Ergebnis 1 bis 12 von 12

Regenrinne/Dachabschluss Titan-Zink oder verzinkt?

Diskutiere Regenrinne/Dachabschluss Titan-Zink oder verzinkt? im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Brandenburg
    Beruf
    Projektierer
    Beiträge
    98

    Regenrinne/Dachabschluss Titan-Zink oder verzinkt?

    Hallo,

    ich habe kurz eine Frage in die Runde. Ich habe in der Bauleistungsbeschreibung gelesen, dass bei der Thematik Dachentwässerung verzinktes Blech zum Einsatz kommt.
    Demnach ist am Rand des Daches ein Abschluss, welcher an der Oberseite ein 30 mm dickes, verzinkes Blech. Auch die Fallrohore sind aus verzinktem Blech.
    Von anderen höre ich, dass es eher Titan-Zink sein soll. Wie ist hier die Meinung im Forum dazu? Gibt es da mrakente Unterschiede in der Lebensdauer?

    Vielen Dank und Gruß,

    borner
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Regenrinne/Dachabschluss Titan-Zink oder verzinkt?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    Wenn die Zinkschicht des Metalls verschlissen ist dann wird es unweigerlich beginnen zu rosten. 30mm dick? Was soll das für Metall sein und vorallem wer soll das auf Baustelle bearbeiten können? Beschichtungen sind eigentlich im Mirkomillimeterbereich. Und Metall ohne organische Beschichtung würde ich gleich dem Schrott zuführen...

    Zink oder Kupfer - allein schon wegen der Lötbarkeit der Materialien. Löten kann man zwar quasi alles aber das eine geht leicht, das andere geht halt einfach kacke. Verzinktes Metall hat jetzt für mich keine überwiegenden Vorteil ggü. Titanzink z. B. so dass es sich lohnt es hier einzusetzen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    05.2014
    Ort
    Fellbach
    Beruf
    Lehrling
    Beiträge
    15
    Hallo,

    30 mm sicher nicht, das hat Kalle ja auch schon gesagt. Willst dir ja keinen Panzer ans Dach hängen ... Evtl. ist gemeint, 30 Mikrometer Zinkschicht, das Standardverzinkte Blech hat 0.6 mm Stahl plus 30 um Zink= 0.63 mm Dicke. Ich würde auch davon abraten heutzutage. Auch wenn es bis zur Durchrostung ne ganze Zeit dauert, als Rinne muss das Zeug regelmäßig gestrichen werden sonst kanns auch sehr schnell gehen. Und wenn du nicht selbst streichen willst, sondern lässt, dann ist der Preisvorteil zum Titanzink dahin. Löten kann man auch verzinkt. Wir setzten verzinkt nur im nicht sichtbaren Bereich ein, als Vorsprungbleche z.B., wo der Preisvorteil und die größere Festigkeit einen Vorteil bringen. Also warum nicht standardmäßige Titanzink Entwässerung (Kupfer sicher auch super, kostet aber ca. 3 mal so viel).#

    Viele Grüße

    Simon
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Brandenburg
    Beruf
    Projektierer
    Beiträge
    98
    Hallo,
    vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Das Blech ist 30mm dick, wird schon in richtiger Form geliefert und dann auf der Baustelle nur noch angebracht. (wie, weiß ich nicht) und dieses, an sich 30mm dicke Blech ist verzinkt. Es ist auch keine übliche Regenrinne, sondern wie eine Art kasten, in dem das wasser lang laufen soll.
    Wie stark die Zink-Schicht ist, weiß ich nicht, wird halt eine übliche, dünne Schicht für Verzinkung sein....
    Ich frage mich halt auch, warum man da kein richtiges Titan-Zinkblech nimmt. Und die Antworten hier passen ja zu meinen Überlegungen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Das Blech ist niemals 30 mm dick...
    Lies deine Leistungsbeschriebung noch mal und guck da mal nach...

    30 mm dickes Blech ist im Schiffsbau üblich aber nicht im Hausbau.
    Verzinktes Blech hat Sinn wenn man mit viel Last zurechtkommen muß. Z.B. Schnee in den Bergen. Da sind die den Zinkrinnen übelegen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    3,00 mm ist schon ungewöhnlich, diese bleche werden eher im fassadenbau genommen. 30 mm dicke bleche sind eher was für firma von der leyen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    01.2015
    Ort
    Wangerland
    Beruf
    Dachdeckergeselle/Zimmerermeister
    Beiträge
    24
    Da ist eher ein Abschluss gemeint aus verzinktem Blech welches 30mm hoch ist.
    Wie zb. anstatt eines BUG-Profils an der Seite (das sind die typischen AluKanten auf nem Flachdach) sind hier gekantete Bleche mit einer aufkantung von 30mm höhe angedacht. Dass aber nur auf einer auf einer Aufkantung da sonst der Dachrand an sich ja nicht hoch genug wäre.

    Da kannst ja gleich nen Stahlträger in der Runde legen, wenn da ein 30mm dickes Blech--> Baggermatte drauf soll.....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Brandenburg
    Beruf
    Projektierer
    Beiträge
    98
    Da ist eher ein Abschluss gemeint aus verzinktem Blech welches 30mm hoch ist.
    Ja, genau so ist es...

    Es ist ein ca. 7cm großer Vorsprung vom Dachabschluss. Das ist ein ca. 10cm hoher Kasten, in dem sich die Regenrinne befindet. Und dieser Kasten ist (Zitat): "oberseitig von einem verzinktem Blech mit 30 mm starker Ansichtskante abgeschlossen".
    Entschuldigung, falls ich es oben falsch wiedergegeben habe. Zum Material der Regenrinne ist nichts geschrieben. Nur, dass sie kein Gefälle hat nach DIN EN 12056-3, DIN EN 612. Was auch immer das bedeutet. Und die Fallrohre sind dann wieder aus verzinktem Blech.
    Aber so richtig ideal kommt mir das nicht vor.

    Viele Grüße.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    01.2015
    Ort
    Wangerland
    Beruf
    Dachdeckergeselle/Zimmerermeister
    Beiträge
    24
    Theoretisch muss die Dachrinne auch kein Gefälle haben weil wenn sie waagerecht angebaut ist dann läuft das wasser auch ab. Sobald die rinne nur 0,1mm Gegengefälle hat ist es falsch. Natürlich macht es für die Praxis wesentlich mehr Sinn da Gefälle reinzumachen.
    Somit ist die Aussage aber richtig.

    Sag aber dass du etwas Gefälle haben willst falls sich das Bauwerk mal etwas setzt hast du das noch "Reserve" :-)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Brandenburg
    Beruf
    Projektierer
    Beiträge
    98
    Sag aber dass du etwas Gefälle haben willst falls sich das Bauwerk mal etwas setzt hast du das noch "Reserve"
    Super Tipp, Danke.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. #11

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    Selbst wenn die Rinne Gegengefälle hätte würde nicht sofort etwas passieren. Wenn Rinnenlänge und Ablaufstutzen so weit voneinander entfernt sind, dass die Rinne überläuft dann wäre die Funktion in keinem Falle mehr gegeben. Bei innenliegenden sähe das sicherlich noch etwas anders aus. Was ich damit sagen will ist, dass Gegengefälle nicht gleich Gegengefälle ist. Gerade im Altbau gibt es Situationen (Rinne läuft über Eck und Traufen haben unterschiedliche Gefällerichtungen) wo es nicht vermeidbar ist ein Gegengefälle zu konstruieren. Wenn die Rinne dann am Ende optisch Schief hängt meckert der Kunde ebenso. Hier muss man dann entsprechend aufklären und das Maximum rausholen. Unverhältnismäßig wäre es sicherlich, wenn der Kunde eigentlich nur eine Rinne getauscht haben will (Lötfehler, Montagefehler oder wat weiß ich) und am Ende n komplette Traufensanierung bezahlen muss..

    Steht zwar in keiner DIN ist aber Alltag mehr oder weniger, wenn man mit minimal invasiven Eingriffen zu tun hat

    @ Borner mit einer Detailskizze würde man mehr anfangen können. Für mich klingt es nach einer innenliegenden Rinne und einer entsprechenden "Mauerabdeckung".
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Brandenburg
    Beruf
    Projektierer
    Beiträge
    98
    @Kalle88 Eine Detailskizze habe ich leider nicht, aber das mit der Abdeckung und innenliegenden Rinne - das hast du exakt umschrieben.

    Letztlich nehme ich aus der Diskussion mit: Titan-Zink nach Möglichkeit.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen