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  1. #1

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    Probleme mit Dampfsperre im Fertighaus

    Hi,

    wir haben ein Fertighaus BJ 1991 (Exnorm).
    Dieses hat ein ausgebautes Erdgeschoss und darüber einen Kaltboden.
    Dazwischen (Aufbau von unten nach oben: Raufasertapete, Gipskartonplatten, PE-Folie, Lattung, Balken (24 cm dick) und zwischen den Balken 10 cm Glaswollmatten, darauf 21mm dicke Faserplatten.

    Abgesehen davon, das 10 cm Isolierung nicht wirklich viel ist, haben wir folgendes Problem:

    Durch Zufall haben wir entdeckt, das einige Bereiche der Faserplatte von unten schimmeln. Im Hohlraum (14 cm) zwischen Isolierung und Faserplatten kondensiert die Luft, welche sich dann an den Faserplatten niederschlägt.
    Wir hatten ein Stück PVC-Boden (ca. 1m²) sowie einen Plastikeimer auf diesen Platten abgestellt. Als wir diese anhoben, war dieser Bereich auf den Platten schwarz verschimmelt.
    Einen kleinen Teil der Platten haben wir entfernt, um genauer nachsehen zu können.

    Als Ergebnis haben wir festgestellt: Die Dampfsperre ist eigentlich nur eine Dampfbremse, da die PE-Folie nur auf den Gipskartonplatten aufliegt und nicht abgedichtet ist. Zum Teil besteht sogar eine 1 cm Lücke zwischen den Folienbahnen!!!
    Dampfsperre 2.jpgDampfsperre 1.jpg
    Der Schimmel an der Plattenunterseite ist allerdings zum Glück nur an einem kleinen Teil der Platten zu finden. (ca. 1/6 der Geschossfläche). Selbst über dem Bad ist alles trocken, bzw. dort läßt die Faserplatte genug Feuchtigkeit durch solange keine luftundurchlässigen Gegenstände darauf stehen.
    Nur im Bereich der Küche haben wir eigentlich dieses Problem. Ursache ist vermutlich, das der Vorbesitzer in die Kückendecke einfach Halogenleuchten ohne weitere Abdichtung eingesetzt hat und dabei die Folie beschädigt hat.
    Eine weitere Problemstelle wird der Anschluss der Fassade an der Wetterseite sein, dort habe ich aber noch nicht nachgeschaut.

    Ein Bekannter (Zimmermann) riet uns, nach entfernen der Faserplatten die PE-Folie mittels Klebeband so gut wie möglch abzudichten, ebenso die Halogenlampen. Danach die noch gute Glaswolle wieder drauflegen. Dann mit neuem 14 cm Klemmfilz den Hohlraum komplett zu isolieren und als Abschluß 21mm Rauspund zu verlegen, da dieser diffusionsoffen ist, also die immer noch aufsteigende Feuchtigkeit dadurch ablüften zu lassen.
    Eine 100%ige Dampfsperre werden wir so nicht erhalten, aber die Gipsplatten von unten zu entfernen, um von dort zu den Wänden hin abzudichten, wollen wir nicht. Wir wohnen im Erdgeschoss, also sollte dort auch nach Möglichkeit keine Großbaustelle entstehen.
    Ein späterer eventueller Dachgeschossausbau sollte mit diffusionsoffenem Ausbau immer noch möglich sein.

    Ist dies so korrekt? Oder gibt es "elegantere" Lösungen für dieses Problem? Es sollte auch keine Unsummen kosten.
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  2. Probleme mit Dampfsperre im Fertighaus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Kann man machen. Für die Halogenlampen sollten entsprechendes Zubehör benutzt werden, da PE und Temperatur sich nicht soo mögen, beim Klebeband sieht es ähnlich aus. Also ausreichend Platz zwischen Lampenfassung und DS lassen. Aber Vorsicht! Jede weitere Auflast kann das System auch ganz schnell kippen lassen, denn eine "provisorische" Luftdichtung ist eben keine richtige und die besteht derzeit wohl nur "ausreichend" über den GKB. Holzfaser eignet sich hier besser als mineralische Klemmfilze... Ebenso sollte man ein Blick in die Statik werfen! Könnte sein, dass auf der Balkenlage eine Scheibe nötig ist und derzeit besteht. Wenn ich mich nicht irre, ist Rauspund für die Scheibenwirkung fürn Po! Dann müssen Ersatzmaßnahmen her.
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  4. #3

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    Ich kann den Wunsch, keine Baustelle im EG haben zu wollen durchaus verstehen. Erfahrungsgemäß kommt man aber manchmal von oben nicht an alle relevanten Punkte ran...

    Das Ergebnis wird möglicherweise sein, dass Sie eine Bastellösung haben, die vielleicht eingeschränkt funktioniert, vielleicht aber auch nicht...

    Darum würde ich empfehlen, trotzdem mal die "Großbaustelle im EG" (die von mir favorisierte Lösung) in Betracht zu ziehen. Damit werden Sie langfristig vermutlich zufriedener sein...

    Zur abschließenden Beurteilung müsste man sich das mal genauer anschauen. Am besten sollte da jemand drauf schauen, der sich konstruktiv mit dieser Bauweise auskennt und das nötige bauphysikalische Problembewusstsein aufweist.
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  5. #4
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    Danke für eure Tips und Einwände.
    Ich habe heute mal beim Großhändler ein Sortiment Jäger-Halogeneinbaudosen (winddicht) und dazu passend neue LED-Halogenlampen bestellt. Damit werde ich das Hauptproblem der Feuchtigkeit in der Zwischendecke erschlagen. Dank LED wirds auch nicht mehr so warm da drin.

    "Meinen" Zimmermann hab ich gefragt zwecks Rauspund anstelle den Faserplatten. Er meinte, solange ich Rauspund nehme, würde es als Deckenscheibe passen, da diese Nut und Feder haben. Einfache Bretter würden nicht reichen.
    So richtig überzeugt hat er mich aber nicht. Die Faserplatten sind schon sehr stark befestigt und auch mit Nut und Feder verlegt, dies wird man so nicht grundlos machen. So stabil kann man Rauspund kaum verlegt bekommen.
    Den Schimmel hätte ich zwar weg, dafür aber die Statik des Hauses beeinträchtigt, das wäre dann ein Volltreffer
    Eventuell geben die Hausunterlagen dazu etwas her.

    Ich werde daher nur die verschimmelten Faserplatten ersetzen, und zwar mit gleichwertigen Nut und Feder-Faserplatten. Zur besseren Diffusion der Feuchtigkeit kommen eben ein paar Bohrlöcher rein. Wenn die neuen Lampen dampffest verbaut sind und mittels Klebebändern auch die gröbsten Fugen der Dampfbremse abgedichtet sind, ist auch weniger Feuchtigkeit im Zwischenraum.

    Welches Isoliermaterial empfehlt ihr da genau? Ich möchte ungern oben etwas drauflegen, was mir dann die vorhandene Glaswolle zusammendrückt. Dieses ist momentan noch schön "fluffig" überall. Daher die Idee mit dem Klemmfilz.

    Und wie befestige ich am besten die neuen Faserplatten? Laut Dr. Google werden oft Nägel empfohlen, da diese eine höhere Festigkeit aufweisen sollen. Kann man auch Spax nehmen? Wenn ja, welche? Gibt es da eine Norm? Plattendicke ist 22 mm.
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  6. #5

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    sorry, aber einen größeren Blödsinn habe noch nicht gelesen.....
    eine Dampfsperre die weder eine Sperre noch eine Bremse ist, aber nur an einigen wenigen Stellen funktionieren soll
    und du glaubst wirklich, dass du das "hauptproblem der Feuchtigkeit" mit winddichten Einbaudosen in den Griff bekommst? Sehr naiv gedacht
    Bohrlöcher zur Feuchtigkeitsregulierung?
    Wenn die neuen Lampen dampffest verbaut sind und mittels Klebebändern auch die gröbsten Fugen der Dampfbremse abgedichtet sind, ist auch weniger Feuchtigkeit im Zwischenraum.
    ich glaub´s nicht....

    dabei hat Alfons Fischer das so richtig schön beschrieben......
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  7. #6
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    Warum soll ich im Erdgeschoss eine Großbaustelle in der Kostendimension von über 10.000 Eur eröffnen, wenn die Ursache hauptsächlich die verpfuschten Lampen in einem rel. kleinen Bereich sind?
    Im restlichen Haus funktioniert ja die Dampfdiffusion, da gibt es keinen Schimmel!!!

    Nochmal: Ich habe so keine 100% Dampfsperre, aber es funktioniert im Großteil des Hauses offensichtlich problemlos.
    Ich bin kein Renovierungsfreak, der als Hobby Probleme größer macht wie sie sind und gerne Großbaustellen hat.
    Nur im Küchenbereich habe ich aufgrund der eingebauten Lampen die Schimmelproblematik.
    Die Lampen können so oder so nicht so bleiben wie sie sind. Die verschimmelten Platten müssen auch ersetzt werden. Dies ist alles mit rel. kleinem Aufwand zu bewerkstelligen. Danach habe ich eben den Stand wie beim Bau.
    Den hätte ich auch, wenn ich nicht den Schimmel gefunden hätte. Nun würde ich eben nur in diesem Bereich ein wenig zusätzlich isolieren.
    Ich hab ja mitbekommen (dank eines netten Forumsmitglieds) , das der Komplettausch der Platten gegen Rauspund suboptimal wäre.

    Warum nochmal wird man aber so "unfreundlich" angemacht, nur weil man nicht gleich ne Riesenbaustelle mit hohem finanziellen Aufwand haben will? Muss alles 100 % sein, obwohl es so wie es ist auch schon fast überall (bis auf die offensichtlichen Lampen) seit 24 Jahren mit 90% gut funktioniert? Warum darf man keine kleine einfache Lösung mit nur den nötigsten Tätigkeiten haben und dafür um Rat fragen?

    Btw: Unsere Energiekosten sind seit dem Einzug in dieses Haus signifikant in einen recht günstigen Wert für ein 24 Jahre altes Haus gesunken, wir sehen also keine Grund, unbedingt zu dämmen, wir hätten es nur "mitgemacht", da es sich sonst kaum rechnet.
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  8. #7
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    Nachtrag:

    Wen bitte soll ich als Fachmann vor Ort zu Rate ziehen?

    Vom Zimmermann erhielt ich den Rat, die Dampfbremse/sperre zu lassen, nur drüberzuisolieren, oben den Rauspund dann drauf. Von der Gipsdecke riet er ab, das sei zwar die allerobersuperbeste Lösung aber der Nutzen stehe in keinem Verhältnis zu Aufwand/Kosten.
    Ein bekannter (baut neue Fertighäuser) riet das gleiche! Soviel zum Thema Fachleute vorort!
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  9. #8
    Avatar von saarplaner
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    Warum muss ich gerade an Pippi Langstrumpf denken...

    Die Problematik wurde dir hier von mehreren Fachleuten erklärt. Was du letztendlich ausführst ist dein Bier...

    Kein Grund hier so rumzuschnappen.
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  10. #9

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    Rauhspund diagonal aufgebracht habe ich schon öfters ausgeführt. Das haben die Statiker dann als Scheibe bezeichnet da die Diagonalen unverschieblich sind.
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  11. #10
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    @H.PF: danke für den Tip.

    @saarplaner: Ich schnapp nicht, ich wundere mich nur, das nur alles oder gar nichts zählt.
    Wenn an einem alten Auto der Auspuff undicht ist, dann muss ich auch einen neuen, modernen Motor zum neuen Auspuff dazu einbauen? Nur mit neuem Motor wäre es 100%, und die einzig sinnvolle Lösung, da das Auto nur so viel sparsamer und leiser wird!?!

    Zudem kommt diese Renovierungsidee nicht von mir sondern von zwei unabgängig gefragten Zimmerleuten, als "Fachmänner"!

    Meine Frage, welchen Fachmann mit bauphsikalischem Problembewusstsein ich vor Ort für eine gute Beratung fragen soll, wurde leider noch nicht beantwortet.
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  12. #11

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    Handwerker sind oft zu Schmalspurig aufgestellt. Leider erlebe ich das immer und immer wieder das die nur IHR Gewerk können und sonst die Anschlußgewerke nicht.
    Lieber einen Ingenieur/Architekten...
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  13. #12
    Themenstarter

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    Nochmals danke H.PF. Ich werde mal schauen, wer hier sowas für Fertighäuser macht.
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  14. #13

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    wie gesagt, so einen Blödsinn.......
    Wenn an einem alten Auto der Auspuff undicht ist, dann muss ich auch einen neuen, modernen Motor zum neuen Auspuff dazu einbauen?
    du solltest dich mal mit der Problematik einer undichten DS / DB vertraut machen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    hätte ich demnächst wieder mal einen Termin dort, würde ich mich schon anbieten. Steht aber gerade nix an.

    Ein Zimmermann kann schon der richtige Ansprechpartner sein, je nachdem, in welchem Bereich er arbeitet. Nur Ihrer vermutlich nicht. Ich vermag das nicht zu beurteilen, was er kann. Nur lässt mich das, was er entsprechend Ihrer Schilderung von sich gegeben hat, aufhorchen...

    Fragen Sie mal herum nach einem Zimmermann, der im handwerklichen Holzrahmenbau tätig ist. Diese sind oft (so meine Erfahrung) mit dem entsprechenden Problembewusstsein ausgestattet und kennen auch die Bauweise.

    Das mit diesen Elektrodosen halte ich auch für nicht zielführend, wenn doch von vornherein schon klar ist, dass auch die Stöße undicht sind.
    Und: Meine Erfahrung: wenn jemand "in der Fläche" so schlampert, wie das damals geschehen ist, dann sieht es bei den Anschlüssen oft noch viel schlechter aus!
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  17. #15

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    Was die meißten hier meinen ist, dass es nur funktioniert weil der Gipskarton derzeit, bis auf die Lampen, die nötige Luftdichte bringt - tut er das nicht mehr, dann hast du das selbe Probleme wie jetzt an den Lampen. Das ist suboptimal, weil du prinzipiel nie genau sagen kannst wann es mal sein könnte, dass Undichtigkeiten auftreten. Ebenso hast du ja nur einen Teilbereich aufgedeckt, keiner kann sagen ob es nicht noch mehr Probleme gibt. Hier z. B. die Anschlüsse in Nähe sehr kalter Bauteile (Außenwände zum Bleistift).

    Es gäbe sicherlich Lösungen, auch ohne den GKB im EG runter zu reißen. 10.000 Euro für eine anständige Lösung ist dann doch etwas oversized...
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