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  1. #1

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    Hauseinführung Trinkwasseranschluss unzureichend

    Wir bauen ein Einfamilienhaus ohne Keller. Schon bei der Herstellung der Bodenplatte wurden die Hausdurchführungen vorbereitet. Für das Trinkwasser wurde die Zuführung mit KG-Rohr DN 100 und 6x 15°-Bögen hergestellt (Verlege-Radius ca. 50-60cm; die Zuführung kommt aus der Waagerechten, macht einen 90°-Winkel und geht durch die Bodenplatte).

    Jetzt will aber meine Wasserversorgung (Weißeritzgruppe) in diese Zuführung keine Leitung legen, weil der Radius für das Wasserrohr zu klein würde. Nach Aussage des Rohrmeisters gelten für PVC-Rohre minimale Biegeradien (in Abhängigheit von der Temperatur) und diese minimalen Radien würden mit dieser Art der Durchführung nicht erreicht (vor allem bei einer Verlegung in der kalten Jahreszeit). Meine Wasserversorgung bietet deshalb spezielle Formstücke kostenlos (!) mit einen Radius vom 1m an.

    Hintergrund:
    Dummerweise bin davon ausgegangen, dass man die Wasserleitung aus einem alten Wasserschacht einfach verlängern kann und habe mir deshalb auch mit dem Antrag bei der Wasserversorgung Zeit gelassen. Der Bauleiter meiner Baufirma ist dann einfach davon ausgegangen (keine Nachgefrage!), dass ich die Wasseruhr in einem baufälligen Wasserschacht lassen will und hat sogar schon (bei 0°) ein 40mm-PVC-Wasserrohr durch die Hauseinführung geschoben. Der kleinste zulässige Radius beträgt bei diesen Temperaturen aber 50 (Faktor) x 40mm (Durchmesser) = 2m
    (Quelle: http://www.ostendorf-kunststoffe.com...eanleitung.pdf, Seite 137 bzw. 6). Die zulässigen Werte wurden also um das 3fache unterschritten. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass das verlegte PVC-Rohr Spannungsrisse (+ Gefügeänderungen) bekommen hat, die sich negativ auf die Lebensdauer auswirken.

    Jetzt könnte ich dieses Wasserrohr verwenden, die Wasseruhr in dem baufälligen Schacht lassen, die notwendige Sanierung des Schachts erst mal vergessen und „HOFFEN“, dass das alles auch eine Weile hält. Nein, ich möchte eine dauerhafte, vertrauenerweckende Lösung...

    Also muss jetzt der Wasseranschluss (unter Bodenplatte) ausgegraben werden, irgendein Kranz gesetzt und ein neues Formstück (Radius 1m) der Wasserversorgung eingesetzt werden. Kostenübernahme durch Baufirma noch nicht abschließend geklärt. Aussage: „eventuell, teilweise, auf Kulanz-Basis.“ Die Kosten für erneuten Tiefbau (inklusive Handschachtung, weil schon Leitungen liegen) muss ich wahrscheinlich selber tragen.

    Frage 1: Gibt es flexible Wasserleitungen, die man bei diesem Radius verlegen könnte? (Es gibt flexible Hauseinführungen von Schuck, aber deren minimaler Verlegeradius scheint auch größer zu sein.)

    Frage 2: Tut sich die Wasserversorgung hier schwer? Kann es sein, dass es andere Versorger nicht so eng sehen? Was ist denn woanders Stand der Technik?

    Frage 3: Unabhängig davon, ob das woanders gehen würde, muss doch die Baufirma die Anforderungen der lokalen Wasserversorgung kennen. Also ich sehe hier einen ganz klaren Baumangel! Was ist Eure Meinung?
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  2. Hauseinführung Trinkwasseranschluss unzureichend

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Eine kleinere Dimension wählen (ausrechnen lassen) und das Rohr über Nacht in einen beheizten Raum lagern und anschließend verbauen.
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  4. #3

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    Also bei uns wird das auch so gemacht wie du ganz oben beschreibst. Keine Probleme damit.
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