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Luftblasen in Solarthermieanlage

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  1. #1

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    Luftblasen in Solarthermieanlage

    Unser Heizungssytem in wenigen Worten:

    Fußbodenheizung
    Gasbrennwertkessel mit solarthermischer Unterstützung
    12 m2 Flachkollektoren
    1000-l-Pufferspeicher
    Druckausdehnungsgefäße für Solarflüssigkeit u. Heizwasser
    Wärmetauscher Solarflüssigkeit/Pufferwasser
    Wärmetauscher Pufferwasser/Brauchwasser
    Steuerungselektronik esaa sonja für die Solaranlage

    Das Problem:

    Die Anlage ist seit unserem Einzug in den Neubau Anfang Juli 2013 in Betrieb. In diesen rund 20 Monaten Betriebszeit mußte sie bereits zweimal durchgespült werden, weil die Solarflüssigkeit nicht mehr zirkulierte, Ursache vermutlich Luftblasen. Spülen ist, wie man bei www.bosy-online.de nachlesen kann, ein gängiges Verfahren zu Beseitigung solcher Luftblasen. Da wir die Anlage mit einer Eigenbauelektronik ständig überwachen (Mikroprozessor fragt sonja laufend ab, überträgt die Daten auf einen PC, wo sie aggregiert und graphisch ausgewertet werden) fallen solche Fehler schnell auf. Seit einigen Tagen steht der Solarkreislauf wieder, also erneut Anlage spülen.


    Meine Fragen:

    Ist das Auftreten solcher Störungen in so kurzen Zeiträumen normal?
    Im Augenblick fällt die Beseitigung dieser Störungen noch in die Gewährleistung. In einigen Jahren nach auslaufen der Gewährleistungsfrist stellt sich die Frage, ob der Wärmegewinn = Einsparung von Heizgas die Wartungskosten abdeckt.

    Gibt es Verfahren, um Undichtigkeiten in so einer Anlage zu lokalisieren und danach zu beseitigen?
    Z.B. Anlage abschnittsweise unter Druck setzen und Druckabfall beobachten.

    Dank u. freundliche Grüße
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  2. Luftblasen in Solarthermieanlage

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  3. #2

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    Zitat Zitat von hhelend Beitrag anzeigen
    ...Gibt es Verfahren, um Undichtigkeiten in so einer Anlage zu lokalisieren und danach zu beseitigen?
    Z.B. Anlage abschnittsweise unter Druck setzen und Druckabfall beobachten....
    Da Deine Solarleitungen vermutlich nicht im Erdreich verlaufen, sollte sich doch ein Leck leicht finden lassen?
    Wo endet denn das Sicherheitsventil des Solarkreislaufs? Die Meisten haben da aus gutem Grund einen großen Kanister drunter.
    Der häufigste Fall ist nämlich einfaches Abblasen wegen zu hohem Druck. Ursache kann ein defektes, zu kleines oder falsch eingestelltes Membranausgleichsgefäß sein oder das Sicherheitsventil bläst zu früh ab oder ein Schnellentlüfter auf dem Dach pfeift die Flüssigkeit ab...
    Sehen sollte man das auf jeden Fall. Da brauchts keine "Verfahren".
    Wirst Du nicht langsam arm, wenn jedesmal der Frostschutz erneuert werden muss?
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  4. #3

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    Hab ihr einen Abscheider für Mikroblasen drin? Beim Durchspülen gab es damals bei uns Probleme, die Firma hat sich schlau gemacht und danach das Durchspülen bei Nacht gemacht, was dann allerdings auch einen endgültigen Erfolg brachte. Angeblich sollte man das Durchspülen (wir haben Röhrenkollektoren) nur bei abgedecktem Kollektor oder Nachts machen, jedenfalls nicht bei strahlendem Sonnenschein.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Das Spülen wurde am 19.03. am frühen Morgen etwa 2 Stunden lang durchgeführt. Seitdem läuft die Anlage ohne Probleme - bis jetzt.

    Die einzige, sinnvolle Antwort auf meine Fragen war der Hinweis von SvenW - danke dafür - auf einen Mikroblasenabscheider. So ein Teil soll eingebaut sein, siehe beigefügtes Bild. Einzige Beschriftung darauf PAW, wobei AW klein unter dem Bogen des P steht.

    Die Anlage wurde auf 1,8 bar aufgefüllt. Die Höhendifferenz zwischen dem Manometer und der Oberseite der Flachkollektoren beträgt etwa 9,50 m. Ein Datenblatt über die eingefüllte Solarflüssigkeit (Tyfocor LS) habe ich beim Hersteller gefunden. Demnach beträgt die Dichte bei den im Betrieb auftretenden Temperaturen von 70 - 90°C 1,0 - 0,986 kg/m3. Es fehlt eine Information darüber, bei welchem Druck diese Dichten gemessen sind. Ich habe deshalb den Hersteller angeschrieben.

    An der Oberseite der Kollektoren herrscht also noch ein Druck von 0,85 - 0,87 bar. Der Dampfdruck von Tyfocor LS beträgt bei 70°C etwa 0,29 bar, bei 90°C etwa 0,64 bar. Man ist also auch bei 90°C immer noch gut 0,2 bar vom Sieden entfernt.

    Trotzdem scheint mir das recht knapp kalkuliert. Ein ehemaliger Studienkollege von mir hat eine Solarthermieanlage von V...mann und die wird mit 3 bar betrieben. Ich habe das meinem Sani erzählt. Von "so hohen Drücken" wollte er nichts wissen. Ich verstehe das: Er befürchtet wahrscheinlich, daß Undichtigkeiten dann noch leichter auftreten bei seiner/meiner im Heimwerkerverfahren zusammengestrikten Anlage..

    Deshalb meine Frage:
    Mit welchen Drücken werden Eure Anlagen betrieben, wenn sie ähnlich aufgebaut sind wie meine?

    NS
    Bild anhängen funktioniert leider nicht. Selbst bei 44 kB Bildgröße, mit Mühe soweit runtergetrimmt, bekomme ich die Meldung "Dimensionen sind zu groß".
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  6. #5

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    Früher habe ich meine Solaranlage mit 3bar betrieben seit 2 jahren nur noch mit 1bar.
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  7. #6

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    Früher habe ich meine Solaranlage mit 3bar betrieben seit 2 jahren nur noch mit 1bar.
    Toll. Seit wann kann man den Betriebsdruck einer Solaranlage würfeln?
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