasterer bekommt aber nun sein Pflaster nicht mehr unter die Platten. Auf Bild 3 ist das Podest des Eingangsbereichs zu sehen. Hier ist es noch schlimmer, da Podesthöhe fast auch diese besagte Fugenhöhe ist. Auf Bild 2 sieht man die angrenzende Garage (weiß). Der weiße Putz der Garage endet genau an der besagten Übergangsfuge.

    Wie gesagt stellt sich nun die Frage, ob der Fassadenbauer nicht auch seine Platten hätte etwas höher anbringen können. Aber hier sagt er jetzt ganz klar, dass die Fassadenplatte, egal wie, den Sockelklinker um 4cm nach unten überragen muss. Das ist aber definitiv zu tief.

    Ich habe jetzt nur seine mündliche Aussage, dass dem so ist. Jedoch finde ich überhaupt nichts im Netz, oder sonstwo zu diesem Überhang, bzw. Feuchteschutz in diesem Bereich. Vielleicht ist hier jemand vom Fach, der weiß, wo man diese Richtlinien, oder Vorschriften findet.
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  7. #6

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    Dem sein Problem ist das sein Holz zu tief ist. Die untere Latte weg, 10 cm höher anbringen, Lattung nach Unten durchgehen lassen, am Besten gegen ein Aluprofil austauschen.
    Wer hat die Höhenangaben gemacht? An der Türe passt das optisch doch ganz gut, wenn man sich etwas mit der Hinterlüftung überlegt (Offene Fugen z.B. wären eine Möglichkeit...)
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  8. #7

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    Dürfte in der DIN 68800 stehen und unter konstruktiven Holzschutz stehen. So ausgeführt wird das Holz unten verrotten, sofern Regen und Wind zusammen kommen und die Platten nachgeschnitten werden. Zwangsläufig muss hier einer der Parteien mit den Höhen anders verlaufen. Entweder der Galabauer tiefer oder aber der Fassdenbauer höher. So ist es keine hinterlüftete Fassade und ein ziemlich gutes Beispiel für Planungs- und Ausführungsfehler. Wer hat geplant? Wer hat koordiniert?
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    kalle:
    und in den fachregeln des zimmererhandwerks,
    bzw. im fassadenmerkblatt.

    fehlende koordination der gewerke.
    sparsamer bauherr oder sparsamer planer?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    kalle:
    und in den fachregeln des zimmererhandwerks,
    bzw. im fassadenmerkblatt.
    Die ollen Zimmermänner wieder

    fehlende koordination der gewerke.
    sparsamer bauherr oder sparsamer planer?
    Ich frag mich, warum ich einen Klinkersockel habe, wenn der am Ende von VHF und Pflaster verdeckt wird... den hätte man doch ausreichend hoch ausbilden können und mit der VHF vorher aufhören können. Wie man dann die potenzielle Wämebrücke löst ist wieder wat anderes
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  11. #10
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    Das war ein guter Tip mit dem Holzschutz. Wir sollen jetzt nämlich etwas unterschreiben, dass "die fachmännisch angebrachte Fassade nun auf unseren Wunsch gekürzt werden soll und damit der Gewährleistungsanspruch hinfällig ist". Uns wurde gesagt, dass dieser Sockelüberstand von 4cm der Wand geschuldet ist. D.h. die Wand soll vor Schlagregen geschützt werden. Die Wand jedoch war den ganzen Bau über ungeschützt und hat auch mal Regen gesehen.
    Wenn der Fassadenbauer jetzt nur "Angst" um seine Holzleiste hat, wäre das ja ein starkes Stück.

    Gibt es eine Vorschrift, dass die Außenwand vor Schlagregen zu schützen ist?
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  12. #11

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    Du gehst das Pferd von der falschen Seite an. Beantworte erstmal die Fragen nach der Bauplanung und Ausführungsplanung. Denn so wie du schreibst geht es ja um eine Schuldzuweisung - wer es nun verbockt hat.

    Eine hinterlüftete Fassade muss auch hinterlüftet sein! Sofern also keine offenfugige Holzfassade montiert wurde muss der Lüftungsquerschnitt auch eingehalten werden - hierzu siehe mls Post mit dem entsprechenden Merkblatt oder der DIN - die vermutlich aber zu teuer sein dürfte.

    Eine Klinkerfassade ist - im Prinzip - ausreichend Schlagregen dicht. Ein Mauerwerk, was nicht verputzt ist, ist es in den seltesten Fällen. Also ist der Schlagregenschutz für das MW die VHF.

    Die Latte muss weg und höher - nicht in der Wasserführendenebene liegen, was sie defakto ist. Imprägniert sollten die normalerweise auch nicht mehr seien - außer es ist mit außerordentlichen Feuchteblastungen zu rechnen, was bei einer VHF wenig Sinn ergibt. Aber gut, darum geht es auch nicht.

    Also bitte die Fragen beantworten, dann kann man dir auch helfen. Solltest du nämlich der Koordinator sein und die Bauplanung inne tragen, dann solltest du ggü. deinen Handwerkern kleine Brötchen backen. Wenn du willst das sowas regress frei abläuft. Sonst wird aus dem Strudel ein Wasserfall und wenn die Fronten verhärtet sind, dann dauert es nur umso länger.
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  13. #12
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    Wir haben einen Architekten, welcher auch unser Bauleiter ist. Dieser sagte immer, dass das Pflaster vor der Fassade gemacht werden soll. Da sich aber die Pflasterarbeiten verzögerten (wegen Abwasser- und Regenwasser) wollte der Fassadenbauer unbedingt die Fassade schon vor dem Pflaster anbringen. Unser Architekt/Bauleiter hat sich dann nach eigenen Angaben "breit schlagen lassen". Wer welche Höhe vorgegeben hat weiß ich nicht. Jedenfalls ist die Höhe des Pflasters aufgrund der bodentiefen (schwellenlosen) Fenstern vorgegeben. Jetzt ist die Fassade zu tief, kollidiert mit dem Pflaster. Für die Hinterlüftung soll die Fassadenplatte min 2 cm über dem Pflaster stehen (so die Berechnung des Fassadenbauers (da gibt es ja Vorschriften mit Querschnitt ...., die genaue Berechnung hierzu kenne ich nicht). Andererseits soll die Fassadenplatte laut Fassadenbauer min. 4 cm über dem Sockelklinker stehen. Der Fassadenbauer meint er habe alles fachgerecht angebracht. Jetzt zeigt er uns vor einer Kürzung der Platten ( Kosten hierfür noch überhaupt nicht geklärt, er möchte dass wir den Mehraufwand bezahlen) seine Bedenken an, in Form eines Schreibens, welches wir unterschreiben sollen. Weiter will er hierfür keine Gewährleistung übernehmen. D.h. er kürzt nur die Platten, aber lässt die Unterkonstruktion so wie sie ist.

    Uns stellen sich folgende Fragen:
    1. Warum muss die Fassadenplatte 4 cm den Sockelstein überragen? Wegen dem Mauerwerk, oder wegen der Holzlattung?
    2. Was passiert wenn die Platten etwas höher enden und die Unterkonstruktion so bleibt? Womit müssen wir rechnen? Verrottet das Holz? Oder gibt es Probleme mit dem Mauerwerk (gefüllter Proton)?
    3. Hätte der Fassadenbauer aufgrund der Lage der Fenster das Problem im voraus erkennen müssen/können?..und und seine Bedenken vor Ausführung äußern müssen?
    4. Hätte unser Architekt/Bauleiter das Problem nicht erkennen müssen?
    5. Wer trägt die zusätzlichen Kosten?
    6. Gibt es noch eine andere Lösung?

    Sorry für die vielen Fragen, aber für uns ist das ein wirkliches Problem, die Baustelle steht still. Die Fronten verhärten sich langsam und wir wissen nicht weiter.

    Schöne Grüße
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  14. #13

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    Zu 1: Keine Ahnung, such das Detail dazu in der Ausführungsplanung heraus. Wärmebrücke? Schlagregenschutz? Keiner weiß hier was - Detailskizzen wären vielleicht hilfreich.

    Zu 2: Im schlimmsten falle verrottet die Latte irgendwann oder eben nicht. Gefälle hoffentlich vom Haus weg? Feuchtigkeit könnte hochziehen.

    Zu 3: Nein, er hätte, wenn er Detailskizzen gehabt hätte sich danach richten müssen. Hat er es nicht, ist es mehr oder weniger Fehler der Bauleitung. Gerade mit Bauleitung hat eigentlich kein Gewerk selbst zu entscheiden, sondern entscheiden zu lassen - außer man ist geil auf Verantwortung.

    Zu 4: Exakt, hätte er machen müssen und diese sehe ich auch erstmal in der Schuld für den Fehler. Nicht die Gewerke selber.

    Zu 5: Theoretisch die vergurkte Bauleitung bez. mangelnde Ausführungsplanung - so sie denn vereinbart wurde.

    Zu 6: Ich sehe an den Bildern das dort eine andere Lösung her muss. Wo sind die Rinnen vor der Tür/Türen? Die Fassade lässt sich ja unter optischen Einschränkungen kürzen, die Rinnen könnten auch noch verbaut werden. Nur wie löst man den Versatz, wenn die Fassade nach oben rutscht und den Klinker nicht mehr abdeckt? Dein Architekt sollte den Denkkasten mal anwerfen und vermutlich liefern was beauftragt wurde...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Aber der Archi wird wohl nicht ums Höhersetzen drumherum kommen... Dämmen unterhalb der letzten Latte dann mit Styrodur...
    Schlagregensicherung/Höhenüberdeckung von 4 cm kann man auch leicht erreichen, einfach ein Blech passend kanten, das 10 cm hoch ist, 5 cm auf die Steine führen, 5 cm nach Oben führen,. Lüftungsgitter dagegen setzen...
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  17. #15

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    die Schwellenhöhe zur Fenstertür halte ich für zu knapp bemessen. Ich vermute, dass hier nicht (oder nicht zu Ende) geplant wurde...
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