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  1. #1

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    Wasseranfall im DFF-Bereich

    Hallo zusammen,

    bei einem Neubau in Massivbauweise hat sich im DG Wasser in der Dampfsperrschürze von Velux gebildet.

    Hier jetzt erst mal der Dachaufbau, sowie Bauablauf:

    Dachaufbau von innen nach aussen:

    - OSB/4 15mm N+F Stöße mit Ampack AT 50 abgeklebt, Wandanschlüsse mit Kompriband, Anpresslatte und Folienstreifen auf OSB
    - Mineralwolle ISOVER Klemmfilz 035 220mm
    - AGEPAN DWD 16mm
    - 30/50er Konterlattung
    - 30/50er Dachlattung
    - Betondachsteine Tegalit


    Bauablauf:
    - Montage Dachstuhl mit DWD, Eindeckung und Einbau von 3 DFF (Größe 55x98) Dezember 2004
    - Dämmung und OSB als Dampfbremse Januar 2005
    - Verputzen der Wände KG, EG, OG, DG sowie Estrich März 2005
    - Einzug Bauherrn April / Mai 2005
    - Die Dachschrägen sind innen noch nicht ausgebaut - man sieht die OSB mit abgeklebten Stößen, sowie die Dampfsperrschürzen (BBX) von VELUX
    - Die Fenster sind zwischen zwischen die Sparren eingebaut, Fensterflanken, sowie oben und unten sauber gedämmt, Fenster liegt in PUREN Dämmzarge. BBX ist perfekt angeschlossen - in Fensternut zusätzlich mit Ampacoll RA Kleber angeklebt, seitlich mit Ampacoll AT50 an die OSB geklebt.



    Jetzt ruft mich der Bauherr diese Woche an, in der BBX ist an jedem Fenster (1xSüdseite, 2xNordseite) ein Wassersack.



    Ich hin und aufgeschnitten - alles nass - Dämmung rausgenommen - DWD auf Unterseite nass und leichte Schimmelbildung aber nur ca. 50 cm über und unter dem Fenster, links und rechts neben dem Fensterrahmen ist alles trocken - ums Fenster rum ziegel aufgedeckt - von oben her alles trocken! - ein Sparrenfelder ohne Fenster aufgeschnitten - hier auch alles trocken!!

    So und jetzt??? Die einzige Möglichkeit im Moment wäre für mich die ca. 10 Tackerklammern je Fenster die nicht abgeklebt sind. hm, hm
    Wer weiß Rat?
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  2. Wasseranfall im DFF-Bereich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    ke.to
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    Hallo,

    Kann es vielleicht sein, dass es am Klebeband liegt? (Es solte für Anschlüsse Holz an Folie zugelassen sein.)
    Könnte es vielleicht sein, dass der sd-Wert von PE-Folie und OSB zu unterschiedlich ist?
    Auf alle Fälle wünsche ich Viel Glück bei der Ursachenfindung

    Grüsse ke.to
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  4. #3
    Avatar von bauhexe
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    unterm Weißwurschtäquator
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    Einfach mal nachgucken wie das Blech oder Bleiband über dem Fenster aussieht. Hatte mal einen Fall, wo die Nägel des Trockenbauers von Außen zu sehen waren. Der Wassereinbruch war unerklärlich, bis jemand unter die Dachziegel schaute.
    Bei einem anderen Fall wurde das Fenster selbst duch den Bh eingesetzt. Das hätte er lieber nicht tun sollen, den er legte die Rahmenbleche von außen falsch herum, erst oben ...dann unten :Roll
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ich häng zum besseren Verständnis mal noch ein paar Bilder an.

    Vielleicht kann mit ja doch noch jemand einen guten Tipp geben!
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  6. #5
    Avatar von numerobis1
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    ich würde auch erst mal aussen auf Fehlersuche gehen...

    Richtiges Anschliessen der Dffs ist immer wieder spannend....
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  7. #6

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    Fragen zum Dachaufbau

    - wie dick sind die Sparren?
    - Dämmstärke ist mit 220 mm angegeben
    - ist der Aufbau diffusionsoffen geplant oder mit Hinterlüftung?
    - gibt es an der Traufe ein Zuluftgitter?

    Anhand der Bilder ist zu erahnen, dass die ISOVER offensichtlich mit Hinterlüftung - geplant oder unbeabsichtigt? - ausgeführt wurde. Im Bereich der Dachfenster ist die Hinterlüftung unterbrochen und es entsteht Kondensat mangels Hinterlüftung.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo Herr Wecker,

    das Dach wurde als diffusionsoffene Vollsparrendämmung geplant und ausgeführt. Die Sparren sind 8/22. Die Dämmung ist jetzt von mir etwas runtergedrückt worden um zu sehen wie weit die DWD nach unten, bzw. oben nass ist.
    Das Dach hat keinen Überstand. Die Sparren sind ca. 5 cm von AK. Wand im Senkel abgeschnitten. An diesen Senkelschnitt kam der erste Streifen DWD der unten mit einem Kompriband auf die Betondecke gedrückt wurde. Der Übergangsbereich Senkel zu Dachschräge wurde mit einem Klebeband Ampacoll AT 50 abgeklebt. Zwischen DWD und Oberkante Aussenwände liegt auch ein Kompriband; First wurde wieder abgeklebt.

    Ich denke jetzt langsam auch, daß das Wasser von aussen kommen muß; werde nochaml mal die Ziegel ums Fenster abdecken und mit einem Wasserschlauch draufgehen um die Abdichtung DFF zu regensicherem Unterdach zu überprüfen.
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  9. #8

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    DFF von aussen undicht?

    das glaube ich nicht, dann würde nämlich Wassser das am Fenster unten eindringt auf der Dampsperre bis an die Traufe gelangen und dort austreten oder einen Wassersack bilden. Vielmehr vermute ich, dass die Dämmung leicht abgesackt ist; in dem entstandenen Luftraum bildet sich am Unterdach Kondensat. Mit DWD-Platten habe ich leider keine Erfahrung, inwieweit diese als diffusionsoffene Unterdeckung geeignet sind; sie erscheinen mir mit 16 mm sehr dünn.

    Was hat denn das Windrispenband quer durch die DFF-Aussparung zu suchen? Hier kann ich mir vorstellen, dass es aufgrund Wärmebrückenbildung zu Schwitzwasser kommt.
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  10. #9
    Themenstarter

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    DWD = Diffusionsoffene Wand- und Dachplatte

    SD-Wert von 0,17 m

    Das Rispenband wurde noch mal zusätzlich übers Dach gespannt, da meines Wissens nach die DWD nur bedingt zu Aussteifung herangezogen werden kann
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  11. #10

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    Also so sieht mein Dachaufbau aus.......

    Habe bei meinem Altbau 1964 das Dachgeschoss vollkommen erneuert.
    Mein Dachaufbau incl. Dämmung sieht jetzt so aus:
    -Dachziegel
    -Lattung
    -Konterlattung
    -AGEPAN® DWD als Unterdeckplatte
    http://www.glunz.de/flycms/de/scree...E/Produkte.html
    -180mm Zwischensparrendämmung mit Rockwoll WLG 035
    -Dampfbremse Rockfol PE
    -24mm Konterlattung
    -24mmLattung, dazwischen Zwischensparrendämmung mit
    ISOVER UKF2/WLG 035
    -Knauf Paneelplatte 20mm

    Bei mir sind die Sparren 180mm hoch, also habe ich auch eine Vollzwischensparrendämmung.
    Mein Wissenesstand ist, dass man bei DWD-platten keine Hinterlüftung braucht (Nachfrage bei meinem Zimmermann)!!!!

    Denke mal, dass du auch alles richtig gemacht hast.
    Was nicht heisen soll, dass es richtig ausgeführt wurde.
    In Eile macht man schon mal Fehler.
    Habe auch später hier und da nachgebessert.

    Ich würde auch den Fehler von außen nach innen suchen.

    Hier meine Seite:
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=8822
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Ich frage mich, was der Beitrag von RTLOLDY,

    mit dem Thema von familyman zu tun hat!

    Ergänzend möchte ich zum Schadensbild ein paar weitere Argumente in den Raum stellen, dies ist meine persönliche Meinung zu den DWD-Platten:

    - die DWD-Platten halte ich von der Materialstärke 16 mm für etwas zu dünn; nicht aus statischer Sicht
    - bei DWD-Platten handelt es sich mehr oder weniger um "abgespeckte" Spanplatten
    - die DWD-Platten sind verleimt, dh. der Leim und wahrscheinlich restlich vorhandene Holzinhaltsstoffe sind ein gefundenes Fressen für den Schimmelpilz
    - ob bei DWD-Platten die Diffusion wirklich so funktioniert wie angegeben, möchte ich etwas bezweifeln, das käme auf einen Versuch an
    - DWD-Platten sind kaum oder weniger sorptionsfähig als beispielsweise Holzleichtbauplatten


    Weitere Argumente:
    - wenn die Vollsparrendämmung aus Mineralwollefilz feucht wird, sackt sie zusammen, die Wärmedämmeigenschaften verschlechtern sich
    - im so entstehenden Luftraum tritt erhöhte Feuchtigkeit auf, die sich an der Unterseite der DWD-Platten niederschlägt und das ganze geht wieder von vorne los
    - da kann das Windrispenband auch einen Teil zum Schwitzwasser beitragen.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, das Dachflächenfenster ist nicht von außen undicht. Zur Schadensursache haben wahrscheinlich auch noch unsauber verklebte Randabschlüsse der Dampfbremsschicht mit beigetragen.
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  14. #12
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,
    ich hatte vergessen zu erwähnen, daß die Fenster in einem Sparrenfeld übereinander eingebaut sind mit ca. 2,00 m Abstand dazwischen (in Dachneigung gemessen).
    Die Sparren sind ca. 8,00 m lang und es sind keine Lüfterziegel ober-, bzw. unterhalb der Fenster eingebaut. Kann der Feuchteschaden mit der fehlende Hinterlüftung der Eindeckung im Bereich der Fenster zu tun haben?
    Weil diese Problem nur ober- und unterhalb der DFF auftritt!

    Dacheindeckung Tegalit Betondachsteine

    sagt mal eure Meinung zu diesem Punkt.
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