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  1. #1

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    Kondenswasser am Fenster

    Hallo,

    wir haben in unserer Mietwohnung immer am unteren Glasrand Kondenswasser.
    Ich habe schon viel zu dem Thema rechechiert werde, aber nicht daraus schlau was wir im Neubau nun anders machen sollten um das Problem zu verringern bzw damit es gar nicht mehr auftaucht.

    Der Bau ist aus 2004 - scheint wohl ein mehrstöckiger Ziegelbau zu sein -allerdings mit relativ "lackartigem Strukturputz". Eine Lüftungsanlage / KWL liegt nicht vor.
    Die Fenster haben im Rahmen einen Wert von 1,0, aber fragt mich nciht, ob das Ud, Ug, oder Uf ist. Es sind Holzfenster - und drumherum schimmert am Rande zum Holz innen Metall - so dass ich vermuiten würde, dass die Glasprofile in einer "Stahlfassung drin sind.

    Das Kondenswasser zeigt sich ab ca. 0°C - aber am Besten bei richtig tiefen Temperaturen unter -5°C.

    Wir lüften minutenlang vor dem Schlafen gehen - aber dieses Verhalten zeigt sich am meisten bzw. fast ausschließlich im Schlafraum und am nächsten Morgen...ganz geringfügig noch am Küchenfenster...obwohl das den halben Tag offen steht und es unabhängig davon ist, ob wir zuvor gekocht/geduscht haben.

    Wo es sich auch zeigt- ist im Büro, wenn man dort tagelang nicht drin war und die Temperatur ein paar Grad kälter eingestellt ist und die Heizung nur auf 17-18°C steht.

    Wir können sogar in anderen Zimmern Wäsche trocknen, wenn wir wollen - dort sind die Fenster dann aber weitestgehend Ok - also es zeitg sich viel weniger Feuchtigkeit als im Schlafraum, obwohl das Wohnzimmer dann eine spürbar viel höhere Luftfeuuchtigketi aufweist.

    Aber NEIN: Wir trocknen nicht unsere Wäsche in der Wohnung - haben dies aber schon mehrfach testweise gemacht.

    Vom Einbau erkenne ich keinen Unterschied zwischen den Fenstern - auch die Größen sind identisch.

    Ein Fenster von den betroffenen Fenstern liegt auch in der Nähe des Balkons bzw. führt auf den Balkon und hat daher dort keine Verblechung, sondern FLiesen - aber die anderen Fenster - die es auch betrifft sind in einer ganz anderen Wand eingebaut und Meterweite von einer möglichen Wärmebrücke entfernt und weisen die selben "Symptome" auf.


    Wir haben aber nun auch nicht vor den Wecker zu stellen und nun alle paar Stunden zu lüften.

    Worin liegt die Ursache am Ehesten und was würde dies im Neubau - ausser Lüftungsanlage und Feuchtigkeit auf <50% zu reduzieren verhindern?

    1) Ist es eher ein Problem des Glases - sollte es dreifach isoliert sein mit Ug 0,6 und das Problem wäre weg, weil dann das Bauteil nicht mehr so kalt wird.
    2) Ist es eher ein Problem des Holzrahmens und würde dies bei Kunststoffenstern mit Dämmkern mit Uf <=1,0 nicht vorkommen?
    3) Ist es eher ein Problem der Abstandshalter - der "fehlenden" Warmen Kante?
    3) Ist es ein Problem des Fenstereinbaus - das dieser evtl. nicht nach RAL erfolgt ist?
    4) Ist es ein Problem des Fenstereinbaus - das dieser nicht im mittleren Bereich bzw. möglichst weit innen erfolg ist, sondern offensichtlich direkt im vorderen Drittel und damit eine Wärmebrücke entsteht ohne auf die Norm nach Beiblatt 2 auf wärmebrückenreduzierte Bauweise zu achten?

    Der Wandaufbau ist unklar - aber scheint wie folgt zu sein von außen nach innen:

    - Strukturputz ca. 3,5cm - platzt gerne ab und daher evtl. sogar ungeeigent für die Ziegel? Evtl. im Fensterbeich noch irgendeine Putzmatte drunter...
    - 30cm Ziegel ungefüllt - der bröselt nur so dahin....aber noch stehen die Wände

    Fensterrahmen beginnt bei 4cm. Die Fenster haben im unteren Bereich eine Verblechung - wahrscheinlich als zusätzliche Tropfkante - die auch entsprechend kalt wird.

    Blower-Door Test Ergebnisse liegen nicht vor - und Pflanzen haben wir im Schlafzimmer auch nicht - naja nur eine kleine quasi trockene Pflanze - im Wohnzimmer sind relevantere Pflanzenkübel.

    In Summe sind wir aber "gefühlt und bei Betrachtung unseres Geldbeutels" mit der Dämmung der Wohnung sehr zufrieden.

    Raumlufttemperatur stellen wir überall außer im Büro auf 19° - aber in der Regel sind es bei uns aber immer 21-22°C.

    Wem es zu viel Text ist, darf sich Kommentare sparen...
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  2. Kondenswasser am Fenster

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  3. #2

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    Was sagt denn das Hygrometer?
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  4. #3
    Baufuchs
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  5. #4

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    Heizkörper oder FBH?
    Wie wird das Schlafzimmer beheizt? Auch auf 21°C?
    Gardine bzw. schwere Gardine vor dem Fenster?
    Tiefe der Fensterbank? / Überstand der Fensterbank über den Heizkörper?
    Größe des Schlafzimmers?

    Eine Messung der Oberflächentemperaturen wird wohl zeigen, dass die untere Fläche des Fensters kälter ist als der Rest des Fensters. Das liegt evtl. daran, dass die Konvektion vom Heizkörper diesen Bereich nicht erreicht, sondern erst etwas weiter oben die Fensterfläche richtig erwärmen kann. Hinzu kommt dann der Verzicht auf eine warme Kante oder eine Wärmebrücke am unteren Teil des Fensters.
    Das Ergebnis ist dann, dass bei niedrigeren Raumtemperaturen der untere Bereich des Fensters nicht auf Temperatur kommt, folglich kann sich dort Kondensat bilden.
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  6. #5

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    Ich habe den Eingangspost hoch und runter gelesen, bin aber nicht fündig geworden.
    Wo ist jetzt das "Problem"?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eingangspost hoch und runter gelesen, bin aber nicht fündig geworden.
    Wo ist jetzt das "Problem"?
    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    werde, aber nicht daraus schlau was wir im Neubau nun anders machen sollten um das Problem zu verringern bzw damit es gar nicht mehr auftaucht.
    Er möchte gerne wissen, was er im Neubau anders machen muss.
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  8. #7

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    KWL installieren

    Aber das will er ja nicht hören - sehe da als Laie eher ein Lüftungsproblem (nur einmal Lüften im Schlafzimmer, quasi Dauerkipp in Küche).
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  9. #8

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    Dann muss er uns mal sagen, was er im Altbau gemacht hat.

    Wir können ihm nicht sagen, was er anders machen muss ... wir können ihm sagen, was er machen muss:

    2+ mal täglich 10-15 min Querlüften (Kippfunktion der Fenster bei Aussentemperaturen < 10°C nicht benutzen). Weitere male nach Bedarf (wenn rF>50%). Alle Räume gleichmäßig heizen. Sollte ein Raum trotzdem kühler gehalten werden: Tür zu und häufiger lüften. Restfeuchte an den Abstandhaltern (Glasrandverbund) einfach wegwischen.

    Das alles steht aber schon tausendfach in diesem Forum.
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  10. #9

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    Analysieren wir mal:
    Betroffen - Schlafraum und Küche und ein nur zeitweise genutzter Raum
    Wie wird gelüftet? Schlafraum einmal kurz, Küche Dauer, Büro tagelang nicht
    Wie wird geheizt? Keine Angabe
    Was ergibt sich daraus? Falsches Nutzerverhalten!!!

    Nur mal ein paar Minuten vorm Schlafengehen lüften ist zu wenig, die feuchte Luft wird nicht ausreichend ausgetauscht
    Küche dauerlüften ist falsch, weil weder die Wände noch die Luft an sich genug Wärme aufnehmen, um Feuchte abzugeben!
    Büro - Luftfeuchte kommt da hinein, auch wenn nicht genutzt wird. Dementsprechend muss auch geheizt und gelüftet werden!

    Lösung?
    Mehr Lüften. Ggf mechanisch!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Analysieren wir mal:
    Betroffen - Schlafraum und Küche und ein nur zeitweise genutzter Raum
    Also 2 Räume mit typ. hoher Belastung durch Luftfeuchte, und ein Raum mit relativ niedriger Raumtemperatur (und stark reduzierter Lüftung).

    Da braucht man keine Glaskugel, dafür reicht das Bauchgefühl.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Da braucht man keine Glaskugel
    Hilft Dir ja auch nicht ... die liefe ja an.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Hilft Dir ja auch nicht ... die liefe ja an.
    Nö, nö, meine ist beheizt.
    Allwettertauglich.
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  14. #13
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    @Baufuchs: Danke für den Link. Der war ziemlich passend! Irgendwie war dort die Konsequenz: Dreifach-Verglasung und Warme Kante als Empfehlung - zwischen den zahlreichen anderen Posts und Diskussionen ums richtige Lüften.

    @R.B.: DANKE. Ich glaube deine Erklärung trifft auch gut zu - zumindest für einen Teil.
    Die Heizkörperführung hatte ich völlig vergessen. FBH - und ja es kann sein, dass die FBH beim Balkonausgang tatsächlich den Strang relativ weit weg vom Fenster hat.
    Allerdings trifft es noch zwei andere Fenster und die sind auf eine Höhe von 1,30m
    Temperatur..hmm recht unterschiedlich --- zwischen 19-23°C - je nachdem, ob meine Frau friert oder unser Kleiner wieder ein Spielzeug zum drehen gefunden hat. Aber der Effekt trifft auch bei 25°C auf - unser kleiner hatte mal auf 35°C gestellt und naja -- genauso lange wie die träge FBH braucht bis sie warm ist, so lange braucht sie dann auch zum wieder abkühlen...fragt mich nicht nach der eingestellten Vorlauftemperatur hier...

    @Lexmaul: Wir lüften häufiger Ich habe nur explizit angegeben, dass wir vor dem Schlafen nochmal explizit lüften!

    @Taipan: Stimmt - richtiges Lüftungsverhalten war ja auch nicht mein Thema

    @Ralf: Ich habe dir eine PN geschickt, weil wir den Post hier nicht kaputt machen sollten.

    Zusammenfassend kann mal wohl sagen: Mit dem Heizungsbauer für eine möglichst wandnahe Strangführung zu reden + Warme Kante + 3fach Verglasung + richtiges Lüfungsverhalten ist dann wohl der goldene Weg.

    Oder eine KWL mit Rückfeuchtung und damit keine gesundheitlichen Problemen, die auch für unter 4 TEUR zu haben ist...aber die gibt es wahrscheinlich anno 2015 nicht.

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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    . FBH - und ja es kann sein, dass die FBH beim Balkonausgang tatsächlich den Strang relativ weit weg vom Fenster hat.
    Allerdings trifft es noch zwei andere Fenster und die sind auf eine Höhe von 1,30m
    Bei FBH verhält es sich etwas anders als bei Heizkörpern.

    Zusammenfassend kann mal wohl sagen: Mit dem Heizungsbauer für eine möglichst wandnahe Strangführung zu reden + Warme Kante + 3fach Verglasung + richtiges Lüfungsverhalten ist dann wohl der goldene Weg.
    Die Verteilung der FBh ist nicht so kritisch, den Rest würde ich unterschreiben.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Fragensteller69 Beitrag anzeigen
    Zusammenfassend kann mal wohl sagen: Mit dem Heizungsbauer für eine möglichst wandnahe Strangführung zu reden + Warme Kante + 3fach Verglasung + richtiges Lüfungsverhalten ist dann wohl der goldene Weg.

    Oder eine KWL mit Rückfeuchtung und damit keine gesundheitlichen Problemen, die auch für unter 4 TEUR zu haben ist...aber die gibt es wahrscheinlich anno 2015 nicht.
    An der KWL würde ich nicht sparen - das ist so ein Komfortthema!

    Wir hatten eine ganz ähnliche Situation wie du in unserer vorletzten Mietwohnung - eindeutig falsches Nutzerverhalten, das dann hinterm Schrank zu Schimmel geführt hat. Danach haben wir versucht mehr zu lüften, aber festgestellt das wir das selbst nicht konsequent genug durchhalten können bzw. es uns schnell lästig wurde.

    Im Neubau nun war mir eins klar: auf die KWL verzichte ich nicht. Wer will schon über drei Etagen rennen und Fenster auf und zu machen.

    Und keine Probleme. Ich hab hier noch nie Kondenswasser an den Scheiben gesehen seit wir drin wohnen (vorher einmal beim Estrich trocknen).

    Die KWL kam 10k etwa - und das ist sehr gut investiert - nämlich in Komfort. Heute würde ich vielleicht noch einen Erdwärmetauscher dazubauen - aber auch so ist das eine Sache auf die ich _nie wieder_ verzichten will.

    Wenn du übrigens denkst das nur mit 3fach-Glas und warmer Kante die Probleme nicht da wären: das stimmt so nicht. Eigentlich ist es sogar gut wenn sich schon Kondensat bildet das das dann an der Scheibe stattfindet (weil da kann man es leicht entfernen). Aber die Ursache ist ja zu viel Feuchtigkeit - und die beseitigst du nicht wenn du nun einfach das Glas "wärmer machst".

    Und mit der Heizungsverlegung: achte drauf das die Wände gut gedämmt sind - dann spielt das mit der Heizungsverlegung nicht mehr so die Rolle...
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