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Raumhöhe Aufenthaltsraum bei Gebäuden der Klasse I

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  1. #1

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    Raumhöhe Aufenthaltsraum bei Gebäuden der Klasse I

    Hallo zusammen,

    mir wurde immer wieder gesagt das Aufenthaltsräume mindestens 2,4m Raumhöhe haben müssen (Sachsen-Anhalt).

    Nun steht in der Landesbauordnung das dies nicht für Gebäuden in den Klassen I und II gilt.

    Wenn ich nun davon ausgehe das das typische Einfamilienhaus in die Klasse I oder II fällt - wie hoch müssen denn dann die Aufenthaltsräume dort sein?

    Oder versteh ich hier was falsch?
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  2. Raumhöhe Aufenthaltsraum bei Gebäuden der Klasse I

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  3. #2
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    Hat keiner eine Meinung dazu? Entweder versteh ich das komplett falsch - oder es gibt dann vermutlich Urteile dazu was geht und was nicht geht... oder wie es geht (also z.B. Antrag einer Ausnahmegenehmigung).
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  4. #3

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    Ich lese das auch so aus der Bauordnung heraus, habe aber leider keine Erfahrung mit S-A.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    also z.B. Antrag einer Ausnahmegenehmigung
    Das war wohl früher mal so. In der Version von 2005 steht noch:
    § 49 Aufenthaltsräume
    (1) Aufenthaltsräume müssen, unbeschadet § 51 Abs. 4, eine für ihre Benutzung ausreichende Grundfläche und lichte Höhe von mindestens 2,40 m über mindestens zwei Drittel ihrer Grundfläche haben. Für Aufenthaltsräume in Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, im Übrigen für einzelne Aufenthaltsräume und Teile von Aufenthaltsräumen kann eine geringere lichte Höhe gestattet werden, wenn wegen der Benutzung Bedenken nicht bestehen.
    Aktuell bestehen die Anforderungen, zumindest nach meinem Verständnis der BauO-LSA, für GK1+2 nicht mehr.

    Bin aber auch kein Experte auf dem Gebiet. Das ist lediglich die bisherige Erkenntnis meiner Recherche zu einem eigenen Vorhaben.

    ...und Gruß
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  6. #5
    Avatar von Der Bauberater
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    In den meisten (mir bekannten) BO steht eine Mindesthöhe drinnen um die Belichtung und Belüftung zu gewährleisten, warum die S-A da eine Extrawurst braten ist mir unverständlich, aber wenn ich das so lese, dann kannst du ein Gebäude klasse I und II mit einer Raumhöhe von 1,85m bauen oder gebaut bekommen. Wenn du nur 1,80m groß bist, dann hast du keine gesundheitliche Einschränkungen, musst halt "flache" Lampen auswählen.

    Frag doch mal beim LRA oder der unteren Baubehörde nach wie die das sehen.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Der Bauberater Beitrag anzeigen
    In den meisten (mir bekannten) BO steht eine Mindesthöhe drinnen um die Belichtung und Belüftung zu gewährleisten, warum die S-A da eine Extrawurst braten ist mir unverständlich, aber wenn ich das so lese, dann kannst du ein Gebäude klasse I und II mit einer Raumhöhe von 1,85m bauen oder gebaut bekommen. Wenn du nur 1,80m groß bist, dann hast du keine gesundheitliche Einschränkungen, musst halt "flache" Lampen auswählen.

    Frag doch mal beim LRA oder der unteren Baubehörde nach wie die das sehen.
    Dieser Abschnitt steht so in der Musterbauordnung §47 - Abschnitt 1.

    Ich denke das hat man einfach übernommen.

    Aber Extrawürste werden doch auch überall gebraten - warum z.B. reicht es in Bayern wenn die Fenstermaße im Rohbau 1/10 der Grundfläche des Raumes betragen - wenn sonst (fast?) überall 1/8 gefordert wird? Oder auch Fluchtwege - da reicht in Bayern AFAIK im Keller einer - sonst sind zwei nötig...
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  8. #7
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    Mit Link: https://www.vbg.de/apl/gv/mbo/47.htm
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  9. #8

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    Was ist der Hintergrund der Frage? Letztlich ist es doch beim EFH so, dass der Bauherr/Erwerber die Raumhöhe beeinflussen kann. Ich hatte letztes Jahr eins mit 3,385 m Rohbauhöhe, wo nach Abzug von abgehängter Decke und Fußboden immer noch gut 3 m übrig bleiben.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Was ist der Hintergrund der Frage? Letztlich ist es doch beim EFH so, dass der Bauherr/Erwerber die Raumhöhe beeinflussen kann. Ich hatte letztes Jahr eins mit 3,385 m Rohbauhöhe, wo nach Abzug von abgehängter Decke und Fußboden immer noch gut 3 m übrig bleiben.
    Der Hintergrund ist einfach Neugierde - ich lese überall das man auf die 2,4 oder 2,5m braucht - insbesondere wenn man z.B. Räume im Keller wohnlich nutzen will etc - und nun stolpere ich quasi über einen Punkt der das (nach meinem Verständnis) für das typische EFH gar nicht erforderlich scheinen lässt. Und da frag ich mich doch ob ich das vielleicht falsch verstehe... und weiterhin ob es wirklich so sein soll das ich dann auch 2m Deckenhöhe machen kann (was mir doch irgendwie merkwürdig erscheinen würde)...
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  11. #10
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Dieser Abschnitt steht so in der Musterbauordnung §47 - Abschnitt 1.

    Ich denke das hat man einfach übernommen.

    Aber Extrawürste werden doch auch überall gebraten - warum z.B. reicht es in Bayern wenn die Fenstermaße im Rohbau 1/10 der Grundfläche des Raumes betragen - wenn sonst (fast?) überall 1/8 gefordert wird? Oder auch Fluchtwege - da reicht in Bayern AFAIK im Keller einer - sonst sind zwei nötig...
    Das ist Europa
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    In BaWü ist die Fensterfläche auch 1/10 nein 10%, dafür sind die Mindestabstandsflächen in BaWü nur 2,50m und nicht 3,0m. Da brennt das Feuer anders
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  12. #11
    planfix
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    es wäre schlimm, neubauten für menschen des 20.-21. jhd., immer noch wie früher zu bauen.
    in der denkmalpflege sind raumhöhen von knapp über 2m keine seltenheit. auch die türstöcke waren damals niedriger und fenster kleiner.

    daher: welches baujahr hat das haus?
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  13. #12
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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    es wäre schlimm, neubauten für menschen des 20.-21. jhd., immer noch wie früher zu bauen.
    in der denkmalpflege sind raumhöhen von knapp über 2m keine seltenheit. auch die türstöcke waren damals niedriger und fenster kleiner.

    daher: welches baujahr hat das haus?
    Es geht hier um eine rein rechtliche Frage. Ich hab mich mit dem Thema auch beschäftigt um zu sehen inwieweit solche Themen rein politisch sind. Mit was anderem als Willkür kann man ja nicht erklären das in Bayern 1/10 und in Niedersachen 1/8 Rohbaumaß Fensteröffnung vorgeschrieben sind.

    Mich wundert das so wenig Architekten zu diesem Thema was zu sagen haben.

    Und nein: ich will jetzt kein Haus neu bauen welches im 50m² Wohnzimmer 2,05m Deckenhöhe hat - nur weil es rechtlich vielleicht ginge...
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  14. #13
    planfix
    Gast
    so willkürlich finde ich das mal nicht. die rüstungen aus dem mittelalter würden heute kindern passen und damals trugen diese die ritter im kampf.
    die menschheit ist einfach gewachsen.
    die herrenhäuse der letzten jhde hatten hohe räume und die bauernhäuser eher niedrige.
    da wir deutschen so gerne vorschriften und normen haben, ist dies nun mal geregelt.
    mit einem bisschen raumgefühl kann man selbst feststellen daß z.b. räume über 30m² mit weniger als 2,40m höhe drückend wirken. aber auch das gegenteil ist eigenartig. ein z.b. kleines WC, in einem altbau mit über 3m deckenhöhe, wirkt noch kleiner.
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  16. #14

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    Anfang der 90er Jahre war es nach meiner Erfahrung (auch in West-Berlin) Standard, Kellerräume mit 2,25 m Rohbauhöhe und einem ca. 10 cm dicken schwimmenden Estrich als häusliche Arbeits- oder Gästezimmer auszubauen. Offensichtlich empfinden es manche Leute nicht als schlimm, ein paar Stunden in 2,15 m hohen Räumen auszuharren.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    so willkürlich finde ich das mal nicht. die rüstungen aus dem mittelalter würden heute kindern passen und damals trugen diese die ritter im kampf.
    die menschheit ist einfach gewachsen.
    die herrenhäuse der letzten jhde hatten hohe räume und die bauernhäuser eher niedrige.
    da wir deutschen so gerne vorschriften und normen haben, ist dies nun mal geregelt.
    mit einem bisschen raumgefühl kann man selbst feststellen daß z.b. räume über 30m² mit weniger als 2,40m höhe drückend wirken. aber auch das gegenteil ist eigenartig. ein z.b. kleines WC, in einem altbau mit über 3m deckenhöhe, wirkt noch kleiner.
    Willkürlich war nur darauf bezogen das es für quasi gleiche Situationen verschiedene Regeln gelten.

    Mein WoZi ist 40 m² und 2,55m - find ich okay - 2,70 wären vielleicht noch schöner, aber dann wäre der Kniestock im OG kleiner und das wollten wir nicht. Im Keller hab ich Räume mit 20 m² und 2,25m - find ich auch gerade noch okay. Viel weniger dürfte es nicht sein.

    Ich mag aber hohe Decken im Altbau z.B. gar nicht - andere freuen sich da nen Keks drüber. Für mich ist ein hoher Raum ungemütlich.

    Aber vermutlich hat der Gesetzgeber einfach mal Sinn und Verstand walten lassen. Ein typisches EFH ist ja vom Eigentümer bewohnt - und warum sollte man dem vorschreiben welche Deckenhöhe er zu wollen hat. Beim Mietwohnungsbau kann ich es noch verstehen wenn man versucht Standards zu schaffen die eine breite Akzeptanz finden.

    INteressant wird es beim Thema Sicherheit - der zweite Fluchtweg soll ja z.B. der Sicherheit dienen - warum kann man (nach meinem Verständnis) im KG in Bayern darauf verzichten? ISt es da "anders sicher"?
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