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Architektenvertrag

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  1. #1

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    Architektenvertrag

    Hallo liebe Leute,
    ich bin schon seit einiger Zeit stiller Mitleser hier im Forum um mich auf unser Bauvorhaben (140m² EFH auf dem Land) vorzubereiten. Nun wird es langsam erst bei uns.

    Wir haben von unserem Architekten bereits einen Grundriss, Wohnflächen- und Raumvolumenberechnung mit Kostenschätzung für Finanzierungsanfragen erhalten.
    Da nun das Grundstück ausgewählt und die Finanzierung fest steht, müssen wir nun mit der Architektin einen Vertrag abschließen.

    Wir haben dazu einen Mustervertrag von der Versicherung des Architekten (AIA AG, weiß nicht genau ob ich die hier namentlich erwähnen darf) erhalten, der die Leistungsphasen nach HOAI aufführt.

    Grundsätzlich finde ich den Vertrag nach meinem leider noch laienhaften Verständnis für das Bau-Vertragsrecht recht übersichtlich. Ich denke aber, dass wenn ein Mustervertrag aus von einer Institution der "Gegenseite" kommt, dieser doch sicher die Absicherung des Architekten im Fokus hat und jetzt nicht unbedingt alle Interessen des Auftraggebers bis in Detail berücksichtigt.

    Gibt es hier vielleicht schon Erfahrungen mit solchen Musterverträgen? Was sollte man dabei unbedingt beachten und was sollte ggf. zwingend ergänzt oder ausgeschlossen werden?
    Sollte man solch einen Mustervertrag von einem Fachanwalt prüfen lassen?

    Grüße
    skybandit
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  2. Architektenvertrag

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  3. #2

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    Zitat Zitat von skybandit Beitrag anzeigen
    Sollte man solch einen Mustervertrag von einem Fachanwalt prüfen lassen?
    das empfiehlt sich, wenn du selbst unsicher bist und auch den vertragsinhalt nicht bewerten kannst.
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  4. #3
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    Ich habe mittlerweile erfahren, das einige Bauherren mit dem gleichen Architekten ganz ohne einen Vertrag gebaut haben. Frage mich jetzt natürlich warum die das gemacht haben. Worin könnte denn der Vorteil für den Bauherren liegen, ohne einen Vertrag zu bauen?
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  5. #4

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    Die haben nicht OHNE Vertrag gebaut, die haben nur keinen schriftlichen Vertrag gehabt!!!

    Vorteile? Ich sehe keine.
    Nachteile? Sehe ich beim 08/15-Architektenvertrag auch nicht.

    Schriftlicher Vertrag gibt Klarheit und Sicherheit, ausserdedm kann man Dinge wie Termine, Kostenobergrenze etc verschriftlichen!

    Schriftlicher Vertrag ist eher für den Architekten wichtig, weil er dann Honorar über Mindestsatz, Nebenkostenpauschalierung etc. vereinbaren kann.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von skybandit Beitrag anzeigen
    Ich habe mittlerweile erfahren, das einige Bauherren mit dem gleichen Architekten ganz ohne einen Vertrag gebaut haben. Frage mich jetzt natürlich warum die das gemacht haben. Worin könnte denn der Vorteil für den Bauherren liegen, ohne einen Vertrag zu bauen?
    Frage mal anders, worin könnte der Vorteil für den "Architekten" liegen, ohne einen schriftlichen Vertrag zu bauen.

    Beim ersten Streitpunkt, und der kommt sicher, wird man diskutieren, was überhaupt beauftragt war, wer die Verantwortung übernehmen muss, wer die Zeche bezahlt, usw. Bauherren (Laien) haben erfahrungsgemäß keine Ahnung von Architektenverträgen, welche Leistungen der Architekt erbringen muss, was dafür zu bezahlen ist, wer für was Gewähr leisten muss, usw. Ohne eine vertragliche Vereinbarung gibt es in meinen Augen einfach zu viele Punkte die unsicher sind, Missverständnisse sind vorprogrammiert. Besonders interessant wird es dann wenn die Rechnung auf den Tisch kommt.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Ohne einige Zusatzklauseln zu euren Gunsten solltet ihr so einen Vertrag nicht einfach unterschreiben, wenn ihr eine für euch optimale Lösung haben wollt.

    Ratsam wäre z.B. eine stufenweise Beauftragung einzelner Leistungsphasengruppen und vor allem eine Klausel zur Einhaltung einer Baukostenobergrenze.

    Ist euch bewusst, dass Planungsleistungen im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär) und bei der Planung der Außenanlagen (das beinhaltet z.B. auch den Verlauf von Abwasserleistungen) i.d.R. nicht "im Preis mit drin" sind?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen

    vor allem eine Klausel zur Einhaltung einer Baukostenobergrenze.
    Und dazu noch einen Bonus für die /den Archi ,wenn es günstiger wird!
    Bei gleicher Leistung!
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von jodler2014 Beitrag anzeigen
    Und dazu noch einen Bonus für die /den Archi, wenn es günstiger wird!
    Bei gleicher Leistung!
    Immer gerne, einverstanden!
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  10. #9
    Bauexpertenforum
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    wäre die erste nachvollziehbare und vollzogene Bonusregelung die ich sehen würde.

    Papiertiger, sonst nichts
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  11. #10
    Baufuchs
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    wird mit Architekt ja auch nie günstiger als geplant....

    duck und wech
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    wird mit Architekt ja auch nie günstiger als geplant....

    duck und wech
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  13. #12

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    Der genannte Versicherer bietet auch einen mehrseitigen ausführlichen Vertrag an, den man bei "größeren" Bauvorhaben einsetzen sollte, da dort gewisse Dinge einfacher einzuarbeiten sind - bzw. bereist zum Ausfüllen vroformuliert sind. Ich setze IMMER den ausführlichen Vertrag ein und schmieße bei kleineren Bauvorhaben die unötigen Passagen raus. Das hat sich bewehrt, auch wenn die meisten Bauherren erstmal stöhnen "Wer soll das denn alles lesen?"

    In diesem ausführlichen Vertrag sit dann auch das Verhältnis zu den anderen Fachplanern und den vom Bauherren beizubringenden Leistungen erklärt. So gibt es darum dann keinen Zank. Außerdem wird der Bauherr in einem Zusatzdokument deutlichst darüber aufgeklärt, dass Änderungen des ANforderungsprofils die angegebene Baukostenobergrenze in Schwanken bringt, bzw. diese einreißt. Ebenso wird auf das Baugrundrisiko hingewiesen. Der Architekt ist i.Ü. bei dieser Versicherung nicht für das Bauvorhaben versichert, wenn er ohne Baugrundgutachten arbeitet.
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  14. #13
    Baufuchs
    Gast
    Zitat Zitat von Taipan
    Der Architekt ist i.Ü. bei dieser Versicherung nicht für das Bauvorhaben versichert, wenn er ohne Baugrundgutachten arbeitet.
    Verzicht auf Baugrundgutachten dürfte auch bei der übl. Berufshaftpflicht der Architekten als groß fahrlässig gelten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    wird mit Architekt ja auch nie günstiger als geplant....

    duck und wech
    Wir sind momentan 20k im Plus und haben alle Gewerke vergeben - das schafft sonst vielleicht nur ein (Bau-) Fuchs 😉 (unser Archi des Vertrauens hat immer eine recht großzügige Bauherrenreserve und wir waren da sehr sparsam). Das Geld geht natürlich dennoch weg, die Bude darf jetzt schon früher nett möbliert werden als geplant.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    wird mit Architekt ja auch nie günstiger als geplant....
    Gott sei Dank mit GÜ / GU aber auch nicht ...

    noch tiefer duck und wech
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