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  1. #1

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    sichtbare Kante im Außenputz ok?

    An unserem Neubau ist durch den Putz deutlich ein Streifen WDVS sichtbar, einmal rundrum ums Haus.
    Das ist nicht nur bei Streiflicht so, sondern bei jedem Licht, außer bei direkt drauf scheinendem Sonnenschein (das überblendet dann).
    Unser Architekt hat es als Mangel an die ausführende Firma gemeldet (Dämmung, Putz und Anstrich hat eine Firma gemacht, die Abnahme noch nicht erfolgt), diese meint (ohne Begründung) sie sehe keinen Mangel und der Bauherr solle ein Beweissicherungsverfahren einleiten.
    Wir haben noch eine Restzahlung offen, die aber die Kosten eines Neuputzes nichtmal zu einem Drittel deckt.
    Auffällig ist, dass in dem betroffenen Bereich der Übergang zwischen KS-Mauerwerk und Holzdach ist. Der ca. 80 cm hohe Attikabereich besteht aus einer Randbohle aus Holz, das Dach aus TJI Trägern). Laut Hersteller ist der verwendete WDVS-Kleber (B****x, PU Kleber) allerdings auch für Holzuntergründe geeignet.

    Uns stellen sich da zwei Fragen:
    1. Ist es nicht Job der Firma zu belegen, dass das Gewerk mangelfrei ausgeführt wurde? (Oder darf das tatsächlich so sein?)
    2. Ist das ein rein optisches Problem oder können da auch technische Mängel vorliegen, die später Schwierigkeiten machen?

    -> Ergo: Lohnt es sich da zu streiten?

    Danke!
    LG, Mika


    Hier noch ein Bild (da ist es ziemlich hell, daher fällt es nciht ganz so stark auf):
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  2. sichtbare Kante im Außenputz ok?

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  3. #2

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    was ist die ursache - solltest du erst einmal wissen. ich nehme an, dass eine abnahme erfolgte und du jetzt die beweislast hast. der dünne strich stört mich erst einmal optisch weniger, als der deutlich erkennbare versatz ganz oben links nahe der ecke.

    der strich sollte untersucht werden, ob es z. b. ein riss ist.
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  4. #3

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    Lesen und Verstehen, diesmal nicht die Pisa-Generation sondern die, wo früher alles besser war und die eine feste Überzeugung haben und es nicht mehr nötig haben zum Lesen:

    sorry, etwas überspitzt aber oben steht schon das wesentliche:

    - Abhahme ist noch NICHT erfolgt
    - Architekt! hat schon einen Mängebericht an Fachfirma rausgeschickt
    - Fachfirma verweist auf gerichtliche Auseinandersetzung als Lösungsweg
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  5. #4

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    uban, ich habe geschrieben, ich nehme an.

    wenn der unternehmer selbstsicher äußert, der bauherr möge ein beweissicherungsverfahren einleiten, dann hat er mit sicherheit die schlussrechnung eingereicht, die liegt seit mehr als 12 tagen beim bauherrn und die abnahme ist vollzogen.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    wenn der unternehmer selbstsicher äußert, der bauherr möge ein beweissicherungsverfahren einleiten, dann hat er mit sicherheit die schlussrechnung eingereicht, die liegt seit mehr als 12 tagen beim bauherrn und die abnahme ist vollzogen.
    Nein, es gab noch keine Schlussrechnung und die förmliche Abnahme ist vertraglich vorgegeben und noch nicht erfolgt.

    Die Ursache beunruhigt mich halt grade, der Strich ist das eine, ein eventuell späterer Schaden was ganz anders.
    Hat jemand sowas schonmal gesehen?
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  7. #6

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    könnte ein riss sein, der bei feuchtigkeitseintritt und frost größer werden kann.

    tritt gerne auf bei materialwechsel im untergrund.

    der erkennbare versatz stört dich nicht?
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  8. #7
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    Der erkennbare Versatz nervt mich tierisch und ich finde das Verhalten der Firma mehr als dreist, aber mehr Sorgen habe ich vor einem technischen Schaden.

    Ich frage mich halt, ob sich da Platten ablösen und/oder woher das kommen kann.
    Und ob ich die Firma dazu bringen kann, sich darum zu kümmern, was sie da gemacht haben..
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  9. #8

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    das ist leider per ferndiagnose nicht zu beurteilen. das muss sich jemand vor ort anschauen.

    ich rate erst einmal zur kontaktaufnahme und terminvereinbarung vor ort mit einem anwendungstechniker des wdvs-herstellers.

    hatte der unternehmer vor der ausführung bedenken gegen die gewählte art der ausführung angemeldet oder auf mängel der vorleistung hingewiesen?
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  10. #9

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    Extrem unwahrscheinlch dass der PU Kleber am Holz nicht hält. Ich vermute auch dass der Strich durch zu grosse des Dachs verursacht wurde und die Putz-Armierung das nicht auffagen konnte . Bitter für den WDVS Ersteller, dazu kann er handwerklich nix zu. Frag mal den Architekten ob's am Dachaufbau liegen könnte, nicht dass jetzt das zuschieben der A...Karte losgeht.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen

    hatte der unternehmer vor der ausführung bedenken gegen die gewählte art der ausführung angemeldet oder auf mängel der vorleistung hingewiesen?
    Nein.


    Die anderen Tipps werde ich hier mal ansprechen, Danke!
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  12. #11

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    Es gibt also den Übergang einer Mauerwerkskonstruktion auf eine Holzkonstruktion des Dachaufbaus, richtig?
    Welche Massnahmen wurden getroffen um die unterscheidlichen Verhalten der Baustoffe auszugleichen?
    Liegt die Holzkonstruktion auf einer Gleitfolie?
    Ich sehe hier den Architekten in nicht unerheblicher Verantwortung, ebenso den Fassdenersteller, daß er keine Bedenken angemeldet hat.
    Dieser Materialwechsel schreit doch geradezu nach Rissbildung am Wechsel.
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  13. #12

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    Malerfirma mit bläulich-weissem Logo und einem Namen ähnlich dem eines skeletierten Kopfs?
    Das arrogante Verhalten klingt danach!

    An sonsten:
    Wenn ein Schwinden der Holzteile gegenüber dem Mauerwerk, das das WDVS mitgenommen hat, ursächlich wäre, dann wären dort Risse zu sehen. Auf dem Bild sieht man keine, Mika schreibt von keinen.

    Ich würde eher auf schlechte Ausführung tippen.

    ABER auch:
    Ob ein Mangelbehebungsanspruch durchsetzbar ist, wenn der Mangel rein optisch ist, wage ich zu bezweifeln
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  14. #13

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    Der 'Strich' (da sind die EPS Platten nicht plan, sondern versetzt verschoben durch den Dachaufbau, eine Schwachstelle die der WDVS Hersteller sicher so nicht erlaubt hat) geht rum ums ganze Haus, tja, da wird einer oben bzgl Längenänderung des Daches nachbessern müssen und danach kann wahrscheinlich die ganze Fassade neu armiert/verputzt werden. Da dein Architekt vermutlich auch seinen Anteil drin hat würde ich mir einen SV suchen der die Planung entsprechend prüft.

    Du kannst, in all dem Pech, froh sein dass der Schaden jetzt schon aufgetreten ist und nicht erst bei 30+°C im Juni/Juli. Dann kommen die Risse wenn's zu viel wird.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ach Uban, lass es doch mal!

    1) Die Hauptlängenänderung erfolgt bei Holz über Feuchteänderung, nicht über thermische Längenändeurng!
    Und trocken wird Holz im Winter, nicht im Sommer!

    2) Nochmal:
    Wenn die Attika geschrumpft wäre um ein solches Maß, dann wäre da ein Riss in der Fläche, nicht nur ein Versatz!

    3) Wenn es denn die ersten Anzeichen eines Schadens aus der unterschiedlichen Längenänderung ziwschen Mauerwerk und Holz wären, die das Dämmsystem nicht abfedern würde, dann müsste die Fassade nicht neu geputzt werden, dann müsste eine fachgerechte Fuge hergestellt werden. Mit allem Komfort und Kommnach und Fassadenprofilen und Dichtband und und und!

    An den Kosten dürfte sich der Maler wg. fehlender Bedenkenanmeldung massiv beteiligen.
    Ob der Kollege dann überhaupt und wenn ja, in welchem Maße betiligen müsste, hängt auch am Vertrag zwischen Mika und ihm!
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  17. #15

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    Zu Mikas Fragenb
    1) Ja, es ist Sache der Firma, die Mangelfreiheit ihrer Leistung zu beweisen!

    2) Wie Du siehst, gibts hier unterschiedliche Auffassungen darüber, ob es nur ein optischer Mangel oder ggf mehr ist.
    Wenn optisch, dann lohnt der Streit sicher bei der Haltung des Malers eher weniger. Wenns technisch ist, dann lohnt er sich ganz sicher.

    Sollte er Maler eine Abnahme verlangen, kannst Du das ja ins Protokoll aufnehmen. SO schwerwiegend, dass es eine Abnahmeverweigerung berechtigt wäre, ist das mal ganz sicher nicht, selbst wenn wirklich auf Sicht Risse kommen sollten.

    Auf jeden Fall würde ich den Architekten schön im Boot lassen. Der soll Dir mal schriftlich mitteilen, was er da als Mangelursache ansieht und was er Dir zum weiteren Vorgehen rät.
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