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  1. #1
    Bistum
    Gast

    Kellerprüfung nötig oder nicht?

    Hallo Leute ich brauche mal bitte eine Beratung von euch, da ich Handwerklich ne Niete bin. Eigenleistung kommt daher ohnehin nicht, oder nur sehr begrenzt in Frage (OK, Eimer tragen kann ich). Das Haus (in Berlin) habe ich in relativ jungen Jahren gekauft.
    Habe ein Einfamilienhaus aus den Baujahren ca. 1930 – 1945. Außenmauern sind gebrannte Ziegelsteine, kommt man kaum mit einem Bohrer durch. Soweit so gut.
    Den Besitzern des Hauses ging es finanziell leider nicht immer gut, daher wurde vieles selber gemacht. Teils wirklich katastrophal!!!
    Nach nun 10 Jahren haben wir eigentlich alles wieder halbwegs hingekriegt. Alles? Nun ja, bis auf den Keller.
    Das Haus wurde nachträglich (Teil) unterkellert. Von einer Gruppe 5 Jähriger oder so, etwa im Jahr 1975. Ich würde schätzen, dass ca. 30 - 35% unterkellert ist. Bei starken Regenfällen hatten wir früher immer um die 20 Zentimeter Wasser im Keller stehen.
    Dann hatten wir eine Fachfirma beauftragt, die fachmännisch kassiert hat. An den Außenseiten abgedichtet und isoliert (kam nach einem Jahr wieder Wasser durch). Von Innen hatte ich folgende „Wahlmöglichkeiten“ an den Stellen die aufgrund der Teilunterkellerung von außen nicht erreichbar waren:
    Wahl 1: Entweder Sanier/Entfeuchtungsputz: Der soll nach ca. 10 Jahren wieder abfallen. Wahl 2: Sperrputz. Wie Beton. Bekommt er im ersten Jahr keine Risse, hält er ewig.
    Dazu muss man noch sagen, dass einer der Vorbesitzer es an der gleichen Wand mal mit dem Injektionsverfahren probiert hat, was jedoch zu keinem Erfolg geführt hat.
    Fachmann wie ich war habe ich den Sperrputz machen lassen.
    Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die „Innenwände“ des Kellers etwa die Konsistenz von Sandstein haben. Konnte man mit Fingern drin rumpopeln.
    Die Ziegelwand auf dieser Innenseite beginnt in etwa 1,60 Metern Höhe, darunter ist der Sandputz. Diese Wand hat sich bereits vor unserer bescheidenen Sanierung dazu entschlossen, seine eigenen Wege zu gehen. Vom Boden bis zur besagten Höhe von 1,60 Metern hat sich die Wand in der Mitte in einem perfekten Bogen um etwa 10 Zentimeter nach außen ins Erdreich geschoben. Der normale Boden bei uns ist extrem Lehmig.
    Der Keller ist etwa 10 Meter lang, bei einer Breite von ca. 3,5 Metern. Nach ca. 4 Metern wurde unter der Kellerdecke (die aus Betonplatten besteht) ein (Eisen?) Träger gebaut, der wohl eine Wand darüber halten soll. Auch der Träger sieht überhaupt nicht mehr prickelnd aus, Farbe platzt überall ab. Auch hat er die eine oder andere Delle. Vermute jedoch, hat der Vorbesitzer deswegen billiger bekommen.
    Im Laufe der Jahre haben wir nun die Wände insofern dichtbekommen, dass auch bei schwerem Regen nix mehr reinläuft. Wir lassen rund um die Uhr einen kleinen E-Trockner laufen.
    Was will ich eigentlich von euch? Grübel?

    In den letzten 5 Jahren ist es nach meinem Ermessen nicht schlechter geworden. Eher im Gegenteil, da es nun bei Regen nicht mehr nass wird im Keller. Aber irgendwie nagt es in mir, dass ich vielleicht auf einer Bombe sitze?
    Tatsache ist ja, dass die Wände noch immer nass sind. Ich sehe es ja nur nicht aufgrund des Sperrputzes. Auch die Mauer ist noch immer krumm und schief. Habe letztens eine neue Gasheizung eingebaut bekommen. Die Monteure sagten, eine so schiefe Wand hätten sie noch nie gesehen.

    Wozu könnt Ihr mir raten? Mal abgesehen von kürzeren Texten. Oder soll ich das einfach laufen lassen? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht.
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  2. Kellerprüfung nötig oder nicht?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Fassade
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    ich hab zwar keine grosse Ahnung von so was.
    Aber eine nachträgliche Unterkellerung sollte zumindest statisch geprüft sein. Das heisst du solltest prüfen ob es Unterlagen gibt.
    Wenn die selbst unterkellert haben und es keine Unterlagen gibt solltest du schnellstmöglich einen Statiker beauftragen zu untersuchen ob dein Haus überhaupt standsicher ist. Nicht das mal alles einfällt! Grad die schiefen Wände nicht das diese eingedrückt werden! (Erddruck vielleicht?)

    Also zuerst Statiker oder statische Unterlagen suchen. Überprüfen lassen ob es in Ordnung ist!
    Wenn alles in Ordnung ist kannst du über ein Abdichtungskonzept mit Hilfe eines Planers nachdenken.
    Einen Stahlträger kann man abschleifen und neu lackieren sofern er nicht ganz Schrott ist.
    Wenn statisch nicht in Ordnung hast du eine viel grössere Baustelle. Wenn nicht standsicher dann musst du raus da.
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