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Supergau - Rückbau bis auf die Pfähle

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  1. #1

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    Supergau - Rückbau bis auf die Pfähle

    Vielleicht haben einige schon einmal meine Probleme gelesen. Ach wenn es doch dabei geblieben währe...

    Der aktuelle Stand ist, dass trotz Bodengutachten und Architekten die Bodenplatte nicht dem Lastfall drückenden Wassers standhalten wird. Eine Sanierung ist lt. unserer neuen Architektin nicht 100%ig erfolgsversprechend. Kurz, die jetzige Platte ist zwar mit WU-Beton gebaut, nicht für WU armiert, mit 20cm zu dünn und im Bereich HGW angeordnet. Weiterhin sind die KG-Leerrohre ohne Manschetten oder irgendwelche Vorkehrungen in die Platte eingegossen. Und damit es uns richtig weh tut, fällt es durch Zufall erst auf, als bereits der Innenausbau läuft. Wenn es blöd läuft sind wir finanziell ruiniert...

    ...Also: Augen auf bei der Architektenwahl!
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  2. Supergau - Rückbau bis auf die Pfähle

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  3. #2

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    Ich drück die Daumen!!
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  4. #3

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    Klingt schlecht bis sehr schlecht. Da wird wohl wwi wer seine Versicherung anrufen müssen.
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  5. #4
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    Wir hoffen es geht alles gut aus.

    Bei uns war von Anfang an der Wurm drin. Das mit der Platte haben der Prüfstatiker und das Bauunternehmen, welches das Baugrundgutachten ebenfalls hatte, nicht bemerkt. Wir trösten uns damit, und es ist ein guter Trost, dass es den Kindern gut geht. Verzweifelt sind wir trotzdem...
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  6. #5

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    die 20 cm platte war aber schon 2013 bekannt und mls hatte als ersten beitrag darauf hingewiesen, dass das kein wu ist.

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...f%E4hlen-so-OK

    dann hattest du geschrieben, dass der architekt den bewehrungsplan ertsellt hatte.

    hast du die versicherungs-nr. und die versicherungsgesellschaft vom archi?
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    hast du die versicherungs-nr. und die versicherungsgesellschaft vom archi?
    Das ist aber keine Versicherung, an die man wie beim Autounfall direkt mit Ansprüchen herantreten kann (außer bei Insolvenz der Archi). Ansprüche immer direkt gegenüber dem Architekten geltend machen.
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  8. #7

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    das ist klar. wichtig ist für den bauherrn schon einmal, die daten zu haben.

    in berlin geistert ein kollege rum, der auch bewehrungen selbst zeichnet, seine bauzeichnerin zur bewehrungsabnahme auf die bautelle schickt. einmal hatte er sie sogar als prüfingenieurin auf eine baustelle zur bewehrungsabnahme geschickt und genau bei dem schaden konnte er keine haftpflichtversicherung vorweisen.

    solche hinweise - archi hat bewehrungsplan gezeichnet - macht mich seit dem immer stutzig.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Wir bauen bald Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben einige schon einmal meine Probleme gelesen. Ach wenn es doch dabei geblieben währe...

    Der aktuelle Stand ist, dass trotz Bodengutachten und Architekten die Bodenplatte nicht dem Lastfall drückenden Wassers standhalten wird. Eine Sanierung ist lt. unserer neuen Architektin nicht 100%ig erfolgsversprechend. Kurz, die jetzige Platte ist zwar mit WU-Beton gebaut, nicht für WU armiert, mit 20cm zu dünn und im Bereich HGW angeordnet. Weiterhin sind die KG-Leerrohre ohne Manschetten oder irgendwelche Vorkehrungen in die Platte eingegossen.

    ich bin jetzt nicht richtig in der Materie drin. Aber helft mir mal: Es wird hier von WU-Beton geschrieben. "WU" ist doch nur eine Materialeigenschaft des Betons, Beton mit hohem Wassereindringwiderstand.
    Demnach gibt es doch rein formal ein Bauteil "WU-Bodenplatte" nicht bzw. diese hat keine definierte Eigenschaften, mal abgesehen davon, dass ein bestimmter Beton gewählt wird. Zur Dichtheit der Konstruktion insgesamt sagt doch die Begrifflichkeit "WU-Beton" nichts aus, demnach gibt es auch nicht "für WU armiert", der Beton ist ja auch ohne Bewehrung WU-Beton. Oder?

    Und: Die Oberkante Bodenplatte liegt laut Zeichnung aus dem anderen Thread 40 Zentimeter über (!) Oberkante Gelände.
    Ist es wirklich realistisch, dass hier tatsächlich der Lastfall drückendes Wasser anliegt und dass KG-Leerrohre mit Manschette angedichtet werden müssen, während das direkt auf der BoPla stehende aufgehende Mauerwerk aus Porenbeton besteht?
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  10. #9

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    Antwort - ein klares, eindeutiges JAIN

    Ja, WU-Beton ist in sich wasserdicht. In der ungerissenen Fläche. Da Beton aber gewisse Risse aus Schwinden haben darf, ohne mangelhaft zu sein, kann es dort eben lecken.

    Zu einem WU-Bauteil wird WU-Beton durch den Einbau rissbegrenzender Maßnahmen. Möglich sind hier z.B. kleine Felder mit Abdichtung der Feldfugen, zusätzliche Rissbegrenzende Bewehrung.
    Denn nur Risse < 0,2 mm gelten als selbstheilend und sind damit in WU-Bauteilen zulässig!

    Wurden also keine zusätzlichen Maßnahmen getroffen, kann nicht sicher von einem WU-Bauteil gesprochen werden, auch wenn WU-Beton verfwendet wurde!

    @ TE
    Wenn ich das richtig lese, wurde ja kein Keller, sondern ein EG auf die Pfähle gestellt. Alos kann der Wasserdruck ja, wenn nicht in einem Teich mit Treppe bergab gebaut wurde, nicht wirklich hoch sein.
    Hier sollte man prüfen, ob nicht eine innere Abdichtung mit ggf einem höheren (=schwereren) Bodenaufbau als Alternative möglich wäre.
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  11. #10

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    Aber gibt es überhaupt ein "WU-Bauteil" mit definierten Eigenschaften? Die Verwendung von WU-Beton allein sagt doch m.E. nichts über einen notwendigen Bewehrungsgrad aus. Es ist lediglich eine Materialeigenschaft des Betons in dem Moment, wo dieser aus dem Mischer läuft und hat erst mal nichts mit der Konstruktion zu tun.
    Es ist ein großer Unterschied zwischen der reinen Materialeigenschaft "Beton mit hohem Wassereindringwiderstand" und der Eigenschaft der Konstruktion "wasserdicht".

    Ich weiß, es wird oft WU-Beton eingebaut. Aber ich sehe in den wenigsten Fällen eine wirkliche Notwendigkeit, WU-Beton zu verwenden.
    Und zwar, weil die Konstruktion, also das Zusammenspiel aller planerischen, baukonstruktiven und ausführungstechnischen Randbedingungen es doch gar nicht hergibt, dass es eine wasserdichte Konstruktion wird.

    Beim Begriff "Weiße Wanne" ist ja weitestgehend klar, was das ist. Dazu gehört neben Verwendung eines Betons mit hohem Wassereindringwiderstand auch eine Rissbegrenzung, aber noch viele andere Komponenten.
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  12. #11

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    Such einfach mal nach WU-RiLi! Die bedient nicht nur die Weissen Wannen! (Bei denen übrigens sehr klar ist, was das ist.)
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    .... Aber ich sehe in den wenigsten Fällen eine wirkliche Notwendigkeit, WU-Beton zu verwenden.
    Und zwar, weil die Konstruktion, also das Zusammenspiel aller planerischen, baukonstruktiven und ausführungstechnischen Randbedingungen es doch gar nicht hergibt, dass es eine wasserdichte Konstruktion wird. ....
    Ich hatte ja im Ursprungsthread (Warum macht der TE eigentlich immer neue Threads auf?) schon gefragt:

    "Mal laienhaft gefragt: Ist es schlimmer wenn das Wasser von unten durch die Bodenplatte sprudelt als wenn es zur Haustür reinläuft?"

    Soll heißen, dass es doch höchstens dann eine wasserdichte Abdichtung von unten nach oben bräuchte, wenn das Haus auf einen artesischen Brunnengestellt würde. Aber darauf geht der TE ja nicht ein und redet statt dessen lieber von Abriss bis auf die Pfähle...
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  14. #13

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    Ich hatte in dem alten Thread schon einmal die Frage aufgeworfen, was die WU-Platte eigentlich bewirken soll. Wer hat festgelegt, dass die Platte dem Lastfall "drückendes Wasser" standhalten muss? Ist OK Bodenplatte tiefer als OK Gelände?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    wie beide Thomas und hinsichtlich Sanierungsvarianten wie Ralf D.

    und ohne was schönreden zu wollen:
    • extrem hohes Grundwasser wird sich an der Geländeoberfläche entspannen, höher "drückt" dann gar nichts mehr. Topographische Sonderfälle mal außen vor.
    • OK Bodenplatte liegt 40 cm über max. Höhe, wo "drückendes" Wasser auftritt
    • ab da gibt es dann nur noch das Thema Kapillarität, und so stehts ja auch in dem alten Thread
    • Kapillarität sollte auch ohne Gesamtabriss in den Griff zu bekommen sein, falls denn überhaupt relevant
    • wurden die im alten Thread angesprochenen Themen fachgerecht geklärt? da gehts aber mehr um statische Fragen
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  17. #15
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    Nachtrag:

    klingt alles irgendwie als wenn dies der Grund wäre:
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