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Alternative zu zentraler Steuerung der Therme - Teilbeheizung mit Fußbodenheizung

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  1. #1

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    Alternative zu zentraler Steuerung der Therme - Teilbeheizung mit Fußbodenheizung

    Hallo zusammen,

    aktuell haben wir im Wohnzimmer die zentrale Steuereinheit für die Gastherme hängen. Wenn das Wohnzimmer also seine Temperatur erreicht hat, geht die komplette Therme aus. Möchte ich dann z. B. nach dem Lüften das Badezimmer oder das meist nur am Wochenende genutzte Dach tagsüber heizen, funktioniert das nicht. Wir müssen dann im Wohnzimmer die Terassentür öffnen, damit es dort kälter wird und die Zentrale die Therme wieder anschmeißt. Offensichtlich ein sehr krummes Vorgehen.

    Meine Überlegung ist nun folgende: Gibt es Thermen (unsere ist 25 Jahre alt und wird wohl eh nicht mehr ewig machen) so einstellen, dass sie quasi immer "an" bzw. betriebsbereit ist, sich aber abschaltet, wenn kein Abnehmer da ist? Dann würde ich einfach alle Heizkörper mit programmierbaren oder sogar per Smartphone steuerbare Ventilen versehen und z. B. abends alle Heizkörper abdrehen lassen. Dann könnte ich auch einfach mal individuelle Räume tagsüber heizen.

    Ein weitere dabei sehr wichtiger Vorteil wäre folgender:
    Wir möchten in 2 Monaten unser Bad komplett sanieren und denken darüber nach eine Fußbodenheizung einzubauen. Mit der aktuellen zentralen Steuerung hätten wir das Problem, dass wir morgens um 4 Uhr anfangen müssten das ganze Haus zu heizen, nur damit die Fußbodenheizung genug Vorlauf hat um das Bad warm zu kriegen.

    Schönen Gruß
    oetzi
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  2. Alternative zu zentraler Steuerung der Therme - Teilbeheizung mit Fußbodenheizung

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  3. #2

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    Klar gibt es das.
    Man braucht dazu eine Regelung, die rein außentemperaturgeführt arbeitet (statt jenen Führungsraum als Referenz zu nehmen). Die kann man auch bei jedem alten Kessel um- oder nachrüsten.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von oetzi83 Beitrag anzeigen
    ... nur damit die Fußbodenheizung genug Vorlauf hat um das Bad warm zu kriegen.
    Das könnte sowieso in die Hose gehen, und zwar mit Ansage. Ist das Badezimmer zudem noch schlecht gedämmt, dann muss der Fußboden glühen damit er das schafft.
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  5. #4

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    Kommt darauf an, ob die FBH vorhandene Heizkörper ersetzen oder (so hatte ich es interpretiert, vielleich falsch) nur ergänzen soll.
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  6. #5

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    Soll der Fußboden nur temperiert werden, dann sieht es natürlich anders aus. Dann wäre aber auch die Zeitverzögerung kein Thema, denn der Raum würde durch den schneller reagierenden HK erwärmt, und ob der Fußboden nun 25°C oder 28°C hat, das spielt keine große Rolle mehr.
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  7. #6

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    Habe ich damals unbewusst eien Rolls Royce unter den Heizungen mit eigener Steuerung gekauft?
    Meine Heizung kann Führungsraum und Außentemperatur. Den Einfluss Führungsraum kann ich auf Null stellen, dann bleibt der Kessel im Standby und liefert bei Anforderung von anderen Räumen auch Energie.
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  8. #7
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    Mhh, ich glaube man bleibt am besten erstmal bei einem Thema. Sonst wird es kompliziert :-)

    Das wichtigere Thema ist mir erstmal, wie ich am SINNVOLLSTEN einzelne Räume heizen kann. Wie würde man das realisieren? Wie gesagt im Zweifel auch mit einer neuen Therme falls notwendig.
    In meinen Augen kann das mit solch einer zentralen Mess- und Steuerzentrale wie ich sie habe nicht funktionieren.

    @Julius: Du hast geschrieben, dass dafür "eine Regelung, die rein außentemperaturgeführt arbeitet" benötigt wird. Ich verstehe nicht, was die Außentemperatur hier für eine Rolle spielt. Ich gehe aktuell davon aus, dass ich einfach dem Heizkörper sage wie warm es im Raum sein soll. Wo kommt da die Außentemperatur ins Spiel?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von oetzi83 Beitrag anzeigen
    Wo kommt da die Außentemperatur ins Spiel?
    Die Heizwassertemperatur wird über die Außentemperatur geführt. Es wäre ja unsinnig wenn man während der Übergangszeit die gleichen hohen Temperaturen erzeugt wie im tiefsten Winter.
    Stichwort: Heizkurve
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  10. #9
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    Mhh, verstehe ich immer noch nicht so ganz.
    1. Ich will doch immer gleich heiß duschen, egal wie warm oder kalt es draußen ist.
    2. Wenn dieser Fühler, wie bei uns, im Wohnzimmer sitzt, habe ich ja auch keine Reaktion auf die Außentemperatur.

    Ist das also einfach eine optionale Sache oder für mein Ziel notwendig?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von oetzi83 Beitrag anzeigen
    Mhh, verstehe ich immer noch nicht so ganz.
    1. Ich will doch immer gleich heiß duschen, egal wie warm oder kalt es draußen ist.
    2. Wenn dieser Fühler, wie bei uns, im Wohnzimmer sitzt, habe ich ja auch keine Reaktion auf die Außentemperatur.

    Ist das also einfach eine optionale Sache oder für mein Ziel notwendig?
    Was hat das mit dem Duschen zu tun? Es ging um die Heizwassertemperatur.
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  12. #11
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    Stimmt, das mit dem Duschen war quatsch, aber den 2. Punkt hast du ignoriert. Zumindest wüsste ich nicht, dass wir einen Außenfühler aktuell hätten.

    Wie auch immer, mein eigentliche Frage ist eigentlich ja auch eine andere: Wie kriege ich es hin, dass ich einzelne Räume heizen kann, unabhängig davon wie warm oder kalt es im Wohnzimmer ist?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von oetzi83 Beitrag anzeigen
    Stimmt, das mit dem Duschen war quatsch, aber den 2. Punkt hast du ignoriert. Zumindest wüsste ich nicht, dass wir einen Außenfühler aktuell hätten.
    Es gab früher verschiedene Regelstrategien. Entweder nach einem Referenzraum oder witterungsgeführt. Heutzutage fordert die EnEV eine Witterungsführung. Ja, man könnte nun darüber streiten, ob im Referenzraum nicht auch indirekt die Witterung mit drin steckt.

    Dann gibt es noch die Möglichkeit, dass ein Raumfühler als Raumaufschaltung genutzt wird. Dabei wird die Heizkurve anhand der AT geführt und der Raumfühler signalisiert bei hohen Abweichungen von der Solltemperatur einen erhöhten Wärmebedarf, was dann damit ausgeglichen wird, dass die Heizkurve um x K parallel verschoben wird, bis die RT im grünen Bereich ist.
    Diese Strategie kann aber zu Problemen mit den anderen Räumen führen, so dass dort dann die Thermostate eingreifen müssen.

    Wie auch immer, mein eigentliche Frage ist eigentlich ja auch eine andere: Wie kriege ich es hin, dass ich einzelne Räume heizen kann, unabhängig davon wie warm oder kalt es im Wohnzimmer ist?
    Genau so wie ich beschrieben hatte. Witterungsführung (Heizkurve), Abgleich der Anlage, und zur Not noch Thermostate in den einzelnen Räumen.
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  15. #13
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    Danke für die Erklärung, aber ich scheine total auf dem Schlauch zu stehen. Ich verstehe immer noch nicht, wie das genau funktionieren soll.

    Ich nehme mal ein konkretes Beispiel:
    Ich habe 2 verschiedene Raumtypen:
    1) Hauptwohnräume (Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer, Badezimmer)
    2) Räume mit temporärem Heizungsbedarf (Dachgeschoss, Partykeller, Badezimmer - z. B. nach dem Lüften).
    Beispielsweise das Dach haben wir auf ca. 19°C eingestellt, sprich es soll nicht auskühlen, aber auch nicht permanent auf Wohlfühltemperatur laufen. Im Partykeller ist die Heizung komplett abgeschaltet, weil wir da sehr selten drin sind.

    Jetzt geht morgens um 5 Uhr die Therme zeitgesteuert an und heizt alle Räume auf ihre eingestellte Temperatur auf. Ist im Wohnzimmer die eingestellte Zieltemperatur (21°C) erreicht, schaltet die Therme ab und alle Räume sollten dann ihre Zieltemperatur erreicht haben. So weit, so gut.
    Aber jetzt kommen die Räume der Kategorie 2 ins Spiel. z. B. am Sonntagmittag will ich im Dach arbeiten oder Samstagabend in den Partykeller und hätte dort dann gerne auch 21°. Am Heizkörperthermostat könnte ich dann so lange drehen wie ich will, da die Therme über die Wohnzimmersteuerung ausgeschaltet worden ist, tut sich da gar nichts.

    Wie könnte ich diesen raumspezifischen und temporären Heizungsbedarf hinkriegen?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von oetzi83 Beitrag anzeigen
    Danke für die Erklärung, aber ich scheine total auf dem Schlauch zu stehen. Ich verstehe immer noch nicht, wie das genau funktionieren soll.

    Ich nehme mal ein konkretes Beispiel:
    Ich habe 2 verschiedene Raumtypen:
    1) Hauptwohnräume (Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer, Badezimmer)
    2) Räume mit temporärem Heizungsbedarf (Dachgeschoss, Partykeller, Badezimmer - z. B. nach dem Lüften).
    Beispielsweise das Dach haben wir auf ca. 19°C eingestellt, sprich es soll nicht auskühlen, aber auch nicht permanent auf Wohlfühltemperatur laufen. Im Partykeller ist die Heizung komplett abgeschaltet, weil wir da sehr selten drin sind.

    Jetzt geht morgens um 5 Uhr die Therme zeitgesteuert an und heizt alle Räume auf ihre eingestellte Temperatur auf. Ist im Wohnzimmer die eingestellte Zieltemperatur (21°C) erreicht, schaltet die Therme ab und alle Räume sollten dann ihre Zieltemperatur erreicht haben. So weit, so gut.
    Aber jetzt kommen die Räume der Kategorie 2 ins Spiel. z. B. am Sonntagmittag will ich im Dach arbeiten oder Samstagabend in den Partykeller und hätte dort dann gerne auch 21°. Am Heizkörperthermostat könnte ich dann so lange drehen wie ich will, da die Therme über die Wohnzimmersteuerung ausgeschaltet worden ist, tut sich da gar nichts.

    Wie könnte ich diesen raumspezifischen und temporären Heizungsbedarf hinkriegen?

    Im einfachsten Fall (nämlich, wenn dein Wohnraumregler nur einen simplen Kontakt an die Therme schickt "Ein/Aus") könnte man jeden Raum mit einem Thermostat ausstatten, dessen Wechslerkontakt (je nach Kontaktstellung) in Reihe oder parallel schalten und damit eine Art "Wärmebedarfsanforderung" an die Therme schicken. Die Begrenzung der Raumtemperatur müsste dann für die übrigen Räume über das Thermostatventil an der Heizung erfolgen.
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