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  1. #1

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    Schimmelbildung Dachschrägen

    Hallo zusammen,

    ein Dachdecker hat meine Dachschrägen gedämmt und haben wir ein riesen Problem.
    Der Aufbau von aussen gesehen gestaltet sich wie folgt:

    Schiefer
    Bitumenschindeln
    Holzlattung (glaube Schalung genannt)
    Zwischensparren (aufgedoppelt auf 18cm)
    18er Klemmfilz als Zwischensparrendämmung (liegt komplett an Holzschalung an)
    LDS Folie verklebt.

    Darunter sollen nun Rigipsplatten.
    Das Problem ist, das ich Kondenswasser an der LDS Folie hatte und bei aufschneiden der Folie und herausnehmen der Dämmung gesehen habe, das sich dort bereit Schimmel gebildet hat.
    Hatte dann mit einem Energieberater gesprochen, dieser sagte, das ich das komplette Dach abdecken, die Bitumenschindeln herausnehmen und neu eindecken muss, da die Bitumenschindeln eine "Atmung" der Bauteile verhindere.

    Kann mir jemand sagen, ob das tatsächlich so ist? Vielen Dank im voraus fuer eure Antworten
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  2. Schimmelbildung Dachschrägen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Stolzenberg
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    Dein Energieberater ist auf dem richtigen Weg. Und so sollte es auch gestaltet werden... - Erst planen lassen und danach an die ausführenden Gewerke vergeben.

    Stellt sich für Dich die Frage nach der Haftung für den Planungsfehler (des Dachdeckers?). War das Auftragsbestandteil oder nicht. Also: Hat er nach Vorgabe gehandelt oder selbst geplant?

    Zum Schimmel hätte ich gerne noch ein paar Infos (Fläche des Befalls, Stärke des Befalls, etc.). - Zum Rest werden sich die anderen Fachleute sicher zu Wort melden...
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  4. #3

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    Hückeswagen
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    Wer hat das geplant? Du hast zu viel gedämmt, die Pappschindel werden sich in der Sommerwärme verabschieden...

    Dein Dachdecker hat Mist gebaut...

    Planung macht man vorher und Handwerker sollte man nicht planen lassen. Kommt leider zu oft Mist raus...

    Dach runter, vernünftig neu machen.

    Oder Innen alles rausreißen, vernünftig mit Luftschicht (gaanz sauber und präzise ausführen!!!) neu machen...
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  5. #4

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    Erstmal solltest du dir die nötigen Unterlagen von deinem DD geben lassen - unter anderem die Tauwasserfreiheit mit der er ja seine Fachunternehmererklärung vollendet hat. Haftung seitens des DD könnte sich unter Umständen ergeben, hierzu Baufachanwalt konsultieren und das Vertragswerk prüfen. Anschließend gemeinsam den Kontakt mit dem DD suchen und Ihn damit konfrontieren und schauen wie der Dialog von statten geht.

    Deinem Energieberater kann man prinzipiell recht geben, ob wirklich das Dach runter muss kann man so nicht sagen. Wenn eine Hinterlüftung unterhalb der Holzschalung konstruktiv möglich ist und die Dachform wie Ausrichtung passt könnte man hier ggf. eine Alternative erzielen. Die verwendete MiWo würde ich jedoch für diesen Fall unter keinen Umständen empfehlen. Grundsätzlich kann man sagen, dass verbautes Material um sonst war.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hey und vielen Dank für die Antworten

    @Stolzenberg

    Das Dach war bereits gedeckt als ich das Haus letztes Jahr erworben habe, die Deckung des Schiefers auf die Bitumenschindeln wurde also noch durch den ehemaligen Hausbesitzer in Auftrage gegeben und eine Rechnung existiert lt. Vorbesitzer nicht mehr (Kosten waren rund 13 000 Euro)
    Der Dachdecker, der das ganze gedämmt hat ist ein guter Freund von mir und dieser hatte mir die Dämmung unentgeldlich angebracht.

    Der Schimmel ist nur an einem aufgedoppelten Balken zu sehen und nur ca. auf 10 cm Länge. Es ist ein sehr heller Schimmel (weiß-grün)

    @H.PF
    Die Pappschindeln befinden sich seit Anfang der 90ér Jahre auf dem Dach und die Schiefereindeckung fand erst vor ca. 3 Jahren statt. Wie könnte man das denn von innen neu machen ohne die Außendeckung zu entfernen? Habe auch schon daran gedacht dünnere Dämmung zu kaufen, damit dahinter Luft ist, aber wie kann man dann eine vernünftige Entlüftung bauen, damit die Feuchtigkeit aus dem Dach ziehen kann? Oder ist es definitv so, das ich das Dach von aussen neu decken muss?

    @Kalle88

    Unterlagen vom Dachdecker gibt es leider keine, da es für die Dachdeckung (vom Hausvorbesitzter durchgeführt) keine Rechnung mehr gibt und die Innendämmung von einem Freund durchgeführt wurde.

    Welches Dämmmaterial würdest du denn empfehlen?
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  7. #6
    Stolzenberg
    Gast
    Es hakt bei Dir nicht bei der Dämmung, sondern bei einem diffusionsoffenen Aufbau, aber da kommen H.PF und Kalle bestimmt drauf zu sprechen. Wenn die Schimmelfläche klein genug ist, dann darfst Du selbst ran, aber...

    Das Thema gab es schon recht oft hier, also einfach die Suchfunktion bemühen. Der Schimmel MUSS aber definitiv behandelt werden (egal wie wenig es auch ist).
    Beispielthema: HIER
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Rasura Beitrag anzeigen
    @Kalle88

    Unterlagen vom Dachdecker gibt es leider keine, da es für die Dachdeckung (vom Hausvorbesitzter durchgeführt) keine Rechnung mehr gibt und die Innendämmung von einem Freund durchgeführt wurde.
    MIt Dachdecker war nicht der Dachdecker des Daches gemeint, sondern dein Kumpel. Den DD wird es sicherlich noch geben, wenn die Eindeckung gerade mal 3 Jahre alt ist. Was das abreißen noch unwirtschaftlicher macht... Die Schindeln waren vermutlich undicht und wurden dann durch Schiefer ersetzt, beziehungsweise überschiefert, richtig? Welche Neigung hat das Dach?

    Da es ja dein Kumpel war und es "unentgeldlich" gelaufen ist, wird sicherlich auch kein Vertrag bestehen und Haftungen ggü. einem Kumpel sind auch immer so n Sache. Das Ganze geht also eher auf deine Kappe. Einerseits weil du darauf vertraut hast gut beraten von deinem Kumpel zu sein und andererseits weil du dir keine genauen bauphysikalischen Rechnungen geben lassen hast, bez. sie in Auftrag gegeben hast. Das mag aus Unwissen geschehen sein, aber Unwissen schützt vor Strafe nicht - wie es so schön heißt. Du hättest dich im Vorfeld informieren müssen und nicht eben drauf vertrauen müssen dass ein DD dazu befähigt genug ist.

    Welches Dämmmaterial würdest du denn empfehlen?
    Ich würde erstmal prüfen ob der Dachstuhl und die Dachausrichtung eine Hinterlüftung möglich machen könnten. Sollte das bejahend sein, dann würde ich mir einen Bauphysiker suchen und mit Rechenmodulen schauen wie sich das auf die Konstruktion auswirkt. Ohne jetzt irgendwas berechnet zu haben oder geplant zu haben, sind meine Grundlegenden Überlegungen dahingehend, dass:

    - Eine 4cm starke Hinterlüftung realsieren, in dem Latten am Sparen seitlich befestigt werden, ggf. in der Mitte des Gefaches auch. (Trauf und Firstdetails lösen)
    - Eine 35mm starke mittelschwere bis leichte Holzfaserplatte an die Latten befestigen - um den Lüftungsquerschnitt im Gesamten bei zu behalten. Das Eindrücken von Mineralwolle kann dies verhindern. Ebenso als druckbeständige Schicht für den weiteren Aufbau.
    - An der Unterseite der Sparren eine 15mm oder 18mm starke OSB-Platte anordnen, diese als Luftdichtigkeitsschicht verwenden so wie Drucklager für das anschließende Ausflocken.
    - Zellulose unter geeignetem Druck im Hohlraum verpressen lassen.
    - Sollten GKB Platten schon vorliegen dann Metall-UK anordnen mit ggf. Zwischenraumdämmung. Andernfalls über eine Holzwolleleichtbauplatte und Putz nachdenken.

    Zugegeben, dass wird nicht gerade super günstig vom Materialeinsatz und das Ausflocken bedarf eines Fachbetriebes (Zertifziert) kann aber ggf. eine Abhilfe für das Problem darstellen - sofern im Vorfeld rechnerisch nachgewiesen worde dass es auch so ist. Die Eindeckung zu entsorgen dürfte aber in allen Belangen wirtschaftlich unrentabel sein - so denn hier keine groben Schnitzer geschehen sind.
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  9. #8

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    Bevor ich es vergesse: Die Luftdichtigkeit gehört natürlich vor Beplankung nachgewiesen mit einem BDT und vereinbarter Leckageortung.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    und ergänzend noch ein völlig exotischer einwurf:
    das gewicht der alten dachkonstruktion wird mehr als
    verdoppelt > statik, insbes. anschlüsse, auch vor ort,
    prüfen lassen: bis zu e. schriftlichen ergebnis.
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  12. #10

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    Hi, auf alle Fälle muss der gesamte Dachaufbau bezogen auf sein Diffusionsverhalten geprüfft werden. Wenn außen Bitumenschindeln verbaut sind, muss der Aufbau auf der Innenseite ziemlich diffusionsdicht sein (Dampfsperrre?). Auf dieser Seite gibt es Informationen zum Dachaufbau mit vorkonfigurierten Dachaufbauten, auch zum Thema Tauwasserausfall: https://www.bauwion.de/detailwissen/...parrendaemmung. Und vorher muss natürlich der Schimmel vollständig beseitigt werden. Viel Erfolg!
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