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  1. #1

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    Statikproblem Abwasserkontrollschacht (Drucklast Bodenplatte)

    Hallo Experten,

    ich bin ein Neuling und hoffe auf Eure Unterstützung bei der Einschätzung des folgenden Sachverhalts. Dafür vorab schon vielen Dank!

    Ich baue zur Zeit ein Einfamilienhaus und habe diese Woche einen Tiefbauer vor Ort gehabt, der die Erstellung des Abwasserkontrollschachts
    ausführen soll. Leider möchte er an der ursprünglich vorgesehenen Stelle diese Arbeit nicht ausführen und zwar aus folgendem Grund:

    Der Anschluss vom Abwasserhauptkanal liegt bereits bei uns auf dem Grundstück in 2,40m Tiefe und der Abstand zwischen unserem Haus und der Grundstücksgrenze beträgt ca. 3,30m. Die Tiefe des Streifenfundamentes unseres Hauses bträgt 80 cm.

    Der Tiefbauer meinte, dass er eine Baugrube von ca. 2,5m mal 2,5m benötigt, um einen 2,4m-Schacht setzen zu können. Da er dann nur ca. 80 cm vom Fundament des Hauses entfernt ist und durch die Tiefe von 2,4m unter das Niveau des Streifenfundamentes kommt, besteht die Gefahr, dass durch die Drucklast des Fundaments dieses wohl absacken könnte. Zusätzlich ist auch noch eine Grundwasserabsenkung notwendig.

    Der Tiefbauer und jemand von der Stadtentwässerung hatten vor Baubeginn bei einem Ortstermin allerdings keine Bedenken geäußert.

    Unser Problem ist nun, dass der Tiefbauer den Schacht nur einer anderen Stelle des Grundstücks setzen würde, wir dafür aber einen neuen Anschluss zum Hauptkanal bräuchten, welcher mit erheblichen Mehrkosten verbunden wäre (ca. 8.000€).

    Meine Frage wäre nun, ob es eine Möglichkeit gibt wie man den Schacht doch an die ursprüngliche Stelle setzen könnte oder ggf. weitere Alternativen (z.B. Erdreich abstützen) bzw. ob es wirklich ein statisches Problem ergibt?

    Ich danke Euch schon mal für die Ünterstützung!
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  2. Statikproblem Abwasserkontrollschacht (Drucklast Bodenplatte)

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das beschriebene statische Problem besteht ganz eindeutig und Du solltest ihm dankbar sein, dass er nicht einfach den Bagger anwirft.

    Sicher kann man solche Gruben verbauen. Ob das aber preiswerter ist als die Umlegung des Stutzens, muss Dir Dein Erdmännchen sagen.
    Denn der muss die Schalung ja auch wieder rausbekommen, ohne das was nachsacken kann. Das ganze mit Wasserhaltung ist nicht ohne!
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  4. #3

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    mal über Absenkverfahren nachdenken (lassen)

    Das beschriebene statische Problem besteht ganz eindeutig und Du solltest ihm dankbar sein, dass er nicht einfach den Bagger anwirft.
    ist natürlich richtig, besser spät als nie .. andererseits hätte er es auch früher anmerken können / müssen
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  5. #4
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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.

    Ist denn ein problemloser Rückbau beim Absenkverfahren möglich, gerade weil wir ja auch die Grundwasserproblematik haben?
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  6. #5

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    unter Berücksichtigung der geschilderten Umstände macht jeder der auch nur ein bisschen was in der Birne hat den 2,40 Meter tiefen Revisionsschacht BEVOR er sein nicht unterkellertes Haus daneben hin setzt.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von reezer Beitrag anzeigen
    unter Berücksichtigung der geschilderten Umstände macht jeder der auch nur ein bisschen was in der Birne hat den 2,40 Meter tiefen Revisionsschacht BEVOR er sein nicht unterkellertes Haus daneben hin setzt.
    Danke für den "produktiven" Hinweis! Wenn mir die Spezialisten damals vor Ort den gleichen Tipp gegeben hätten, würde ich hier nicht nach Rat fragen.
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  8. #7

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    Das ist aber ein sehr wichtiger Hinweis!
    Evtl. kannst Du nämlich Schadenersatzansprüche geltend machen, wenn tatsächlich ein von Dir (direkt oder indirekt) beauftragter Planer diese falsche Reihenfolge gewählt hat.

    Daher: Wie war der genau Ablauf und die Vertragslage?
    "Ich baue zur Zeit ein Haus" ist ja weniger als nichtssagend...
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  9. #8
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    überlegt/klärt mal, ob Ihr wirklich einen Schacht mit 1 m Innedurchmesser braucht. Ein schmaler, verbauter Graben, der quer auf das Haus/Fundament zuläuft sollte bei halbwegs passablen Bodenverhältnisse nicht so problematisch sein.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    überlegt/klärt mal, ob Ihr wirklich einen Schacht mit 1 m Innedurchmesser braucht. Ein schmaler, verbauter Graben, der quer auf das Haus/Fundament zuläuft sollte bei halbwegs passablen Bodenverhältnisse nicht so problematisch sein.
    Das hört sich interessant an, wie genau muss ich mir einen solchen Graben vorstellen?
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  11. #10

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    Das Problem hier ist, dass zwischen Haus (also Fundament) und Verbau keine 2m Platz mehr wären und der Graben wohl breiter als 1,25 m sein müsste.
    Ist dann eigtl. so meines Erachtens nicht mehr zulässig und somit entfällt streng genommen die Lösung des Verbaus.

    Somit wäre das Umsetzen eine Möglichkeit oder halt eine Unterfangung des Streifenfundaments entlang einer Länge von ein paar Metern.
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  12. #11

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    Am besten mal vergleichen was eine Unterfangung des Streifenfundaments kostet und schauen, ob es dann nicht doch günstiger wäre (kostenmäßig und vom Aufwand her) den Kontrollschacht zusammen mit einem neuen Hausanschluss an eine andere Stelle auf dem Grundstück zu verlegen. Je nach dem müsste man auch schauen ob dann noch die Rückstauebene zu den bereits verlegten Leitungen passt.

    @Manfred Abt
    die Schachtgröße für den Übergabeschacht wird normalerweise (so kenn ich das bei uns im Amt) in der Abwassersatzung der Gemeinde festgelegt. Da gibts eigentlich keinen Spielraum in der Art "Ein 1000er Schacht passt nicht rein, ich nehm nen 600er oder 800er Schacht" oder "Ich setz den Schacht halt mal 5 Meter weiter nach hinten, da is mehr Platz." Sollte alles über die Satzung geregelt sein.

    reezer muss ich soweit recht geben, dass normalerweise zuerst der Hausanschluss mit dem Schacht hergestellt wird. Erst dann werden die Grundleitungen verlegt. Eigentlich fängt man mit der Entwässerung immer am Tiefpunkt an und verlegt "nach oben" gegen die Fließrichtung. So kann man noch auf evtl. Höhenunterschiede reagieren

    Bei einem 2,40m tiefen Schacht und einem nicht unterkellertem Haus wird es wohl auch noch einen evtl. außenliegenden Untersturz geben um die Höhendifferenz zu überbrücken.
    Der würde dann auch nochmal ca. 60 - 90 cm Platz benötigen.

    Trotzdem noch ein schönes Wochenende.
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    eigentlich ist das problem nicht mal ein problem - man
    muss nur einen fähigen baggerbetrieb finden, der die
    richtigen tools auf lager hat - statt dessen wird die
    lösung im internet gesucht .. und die "lösungen" passen
    wie die faust aufs auge. toi, toi, toi
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Gummbau2014 Beitrag anzeigen

    Ist denn ein problemloser Rückbau beim Absenkverfahren möglich, gerade weil wir ja auch die Grundwasserproblematik haben?
    Habe ich nicht verstanden.

    Aber gerade eine "Grundwasserproblematik" lässt sich gerade so gut lösen.

    Klar, kann man auch ein paar Spundbohlen o.ä. da versemmeln, aber um eine Lösung zu finden wären mal 2 Dinge wichtig:

    Bodenverhältnisse
    Grundwasserstand

    ohne, geht gar nicht !!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    hallo
    und warum muss der schacht 2,40 m tief sein? nur weil der anschluss auf 2,40 m liegt?

    gruss aus de pfalz
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  17. #15

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    Wenn die Fundamente und die Bodenplatte, oder gar noch mehr vom Haus schon vorhanden sind, wie wurde denn dann die Gebäudeentwässerung ausgeführt?
    Wo sind die Verbindungsstellen? Oder soll das jetzt alles nachträglich in das haus eingebracht werden?

    Solte biseher nur das (unbewehrte?) Fundament vorhanden sein, würrde ich auch über einen Teilabbruch und Neuerstellung nachdenken, könnte auch günstiger als ein kompletter Neuanschluss sein.
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