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Auffüllung Holzbalkendecke zwischenlagern und wieder einbauen?

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  1. #1

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    Auffüllung Holzbalkendecke zwischenlagern und wieder einbauen?

    Guten Abend,

    ich beschäftige mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit der Instandsetzung von Holzbalkendecken. Meine Fragen beziehen sich auf die Auffüllung / Schüttung. Dies sollte ja wenn möglich erhalten bleiben, v.a. aus Gründen des Schallschutzes und der Kosten.

    1.) Was sind Bedingungen bzw. Ausschlusskriterien für den Erhalt der Auffüllung, bezogen auf das Material? Meines Erachtens muss das Material hygienisch einwandfrei und trocken sein, korrekt?

    2.) Bei Maßnahmen zur Tragfähigkeitserhöhung muss häufig die Auffüllung entfernt werden. Entweder um neben den Balken Platz zum Anbringen einer Verstärkung zu haben, oder um die Decke vor der Montage einer Verstärkung zu entlasten, da die Verstärkung sich ja nur am Abtrag der Lasten beteiligen kann, die nach ihrer Montage aufgebracht werden. Meine Frage: Macht es Sinn, die Auffüllung auszubauen, zwischenzulagern und nach der Montage der Verstärkung wieder einzubauen? Dadurch entfallen ja zumindest schonmal die Kosten für die Entsorgung der Auffüllung und eine neue Auffüllung.

    Mir ist bewusst, dass die Fragen nicht allgemeingültig beantwortet werden können, weil es immer eine Reihe von Besonderheiten, Randbedingungen etc. gibt. Aber ich wäre dankbar, wenn mir jemand sagt, ob das grundsätzlich möglich ist...

    Beste Grüße
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  2. Auffüllung Holzbalkendecke zwischenlagern und wieder einbauen?

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  3. #2

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    erfüllt die vorhandene Schüttung die heutigen Anforderungen, dann wird diese natürlich wiederverwendet. Warum sollte die zu Boden gebracht werden, entsorgt werden und gegen anderes, meist nicht wirklich trockenes Material ausgetauscht werden?

    die meisten (meiner) Deckensanierungen erfolgen unter Wiederverwendung der Schüttung und oftmals auch des Fehlbodens.
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  4. #3
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    Hallo Taipan,

    vielen Dank für die schnelle Antwort! Was sind denn die heutigen Anforderungen? Anorganisch und trocken sowie schallschutztechnisch geeignet?
    Mir erschien die Wiederverwendung auch sinnvoll, daher auch meine Frage. In der Literatur steht zwar oft, dass der Ausbau der Auffüllung kritisch zu bewerten ist. Dass sie einfach wiederverwendet werden kann, habe ich noch nirgends gelesen.

    Beste Grüße
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  5. #4

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    Zitat Zitat von gigo139 Beitrag anzeigen
    Was sind... die heutigen Anforderungen? Anorganisch und trocken sowie schallschutztechnisch geeignet?
    Mir erschien die Wiederverwendung auch sinnvoll, daher auch meine Frage. In der Literatur steht zwar oft, dass der Ausbau der Auffüllung kritisch zu bewerten ist. Dass sie einfach wiederverwendet werden kann, habe ich noch nirgends gelesen.
    Ich habe die trockene schwere mineralische Schüttung auch schon mehrfach nach örtlicher Zwischenlagerung wieder einbauen lassen. Für die Verbesserung von Schall- und Brandschutz braucht's eh noch weitere Maßnahmen.
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  6. #5

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    dass der Ausbau der Auffüllung kritisch zu bewerten ist.
    Das ist soweit richtig ... am Besten ist: Drinnlassen und nicht anfassen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Das ist soweit richtig ... am Besten ist: Drinnlassen und nicht anfassen.
    Weshalb genau?
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  8. #7

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    Weils arbeit macht?

    Warum sollte ich eine Schüttung anfassen, wenns nicht notwendig ist ... Das System Auflager-Balken-Fehlboden-Diele/Deckenputz hat sich aneinander gewöhnt ...

    Ich habe mal einen Eichenbalken versagen sehen ... der wurde, weil er so durchhing bei der Deckensanierung gedreht ... hat dem gar nicht gefallen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Weils arbeit macht? Warum sollte ich eine Schüttung anfassen, wenns nicht notwendig ist ... Das System Auflager-Balken-Fehlboden-Diele/Deckenputz hat sich aneinander gewöhnt ...
    Natürlich gehe ich da nur ran, wenn's dafür gewichtige Gründe gibt, an Einzelpunkten ist das ja nicht soooo selten. Und immer nur minimalinvasiv. Ich dachte, Du hättest Gründe, auch das noch zu vermeiden?


    mit skeptischen Grüßen!
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  10. #9
    Avatar von Flocke
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    Alte lehmige Füllungen, so sie raus müssen, entsorge ich und fülle später mit geglühtem Sand wieder auf. Bei Sanierungen mit Pilzbafall entferne ich die Füllung komplett um das Risiko gering zu halten.
    Was in den Gefachen drin ist, bleibt drin, sonst wird es zu aufwendig und teuer
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  11. #10
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    Was sind denn die heutigen Anforderungen? Anorganisch und trocken sowie schallschutztechnisch geeignet?
    Hallo zusammen, danke nochmals für die Antworten! Nochmal zurück zur Frage in meinem zweiten Poste: Welche Anforderungen muss eine Auffüllung erfüllen, damit sie in der Decke verbleiben kann?

    Beste Grüße
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  13. #11

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    Kommt doch drauf an, was die Füllung erfüllen soll. Eine Lehmfüllung ist bspw. ungeeignet, wenn die Decke regelmäßßig reletiv kurzfrequente Erschütterungen ertragen muss (BassBOX).

    Grundsätzlich gilt aber: Trocken, Schädlingsfrei, Schadstofffrei, weitgehend Fremdstoffrei, richtige Rohmasse nach Statik, richtige Stärke nach Statik, ausreichender Rieselschutz ....
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  14. #12

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    die Rohmasse ist natürlich die Rohdichte ... grml ...
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