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  1. #1
    Florian Finauer
    Gast

    Frage Einseitiges Trittschallproblem Doppelhaus

    Liebes Forum,

    auch wir haben ein unangenehmes Schallproblem in unserer DHH.

    Die Trennwände (zweischalig) sind jeweils 17,5 cm dick und dazwischen befindet sich eine 4 cm dicke Schicht aus Mineralwolle. Beide Hälften sind zumeist mit Ziegeldecken, nur beide Treppenhäuser mit Betondecken ausgestattet. Die Treppen befinden sich jeweils an der Stirnseite der Gebäude, also in maximaler Entfernung voneinander.
    Die Kellerwanne ist zwar durchgehend, doch die Trennwand ist auch im Keller bereits zweischalig gebaut.

    Wir hören fast ausschließlich den Trittschall sowie selten Türenplautzen der drei Kinder, die mit ihren Eltern das Nebenhaus bewohnen und hin und wieder auch das Schreien des jüngsten (1,5 J) Sprosses. Dies vor allem, wenn wir und jener sich im DG aufhalten. Ansonsten nur, wenn er mal länger im Treppenhaus schreit, wo es stärker schallt.

    Das stärkste Problem besteht für uns im Trittschall. Diesen hören wir aber nicht im ganzen Haus, sondern nur von bestimmten Zimmern der Nachbarn in bestimmte Zimmer unserer Seite herüber. Wir hören die schnellen Kindertritte als sehr dumpfe Geräusche, fast als Vibrieren in der Wand, das sich gelegentlich auch mit der Hand erspüren lässt. Es ist so stark, dass unsere Kinder davon manchmal aufwachen oder nicht einschlafen können.

    Wir hören die Tritte vor allem von den Zimmern her, die an die Trennwand angrenzen und besonders stark in den Zimmern unserer Seite, die an die Trennwand angrenzen. Das Vibrieren der Wand überträgt sich zwar auch in weiter entfernte Zimmer und andere Stockwerke, ist dort jedoch nicht in dieser Stärke zu hören.

    Erstaunlich finden wir, dass uns unsere Nachbarn nicht hören. Wir selbst konnten dies innerhalb einer amateurhaften Schallanalyse des gesamten Hauses auch bestätigen. Drüben hört man viel weniger Trittschall.

    Beim Fußbodenaufbau beider DHH handelt es sich zumeist nicht um normalen Zementestrich – diesen haben wir in beiden Haushälften nur in Bädern und Küchen, die gefliest wurden – sondern um eine Unterbodenkonstruktion aus mehreren Schichten Pavatex Holzfaser (zwischen 2 und 4 cm dick), einer OSB Platte (2,2 cm stark) und eine Pavastep Trittschalldämmplatte (4 mm dick). Beim Oberboden handelt es sich um Parkett (13 mm dick). Alles wurde schwimmend verlegt und nirgends verschraubt oder anders in Decke oder Wand fixiert.
    Die am schlimmsten betroffenen Zimmer (sowohl „Schall-Sender-Zimmer“ unserer Nachbarn als auch Schall-Empfänger-Zimmer bei uns) sind mit diesem Fußbodenaufbau ausgestattet.

    Wir haben bereits sowohl mit unserem Architekten, dem Bauunternehmer und dem Dachdecker gesprochen. Unser Architekt hat das Haus schalltechnisch eher noch besser als gefordert isoliert, was uns auch vom Bauunternehmer bestätigt wurde. Letzterer hat sich den Schall selbst angehört und weiß keinen Rat. Er kann sich einen Fehler seinerseits nicht vorstellen, da ja zuerst eine Trennwand komplett nach oben gezogen wurde, dann die Dämmung ran gestellt wurde, und dann erst die zweite Trennwand erbaut wurde. Mörtel oder Steinteile können also nicht dazwischen gefallen sein und nun eine Schallbrücke herstellen.

    Von unserem Dachdecker haben wir uns bereits auch eine Zeichnung des Dachdetails über der Trennwand aushändigen lassen und vom Architekten prüfen lassen. Damit ist alles in Ordnung. Alle drei Parteien, sowohl Architekt, Dachdecker als auch Bauunternehmer sind sowohl betroffen als auch kooperativ und gewillt, zu helfen. Aber wie?

    Unser Haus weist noch eine Besonderheit auf: Es zieht sich ein Gesims unter dem Dach entlang, welches aus einem vorgemauerten Stein besteht. Zwischen den Häusern wurde auch dieses Gesims vom Mauerwerk her ausgespart, also auch zwischen den Gesimsen befindet sich der 4 cm breite Zwischenraum, doch vom Putzer wurde dieses Gesims überputzt und auch keine Putz-Trennschiene eingesetzt. Die Trennschiene ist aus Alu, nicht aus Kunststoff.

    Wir vermuten nun, dass das über die Haustrennung hinweg verputzte Gesims eine Schallbrücke bilden könnte, wobei wir eine unabhängige Putzfirma angerufen haben und diese uns versicherte hat, dass das keinerlei Einfluß haben könne.

    Eine zweite Vermutung bezieht sich auf unseren geschilderten Fußbodenaufbau. Unser Architekt hat uns zwar bescheinigt, dass genau dieser Fußbodenaufbau optimal ist und zu keinerlei Schallproblemen führen kann. Doch könnte es ja sein, dass sich die harte OSB-Platte an die Trennwand der Nachbarn (durch noch vorhandene Baufeuchte oder Heizungsluft) bis an die Wand ausgedehnt hat und nun dort anstößt.

    Für jegliche Empfehlungen, Ideen oder Hinweise wären wir sehr dankbar, da die Situation uns allmählich mürbe macht, besonders unsere Kinder. Es vibrieren also nicht nur unsere Wände, sondern auch unsere Nerven. J

    Viele Grüße
    Familie Finauer
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  2. Einseitiges Trittschallproblem Doppelhaus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

    Registriert seit
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    Mal die Fußleisten abmachen und die Randdetails der schwimmenden Platten kontrollieren. Wenn es nur in vereinzelten Räumen ist, muß da ein Zusammenhang bestehen. Eventuell ein vergessener Keil? Oder Heizungsrohre? Oder ein kleiner Stein? Oder herausstehender Putz?



    Gruß Holger
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  4. #3

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    147

    Schallgutachten gemacht?

    vielleicht ist ja alles noch in der Norm.
    Schallbrücke zwischen den Häusern würde ich ausschließen, da dann der Schall auf beiden Seiten gleich stark wäre - und das ist ja nicht der Fall.
    Was hört man denn von Ihnen im Nachbarhaus?
    Bei normalem Gehen?
    Beim Trampeln?
    Auf der Treppe?
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