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  1. #1

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    Aussenwanddämmung bei XXXX Fertighaus

    Hallo zusammen,

    ich lese hier schon eine Weile mit (auch wenn einiges sich ernüchternd liest ;-) ) und würde euch gerne mal über eure Meinung zu meinen Gedanken bitten.
    Wir besitzen ein Holzfertighaus XXXX vom Hersteller XXXX aus 1976.
    Aktuell geht es mir darum im Zuge des Fenstertauschs im Erdgeschoss gleich die "Effizienz" der Außenwanddämmung zu erhöhen.

    Der Aufbau ist der "übliche" für diesen Haustyp von innen nach außen:
    12,5mm Rigips
    10mm Spanplatte
    Dampfsperre/Luftbremse/Dreckfang Folie
    Holzständerwerk 100mm mit Mineralwolle U-Wert wohl 0,045
    18mm Spanplatte
    Hinterlüftete vorgehangene Fassade aus "Betoneinhängesteinen"

    Mir ist bekannt das die Folie nicht die eigentliche Funktion der Dampfbremse wahrnimmt, da diese durch die originale Installation (keine eigene Installationsebene) nicht luftdicht abschließt. Es gibt Steckdosen im Haus über die wir mit Frischluft versorgt werden.... (ok da wir auch einen Kamin haben hat dies nicht nur Nachteile ;-)

    Nun ist die Frage nur Fenster zu tauschen und mit der Situation leben (möchte ich ungerne)
    Oder alternativ die Dämmung der Außenwände angehen. (von mir bevorzugt)

    Allerdings kann/möchte ich derzeit nicht alle Wände im Erdgeschoss innen aufreißen um eine ordentliche Dampfsperre anzubringen und evtl. eine Installationsebene zu bauen. Dafür ist ein Grund die vor einem Jahr neu gelieferte Küche wie auch die (leider) bereits erfolgte Renovierung aller Zimmer im EG.

    Jetzt überlege ich ob es Sinn macht oder funktionieren würde wenn ich:
    1. die vorgehangene Fassade entferne und diffusionsoffene Dämmung auf die äußere Spanplatte bringe? Hierbei dachten wir an:
    • Holzfaserdämmung oder Multipor Gasbeton mit Fassade aus vorgehangenen Kunststoffpaneelen

    • Mineralwolle mit Putzträgerschicht


    oder 2. Die äußere Spanplatte ebenfalls entfernen um die Holzständer aufzudoppeln und entsprechend mehr/bessere Mineraldämmung einzubringen. Dann wieder Spanplatte davor und ebenfalls eine vorgehangene Fassade auf KS Paneelen anbringen.

    Macht eines der beiden Vorgehen für euch Sinn oder ist das alles Zeit/Geldvernichtung so lange innen keine vernünftige Dampfbremse existiert?

    Vielen Dank vorab für eure konstruktiven Beiträge!

    Gruß Joe
    Geändert von JamesTKirk (17.03.2015 um 10:53 Uhr) Grund: Hersteller entfernt. Für die Beantwortung der Frage unerheblich.
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  2. Aussenwanddämmung bei XXXX Fertighaus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    1. macht keinen Sinn. Die 18mm Spanplatte ist jetzt hinterlüftet und das ist auch gut so. Wenn man jetzt da irgendeine Dämmung drauf macht, dann wird es nur schlimmer, statt besser.

    In meinen Augen muss erst mal die Dampfsperre funktionieren bevor irgendwas macht.

    Es gibt Firmen die sich auf solche Haus Sanierungen spezielisiert haben. Ohne so eine Firma wirst du nicht weit kommen.
    Oft ist ein Abriss und Neubau günstiger als so ein Fertighaus zu sanieren.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    Laien Meinung:
    Jan, behalt Deine Laienmeinungen doch einfach mal für Dich, bevor Du die TE auf falsche Fährten schickst!

    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    1. macht keinen Sinn. Die 18mm Spanplatte ist jetzt hinterlüftet und das ist auch gut so. Wenn man jetzt da irgendeine Dämmung drauf macht, dann wird es nur schlimmer, statt besser.
    Hä - wieso hinterlüftetet Spanplatte??? Wenn der TE richtig beschrieben hat, ist die Belüftung aussenseitig der Spanplatte!!!


    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    Es gibt Firmen die sich auf solche Haus Sanierungen spezielisiert haben. Ohne so eine Firma wirst du nicht weit kommen.
    Grosser Blödsinn. Die Firmen vertickern meist nur Woodoo oder berauben die Häuser der statisch nötigen Spanplatte!!!!

    Planer nehmen, der so etwas sauber durchdenkt und die Ausführung überwacht!

    @ TE
    Die äussere Spanplatte ist bei den Häusern oft die statisch relevanten Ebene. Deren Entfernung geht nur nach enbtsprechender Prüfung.

    Die "elektrischen" Löcher kann man mit entsprechenden Hohlwanddosen in den Griff bekommen. Aber erstmal mit einem BDT prüfen, ob da überhaupt Bedarf besteht oder ob nicht die äussere Spanplatte die Luftdichte herstellt. Und wo noch Löcher sind.

    Dann mal die Bauphysik durchrechnen lassen.
    Was machen Taupunkt und Tauwasser (so welches anfällt) bei welchem äusseren Dämmwert.

    Dann kann man darüber nachdenken, auf welche Weise man eine Aussendämmung an Stelle der Vorhangfassade realsiert.
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  5. #4
    Stolzenberg
    Gast
    @James: Für die Beantwortung der Frage definitiv NICHT unerheblich, aber nu isses wech!

    Der Begriff Voodoo trifft es erstaunlich gut wenn Ralf auf die Beseitigung des fertighaustypischen, muffigen Geruchs anspielt. Aber die Summe der einzelnen Arbeitsschritte ergeben aus Sicht des Fachplaners mehr als Zauberei. Ich gehe davon aus, dass auch Jan dies mit seinem Kostenvergleich ausdrücken wollte.

    Das mit der Spanplatte kann ich bezüglich der aussteifenden Wirkung unterstützen. Eine unmittelbare statische Relevanz im Zuge einer Sanierung kenne ich allerdings aus der Praxis nicht. Aber damit wären wir beim Thema "Planer". Definitiv nicht ohne und eine entsprechende Erfahrung sollte entsprechend über Referenzsanierungen durch Dich überprüfbar sein. Ein Neubau wird es nicht, bei der "Wertsteigerung" ist die verbleibende Grundsubstanz negativ zu berücksichtigen, Eingriffe in das bestehende System sind häufig schlecht planbar und das Sanierungskonzept wird sich im Laufe der Sanierung sicherlich mehrfach ändern. Folglich auch eine Bestätigung für Ralf's Aussage "Planer nehmen, der so etwas sauber durchdenkt und die Ausführung überwacht!"

    Zum BDT bei Fertighäusern dieser Baujahre habe ich eine generell andere Meinung, aber es gibt einige wenige rühmliche Ausnahmen. Dein Planer wird mit den vom Raumschiffkapitän gelöschten Daten etwas anfangen können (wenn er Erfahrung mit Fertighäusern hat). Falls es ein Modell eines Herstellers sein sollte welches über eine relativ dichte Gebäudehülle verfügt, so kann man allerdings über einen BDT nachdenken um die Ausführungsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Bautrupps abzupuffern. - Alles in Allem: In meinen Augen allerdings nicht unmittelbar zielführend!

    Folgendes immer im Auge behalten: Schlechte Planung bedingt eine schlechte Ausführung! Daran ändert auch eine dichte Gebäudehülle nichts.

    Bitte präzisiere die Aussage zu Deinen "Betoneinhängesteinen". Damit kann ich nichts anfangen! - Außer Du beschreibst hier Deine Kellerdecke.
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  6. #5
    Avatar von JDB
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    Bei dem bestehenden Aufbau ist ein hoher Dampfsperrwert innen Pflicht.
    Wenn der unverändert erhalten bleibt, hast Du außen "freie Fahrt".
    -
    Ein WDVS ist zwar nicht das, was ich bei einem Holzrahmenbau favorisiere,
    aber wenn der Träger (äußere Spanplatte) schon vorhanden ist, dann würde ich
    in Richtung Steinwolle-Lamellen-WDVS tendieren.

    Die äußere Spanplatte ebenfalls entfernen um die Holzständer aufzudoppeln und entsprechend mehr/bessere Mineraldämmung einzubringen.
    Das darfst Du wahrscheinlich nicht. Eingriff in die Statik ! Scheibenwirkung der Außenwand!
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  7. #6
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von Stolzenberg Beitrag anzeigen
    @James: Für die Beantwortung der Frage definitiv NICHT unerheblich, aber nu isses wech! ...
    Der TE wird Dir die Angaben mit Sicherheit per PN zusenden ...
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Guten Morgen zusammen,

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
    Somit habe ich schon mal etwas wichtiges gelernt, nämlich das ich nicht einfach die äußeren Spanplatten entfernen darf.

    @Stolzenberg, die "Betoneinhängesteine" ist die bei unserem Haus verwendete Art der vorgehangenen Fassade. Auf der äußeren Spanplatte sind Alu-Hakenschienen aufgebracht, an welche ähnlich einem Nut-Feder System diese Steine im Verbund flächig aufgehangen sind.
    Das ganze ist mit dem Hausbau angebaut worden und furchtbar häßlich, daher der Wunsch nun beim Fensterwechsel eine neue Fassade anzubauen/vorzuhängen und wenn mit vertretbarem Aufwand möglich die Dämmung zu verbessern.
    Ich werde gleich mal ein Bild machen und hier anfügen.

    Zum Thema Geruch "typischer muffiger Geruch" den haben wir nicht, überall wo die Wände bisher ersichtlich waren innen wie aussen sind diese knochentrocken und sauber. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür das sich irgendwo Tau/Schwitzwasser bildet.
    Ich denke das durch die vorhandene Bauausführung eher alles "gut abgelüftet" wird was sich nachteilig auswirken könnte.

    Mein Problem ist halt einfach das auch wenn ich das gerne machen würde weil sinnvoll, ich aktuell die Innenwände nicht raus reißen kann/will um die Dampfsperre ordentlich zu erneuern, speziell bei der Küche wäre dies aktuell ein ziemlicher Knieschuss da diese wie gesagt vor kurzem erst neu eingebaut wurde.
    Klar kann man die ordentlich abbauen lassen, die Wände innen erneuern und wieder aufbauen lassen aber dabei habe ich ehrlich Magenschmerzen. Ich gebe zu das mag außenstehenden dumm vorkommen, bei mir ist es aktuell jedoch so ;-)

    Der angesprochene BDT ist der blower door test?
    Gefühlsmäßig würde ich sagen je nach Kompressor bläst der uns nur den Staub aus dem Haus ;-)
    In der ersten Etage konnte ich zwischen den Rahmenständern die aneinander die Außenwände bildeten nach draussen zum Nachbarn schauen...
    Von innen war somit nur die Folie, eine 10er Spanplatte und die Rigipswand davor...
    Aussen wurden beim Hausneubau 25er Nut-Feder Holzlatten vorgenagelt direkt an das Holzständerwerk, die haben sich inzwischen so weit verzogen das sie eben teilweise den Blick nach außen durchgelassen haben wo die Innenwand offen war.
    Da dieses Konzept von Anfang an nicht perfekt war hat die Baufirma oben auch nur 40-50mm Mineralwolle eingebracht bei den 100er Ständern...
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  10. #8
    Stolzenberg
    Gast
    Fehlender Geruch ist doch schon einmal etwas Gutes. Damit ist ja zumindest der teure "Voodoo-Zauber" vom Tisch.

    Ein Ersatz der äußeren Spanplatte ist in der Regel aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten unsinnig. Dies bedeutet nicht, dass es nicht geht! Allerdings macht ein abschnittsweise ausgeführter neuer Wandaufbau das Sanierungsvorhaben nicht unbedingt preiswerter.

    Deine bestehende Fassade zeigt Dir zumindest schon einmal die Möglichkeiten entsprechende Lasten einer neuen Vorsatzschale abzutragen.

    Es reduziert sich also im Wesentlichen auf Ralf's Beitrag dem ich gerne folgendes hinzufügen würde: Die Berechnung des Wärme- und Feuchtetransports würde ich bei einem Verbleib der alten Spanplatte ggf. instationär durchführen lassen.

    Noch ein wichtiger Hinweis noch für den Weg: Falls es eine verputzte Fassade werden soll bitte unbedingt auf die Parameter des Putzes aufpassen. Hier werden viele gute Sanierungen auf der Zielgeraden zerstört... - Das meinte Ralf mit der Überwachung der Ausführung!!!
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