Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 25
  1. #1

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13

    Mauerwerkssperre / Gutachten bzgl. Dichtigkeit gegenüber Radon

    Hallo Gemeinde,

    vorab: meine Familie und ich sind gerade dabei ein EFH mit einem Bauträger zu planen/bauen. Wir sind gerade in der Bauantragsphase.

    Vorab etwas ausgeholt: :-)
    Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus. In Planung ist der Bau eines EFH im Bungalowstil ohne Keller, also mittels Bodenplatte Stärke ca. 25cm (WU Beton) inkl. ca. 110cm Frostschürze - Unterbau ca. 1m Austausch des Bodens a.G. unzureichender Tragfähigkeit gegen 0/45er Brechkorn - resultierend aus dem Baugrundgutachten, welches zwar kein Grundwasser bis 2,2m Tiefe ergab trotzdem nach DIN 18195 T6 gegen drückendes, aufstauendes Sicker- bzw. Schichtwasser zu schützen wäre, vermutlich, da es sich um leicht hangiges Gelände handelt (ca. 1,5m Gefälle auf ca. 23m Grundstückslänge). Eine Dränung erfolgt natürlich auch im Nachhinein. Unser Bodengutachten ergab außerdem, dass wir eine erhöhte Radonkonzentration im Boden haben. Der Gutachter empfahl daher die Abdichtung der Bodenplatte mittels Bitumenbahnen mit entsprechendem Dichtigkeitszertifikat über Radon. Daher ist es unwesentlich ob kalt oder heißklebend. Letzlich geht es mir darum, im Gespräch mit dem Gewerk und dem Bauleiter etwas auf Augenhöhe zu begegnen - ich glaube den Profis gern, aber durch die bereits aufgelaufenen Mehrkosten möchte ich schon nicht die Kontrolle darüber verlieren was mir "empfohlen" wird.

    Soweit so gut. Eine Mauerwerkssperre (G 200 DD), welche unter der 1. Lage Poroton verbaut wird, soll dann mit entsprechender Bitumenbahn verbunden werden z.B. Katja Sprint mittels Katja Sprint Anschlußfix (reicht diese überhaupt bzgl. der 18195 T6?). Jetzt meine Frage; was nützt mir das Gutachten der Bitumenbahn, wenn die Mauerwerkssperre keines besitzt? Gibt es zertifizierte Mauerwerkssperren, welche wie Bitumenbahnen daraufhin getestet wurden? Gern nehme ich Produktempfehlungen a.G. Forenregeln via Mail entgegen. Hilfreiche Tipps, worauf ich meinen Planer und Bauleiter ansprechen sollte nehme ich natürlich auch gern entgegen.

    Mit freundlichem Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Mauerwerkssperre / Gutachten bzgl. Dichtigkeit gegenüber Radon

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Inkognito
    Gast
    Nur als Hinweis zu einem anderen Thema: "WU Beton" ist lediglich ein Teil von vielen einer WU Konstruktion, nicht dass Sie da auf Marketinggewäsch reinfallen. Alleine für sich ist der Beton in dieser Hinsicht wertlos.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    G 200 S4 AL Stöße miteinander fest verschweißt und auf die G200 DD geflämmt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    06.2014
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    TWP Brückenbau
    Beiträge
    15
    Bei einer Bodenplatte nach WU-Richtlinie ist nicht mit erhöhten Radonkonzentrationen im Gebäude zu rechnen. In Verbindung mit einem vernünftigen Lüftungskonzept kann auf zusätzliche Dichtungsmaßnahmen verzichtet werden.
    Ich schau mal, dass ich morgen entsprechende Literatur raussuche.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    10.2014
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Rentner
    Beiträge
    958
    bei einem nicht unterkellerten Gebäude würde ich einer Bitumenbahn auf der (WU-) Bodenplatte vielleicht nicht die erste Priorität einräumen
    die dichte Ausführung der Rohrdurchführungen durch die Bodenplatte wird da sicher genauso relevant sein
    evtl. über Gebäudelüftung nachdenken
    je nach den wie hoch die Radonkonzentration tatsächlich ist (und wie ernst jemand die Gefähdung nimmt) kann man dann noch über Gegenmaßnahmen im Boden nachdenken, z. B. Sammeln des Radongases durch einen "Drainagerost" unter dem geplanten Bodenaustausch und schadloses Ableiten , sozusagen durch einen "Kamin" an der Drainage dessen Mündung über den höchsten Aufenthaltsräumen liegt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13
    Zitat Zitat von Inkognito Beitrag anzeigen
    Nur als Hinweis zu einem anderen Thema: "WU Beton" ist lediglich ein Teil von vielen einer WU Konstruktion, nicht dass Sie da auf Marketinggewäsch reinfallen. Alleine für sich ist der Beton in dieser Hinsicht wertlos.
    Lt. Bauleistungsbeschreibung WU Beton der Güte C25/30 mit zusätzlicher Bewehrung (Bodenplatte wurde von 18 auf 25cm verstärkt). Aber falls Sie noch Tipps für mich haben worauf ich da noch achten sollte, bin für alles dankbar.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13
    Zitat Zitat von reezer Beitrag anzeigen
    bei einem nicht unterkellerten Gebäude würde ich einer Bitumenbahn auf der (WU-) Bodenplatte vielleicht nicht die erste Priorität einräumen
    die dichte Ausführung der Rohrdurchführungen durch die Bodenplatte wird da sicher genauso relevant sein
    evtl. über Gebäudelüftung nachdenken
    je nach den wie hoch die Radonkonzentration tatsächlich ist (und wie ernst jemand die Gefähdung nimmt) kann man dann noch über Gegenmaßnahmen im Boden nachdenken, z. B. Sammeln des Radongases durch einen "Drainagerost" unter dem geplanten Bodenaustausch und schadloses Ableiten , sozusagen durch einen "Kamin" an der Drainage dessen Mündung über den höchsten Aufenthaltsräumen liegt.
    Bzgl. Rohrdurchführungen: Es ist eine Mehrspartenhauseinführung für die Medieneinbindung geplant, welche mittels Gummipressdichtungen an den Leitungen eine saubere Sache darstellen sollte. Alle weiteren Bodendurchführungen (Abwasserrohre) werden mittels Mauerkragen abgedichtet um mögliche hydrostatische Lecks zu vermeiden. Und wie gesagt...dann ist eben die Abdichtung mittels zertifizierter Bitumenbahnen auf der Bodenplatte geplant. Eine Lüftungsanlage ist nicht geplant.

    Nach den Abdichtungsarbeiten im Rohbau ist eine Dichtigkeitsprüfung vom Gutachter geplant um die Qualität der Arbeit zu klären.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13
    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    G 200 S4 AL Stöße miteinander fest verschweißt und auf die G200 DD geflämmt.
    Raten Sie generell von KSK Bahnen ab z.B Katja Sprint? Welche G 200 S4 AL besitzt ein Zertifikat bzgl. Radondichtigkeit?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13
    Zitat Zitat von bribu04 Beitrag anzeigen
    Bei einer Bodenplatte nach WU-Richtlinie ist nicht mit erhöhten Radonkonzentrationen im Gebäude zu rechnen. In Verbindung mit einem vernünftigen Lüftungskonzept kann auf zusätzliche Dichtungsmaßnahmen verzichtet werden.
    Ich schau mal, dass ich morgen entsprechende Literatur raussuche.
    Ok, vorab danke.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    KSK Bahnen sind zugelassen für den Anwendungszweck aber ob nun als kappilarbrechende Schicht oder als Gas brechende Schicht. Bei einer Schweißbahn sehe ich ganz offensichtlich dass ich die Naht homogen gefügt habe - nämlich immer dann wenn das Schweißbitumen sichtbar aus der Naht tritt. KSK möge sich anbieten, wenn Flamme nicht möglich ist weil man etwas verbrennen würde.

    Wenn durch die G 200 S4 AL irgendwas durchgehen würde, dann fresse ich n Besen. Deren Dichtigkeit liegt über der, der Katja Sprint. Denn das AL meint Aluminiumeinlage und Aluminium ist ein Metall - daraus resultierte eine Dampfdichtigkeit. Dort wo kein Dampf durchgehen kann, kann auch kein Gas durchgehen. Aber ich würde #4 beherzigen und erstmal schauen ob eine Abdichtung überhaupt nötig ist beziehungsweise den Vorzug bekommen sollte. Alternative hat reezer ja schon geschrieben, für das Radon.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    06.2014
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    TWP Brückenbau
    Beiträge
    15
    @TE
    Wie hoch ist denn die Radonkonzentration in der Bodenluft. Haben Sie das Bodengutachten zur Hand und könnten es evtl. anonymisiert hier einstellen?

    Da ich gerade sehe, dass sie auch ein Dresdner sind, wo genau befindet sich ihr Bauplatz?
    Im Rahmen meines Studiums hatte ich im EFH meiner Eltern, welches in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem ehemaligen Uranabbaugebiet liegt (Dresden Coschütz) Radonmessungen im Keller und in der Bodenluft durchgeführt. Da war nix mit erhöhten Konzentrationen zu finden. Von den Bauträgern wird gerne übermäßige Angst verbreitet, um passende Lösungen verkaufen zu können.

    Hier finden Sie weitere Informationen (wenn auch sehr wissentschaftlich):
    http://www2.htw-dresden.de/~Radon/kora/start.htm
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    10.2010
    Ort
    Bonn
    Beruf
    Elektroingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Die Werbung ist nicht von mir!
    Beiträge
    3,761
    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Aluminium ist ein Metall - daraus resultierte eine Dampfdichtigkeit. Dort wo kein Dampf durchgehen kann, kann auch kein Gas durchgehen.
    Eigentlich ist es andersrum. Aluminiumfolie ist Gasdicht und deshalb auch Dampfdicht. Dampfmoleküle sind ja schon recht groß gegenüber vielen anderen Gasen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13
    Zitat Zitat von bribu04 Beitrag anzeigen
    @TE
    Wie hoch ist denn die Radonkonzentration in der Bodenluft. Haben Sie das Bodengutachten zur Hand und könnten es evtl. anonymisiert hier einstellen?

    Da ich gerade sehe, dass sie auch ein Dresdner sind, wo genau befindet sich ihr Bauplatz?
    Im Rahmen meines Studiums hatte ich im EFH meiner Eltern, welches in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem ehemaligen Uranabbaugebiet liegt (Dresden Coschütz) Radonmessungen im Keller und in der Bodenluft durchgeführt. Da war nix mit erhöhten Konzentrationen zu finden. Von den Bauträgern wird gerne übermäßige Angst verbreitet, um passende Lösungen verkaufen zu können.

    Hier finden Sie weitere Informationen (wenn auch sehr wissentschaftlich):
    http://www2.htw-dresden.de/~Radon/kora/start.htm
    Hallo,

    was für ein Zufall...naja, die Welt ist halt ein Dorf. :-) Unser Bauplatz befindet sich in 01705 Freital...am Windberg...nicht weit weg von Coschütz. Das Gutachten kann ich Ihnen gern anonymisiert via Mail zukommen lassen (eine Anfrage läuft!). Die Radonkonzentration in der BODENLUFT liegt zwischen 180-200 kBq/qm - und ist als Hoch eingestuft worden. Die Seite der HTW kenne ich, habe mir von dort viele wichtige Infos besorgt, außerdem habe ich mit der Radonberatungsstelle in Bad Schlema ausführliche Telefonate geführt, was eventuelle Schutz- bzw. Sicherungsmaßnahmen angeht. Kennen Sie ggf. eine gute Firma, z.B. Dachdeckerfirma, welche Erfahrungen mit dem Verlegen der Bitumenbahnen besitzt (ich denke darüber nach, dass an eine Firma fremd zuvergeben, welche gute und ausreichend Referenzen vorweisen kann)? Auch das via Mail, falls für mich hilfreich.

    MfG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2015
    Ort
    Dresden
    Beruf
    Drucker
    Beiträge
    13
    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    KSK Bahnen sind zugelassen für den Anwendungszweck aber ob nun als kappilarbrechende Schicht oder als Gas brechende Schicht. Bei einer Schweißbahn sehe ich ganz offensichtlich dass ich die Naht homogen gefügt habe - nämlich immer dann wenn das Schweißbitumen sichtbar aus der Naht tritt. KSK möge sich anbieten, wenn Flamme nicht möglich ist weil man etwas verbrennen würde.

    Wenn durch die G 200 S4 AL irgendwas durchgehen würde, dann fresse ich n Besen. Deren Dichtigkeit liegt über der, der Katja Sprint. Denn das AL meint Aluminiumeinlage und Aluminium ist ein Metall - daraus resultierte eine Dampfdichtigkeit. Dort wo kein Dampf durchgehen kann, kann auch kein Gas durchgehen. Aber ich würde #4 beherzigen und erstmal schauen ob eine Abdichtung überhaupt nötig ist beziehungsweise den Vorzug bekommen sollte. Alternative hat reezer ja schon geschrieben, für das Radon.
    Herzlichen Dank für die zahlreichen Anregungen und Tipps!!! Dann werde ich entsprechende Hersteller anfragen, welche eine G 200 S4 AL mit Zertifikat zur Verfügung stellen und ggf. von einer KSK Bahn absehen. Ich benötige nur noch eine gute Fachfirma (Dachdecker o.ä.) welche damit gute Erfahrungen hat und Referenzen vorweisen kann. Leider ist es von Lübeck etwas weit bis nach Dresden. ;-)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    08.2013
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Dachdecker/ Kaufmann
    Beiträge
    6,160
    Bauwerksabdichtung gehört zur Ausbildung eines Dachdeckers. Der sollte befähigt und im Stande sein dieses fachgerecht zu erstellen. Eine G 200 S4 AL wird von vielen Herstellern angeboten und ist für den Anwendungszweck entsprechend zugelassen - siehe Dachdeckerrichtlinien oder DIN 18195. Aber bevor man sinnlos Geld verbrennt sollte man erstmal prüfen ob es nötig ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen